<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Amalie_Beer</id>
	<title>Amalie Beer - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Amalie_Beer"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amalie_Beer&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-26T09:40:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amalie_Beer&amp;diff=1609948&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Riedmiller: /* Leben */ Orthographie u. Ersch.datum korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amalie_Beer&amp;diff=1609948&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-15T18:17:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Orthographie u. Ersch.datum korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:1803 Kretschmar Portrait Amalie Beer anagoria.JPG|mini|Amalie Beer. Gemälde von [[Carl Kretschmar]], um 1803]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amalie Beer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geb. Meyer Wulf, {{heS|מלכה בעער&amp;amp;lrm;}}, &amp;#039;&amp;#039;Malka Beer&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;(geb. [[10. Februar]] [[1767]] in [[Berlin]]; gest. [[27. Juni]] [[1854]] ebenda), war eine [[Geschichte der Juden in Deutschland|deutsch-jüdische]] [[Salonnière]] in Berlin und Mutter des Komponisten [[Giacomo Meyerbeer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Juedischer Friedhof Schoenhauser Meyerbeer.jpg|mini|Grab Amalie Beers links neben dem ihres Sohnes Giacomo Meyerbeer auf dem [[Jüdischer Friedhof Schönhauser Allee|Jüdischen Friedhof Schönhauser Allee]] in Berlin]]&lt;br /&gt;
Geboren als Tochter des [[preußisch]]en [[Hoffaktor]]s [[Liepmann Meyer Wulff]] (1745–1812) und seiner Frau Esther, geborene Bamberger (1740–1822), wuchs sie in der Welt des gebildeten, wohlhabenden [[Jüdisches Leben in Berlin|Berliner Judentums]] des 18. Jahrhunderts auf, dessen Geschichte im Zeichen von [[Zeitalter der Aufklärung|Aufklärung]] und [[Judenemanzipation]] stand. 1788 heiratete sie den jüdischen Zuckerfabrikanten [[Jacob Herz Beer]] (1769–1825). Sie erlangte Berühmtheit mit ihrem literarischen Salon, der als typisches Beispiel bürgerlich-aufgeklärter Geselligkeit der [[Biedermeier]]zeit gelten kann. Amalie Beer war zeitlebens sowohl in der jüdischen Gemeinde in Berlin als auch in der christlichen bürgerlichen Gesellschaft hoch angesehen. Im Gegensatz zu anderen prominenten Berliner Juden in dieser Epoche, z. B. [[Abraham Mendelssohn Bartholdy]], konvertierte Beer nie zum Christentum. Ein solcher Schritt hätte sie – der Historikerin Deborah Sadie Hertz zufolge – wohl ihre herausragende Stellung innerhalb der Berliner jüdischen Gemeinde gekostet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Deborah Sadie Hertz |Titel=How Jews became Germans: The history of conversion and assimilation in Berlin |Verlag=Yale University Press |Datum=2007 |ISBN=978-0300151640 |Seiten=139}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitlebens in Berlin niedergelassen, starb sie dort fast neunzigjährig 1854. Ihr Grab befindet sich auf dem [[Jüdischer Friedhof Schönhauser Allee|Jüdischen Friedhof Schönhauser Allee]] in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Salon ==&lt;br /&gt;
Der [[Literarischer Salon|Salon]] der Amalie Beer, neben dem Salon der Familie [[Mendelssohn (Familie)|Mendelssohn Bartholdy]] der einzige bedeutende musikalische Salon im Berlin der 1820er Jahre, ragt dadurch hervor, dass er seine eigentliche Blüte nicht vor, sondern nach den [[Befreiungskriege]]n (1813/15) erlebte, wenngleich die Anfänge von musikalischer und literarischer Geselligkeit im Hause Beer zurück bis ins Jahr 1800 reichen. Soziologisch gesehen überwog in seinem Publikum eindeutig das Bürgertum. Dennoch zog er wichtige Vertreter des Adels und der politischen Eliten an: So gehörten zu den persönlichen Freunden der Gastgeberin der spätere König [[Friedrich Wilhelm IV.]] und sein Bruder Prinz [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm]], der spätere erste deutsche Kaiser, die beide auch an ihrem [[Leichenbegängnis]] teilnahmen. Unter ihren [[Habitué]]s fanden sich fast alle großen Komponisten und Virtuosen der [[Frühromantik]], darunter ihr eigener Sohn [[Giacomo Meyerbeer]], sowie Schauspieler, Sänger, Schriftsteller und Gelehrte. Mit zwei anderen großen Salonnièren der Zeit, [[Rahel Varnhagen]] und [[Hedwig von Olfers]], stand sie in Verbindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Für ihr Engagement in der Verwundetenfürsorge während der Befreiungskriege erhielt Amalie Beer als eine von nur ganz wenigen bürgerlichen Frauen den [[Louisenorden]]. Der Prozess der Ordensverleihung zog sich allerdings über eineinhalb Jahre hin. Drei Mal wurde sie vorgeschlagen, zwei Mal lehnte König [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm III.]] ab. Der König, der durch das [[Preußisches Judenedikt von 1812|Judenedikt]] 1812 bereits eine weitgehende rechtliche Emanzipation der Juden in Preußen durchgesetzt hatte, war offenbar in Sorge, dass sich die praktizierende Jüdin Beer durch eine Auszeichnung mit dem – dem Christentum entlehnten – Kreuzsymbol in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christopher Clark]]: &amp;#039;&amp;#039;Preußen. Aufstieg und Niedergang. 1600–1947.&amp;#039;&amp;#039; [[Deutsche Verlags-Anstalt]], München 2007, ISBN 978-3-421-05392-3, S. 435.