<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Amboss</id>
	<title>Amboss - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Amboss"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amboss&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T17:28:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amboss&amp;diff=15784&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Abschnittlink korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amboss&amp;diff=15784&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-24T05:09:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit dem Werkzeug Amboss. Weitere Bedeutungen des Wortes finden Sie unter [[Amboss (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:12 международный кузнечный фестиваль в Донецке 064.jpg|mini|Amboss, englische Form, vom 12. Schmiede&amp;amp;shy;festival in [[Donezk]] ([[Ukraine]]), 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amboss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Mehrzahl &amp;#039;&amp;#039;Ambosse&amp;#039;&amp;#039;, von althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;anabōʒ&amp;#039;&amp;#039;: „Woran (worauf) man schlägt“) ist ein Block aus [[Stahl]] zur Unterlage beim [[Umformen]], dem Bearbeiten von meist „warmen“, d.&amp;amp;nbsp;h. [[glühen]]den [[Metalle|Eisenmetallen]]. Ein Amboss ist bis zur Gegenwart ein elementares Grund[[werkzeug]] und zählt zum unverzichtbaren Bestandteil einer [[Schmiede]].&amp;lt;br /&amp;gt; Auf dem Amboss wird das zu bearbeitende Werkstück mit oder ohne Zuhilfenahme von Setzhämmern&amp;lt;ref&amp;gt;{{Lueger-1904 |Autor=E. Treiber |Lemma=Setzhammer |Band=8 |Seite=88 |zenoID=20006127339}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder anderen Hilfshämmern durch einen oder mehrere [[Schmiedehammer|Schmiedehämmer]] geformt. Die Oberfläche der Ambossbahn ist [[Härten (Eisenwerkstoff)|gehärtet]]. Je nach Typ sind Ambosse zwischen 5&amp;amp;nbsp;kg und 550&amp;amp;nbsp;kg erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Biface feuille de laurier.JPG|mini|hochkant=0.5|[[Blattspitze|Blatt&amp;amp;shy;spitze]] des [[Solutréen]], vor 20.000 Jahren auf einem Amboss aus Stein gefertigt. Länge etwa 40&amp;amp;nbsp;cm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Amboss ist das älteste Grund[[werkzeug]]. Frühe Menschen nutzten bereits in der [[Altsteinzeit]] vor mindestens 20.000 Jahren einen Amboss aus natürlich entstandenen [[Stein]]en mit abgeflachter Oberfläche, um mittels spezieller [[Feuerstein#Schlagtechniken|Abschlagtechniken]] meist [[Feuerstein]] zur Fertigung von [[Faustkeil]]en, [[Abschlag (Archäologie)|Klingen]] oder Spitzen für [[Speer]]e zu bearbeiten. Den hohen Stand des handwerklich geschickten Einsatzes zwischen [[Schlagstein (Archäologie)|Schlagstein]] (Hammer), Zwischenstücken (als frühe Hilfshämmer) z.&amp;amp;nbsp;B. aus Geweih in der [[Feuerstein#Schlagtechniken|Punchtechnik]] und Amboss bezeugt anschaulich die [[Levalloistechnik|Schildkern-Technik]] der [[Neandertaler]]. Zu den eindrucksvollsten in Blattform auf einem frühen Amboss geschlagenen Werken zählen die vor ungefähr 20.000 Jahren in Europa geschaffenen und bis zu 40&amp;amp;nbsp;cm langen, hauchdünnen (im Kern fünf bis sechs Millimeter) [[Spitze (Archäologie)|Spitzen]] aus Feuerstein während der [[Solutréen]]-Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der [[Metallbearbeitung]] in der [[Kupfersteinzeit]] wurden zunächst [[gediegen]]e Metalle wie [[Gold]] und [[Kupfer]] auf einem (Stein-)Amboss bearbeitet. Bisher älteste Funde von Kupferplättchen für Schmuck stammen aus dem 8. Jahrtausend v. Chr. aus [[Anatolien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge des gezielten [[Kupferbergbau|Abbaus von Kupfererz]] und dessen Verhüttung spätestens im 6. Jahrtausend v. Chr. im heutigen Serbien ([[Pločnik (Archäologischer Fundplatz)|Pločnik]]) wurden auch die bekannten Kupferbeile auf einem Amboss kalt ausgeschmiedet und deren Schneide somit [[Verfestigung (Werkstoffkunde)|verfestigt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Bronzezeit]] kamen neben den Ambossen aus Stein auch erste aus Metall ([[Bronze]]) zum Einsatz. Neben einfachen Formen gab es bereits solche mit einem seitlichen Rundhorn – z.