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	<title>Ambidravi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ambidravi&amp;diff=2221189&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tolanor am 7. Januar 2026 um 11:54 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-07T11:54:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kelten Austria.png|mini|[[Kelten|Keltische]] Stämme in Noricum um Christi Geburt]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ambidravi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|lat.]]), die &amp;#039;&amp;#039;Umwohner des [[Drau|Dravus]]&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Drautaler&amp;#039;&amp;#039;, waren ein ursprünglich [[Kelten|keltischer]] oder stark keltisierter alteuropäischer [[Volksstamm]] im Königreich [[Noricum]] &amp;#039;&amp;#039;(Regnum Noricum)&amp;#039;&amp;#039; bzw. der späteren gleichnamigen [[Römische Provinz|römischen Provinz]]. Das Stammesgebiet umfasste vermutlich das [[Oberes Drautal|Obere]] und Untere [[Drautal]] zwischen [[Oberdrauburg]] und [[Villach]], ein von Westen nach Osten verlaufendes Tal im [[Bezirk Spittal an der Drau]] in [[Kärnten]]/[[Österreich]], sowie die nördlichen Nebentäler [[Mölltal]] und [[Liesertal]] sowie die [[Gurktaler Alpen|Nockberge]], möglicherweise auch das [[Iseltal]]. Der konstruiert wirkende Stammesname kann als politische Integrationsmaßnahme für die alteingesessenen Bevölkerung und die ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. neu eingewanderten keltischen [[Taurisker]] im entstehenden Regnum Noricum gesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Noricum 1907.jpg|mini|Ambidravi im südwestlichen Teil der Römischen Provinz [[Noricum]]]]&lt;br /&gt;
Die Ambidravi werden vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert n. Chr. in römischen Quellen erwähnt. Sie sind der erste namentlich fassbare Volksstamm in [[Oberkärnten]]. Von dieser Ethnie existieren bis dato keine eigenen schriftlichen Aufzeichnungen. Der Stammesname sowie jene anderer keltischer Stämme in Noricum sind aus der im Jahre 150 erstellten Weltkarte &amp;#039;&amp;#039;[[Geographike Hyphegesis]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Claudius Ptolemäus]] bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ptolemäus 2, 13, 2 als &amp;#039;&amp;#039;Ambidravioi&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;(A)mbidr(avi)&amp;#039;&amp;#039;. Karte: [[Europäische Union|EU]]-Projekt 2000: &amp;#039;&amp;#039;Transformation. The Emergence of a Common Culture in the Northern Provinces of the Roman Empire from Britain to the Black Sea up to 212 A.D.&amp;#039;&amp;#039; [https://web.archive.org/web/20160503170119/http://www2.rgzm.de/Transformation/Noricum/Struktur/Noricum_Struktur_deutsch.htm Abbildung der Ptolemäus-Karte], aufgerufen am 3. Oktober 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf drei Ehreninschriften für Angehörige des römischen Kaiserhauses, die am [[Stadt auf dem Magdalensberg|Magdalensberg]] gefunden wurden, sind acht einheimische keltische Stämme als Stifter genannt, wobei die &amp;#039;&amp;#039;Ambridr(avi)&amp;#039;&amp;#039; nach &amp;#039;&amp;#039;Norici&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Ambilini]]&amp;#039;&amp;#039; jeweils an dritter Stelle stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gernot Piccottini]]: &amp;#039;&amp;#039;Zu den augusteischen Ehreninschriften.