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	<title>Amöbe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T10:50:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Links optimiert</title>
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		<updated>2026-01-13T12:13:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Links optimiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- kein Taxon --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Amoeba proteus.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Amoeba proteus]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilson1900Fig3.jpg|220px|mini|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amöbe (Zeichnung von 1900)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: [[Zellkern]] (Nukleus)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;wv&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wasser[[vakuole]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cv&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: [[Kontraktile Vakuole]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;fv&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: [[Nahrungsvakuole]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amöben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Mehrzahl von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amöbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, von [[Altgriechische Sprache|griechisch]] {{lang|grc|ἀμοιβή|amoibḗ}} ‚Wechsel‘),&amp;lt;ref name=&amp;quot;EOS1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kimberley A McGrath, Stacey Blachford |Titel=Gale Encyclopedia of Science Vol. 1: Aardvark-Catalyst |Hrsg=Gale Group |Auflage=2. |Datum=2001 |ISBN=0-7876-4370-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wörtlich übersetzt die „Wechselnden“, oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wechseltierchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind eine große, vielgestaltige Gruppe von [[Einzeller]]n, die keine feste Körperform besitzen, sondern durch Ausbildung von [[Scheinfüßchen]] (Pseudopodien) ihre Gestalt laufend ändern. Amöben sind eine Lebensform, keine Verwandtschaftsgruppe ([[Taxon]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formen ==&lt;br /&gt;
Amöben sind zwischen 0,1 und 1 mm groß. Die meisten Arten sind nackt; es gibt auch beschalte Formen ([[Testate Amöben]] oder Schalenamöben). Neben den [[Heterotrophie|heterotrophen]] Arten, die sich durch [[Phagocytose]] ernähren, gibt es amöboid bewegliche Einzeller, die [[Chloroplast]]en enthalten und [[Photosynthese]] betreiben. Am bekanntesten sind die „Riesenamöben“ der Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Amoeba (Gattung)|Amoeba]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Chaos (Gattung)|Chaos]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematische Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Amöbenartige Lebensformen haben sich getrennt voneinander in verschiedensten [[Taxon|Taxa]] entwickelt. Sie bilden daher eine Lebensform oder [[Organisationsstufe]], aber keine taxonomische Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heterotrophen, also keine Photosynthese betreibenden Amöben (mit Ausnahme der [[Schleimpilze]]) wurden traditionell zu den [[Wurzelfüßer]]n (Rhizopoda) gerechnet. Nach heutiger Systematik verteilt sich der Großteil auf die [[Amoebozoa]] (einschließlich Schleimpilzen), die [[Rhizaria]] (zusammen mit den anderen Gruppen der Wurzelfüßer wie [[Foraminiferen]], [[Strahlentierchen]] und einem Großteil der [[Sonnentierchen]]) und die [[Heterolobosea]] innerhalb der [[Excavata]] (z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Fließamöben]], &amp;#039;&amp;#039;Vahlkampfia&amp;#039;&amp;#039;). Hinzu kommen verschiedene [[autotroph]]e (Photosynthese treibende), traditionell zu den [[Alge]]n gezählte Vertreter der [[Chromalveolata]].&amp;lt;ref&amp;gt;Sina M. Adl [[et al.]]: &amp;#039;&amp;#039;The New Higher Level Classification of Eukaryotes with Emphasis on the Taxonomy of Protists.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of Eukaryotic Microbiology.