&amp;amp;nbsp;B. zum [[Kaltumformung|Kaltschmieden]] von Ringen oder Armreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachgewiesen seit der [[Hallstattzeit]] wurden erste Ambosse aus [[Eisen]] verwendet und setzten sich allmählich durch. Man kann davon ausgehen, dass durch die frühe Nutzung und [[Verhüttung]] von Eisenerz durch die [[Hethiter]] es auch vorher Eisenambosse gab. Seit dieser Zeit ist auch das Feuer zum Schmieden unentbehrlich und prägt bis heute das gültige Gesicht einer Schmiede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufstellung und Arbeitsweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Amboß eines Hufschmiedes.JPG|mini|Amboss, klassische Form, für [[Kunstschmied]]e oder [[Hufschmied]]e]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der europäischen [[Antike]] war und im asiatischen Raum wie in [[Indien]] oder [[Japan|Indonesien]] ist das [[Schmieden]] auch heute noch in kniender oder hockender Position auf dem Boden üblich. In Japan steht der Schmied heute meist in einer Grube, die sich zwischen Esse und Amboss befindet. Auch in Europa gab es diese Anordnung, die z.&amp;amp;nbsp;B. bei einer archäologischen Ausgrabung in Lahnau-Atzbach gefunden wurde.&amp;lt;br /&amp;gt; Im westlichen Kulturkreis stehen die meisten Ambosse heute dagegen auf einem Holzklotz, einer sandgefüllten Kiste, metallenen Beinen oder einer ähnlichen Unterkonstruktion, die einen massereichen und sicheren Stand bieten und dem Schmied ein Arbeiten in optimaler Höhe ermöglichen soll. Sehr schwere Ambosse ruhen auf einem schweren, in den Boden eingelassenen Holzklotz, dem &amp;#039;&amp;#039;Ambossstock&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hammerstock&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die richtige Aufstellung des Ambosses wird erreicht, dass der Amboss bei jedem Hammerschlag von oben denselben [[Impuls]] auch von unten in das Werkstück einbringt, der Schmied sagt dazu „der Amboss zieht“.&lt;br /&gt;
[[Datei:Amboss.png|mini|Federfixierter Metallring an Amboss-Rundhorn]]&lt;br /&gt;
Nach der Idee des Schmieds Ponti aus Mailand von 1833 wird gegen das laute Getöse beim Schmieden auf den seitlichen Hörnern je ein Metallring mit Kette angebracht. Diese Idee wurde später von Gaudencio Vicini mit einer Feder, die die Kette in gespanntem Zustand hält, weiter verbessert. Mit diesem Vorgehen lässt sich die unangenehme und schädliche Geräuschentwicklung beim Schmieden erheblich verringern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Carinthia: Zeitschrift für Vaterlandskunde, Belehrung u. Unterhaltung |Verlag=Kleinmayr |Datum=1833 |Online=https://books.google.de/books?id=BntEAAAAcAAJ&amp;amp;dq}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Ambosse sind heute im Allgemeinen entweder komplett als Stahlguss ausgeführt oder [[Gießen (Metall)|gegossen]] und mit einer aufgeschweißten Stahlbahn versehen und –&amp;amp;nbsp;seltener, meist historisch&amp;amp;nbsp;– komplett geschmiedet. Wenngleich ein Amboss aus Stahlguss durch seine hohe Härte sehr gut „zieht“ und sehr widerstandsfähig gegen Abnutzung ist, so ist sein sehr heller und durchdringender Klang störend und kann zu erheblichen Schädigungen des [[Ohr|Gehörs]] führen. Daher ist dringend anzuraten, mit Gehörschutz zu arbeiten. Eine geeignete Unterlage zwischen