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Carinthia (Zeitschrift)|Carinthia]]&amp;#039;&amp;#039;, 195. Jahrgang, Klagenfurt 2005, S. 11–26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalensberg Ehrentafel Iulia caes aug filia 01.png|mini|Ehrentafel am [[Stadt auf dem Magdalensberg|Magdalensberg]], nach &amp;#039;&amp;#039;Norici, Ambilini&amp;#039;&amp;#039; die &amp;#039;&amp;#039;Ambridr(avi)&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Der Name, „die Beiderseits der Drau Wohnenden“, die Drautaler also, deutet eindeutig auf den Lebensraum hin. Bezüglich der Lokalisierung sind die historischen Quellen nicht eindeutig. Das Südtiroler [[Pustertal]] bzw. das [[Osttirol]]er Drautal sind als Stammesgebiet weniger wahrscheinlich, da sich dort die [[Saevaten]] bzw. die [[Laiancer]], die noch im Namen [[Lienz]] nachklingen, gut lokalisieren lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Christian Gugl: &amp;#039;&amp;#039;Das Umland [[Teurnia]]s vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis ins 1. Jahrhundert n. Chr. - Eine Studie zur Siedlungskontinuität von der Latène- zur Römerzeit im oberen Drautal.&amp;#039;&amp;#039; 2000. Unter: {{Webarchiv|url=http://members.yline.com/~ch.gugl/3_2.htm |wayback=20090204033823 |text=Archivierte Kopie}}, aufgerufen am 20. Mai 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht ausgeschlossen ist, dass der Siedlungsbereich auch noch das [[Rosental (Kärnten)|Rosental]] und [[Jauntal]] umschloss, aber eher nicht bis Poetovio, heute [[Ptuj]] (dt. Pettau), reichte. Für diese Lokalisierung spricht vor allem die Erwähnung auf den öffentlich aufgestellten Magdalensberger Inschriften, auf denen sowohl die keltischen Stammesgruppen im Westen (Laianci, Saevates) als auch Osten (Norici) als Stifter angeführt sind. Während man früher auch noch das westliche Iseltal als zum Ambidraviergau gehörend ansah,&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Heuberger: &amp;#039;&amp;#039;Zu den Stämmen Norikums. I. Die römischen Straßenstationen des Pustertales und dessen Urzeitstämme. II. Die norische Völkertafel des Claudius Ptolomaeus und ihr Zusammenhang mit dem Bericht über die Vertreibung der Tiguriner aus Norikum in Sullas Denkwürdigkeiten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tiroler Heimat&amp;#039;&amp;#039;, n. F. 16, 1952 ({{Webarchiv|url=http://homepage.univie.ac.at/r.steinacher/downloads/Heuberger/53b-korr.pdf |wayback=20160402184830 |text=Sonderdruck, PDF}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; geht man nun vom Kerngebiet zwischen Greifenburg und Villach mit einem Zentrum bei [[Teurnia]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Géza Alföldy]]: &amp;#039;&amp;#039;Noricum&amp;#039;&amp;#039;, 1974, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle in diesen Bereich entwässernden Bergtalschaften wie das Möll- und Liesertal, die Nockberge und wahrscheinlich auch noch Teile des [[Lungau]]s könnten zum Stammesgebiet gehört haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Paternion Kirche Grabstein römisch Ambidrabus 2011.JPG|mini|Erwähnung eines Ambidrabus in [[Paternion]]]]&lt;br /&gt;
Ein Argument für die Lokalisierung der Ambidravi in der Gegend um [[Teurnia]] bzw. im Unterdrautal ist auch der frühkaiserzeitliche Grabstein eines &amp;#039;&amp;#039;Ambidrabus&amp;#039;&amp;#039; aus [[Paternion]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|3|4753}}. Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Ambidrabus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopédie de l&amp;#039;Arbre Celtique&amp;#039;&amp;#039; unter [http://encyclopedie.arbre-celtique.com/ambidrabus-5317.htm encyclopedie.arbre-celtique.com], aufgerufen am 20. Mai 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; eines mit 20 Jahren verstorbenen [[Auxiliartruppen|Auxiliarreiters]], dem seine Eltern auf der Görz bei Feistritz einen Grabstein errichteten. Weitere schriftliche Denkmäler fehlen bisher. Keltische Bevölkerungsgruppen in Teurnia und Umland, z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Obervellach|Pockhorn]] im Oberen Mölltal oder in [[Seeboden am Millstätter See]], lassen