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	<title>Amalaka - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T13:08:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amalaka&amp;diff=2895005&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jesi: /* Tempeldächer */ lf</title>
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		<updated>2023-10-23T17:03:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tempeldächer: &lt;/span&gt; lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lingaraj Temple, Bhubaneswar (4) - Oct 2010.jpg|mini|hochkant=1.4|Auf den Schultern von Löwen und Göttern ruhender gekerbter Steinring (&amp;#039;&amp;#039;amalaka&amp;#039;&amp;#039;) mit aufsitzender Vase (&amp;#039;&amp;#039;[[Kalasha (Architektur)|kalasha]]&amp;#039;&amp;#039;) als oberer Abschluss des [[Lingaraja-Tempel]]s in [[Bhubaneshwar]] (um 1100)]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amalaka&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Indische Architektur|indischen Architektur]] eine runde kissenförmige Scheibe mit senkrechten Einkerbungen am äußeren Rand bezeichnet, die – meist zusammen mit einem vasenförmigen Aufsatz (&amp;#039;&amp;#039;[[Kalasha (Architektur)|kalasha]]&amp;#039;&amp;#039;) – den oberen Abschluss eines nordindischen Tempelpfeilers oder [[Shikhara]]-Turms bildet. Sie sind religiösen Bauten wie [[Buddhismus|buddhistischen]] Klöstern, [[Hinduismus|hinduistischen]] Tempeln und – in seltenen Fällen – auch [[islam]]ischen Grabmonumenten und [[Moschee]]n vorbehalten. In der klassischen Architektur Südindiens kommen &amp;#039;&amp;#039;amalakas&amp;#039;&amp;#039; nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Amaravati Stupa relief at Museum.jpg|mini|Relief aus [[Amaravati (Andhra Pradesh)]] mit &amp;#039;&amp;#039;amalaka&amp;#039;&amp;#039;-Dekor an den seitlichen Pfeilern (2./3. Jh.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stone sculpt NMND -24.JPG|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Kalasha (Architektur)|kalasha]]&amp;#039;&amp;#039; mit überquellendem Blattwerk auf drei &amp;#039;&amp;#039;amalaka&amp;#039;&amp;#039;-Ringen als Teil einer Portaleinfassung (5./6. Jh.)]]&lt;br /&gt;
=== Kapitelle und Pfeiler ===&lt;br /&gt;
Nach bisheriger Kenntnis entstammen die frühesten (erhaltenen) &amp;#039;&amp;#039;amalakas&amp;#039;&amp;#039; [[Buddhistischer Tempel|buddhistischen]] [[Höhlentempel]]n, wo sie manchmal oberhalb eines glockenförmigen Lotoskapitells erscheinen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Bedsa]], Eingangshalle)&amp;lt;ref&amp;gt;Adrian Snodgrass: &amp;#039;&amp;#039;The Symbolism of the Stupa.&amp;#039;&amp;#039; Motilal Banarsidass, Delhi 1992, S. 250ff, ISBN 81-208-0781-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch an buddhistischen Reliefs sind sie als [[Pfeiler]]- bzw. [[Säule]]ndekor zu finden. Später tauchen sie an hinduistischen Säulenmonumenten des 4. und 5. Jahrhunderts auf (z. B. [[Eiserne Säule]], [[Delhi]]). Die buddhistische sowie die frühe [[Hinduismus|hinduistisch]]-[[Jainismus|jainistische]] Steinarchitektur kennen &amp;#039;&amp;#039;amalakas&amp;#039;&amp;#039; – manchmal in Verbindung mit &amp;#039;&amp;#039;kalashas&amp;#039;&amp;#039; – an Pfeilern, nicht aber als Aufsätze auf den ursprünglich flachgedeckten Tempeldächern.&lt;br /&gt;
=== Tempeldächer ===&lt;br /&gt;