Amboss und Untersatz dämpft den Klang etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschmiedete Ambosse werden heutzutage nicht mehr hergestellt und gelten daher als seltener. Sie klingen etwas weniger, „ziehen“ jedoch vergleichbar gut wie ihre gegossenen Gegenstücke. Traditionell wurden Ambosse aus einzelnen Eisenstücken (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Puddelverfahren|Puddeleisen]]) zusammengesetzt und Stück für Stück [[Schweißen#Feuerschweißen|im Feuer zusammengeschweißt]]. Die Oberfläche zum Schmieden wurde entweder [[Aufkohlen|aufgekohlt]] oder ebenfalls mit einer aufgeschweißten, harten Stahlplatte versehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ernst-refflinghaus.de/die-ambossherstellung.html Trad. Ambossschmiede Refflinghaus zur Ambossherstellung.] ernst-refflinghaus.de; abgerufen am 11. Oktober 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen guten Kompromiss stellen gegossene und mit Stahlbahn versehene Ambosse dar. Sie klingen nicht so schrill wie reiner Guss, sind aber deutlich leichter zu beschaffen und billiger als geschmiedete Ambosse. Sie sind gut erkennbar an den für alle Gussambosse üblichen [[Lunker]]n und Poren auf der Unterseite und der parallelen Schweißnaht unterhalb der aufgeschweißten Stahlbahn (je nach Endbearbeitung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau, Varianten und Anwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Andrea Mantegna 045.jpg|hochkant|mini|Darstellung des [[Hephaistos]], des griechischen Gottes der [[Kunstschmied|Schmiede&amp;amp;shy;kunst]], in seiner unterirdischen Schmiede – mit einem „modernen“, nicht aus der [[Antike]] stammenden Amboss &amp;#039;&amp;#039;(Französische Form)&amp;#039;&amp;#039;, Detail des Gemäldes &amp;#039;&amp;#039;Der&amp;amp;nbsp;[[Parnass]]&amp;#039;&amp;#039; (1497) von [[Andrea Mantegna]], im [[Louvre]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute bekannte Grundform wurde im [[Spätmittelalter]] entwickelt. Davon abweichend entstanden regional eine Vielzahl von differenzierten Ambossformen, die jeweils an den Erfordernissen der [[Werkstück]]e und deren Größe angepasst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lauf der Jahrhunderte haben sich verschiedene Varianten ausgebildet, z.&amp;amp;nbsp;B.: &amp;#039;&amp;#039;Böhmische Form&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Norddeutsche Form&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Form&amp;#039;&amp;#039;, Angelsächsische oder &amp;#039;&amp;#039;Englische Form&amp;#039;&amp;#039;. Sie werden vorrangig von Kunstschmieden, Hufschmieden und Schlossern (Metallbauern) eingesetzt. So gut wie alle heute verwendeten Bauweisen besitzen einen Grundkörper mit der geraden oder minimal gewölbten Bahn und davon ausgehend ein oder zwei spitz zulaufende Hörner (meist Rund- und Vierkanthorn), an denen [[Stabeisen|Stäbe]], Ringe o.&amp;amp;nbsp;ä. gebogen oder [[Schweißen#Feuerschweißen|geschweißt]] werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den „typischen“ Formen sind z.&amp;amp;nbsp;B. für [[Stellmacherei|Wagner]], [[Nagelschmied]]e, [[Goldschmied|Messerschmiede, Goldschmiede]] und Silberschmiede u.&amp;amp;nbsp;w. zu spezialisierten Anwendungen eigene Bauweisen üblich.