&amp;#039;&amp;#039; Band 52, 2005, Nr. 5, S. 399–451. Vgl. Literaturangabe in [[Amoebozoa#Nachweise|Amoebozoa]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Bemerkenswert sind die [[Chlorarachniophyta]], Vertreter der Rhizaria, die früher wegen ihrer Chloroplasten zu den [[Grünalgen]] gestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Amöben sind fast überall zu finden. Manche Gattungen sind global von der Arktis bis zur Antarktis verbreitet, und viele können sogar aus der Luft isoliert werden, wobei es sich zumeist um Dauerstadien ([[Zyste (Biologie)|Zysten]]) handelt. Besonders zahlreich sind sie in feuchten Böden und Schlamm vorhanden, viele Gattungen sind im Süßwasser und im Meerwasser verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Maciver, [https://maciverlab.bms.ed.ac.uk/Ecology%20of%20the%20Amoebae.htm Ecology of the amobae]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zellaufbau ==&lt;br /&gt;
Amöben sind meist durchsichtig und können ihre Form ständig verändern. Im Zellinneren sieht man das körnige [[Endoplasma]] (auch: Entoplasma) pulsieren, das viele kleine Bläschen enthält. Weiter außen liegt das strukturlos wirkende [[Ektoplasma]]. Der [[Zellkern]] ist meistens schlecht erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortbewegung ==&lt;br /&gt;
Zur Fortbewegung bilden Amöben Plasmafortsätze, die &amp;#039;&amp;#039;Scheinfüßchen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Pseudopodium|Pseudopodien]]&amp;#039;&amp;#039;, aus. Dies geschieht durch lokale Kontraktion des [[Cytoskelett]]s, durch die das dortige Cytoplasma unter Druck gesetzt wird. Es entsteht eine Cytoplasmaströmung zu Bereichen niedrigeren Drucks, was dort zur Ausbildung von Pseudopodien führt. Durch Anheftungspunkte &amp;#039;&amp;#039;(Adhäsions-Plaques)&amp;#039;&amp;#039; der Pseudopodien besteht ein Kontakt zum Untergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde verläuft die Fortbewegung in drei Schritten:&lt;br /&gt;
#Extension: Die Pseudopodien werden in Fortbewegungsrichtung ausgebildet.&lt;br /&gt;
#Adhäsion: Die Scheinfüßchen werden durch neue Adhäsionspunkte auf der Unterlage befestigt.&lt;br /&gt;
#Retraktion: Der restliche amöboide Körper wird nachgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fortbewegung unter laufender Gestaltänderung bezeichnet man als „[[Amöboide Bewegung|amöboid]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nahrungsaufnahme ==&lt;br /&gt;
Amöben fangen ihre Beute, [[Bakterien]] und kleinere eukaryotische Einzeller, indem sie diese mit ihren Scheinfüßchen umfließen und dann in ihrem Körper innerhalb von [[Nahrungsvakuole]]n einschließen und verdauen. Diese Art der Aufnahme fester Nahrungspartikel nennt man [[Phagozytose]]. Im Inneren der Nahrungsvakuole wird die Nahrung durch Verdauungsenzyme zerkleinert und in eine wasserlösliche Form gebracht. Verwertbares wird durch die Vakuolenmembran in das [[Cytoplasma]] übernommen; diesen Vorgang nennt man [[Resorption]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gibt es auch die Aufnahme von Flüssigkeiten und darin gelösten Substanzen in Form der [[Pinozytose]]. Oft bilden die Amöben dafür einen längeren Pinozytosekanal aus, an dessen Ende ein flüssigkeitsgefülltes Bläschen ins Zellinnere abgeschnürt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wasserausscheidung ==&lt;br /&gt;
Süßwasser-Amöben verfügen über eine [[kontraktile Vakuole]], die den Wasserhaushalt regelt. Da Amöben durch die Nahrung ständig [[Ion]]en aufnehmen, kommt es in ihrem Innern zur Erhöhung des [[Osmotischer Druck|osmotischen Drucks]], weil Wasser aus der hypotonischen Umgebung in das höher konzentrierte [[Cytoplasma]] diffundiert. Dies muss die Amöbe unter Energieeinsatz ausgleichen, um nicht zu platzen. Dazu pumpt die pulsierende Vakuole Wasser aus der Zelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
Die Fortpflanzung der Amöben erfolgt grundsätzlich [[Ungeschlechtliche Vermehrung|asexuell]] durch simple [[Zellteilung|Teilung]]. Verbreitet scheinen jedoch auch [[Parasexualität|parasexuelle]] Aktivitäten vorzukommen, und vereinzelt gibt es Hinweise auf echte [[Sexualität]], die bislang aber in keinem Fall gesichert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Maciver, [https://maciverlab.bms.ed.ac.uk/Sex%20and%20the%20single%20amoeba.htm Sex and the single Amoeba], letztes Update 14. August 2002&amp;lt;/ref&amp;gt; Etliche Arten bilden außerdem [[Flagellum|begeißelte]] Schwärmer ([[Zoospore]]n).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathogenität ==&lt;br /&gt;