Erst nach dem Aufkommen von [[Shikhara]]-Türmen im 7./8. Jahrhundert (z. B. [[Naresar]] oder [[Amrol]]) bilden &amp;#039;&amp;#039;amalaka&amp;#039;&amp;#039;-Ringsteine deren Bekrönung. In der hochmittelalterlichen nordindischen Tempelbaukunst ([[Nagara-Stil]]) findet man diese gerippten Ringsteine allenthalben; einige größere Shikharas mit kleineren Begleittürmen &amp;#039;&amp;#039;([[urushringa]]s)&amp;#039;&amp;#039; haben gleich mehrere &amp;#039;&amp;#039;amalakas&amp;#039;&amp;#039; (z. B. [[Lakshmana-Tempel]], [[Kandariya-Mahadeva-Tempel]], an letzterem wurden 84 gezählt). Die größten &amp;#039;&amp;#039;amalakas&amp;#039;&amp;#039; bekrönen die Shikara-Türme in den [[Tempelbezirk von Khajuraho|Tempelbezirken von Khajuraho]] und [[Bhubaneshwar]] bzw. [[Puri (Indien)|Puri]]; sie haben einen Durchmesser von fünf bis acht Metern und sind – wie auch die meisten kleineren &amp;#039;&amp;#039;amalakas&amp;#039;&amp;#039; – aus mehreren Teilstücken zusammengesetzt. Im mittelindischen [[Vesara-Stil]] und im südindischen [[Dravida-Stil]] sind sie dagegen unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keulenköpfe ===&lt;br /&gt;
Die dem Hindugott [[Vishnu]] als Attribut zugeordnete Keule &amp;#039;&amp;#039;([[Gada (Keule)|gada]])&amp;#039;&amp;#039; endet in den seit dem 6. Jahrhundert auftauchenden Darstellungen regelmäßig in einem Knauf, der als gerippte und mehrfach abgestufte &amp;#039;&amp;#039;amalaka&amp;#039;&amp;#039; ausgebildet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die ringförmige Struktur der &amp;#039;&amp;#039;amalakas&amp;#039;&amp;#039; lässt möglicherweise auf ältere Vorbilder aus Holz oder Strohgeflecht schließen, mit denen die Schilf- und Grasdächer von Rundhütten an der Spitze zusammengehalten wurden – derartige Dinge sind jedoch nicht erhalten. Eine andere Theorie besagt, dass derartige Ringe als Untersatz die aufsitzenden &amp;#039;&amp;#039;kalasha&amp;#039;&amp;#039;-Krüge vor dem Umstürzen schützen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinerne &amp;#039;&amp;#039;amalakas&amp;#039;&amp;#039; ähneln in gewisser Weise den leicht gekerbten Früchten der indischen Stachelbeere ([[Amlabaum]], &amp;#039;&amp;#039;Phyllanthus emblica&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Emblica officinalis&amp;#039;&amp;#039;) deren indische Bezeichnung ([[Sanskrit]]: &amp;#039;&amp;#039;amalaka&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;amlaki&amp;#039;&amp;#039;) eine Namensgleichheit oder -ähnlichkeit zur &amp;#039;&amp;#039;amalaka&amp;#039;&amp;#039; verrät. Die lange traditionelle Verwendung als Heilpflanze in der Volks- und [[Ayurveda]]-Medizin spiegelt sich im Suffix &amp;#039;&amp;#039;officinalis&amp;#039;&amp;#039; wider. Vielleicht war es die den Früchten nachgesagte – teilweise auch erwiesene – Heilwirkung, die als eine Art Schutz- oder Glücksverheißung auf die Architektur-Amalakas übergehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältere Forschung sieht in ihnen auch ein Lotus- oder [[Sonnensymbol]]. Stella Kramrich und Adrian Snodgrass nennen eine Vielzahl weiterer möglicher Herkunfts- und Bedeutungsebenen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stella Kramrisch |Titel=The Hindu Temple |Reihe=The Hindu Temple |BandReihe=2 |HrsgReihe=Stella Kramrisch |Auflage=5 |Verlag=Motilal Banarsidass Publ. |Ort=Delhi |Datum=1946 |ISBN=81-208-0224-1 |Seiten=348 ff. |Sprache=en |Online={{Google Buch | BuchID=8-aS52MgIkMC | Seite=348 | Hervorhebung=amalaka}} |Umfang=466}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In jedem Fall ist von einer unheilabwehrenden ([[apotropäisch]]en), ja sogar glückverheißenden Bedeutung dieses Architekturelementes auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Amalaka auf islamischen Bauten in Indien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tomb of Ghayasuddin Tughluq - Delhi.jpg|mini|Mausoleum für [[Ghiyas-ud-din Tughluq Shah I.]] in Delhi (um 1325)]]&lt;br /&gt;
