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	<title>Ambilini - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T20:15:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ambilini&amp;diff=2403627&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-39401-75 am 7. Januar 2026 um 01:47 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kelten Austria.png|mini|[[Kelten|Keltische]] Stämme in Noricum um Christi Geburt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalensberg Ehrentafel Iulia caes aug filia 01.png|mini|Ehrentafel am [[Stadt auf dem Magdalensberg|Magdalensberg]], nach den NORICI sind an zweiter Stelle die AMBILINI genannt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dellach Gurina Siedlung und Herkulaneum neu 24082008 44.jpg|mini|Die [[Gurina]] bei [[Dellach (Gailtal)|Dellach]] im [[Gailtal]] war vermutlich der Hauptort der Ambilici]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ambilici&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ambilini&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|lat.]]), die &amp;#039;&amp;#039;Umwohner der [[Gail]]&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Gailtaler&amp;#039;&amp;#039;, waren ein ursprünglich [[Kelten|keltischer]] oder stark keltisierter [[Alteuropa (Sprachforschung)|alteuropäischer]] [[Stamm (Gesellschaftswissenschaften)|Volksstamm]] im Königreich [[Noricum]] (&amp;#039;&amp;#039;Regnum Noricum&amp;#039;&amp;#039;) bzw. der späteren gleichnamigen [[römische Provinz|römischen Provinz]]. Das Stammesgebiet umfasste vermutlich das gesamte [[Gailtal]] inklusive des Oberlaufs, des [[Lesachtal]]s, ein von Westen nach Osten verlaufendes Tal in den Bezirken [[Bezirk Hermagor|Hermagor]] und [[Bezirk Villach-Land|Villach-Land]] in [[Kärnten]] / [[Österreich]]. Der aus &amp;#039;&amp;#039;Ambi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Lici&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Lini&amp;#039;&amp;#039; etwas konstruiert wirkende Stammesname kann als politische Integrationsmaßnahme für die alteingesessenen Bevölkerung und die ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. neu eingewanderten keltischen [[Taurisker]] im entstehenden Regnum Noricum gesehen werden. In der Spätantike wird der Fluss [[latein]]isch als &amp;#039;&amp;#039;Licas / Licus / Lica&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Auch der Fluss [[Lech]], der durch Tirol und Südbayern fließt, wurde so genannt. &amp;#039;&amp;#039;Licus&amp;#039;&amp;#039; ist etymologisch mit &amp;#039;&amp;#039;Gail&amp;#039;&amp;#039; sinngleich und beruht auf der [[Indogermanische Ursprache|indogermanischen]] Wurzel &amp;#039;&amp;#039;(v)leiqu-&amp;#039;&amp;#039; für „nass, flüssig sein“. Durch den Namen ist das Stammesgebiet viel leichter an eine bestimmte Landschaft zu binden als bei den [[Helvetier|Helvetii]] oder Uperaci.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ambilici werden vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert n. Chr. in römischen Quellen erwähnt. Sie gehören zu den ersten namentlich fassbaren Volksstämmen in Kärnten. Von dieser Ethnie existieren bis dato keine eigenen schriftlichen Aufzeichnungen. Der Stammesname sowie jene anderer keltischer Stämme in Noricum sind aus der im Jahre 150 erstellten Weltkarte [[Geographike Hyphegesis]] des [[Claudius Ptolemäus]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ptolemaeus II, 13, 2 als &amp;#039;&amp;#039;Ambibilini&amp;#039;&amp;#039;. Karte: [[Europäische Union|EU]]-Projekt 2000: &amp;#039;&amp;#039;Transformation. The Emergence of a Common Culture in the Northern Provinces of the Roman Empire from Britain to the Black Sea up to 212 A.D.&amp;#039;&amp;#039; [http://www2.rgzm.de/Transformation/Noricum/Struktur/Noricum_Struktur_deutsch.htm Abbildung der Ptolemäus-Karte], aufgerufen am 20. Mai 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; bekannt. Auf drei Ehreninschriften für Angehörige des Römischen Kaiserhauses, die am [[Stadt auf dem Magdalensberg|Magdalensberg]] gefunden wurden, sind acht einheimische keltische Stämme als Stifter genannt, wobei die AMBILINI auch AMBILIKOI nach den NORICI und vor den AMBIDR(avi) jeweils an zweiter Stelle stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gernot Piccottini]]: &amp;#039;&amp;#039;Zu den augusteischen Ehreninschriften.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Carinthia (Zeitschrift)|Carinthia]], 195. Jahrgang, Klagenfurt 2005, S. 11–26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das kann als Hinweis auf die hohe Bedeutung des Stammes interpretiert werden, der neben dem Gailtal wohl auch das [[Kanaltal]] kontrollierte, und so wichtige Transportwege der Bergbauprodukte aus Noricum nach Italien kontrollierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name, die „beiderseits der Gail Wohnenden“ weist eindeutig auf ihren Lebensraum hin. Die westlichen Nachbarstämme im Südtiroler [[Pustertal]] bzw. [[Osttirol]]er Drautal waren die [[Saevaten]] bzw. die [[Laiancer]], die noch im Namen [[Lienz]] nachklingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Christian Gugl: &amp;#039;&amp;#039;Das Umland [[Teurnia]]s vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis ins 1. Jahrhundert n. Chr. – Eine Studie zur Siedlungskontinuität von der Latène- zur Römerzeit im oberen Drautal.