sich ab der [[Mittellatènezeit|Mittellatène-]] über die [[Spätlatènezeit]] bis in die frühe Kaiserzeit anhand von Einzelfunden, gestörten Gräbern und verstärkt für die Zeit nach der römischen Okkupation 15 v. Chr. auch in Form von epigraphischen Denkmälern nachweisen. Der geographisch fest gebundene, eine natürliche Landschaft beschreibende, dabei aber konstruiert wirkende Name ist nicht der ursprüngliche Stammesname. In den Ostalpen häufen sich ähnliche Stammesnamen für die erst ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. eingewanderten Keltenstämme.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Dobesch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kelten in Österreich nach den ältesten Berichten der Antike.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1993, S. 243 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fehlen entsprechender archäologischer Funde spricht dafür, dass sich die Ambidravi nicht gegen die römische Okkupation aufgelehnt haben und sehr kooperativ waren. Widerstand gegen die Römer war aussichtslos, da sie zu nahe am Römischen Reich und zu klein und schlecht organisiert waren. Ein Herrschaftszentrum ist bis heute nicht lokalisiert. Es lag mit großer Wahrscheinlichkeit am [[lurnfeld (Becken)|Lurnfeld]] im Raum Teurnia. Der Edelmetallhandel mit den Römern war attraktiv. Die Geschäftskontakte haben sich in den beiden letzten Jahrzehnten v. Chr. wohl unter militärischem Druck intensiviert und besonders ab 15 v. Chr. scheinen sich italienische Unternehmer, Händler und Kaufleute stärker in Binnennoricum engagiert zu haben. In [[Laubendorf (Gemeinde Millstatt am See)|Laubendorf]] am [[Millstätter See]] wurde die Grabinschrift von Freigelassenen der Familien Barbii und Cispii gefunden, die Aktivitäten in Bergbaugebieten bzw. ihrem Vorfeld zeigen. Der römische [[Denarius|Denar]] hat sich zu dieser Zeit bereits als Währung etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum kulturellen Prozess der „Romanisierung“ der Ambidravi fehlen bisher weitere Funde. Letztlich wurden sie von den Römern assimiliert. Wie lange die Stammesorganisation der Ambidravi Bestand hatte, ist nicht bekannt. Die westlichen Nachbarn &amp;#039;&amp;#039;civitas Saevatum et Laiancorum&amp;#039;&amp;#039; werden zuletzt in [[Claudius|claudischer]] Zeit erwähnt. Während sich in weiten Teilen Noricums noch im 2. Jahrhundert n. Chr. Grabreliefs finden, die die „norische“ Identität betonen, gibt es für das Territorium von Teurnia bisher nur sehr wenige Funde dieser Art. Klimahistorisch fällt das kurze Auftreten der Ambidravi in eine Wärmephase, das [[Optimum der Römerzeit]]. Dieser Anstieg lässt sich u.&amp;amp;nbsp;a. aufgrund einer [[Palynologie|Pollenanalyse]] des Millstätter Sees zeigen, der im Kernsiedlungsgebiet der Ambidravi liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adolf Fritz: &amp;#039;&amp;#039;4000 Jahre menschliche Siedlungstätigkeit im Spiegel der Pollenanalyse. Ein Pollendiagramm vom Millstätter See.&amp;#039;&amp;#039; In: Geschichtsverein für Kärnten: &amp;#039;&amp;#039;[[Carinthia (Zeitschrift)|Carinthia]] I. Zeitschrift für geschichtliche Landeskunde von Kärnten.&amp;#039;&amp;#039; 189. Jahrgang, 1999, S. 43–52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ambidravi}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische europäische Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keltischer Stamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Kärntens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Geschichte (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demografie (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Noriker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tolanor</name></author>
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