Viele Amöben sind [[pathogen]], einige von ihnen können  beim Menschen schwere [[Krankheit]]en verursachen. So ruft die Magna-Form von [[Entamoeba histolytica]] die [[Amöbenruhr]], eine schwere Magen-Darm-Erkrankung, hervor. Darüber hinaus beherbergen viele Amöben-Arten pathogene Bakterien wie etwa [[Legionella|Legionellen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Maciver, [https://maciverlab.bms.ed.ac.uk/amoebae.htm The Amoebae]&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige amöbenähnliche Einzeller führen beim Menschen zu einer schweren [[Meningoenzephalitis]]. Dazu gehören die Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Naegleria]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Balamuthia]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Sappinia]]&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;[[Naegleria fowleri]]&amp;#039;&amp;#039; findet sich meist in warmen stehenden Süßwasser-Gewässern und dringt in den meisten Fällen beim Schwimmen entlang der Nasenschleimhaut zum Gehirn und löst die eitrige PAME ([[Primäre Amöben-Meningoenzephalitis]]) aus, die in 95 % der Fälle tödlich endet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hemato-images.eu/content/e5389/e5624/e9275/index_ger.html Fakultativ pathogene freilebende Amöben]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cdc.gov/parasites/naegleria/infection-sources.html Naegleria fowleri — Primary Amebic Meningoencephalitis (PAM) — Amebic Encephalitis]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/nachrichten/article205445505/Toedlicher-Parasit-Einzeller-frisst-sich-durchs-Gehirn.html Tödlicher Parasit: Einzeller frisst sich durchs Gehirn]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Acanthamoeba]]&amp;#039;&amp;#039; findet sich in Süß-, Salz-, Brackwasser und in Böden und führt typischerweise bei Kontaktlinsen-Trägern (80 % der Krankheitsfälle) zu einer schweren „Acanthamöba-Keratitis“. Auch sie kann entlang der Nasenschleimhaut zum Gehirn gelangen und dort eine zumeist tödliche Meningoenzephalitis auslösen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eyewiki.aao.org/Acanthamoeba_Keratitis Acanthamoeba Keratitis]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei hartnäckigen [[Zahnfleischentzündung]]en und [[Parodontitis]] ist häufig &amp;#039;&amp;#039;Entamoeba gingivalis&amp;#039;&amp;#039; anzutreffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=X. Bao, R. Wiehe, H. Dommisch, A.S. Schaefer |Titel=Entamoeba gingivalis Causes Oral Inflammation and Tissue Destruction |Sammelwerk=Journal of Dental Research |Band=99 |Nummer=5 |Datum=2020-05 |Seiten=561–567 |ISSN=0022-0345 |DOI=10.1177/0022034520901738 |Online=[http://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0022034520901738 Online] |Abruf=2020-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Julia Walochnik, Horst Aspöck |Titel=Amöben: Paradebeispiele für Probleme der Phylogenetik, Klassifikation und Nomenklatur |Sammelwerk=Denisia |Band=20 |Datum=2007 |Seiten=323–350 |Online=[{{ZOBODAT/URL |pdf/DENISIA_0020_0323-0350.pdf}} Online]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.william-hogarth.de/Amoebe.html Die Amoebe (&amp;#039;&amp;#039;Amoeba proteus&amp;#039;&amp;#039;): ein Einzeller mit Scheinfüßchen]&lt;br /&gt;
* {{Toter Link |url=http://www.dr-ralf-wagner.de/}} Amöbenbilder von Ralf Wagner&lt;br /&gt;
* [https://maciverlab.bms.ed.ac.uk/amoebae.htm &amp;#039;&amp;#039;The Amoebae&amp;#039;&amp;#039;] von Sutherland Maciver, University of Edinburgh&lt;br /&gt;
* {{ZOBODAT |pfad=publikation_series.php?q=Amöben |titel=Literatur}} (downloadbare PDF-Dateien zum Thema Amöben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4142236-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Amobe}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Protistologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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