&amp;#039;&amp;#039; 2000. Unter: {{Webarchiv|url=http://members.yline.com/~ch.gugl/3_2.htm |wayback=20090204033823 |text=Archivierte Kopie}}, aufgerufen am 20. Mai 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die nördlichen Nachbarn waren die [[Ambidravi]], deren Stammesgebiet vermutlich das [[Oberes Drautal|Obere]] und Untere [[Drautal]] zwischen [[Oberdrauburg]] und [[Villach]] sowie deren nördlichen Nebentäler umfasste. Im Nordosten siedelten die [[Noriker (Volk)|Norici]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein, wenn nicht das wichtigste Herrschaftszentrum der Ambiliker war die Siedlung auf der [[Gurina]] (antiker Name bisher unbekannt), einer weitläufigen Terrasse am Fuße der [[Jauken]] in der Gemeinde [[Dellach (Gailtal)|Dellach]] im Gailtal, die Siedlungsspuren seit der [[Jungsteinzeit]] aufweist. Gegenwärtig geht man davon aus, dass die antike Prosperität des Ortes in der geographisch guten Lage an den antiken Fernverbindungen über die Alpen seine Ursache hat und weniger im Bergbau (Blei-, Kupfer- und [[Galmei]]erze). Die Gurina-Siedlung liegt am Wege von den Salzbergbauzentren der Nordalpen (Hallein, Hallstatt), die via [[Plöckenpass]] nach Oberitalien zu den [[Veneter (Adria)|Venetern]] und [[Etrusker]]n führte. Die Zeit der intensivsten Besiedelung der Gurina liegt in den beiden Jahrhunderten um Christi Geburt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Jablonka]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Gurina bei Dellach im Gailtal. Siedlung, Handelsplatz und Heiligtum&amp;#039;&amp;#039;. 2001, ISBN 3-7749-2971-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Klimahistorisch fällt das kurze Auftreten der Ambilici in eine Wärmephase, das [[Optimum der Römerzeit]]. Dieser Anstieg lässt sich u.&amp;amp;nbsp;a. aufgrund einer [[Palynologie|Pollenanalyse]] des etwas weiter nördlich liegenden [[Millstätter See]]s zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Adolf Fritz: &amp;#039;&amp;#039;4000 Jahre menschliche Siedlungstätigkeit im Spiegel der Pollenanalyse. Ein Pollendiagramm vom Millstätter See.&amp;#039;&amp;#039; In: Geschichtsverein für Kärnten: &amp;#039;&amp;#039;[[Carinthia (Zeitschrift)|Carinthia]] I. Zeitschrift für geschichtliche Landeskunde von Kärnten.&amp;#039;&amp;#039; 189. Jahrgang, S. 43–52, 1999&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob [[Santicum]] ([[Villach]]) noch zum Stammesgebiet gehörte, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der geographisch fest gebundene, eine natürliche Landschaft beschreibende, dabei aber konstruiert wirkende Name ist nicht der ursprüngliche Stammesname. In den Ostalpen häufen sich ähnliche Stammesnamen für die erst ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. eingewanderten Keltenstämme. Diese Neubildung kann vor dem Hintergrund von Integrationsmaßnahmen für die alteingesessene Bevölkerung und die neu eingewanderten Taurisker im entstehenden Regnum Noricum gesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Dobesch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kelten in Österreich nach den ältesten Berichten der Antike.&amp;#039;&amp;#039; Wien, 1993 Seite 243 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dobesch sieht Ambilici und Ambilini als unterschiedliche Stämme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fehlen entsprechender archäologischer Funde spricht dafür, dass sich die Ambilici nicht gegen die römische Okkupation aufgelehnt haben und sehr kooperativ waren. Der Edelmetallhandel mit den Römern war attraktiv. Die Geschäftskontakte könnten sich in den beiden letzten Jahrzehnten v. Chr., wohl auch unter militärischem Druck, intensiviert haben, und besonders ab 15 v. Chr. scheinen sich italienische Unternehmer, Händler und Kaufleute stärker in Binnennoricum engagiert zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum kulturellen Prozess der „Romanisierung der Ambilici“ fehlen bisher weitere Funde. Letztlich wurden sie von den Römern assimiliert. Wie lange die Stammesorganisation der Ambilici Bestand hatte, ist nicht bekannt. Die westlichen Nachbarn, die civitas Saevatum et Laiancorum, werden zuletzt in [[Claudius|claudischer]] Zeit erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische europäische Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keltischer Stamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Kärntens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demografie (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Noriker]]&lt;/div&gt;</summary>
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