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	<title>Altneu-Synagoge - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T15:14:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Altneu-Synagoge&amp;diff=401607&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Carl Ha am 21. Mai 2025 um 08:08 Uhr</title>
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		<updated>2025-05-21T08:08:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Prag Altneu Synagoge.JPG|mini|hochkant=1.5|Die Westfassade der Altneu-Synagoge;&amp;lt;br /&amp;gt;dahinter die Gründerzeithäuser der Pařížská-Straße]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Altneu-ost.jpg|mini| hochkant |Die Ostfassade]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AltneuSynag.Prag352.jpg|mini| hochkant|Gotisches Portal im Südvestibül: Die gewundenen Zweige im [[Tympanon (Architektur)|Tympanon]] tragen Weinblätter und [[Traube]]n – Symbole für glückliches Leben.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altneu-Synagoge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altneuschule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in der [[Prag]]er [[Josefov (Prag)|Josefstadt]] ([[Tschechische Sprache|tschechisch]] &amp;#039;&amp;#039;Staronová synagoga&amp;#039;&amp;#039;) ist die älteste unzerstört als Synagoge erhaltene [[Synagoge]] in [[Europa]] und einer der frühesten [[Gotik|gotischen]] Bauten Prags.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge wurde im 13. Jahrhundert im frühgotischen Stil erbaut und ist heute noch das religiöse Zentrum der [[Judentum in Prag|Prager Juden]]. Der Bau hat mehreren Stadtbränden, [[Judenpogrom]]en und auch der [[Slum]]-Sanierung (Assanierung) des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts getrotzt. Im Gegensatz zur noch älteren [[Alte Synagoge (Erfurt)|Alten Synagoge]] in Erfurt und der älteren, aber wiederaufgebauten [[Synagoge Worms|Wormser Synagoge]] blieb die Altneu-Synagoge aber als Synagoge erhalten. Ursprünglich hieß sie „Große“ oder „Neue“ Synagoge (im Gegensatz zu einem älteren, nicht erhaltenen Bethaus), bis ein ihr nahegelegener Neubau diesen Namen erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde (nach verschiedenen Quellen) im letzten Drittel des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts von Steinmetzen der königlichen Bauhütte errichtet, die auch das nahegelegene [[Agneskloster (Prag)|St.-Agnes-Kloster]] bauten. Eine andere Quelle besagt, dass die Bauausführung von einer [[Zisterzienser]]-Bauhütte erfolgte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prag1988&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Prag. Reiseführer Olympia.&amp;#039;&amp;#039; Olympia-Verlag, Prag 1988, S.&amp;amp;nbsp;107/108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeit wurde der Bau so gut wie nicht verändert. Erst 1883 renovierte [[Josef Mocker]] die Synagoge. Im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert erfolgten 1921–1926, 1966/1967 und 1998/99 weitere Instandsetzungsarbeiten. In der Zeit der [[Protektorat Böhmen und Mähren|deutschen Besetzung]] Prags 1939–1945 wurde das Gebetshaus von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] nicht zerstört, da die Nationalsozialisten planten, die Synagoge zu einem &amp;#039;&amp;#039;Museum der ausgelöschten jüdischen Rasse&amp;#039;&amp;#039; umzugestalten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stadtführer Prag&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. vom ADAC e.&amp;amp;nbsp;V., 2008. Hier unter Nummer 12: &amp;#039;&amp;#039;Altneusynagoge&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altneu-Synagoge war stets die Hauptsynagoge der [[Kehillah|jüdischen Gemeinde]] Prags und genoss entsprechendes Ansehen. Hier wirkten ihre bedeutendsten Rabbiner, wie [[Eliezer Aschkenasi]], [[Mordechai Jaffe|Mordechai ben Abraham Jaffe]], [[Judah Löw|Rabbi Löw]], sein Schüler [[Jomtow Lipmann Heller|Jomtov Lipman Heller]], [[Ezechiel Landau]], [[Michael Sachs (Rabbiner)|Michael Sachs]] oder [[Salomo Juda Rapoport|Salomo Judah Löb Rapoport]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der [[Hohe Synagoge|Hohen]] und der [[Jerusalemer Synagoge]] ist die Altneu-Synagoge eine der drei Synagogen in Prag, in denen bis heute [[Gottesdienst#Judentum|Gottesdienste]] abgehalten werden. Die nahe gelegene [[Klausen-Synagoge (Prag)|Klausen-]] und die [[Maisel-Synagoge]] dienen hingegen als religiöse Museen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Über die Herkunft des Namens „Altneu“ gibt es neben der o.