&amp;lt;br /&amp;gt; Eine neu durchdachte Form (nicht geschmiedet), der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Habermann-Amboss&amp;#039;&amp;#039; (225&amp;amp;nbsp;kg) wurde um 2005 vom &amp;quot;Schmiedepapst&amp;quot; [[Alfred Habermann]] geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.angele.de/uploads/media/angele11d37kat-habermann2.pdf |text=Website von Angele. |wayback=20161011004338 |archiv-bot=2023-06-08 13:23:19 InternetArchiveBot}} (Maschinenbauer- u. Schmiedeausrüster) zum neu gestalteten &amp;#039;&amp;#039;Habermann-Amboss&amp;#039;&amp;#039; (225&amp;amp;nbsp;kg); abgerufen am 11. Oktober 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Einführung des [[Gasschmelzschweißen]]s in den [[Apparat (Verfahrenstechnik)|Apparatebau]] verwendeten [[Kupferschmiede]] zum [[Feuerschweißen]] einen beheizten Amboss. […] „Bis 1925 werden bei der Samesreuther &amp;amp; Co. GmbH in Butzbach und bei [[Carl Canzler]] in Düren Nickelbauteile bis 5&amp;amp;nbsp;mm Wandstärke auf dem beheizten Amboss mit dem Handhammer zusammengeschweißt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Bechmann: &amp;#039;&amp;#039;1919–2009, Buss-SMS-Canzler, Chronik zum 90-jährigen Firmenjubiläum&amp;#039;&amp;#039;. Zitat aus der Chronik. Erläuterung mit Foto „Hammerschweißung an einem Behälterunterteil aus Nickel“, S. 30. Hrsg. Buss-SMS-Canzler GmbH, WD-Print und Medien, Wetzlar 2009. Auflage 600. Im Archiv des Geschichts- und Heimatvereins [[Merode (Langerwehe)|Herrschaft Merode]] e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;G. Nonnenmacher: &amp;#039;&amp;#039;1890–1940 Von der Kupferschmiede zum Großapparatebau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Chronik zum 50. Firmenjubiläum.&amp;#039;&amp;#039; Erwähnung der Hammerschweißung auf dem beheizten Amboss (S. 51–52) Verlag Hoppenstedt, Berlin 1940. Im Archiv des Geschichts- und Heimatvereins Merode e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Amboss des Gold- und Silberschmieds wird je nach Ausführung Sperrhaken oder [[Bretteisen]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An manchen, z.&amp;amp;nbsp;B. am &amp;#039;&amp;#039;Süddeutschen Amboss&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Habermann-Amboss,&amp;#039;&amp;#039; ist an der Bahn seitlich noch ein sogenannter Voramboss angeschweißt, der nach unten bogenförmig verjüngt und zum besseren [[Richten (Fertigungsverfahren)|Richten]] auf der Bahn dient oder zum engen Biegen bzw. Schmieden von in sich gekrümmten Werkstücken. Zusätzlich können noch massive Stauchplatten (&amp;#039;&amp;#039;Staucher&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Stauch&amp;#039;&amp;#039;) im unteren Bereich am Amboss vorhanden sein. Sie dienen zum [[Stauchen]] längerer Werkstücke und Stäbe. Zur Standfestigkeit sind entweder wie bei dem &amp;#039;&amp;#039;Französischen Amboss&amp;#039;&amp;#039; zierliche oder meist massive Füße ausgestellt und fest verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben auf der Bahn sind meist ein Vierkantloch und ein oder zwei Rundlöcher durchgängig eingelassen. Das Vierkantloch (auch [[Gesenk]]aufnahme genannt) dient zur Aufnahme von Form- und Schneidwerkzeugen wie &amp;#039;&amp;#039;Hilfsamboss&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Abschrot&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Hundeshagen: &amp;#039;&amp;#039;Der Schmied am Amboß. Ein praktisches Lehrbuch für alle Schmiede.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-88746-430-3, S. 37, Abb. Abschrot und Hörnchen; [https://books.google.de/books?id=xESfBIkVN-sC&amp;amp;pg=PA55&amp;amp;lpg=PA55&amp;amp;dq=nageleisen,+schmiede&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=ug_ziislmy&amp;amp;sig=Eon_fGwqKQWUlPYQJkQNBMZU7NQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=q3WJUcS6FOSK4ATin4HQDA&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwADgK#v=onepage&amp;amp;q=nageleisen%2C%20schmiede&amp;amp;f=false books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Hörnchen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schwanenhals&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ambossgabel&amp;#039;&amp;#039; etc. In der klassischen Schmiedesprache werden diese Werkzeuge auch &amp;#039;&amp;#039;Stöckel&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;br /&amp;gt; Das/die Rundlöcher werden zum [[Lochen (Verfahren)|Lochen]] mit dem Lochdorn&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Hundeshagen: &amp;#039;&amp;#039;Der Schmied am Amboß. Ein praktisches Lehrbuch für alle Schmiede.