Obwohl der Islam hinduistische (d. h. „heidnische“) Architekturmotive weitestgehend unterdrückte, finden sich &amp;#039;&amp;#039;amalakas&amp;#039;&amp;#039; – meist im Zusammenhang mit dem eng mit dem Wunsch nach Unsterblichkeit verknüpftem Vasenaufsatz &amp;#039;&amp;#039;([[Kalasha (Architektur)|kalasha]])&amp;#039;&amp;#039; – auch auf einigen Kuppelgräbern der [[Indo-islamische Architektur|indo-islamischen Architektur]] von Delhi – so z.&amp;amp;nbsp;B. auf dem Mausoleum für [[Ghiyas-ud-din Tughluq Shah I.]] († 1325) in [[Tughlaqabad]], dem &amp;#039;&amp;#039;Lal Gumbaz&amp;#039;&amp;#039; genannten Kuppelgrab (1397) in [[Jahanpanah]], am &amp;#039;&amp;#039;Sheesh-Gumbad&amp;#039;&amp;#039; (um 1500) in den [[Lodi-Gärten]] und auf dem – ebenfalls in Jahanpanah gelegenen – [[Mogulreich|mogulzeitlichen]] Grabmal für Sheikh Alauddin (1541/2). Auch  die Kuppeln der &amp;#039;&amp;#039;Khan Masjid&amp;#039;&amp;#039; von [[Dholka]] (um 1400), die drei Hauptkuppeln der [[Jama Masjid (Ahmedabad)|Freitagsmoschee von Ahmedabad]] (1424) oder die zahlreichen Kuppeln der [[Jama Masjid (Champaner)|Freitagsmoschee von Champaner]] (um 1520) – alle in [[Gujarat]] – wurden mit &amp;#039;&amp;#039;amalakas&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;kalashas&amp;#039;&amp;#039; überhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Muslime waren durchaus abergläubisch – jedenfalls ist es kaum vorstellbar, dass derartige Elemente ohne ausdrücklichen Wunsch und Wissen der Auftraggeber von Hindu-Steinmetzen einfach so auf die Grabmonumente und Moscheen aufgesetzt wurden. Es könnte jedoch auch sein, dass die symbolische Bedeutung der &amp;#039;&amp;#039;amalakas&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;kalashas&amp;#039;&amp;#039; zu dieser Zeit bereits ganz oder teilweise verlorengegangen war und sie vorrangig als nichtfigürlich-abstrakte und deshalb erlaubte Schmuckelemente verstanden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Amalakas in Kambodscha und Vietnam ==&lt;br /&gt;
Von Indien fanden &amp;#039;&amp;#039;amalaka&amp;#039;&amp;#039;-Ringsteine ihren Weg in einige wenige Tempelbauten der [[Khmer (Volk)|Khmer]] in [[Angkor]] (Kambodscha) und der [[Cham-Architektur|Cham]] in [[Duong Long]] (Vietnam).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stella Kramrich: &amp;#039;&amp;#039;The Hindu Temple.&amp;#039;&amp;#039; Motilal Banarsidass, Delhi 2007, ISBN 978-81-208-0222-3, Bd. 2, S. 348 ff.&lt;br /&gt;
* Adrian Snodgrass: &amp;#039;&amp;#039;The Symbolism of the Stupa.&amp;#039;&amp;#039; Motilal Banarsidass, Delhi 1992, S. 250ff, ISBN 81-208-0781-2.&lt;br /&gt;
* George Michell: &amp;#039;&amp;#039;Der Hindu-Tempel. Bauformen und Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1979, ISBN 3-7701-1096-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://personal.carthage.edu/jlochtefeld/picturepages/Khajuraho/architecture.html &amp;#039;&amp;#039;Aufbau eines Hindu-Tempels – Foto + Infos&amp;#039;&amp;#039;] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur (Indien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduistischer Tempel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jesi</name></author>
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