&amp;amp;nbsp;a. Erklärung auch verschiedene Legenden. Die Bezeichnung soll sich vom hebräischen עַל תְּנַאי (al tenai) herleiten, was „unter der Bedingung, dass“ bedeutet. Engel sollen bei der Erbauung der Altneu-Synagoge Steine vom [[Jerusalemer Tempel]] herbeigetragen haben, „unter der Bedingung, dass“ sie bei Ankunft des [[Messias]] und der Wiedererrichtung des Tempels wieder herausgegeben werden sollten. Nach einer anderen Deutung allerdings habe man, als der Boden für den Bau der Synagoge ausgehoben wurde, die Überreste einer noch älteren Synagoge gefunden. Auf dem Fundament der „alten“ wurde sodann die „neue“ Synagoge erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer Sage nach befinden sich auf dem Dachboden die lehmigen Überreste des [[Golem]], den Rabbi Löw vor 400 Jahren mit seiner Geisteskraft belebt haben soll. Einer anderen Sage nach schützten in Tauben verwandelte Engel die Synagoge vor Feuersbrünsten, so dass sie bis heute erhalten blieb, obwohl es in der Judenstadt mehrere große Brände gab. Tatsächlich verdankt die Altneu-Synagoge ihre Erhaltung aber dem Umstand, dass sie immer allein und isoliert stand und nie mit einem anderen Bauwerk verbunden war. Dadurch und auch wegen ihrer sehr soliden Bauweise konnte sie allen Wechselfällen der Jahrhunderte trotzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baubeschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage und Vergleich ===&lt;br /&gt;
Die Altneu-Synagoge befindet sich in der Červená&amp;amp;nbsp;2 der einstigen Judenstadt [[Josefov (Prag)|Josefstadt]] und ist das älteste unzerstörte Beispiel einer zweischiffigen mittelalterlichen Synagoge. Die in Grundriss und Gestalt etwa 100 Jahre ältere [[Synagoge Worms|Synagoge von Worms]] wurde nach der Zerstörung während der [[Novemberpogrome 1938]] in den 1960er Jahren wiedererrichtet, die ebenfalls ältere Synagoge von Regensburg existiert nicht mehr, ähnlich gestaltet waren die [[Mittelalterliche Synagoge (Wien)|Synagoge von Wien]] (ebenfalls zerstört) und die spätere Synagoge von Krakau. Die erhaltene [[Alte Synagoge (Erfurt)|Erfurter Synagoge]] ist etwa gleich alt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Altneusynagoge Prag 1.jpg|mini|Innenraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Architektonisches und Innenausstattung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das isoliert stehende Gebäude besitzt dicke Mauern mit Strebepfeilern zur Verstärkung und lediglich schmale Fenster. An drei Seiten ist es von niedrigen Anbauten umgeben, die Vorraum und Frauenschiff enthalten. Das Fußbodenniveau ist zum Zeichen der Demut niedriger als das Straßenniveau. Der aus der Mitte des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts stammende Vorraum mit seinem spitzbogigen [[Tonnengewölbe]] ist der älteste Bauteil. Hier befinden sich zwei frühbarocke Kassen, die der Aufnahme der Judensteuer gedient haben sollen, die im ganzen Land erhoben wurde. Ende des 13. Jahrhunderts wurde ein zweischiffiger Saal angebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prag1988&amp;quot;/&amp;gt; Auffällig an den Fassaden sind die beiden gestuften [[Backstein]]giebel aus dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hohe Hauptraum mit kunstvollem [[Rippengewölbe|Fünfrippengewölbe]] aus sechs fünfkappigen Gewölbejochen wird von zwei achteckigen Pfeilern gestützt. Die zwölf Spitzbogenfenster stehen für die [[zwölf Stämme Israels]]. Besonders wertvoll sind das [[Tympanon (Architektur)|Tympanon]] mit einer Darstellung von Weinblättern und Weinreben über dem reich profilierten Portal, das Tympanon über dem [[Toraschrein]] mit gehauenen Blattornamenten und die Gewölbeschlusssteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des Saals – zwischen den beiden Oktogonsäulen – trägt eine Plattform die [[Bima]], das Pult, an dem die [[Tora]] vorgelesen wird, umgeben von einem gotischen schmiedeeisernen Gitter. An der Ostwand befindet sich der Toraschrein, der mit [[Parochet]] und [[Kaporet]] bedeckt ist, und davor das [[Ner Tamid]].  