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-88746-430-3, S. 121, Abb. und Erläuterung „Lochen mit Lochdorn“; [https://books.google.de/books?id=xESfBIkVN-sC&amp;amp;pg=PA121&amp;amp;lpg=PA121&amp;amp;dq=Der+Schmied+am+Ambo%C3%9F,+lochen&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=ug_Ackympx&amp;amp;sig=1gMnwhWo4XHB5Xa-5TCgunK4BYA&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=PPaPUai2BoeE4gT3joHACA&amp;amp;ved=0CFcQ6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q=Der%20Schmied%20am%20Ambo%C3%9F%2C%20lochen&amp;amp;f=false books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; genutzt, zum Biegen oder auch zur Aufnahme von Hilfswerkzeugen. Unterhalb der Bahn haben manche Ambosse noch eine gewölbte &amp;#039;&amp;#039;Brust&amp;#039;&amp;#039; zum Bearbeiten größerer Radien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Amboß klein.jpg|Kleinamboss, ca. 2–5 kg&lt;br /&gt;
   Amboss 1736.jpg|Amboss von 1736&lt;br /&gt;
   Dengelwerkzg.jpg|[[Dengeln#Dengelamboss|Dengelamboss]] und Dengelhammer&lt;br /&gt;
   Blacksmith at work02.jpg|Schmieden am Amboss&lt;br /&gt;
   Blacksmith anvil hammer.svg|Amboss (englische Form) und [[Vorschlaghammer]] (englische Form)&lt;br /&gt;
   Amboßplatz.jpg|Der Amboßplatz in [[Düsseldorf-Lörick]] mit gleichnamigen Denkmal&lt;br /&gt;
   Anvil, northern German type with upsetting block.jpg|Amboss in norddeutscher Form im [[Beckedorf (Schwanewede)|Beckedorfer]] Schmiedemuseum in der Nähe von Bremen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Musikinstrument}} Klangerzeuger ==&lt;br /&gt;
Den Amboss als [[Musikinstrument]] haben Komponisten von [[Daniel-François-Esprit Auber]] (&amp;#039;&amp;#039;Le Macon&amp;#039;&amp;#039;, 1825) bis [[Benjamin Britten]] (&amp;#039;&amp;#039;The burning fiery furnace,&amp;#039;&amp;#039; 1966) eingesetzt. Bekannte Beispiele finden sich bei [[Giuseppe Verdi]] (&amp;#039;&amp;#039;Il trovatore&amp;#039;&amp;#039;, 1853, Zigeunerschmiede im 2. Akt), [[Richard Wagner]] (1853, &amp;#039;&amp;#039;[[Das Rheingold]]&amp;#039;&amp;#039; mit den berühmten Verwandlungen 2./3. und 3./4. Bild, 18 Ambosse, auf F in drei verschiedenen Oktaven notiert; &amp;#039;&amp;#039;[[Siegfried (Oper)|Siegfried]]&amp;#039;&amp;#039;, 1. Aufzug), [[William Walton]] (&amp;#039;&amp;#039;Belshazzar’s feast&amp;#039;&amp;#039;). Auch [[Albert Parlow]] rückte ihn ins Rampenlicht und erlangte mit seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Ambosspolka]]&amp;#039;&amp;#039; Weltruhm. Von Wagner inspiriert schrieben der Berliner Militärmusiker eine Polka für &amp;#039;&amp;#039;Solo-Amboss&amp;#039;&amp;#039; (1854) und sein böhmischer Kollege [[Julius Fučík (Komponist)|Julius Fučík]] einen Konzertmarsch &amp;#039;&amp;#039;Die lustigen Dorfschmiede&amp;#039;&amp;#039; (1908).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Ambossklänge verwenden einige Opernorchester echte Ambosse, während andere schwere Stahlplatten mit einer Stärke von mehr als 2,5 Zentimetern oder Abschnitte von Eisenbahnschienen einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im [[Frühmittelalter]] kannte man den Amboss als Musikinstrument.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Valentin (Musikwissenschaftler)|Erich Valentin]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Musikinstrumentenkunde.&amp;#039;&amp;#039; Mit Zeichnungen von [[Franz Mazura]]. Gustav Bosse, Regensburg 1954, S. 409.