&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztendlich bewilligte er die Verleihung des Ordens in der abweichenden Form eines kreisrunden allgemeinen Ehrenzeichens.&amp;lt;ref&amp;gt;Sven Kuhrau, &amp;#039;&amp;#039;Amalie Beer. Salondame, Wohltäterin und Patriotin. Das Programm einer individuellen Akkulturation&amp;#039;&amp;#039;, in: Sven Kuhrau, Kurt Winkler (Hrsg.): Juden-Bürger-Berliner. Das Gedächtnis der Familie Beer-Meyerbeer-Richter, Berlin 2004, S. 62&amp;lt;/ref&amp;gt; (Später wurde bestimmt, dass auch andere nichtchristliche Empfängerinnen den Orden ohne das Kreuz erhalten konnten.). Allerdings gab es in der Berliner Judenschaft auch Stimmen, die das „gekoscherte Kreutz“ als demütigend empfanden und die Begründung des Monarchen als Koketterie abtaten.&amp;lt;ref&amp;gt;Kuhrau, S. 60f und S. 63&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
=== Ehe und Nachkommen ===&lt;br /&gt;
Amalie Meyer Wulff und Jacob Herz Beer heirateten am 4. September 1788 in Berlin. Sie hatten vier Söhne:&lt;br /&gt;
* [[Giacomo Meyerbeer|Jacob Meyer Beer/Giacomo Meyerbeer]] (1791–1864), Komponist,&lt;br /&gt;
* Heinrich Beer (1794–1842),&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Beer (Astronom)|Wilhelm Beer]] (1797–1850), Kaufmann und Astronom, und&lt;br /&gt;
* [[Michael Beer (Autor)|Michael Beer]] (1800–1833), Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Verwandte ===&lt;br /&gt;
Amalies Enkelin, die sich als Salonnière in ihre Tradition stellte, war [[Cornelie Richter]] (1842–1922), Tochter ihres Sohnes Jakob.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berühmte Habitués ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* [[David Alopaeus]]&lt;br /&gt;
* [[Karoline Bauer]]&lt;br /&gt;
* [[Michael Beer (Autor)]]&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Beer (Astronom)|Wilhelm Beer]]&lt;br /&gt;
* [[Georg Benda]]&lt;br /&gt;
* [[Archibald Campbell]] (?)&lt;br /&gt;
* [[Angelica Catalani]]&lt;br /&gt;
* [[Muzio Clementi]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Ladislaus Dussek]]&lt;br /&gt;
* [[Eduard Gans]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Wilhelm Gubitz]]&lt;br /&gt;
* [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel]] (?)&lt;br /&gt;
* [[Henriette Hendel-Schütz]]&lt;br /&gt;
* [[Karl von Holtei]]&lt;br /&gt;
* [[Alexander von Humboldt]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Nepomuk Hummel]]&lt;br /&gt;
* [[August Wilhelm Iffland]]&lt;br /&gt;
* [[Karl Immermann]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Kalkbrenner]]&lt;br /&gt;
* [[Franz Liszt]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* [[Mendelssohn (Familie)|Familie Mendelssohn]]&lt;br /&gt;
* [[Giacomo Meyerbeer]]&lt;br /&gt;
* [[Ignaz Moscheles]]&lt;br /&gt;
* [[Konrad Engelbert Oelsner]]&lt;br /&gt;
* [[Hedwig von Olfers]]&lt;br /&gt;
* [[Niccolò Paganini]]&lt;br /&gt;
* [[Konrad Engelbert Oelsner]]&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Schadow]]&lt;br /&gt;
* [[August Wilhelm Schlegel]]&lt;br /&gt;
* [[Wilhelmine Schröder-Devrient]]&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* [[Henriette Sontag]]&lt;br /&gt;
* [[Louis Spohr]]&lt;br /&gt;
* [[Rahel Varnhagen]]&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Anselm Weber]]&lt;br /&gt;
* [[Carl Maria von Weber]]&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein]]&lt;br /&gt;
* [[Carl Friedrich Zelter]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Petra Wilhelmy: &amp;#039;&amp;#039;[http://books.google.de/books?id=HMmKMlJXjtcC Der Berliner Salon im 19. Jahrhundert]&amp;#039;&amp;#039;. Walter de Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1989.&lt;br /&gt;
* Sven Kuhrau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Juden, Bürger, Berliner. Das Gedächtnis der Familie Beer – Meyerbeer – Richter&amp;#039;&amp;#039;. Henschel, Berlin 2004 (Ausstellungskatalog).&lt;br /&gt;
* Heinz Becker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Giacomo Meyerbeer – Briefwechsel und Tagebücher&amp;#039;&amp;#039;. 8 Bde. De Gruyter, Berlin 1960–2006.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Amalia Beer (1767–1854). Salonnière&amp;#039;&amp;#039;. In: Ekkehard Vollbach: &amp;#039;&amp;#039;Dichter, Denker, Direktoren. Porträts deutscher Juden&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig: edition chrismon, ISBN 978-3-96038-243-0, S. 27–41.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.aviva-berlin.de/aviva/content_Juedisches%20Leben.php?id=5072 Website zur Familie Meyer-Beer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116107448|VIAF=289188707}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beer, Amalie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salonnière (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trägerin des Louisenordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1767]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1854]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Beer, Amalie&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Meyer Wulff, Amalie; Beer, Esther Jehuda; אסתר יהודה בעער (hebräisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-jüdische Salonnière&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Februar 1767&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Juni 1854&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Riedmiller</name></author>
	</entry>
</feed>