Rechts daneben steht das steinerne Pult für den [[Chasan (Kantor)|Kantor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sitze sind noch wie im ursprünglichen Zustand um die Bima herum entlang den Wänden platziert. Dahinter wurden in den Wänden Nischen freigelassen, die zur Ablage von Büchern und Gebetsutensilien dienten. Der Sitz des Oberrabbiners ist erhöht. An den Wänden befinden sich Wandleuchten, die mit Messingspiegeln zur Verstärkung des Lichtes versehen sind. Die Bronzekronleuchter stammen aus dem 16. bis 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Die Wände sind außerdem mit hebräischen Inschriften und [[Akronym]]en biblischer Verse versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über der Bima hängt eine große alte Fahne, die die bedeutende Stellung der Prager Judengemeinde symbolisiert und in ihrer heutigen Form aus dem Jahr 1716 stammt. Sie wurde aber bereits seit dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert verwendet und zeigt das Wappen der Gemeinde, einen Davidstern mit [[Judenhut]] auf rotem Grund, an den Rändern mit der Aufschrift des jüdischen Glaubensbekenntnisses „[[Schma Jisrael|Schema Jisroel]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Backsteinbauwerke der Gotik in Tschechien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Arno Pařík]], Peter Zieschang (deutsche Übersetzung): &amp;#039;&amp;#039;Das jüdische Prag.&amp;#039;&amp;#039; Jüdisches Museum, Prag 2012, ISBN 80-85608-54-5.&lt;br /&gt;
* [[Arno Pařík]], Terezie Slavíková (deutsche Übersetzung): &amp;#039;&amp;#039;Die Prager Synagogen in Bildern, Stichen und alten Photographien.&amp;#039;&amp;#039; Státní Židovské Muzeum (Jüdisches Museum), Prag 2005, {{DNB|890209251}}.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Alterthümer der Prager Josefstadt, israelitischer Friedhof, Alt-Neu-Schule und andere Synagogen |Hrsg=David D. Podiebrad |Ort=Prag |Datum=1870 |Seiten=1–71 |Online=https://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/opus4/frontdoor/deliver/index/docId/15946/file/A000000155.pdf}}&lt;br /&gt;
* Mark Podwal: &amp;#039;&amp;#039;Stavěno anděly, Příběh staronové synagogy.&amp;#039;&amp;#039; (Gebaut durch Engel, Geschichte der Altneu-Synagoge), [[Jüdisches Museum in Prag|Židovské muzeum]], Praha 2009, ISBN 978-80-86889-86-3 (Kinderbuch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Old New Synagogue|Altneu-Synagoge}}&lt;br /&gt;
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&amp;amp;aid=abz&amp;amp;datum=18860003&amp;amp;seite=00000064&amp;amp;zoom=2 Die Alt-Neu-Synagoge in Prag. In: Allgemeine Bauzeitung, 1886], [[ANNO]]&lt;br /&gt;
* [http://www.thomasgransow.de/Prag/Ghetto/Alt_Neu_Synagoge.htm Dirk Dähnhardt, Thomas Gransow: Prag und der Hradschin]&lt;br /&gt;
* [https://is.muni.cz/th/q6myh/Kresleno_na_kameni.pdf Die Altneuschule in Prag.]: &amp;#039;&amp;#039;Mehrere Sagen, so wie eine ausführliche Beschreibung dieser Synagoge findet man in der Gallerie  jüdischer Merkwürdigkeiten  „Sipurim“. Verlag  von  [[Wolf Pascheles]]. Druck v. F.Šír. Eigenth. u. Verlag v. W. Pascheles Prag, [nedatováno]. Židovské pražské muzeum,inv. č. 012.710.&amp;#039;&amp;#039; Anm. 275.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Synagogen in Prag}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50.09005 |EW=14.418627 |type=landmark |region=CZ |dim=200 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4808274-0|VIAF=172926870}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Synagoge #Prag Altneu}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synagoge in Prag|Altneu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synagogenbau in Prag|Altneu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Prag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synagogenbau in Europa|Prag, Altneusynagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationales Kulturdenkmal (Tschechien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotisches Bauwerk in Prag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Josefov (Prag)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Carl Ha</name></author>
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