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Theorie von Hipólito Rossy, dass der Rhythmus von Hammer und Amboss in den Hammerschmieden der Ursprung der komplexen 12/8-Rhythmen im [[Flamenco]], speziell in der [[Seguiriya]] sei, ist umstritten. Die Härte der Arbeit und der Lärm sprechen dagegen, dass während der Arbeit solche Gesänge gesungen werden konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;flamencoviejo&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Miguel Ortiz |url=http://www.flamencoviejo.com/seguiriya.html |titel=Seguiriya |werk=FlamencoViejo.com |datum=2010-03-15 |sprache=es |abruf=2015-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Pausenzeichen des 1927 in Betrieb genommenen polnischen Rundfunksenders [[Katowice|Kattowitz]] bestand anfangs aus dem Klang von zwei Hämmern, die auf einem Amboss schlugen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://radioretro.pl/stacja-katowice/ &amp;#039;&amp;#039;Stacja Katowice-&amp;#039;&amp;#039;] radioretro.pl&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der Nutzung des Ambosses seit der frühen Entwicklung der Menschheit wurden ihm als dem Werkzeug des [[Schmied in der Kultur|Schmieds magische Kräfte]] nachgesagt. Ein Schmied beschloss traditionsgemäß mit fünf leichten Schlägen auf den leeren Amboss den Arbeitstag. Dieser Brauch stand mit der Sage in Verbindung, wonach der an einen Amboss geschmiedete Teufel seine Ketten durchzufeilen versuchte. Mit zwei Schlägen wurde er gerufen und gebannt und mit drei Hammerschlägen wurden die Ketten wieder geschlossen und gefestigt. So sollten die fünf Schläge der Abwehr von bösen Mächten dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprichwörter und Zitate ==&lt;br /&gt;
* „Amboß oder Hammer sein“ aus dem Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Ein andres&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann Wolfgang von Goethe]] aus dem Zyklus &amp;#039;&amp;#039;Gesellige Lieder&amp;#039;&amp;#039;, das besagt, dass man sich im Leben entscheiden muss, zwischen „leiden oder triumphieren“ (Zitat aus dem Gedicht).&lt;br /&gt;
* „Der Amboss erschrickt vor dem Hammer nicht.“&lt;br /&gt;
* „Der Amboss ist des Lärms gewohnt.“&lt;br /&gt;
* „Wer sich vor den Amboss stellt, dem fliegen die Funken in die Augen.“&lt;br /&gt;
* „Ein guter Amboss fürchtet keinen Hammer.“ (italienisch)&lt;br /&gt;
* „Der Amboss lebt länger als der Hammer.“ (italienisch)&lt;br /&gt;
* „Ein Amboss hätte viel zu tun, wenn er bei jedem Schlage seufzen wollte.“&lt;br /&gt;
* „Wenn man beim Amboss lacht, fliegt der Hammer alleine.“&lt;br /&gt;
* „Heute Amboss, morgen Hammer.“&lt;br /&gt;
* „Man muss nicht stets auf einem Amboss schmieden.“ (französisch)&lt;br /&gt;
* „Wer zwischen Amboss ist und Hammer, dem fehlt es nicht an Jammer.“&lt;br /&gt;
* „Gelenkig wie ein Amboss.“&lt;br /&gt;
* „Aller Anfang ist schwer, sprach der Dieb und stahl einen Amboss.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Josef Moos: &amp;#039;&amp;#039;Ambossformen.&amp;#039;&amp;#039; Hephaistos, Immenstadt-Werdenstein 2013, ISBN 978-3-931951-71-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Anvils|Amboss}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Amboss}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Amboss}}&lt;br /&gt;
* [http://ernst-refflinghaus.de/amboss.html Informationen zu Ambossen.] ernst-refflinghaus.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4505452-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerkzeug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stationäres Werkzeug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schmieden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schmiedekunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlagidiophon]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
	</entry>
</feed>