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	<title>Altersklassenwald - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T04:37:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Altersklassenwald&amp;diff=147569&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-02-07T12:01:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Szvert gr.png|mini|Vergleich der idealerweise fast konstanten Dimensionsverteilung im [[Plenterwald]] zu der je nach Alter wandernden Dimensionsverteilung eines Altersklassenwaldes.]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altersklassenwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Betriebsart (Waldbau)|Betriebsart]] in der [[Forstwirtschaft]], bei der räumlich getrennte Flächen von (annähernd) gleichaltrigen Beständen in einem Zyklus von Pflanzung, Pflege, Ernte ([[Kahlschlag]]) und erneutem Pflanzen [[Schlag (Forstwirtschaft)|schlagweise]] bewirtschaftet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.forstwirtschaft-in-deutschland.de/waelder-entdecken/forstliches-glossar/ |titel=Forstliches Glossar |werk=forstwirtschaft-in-deutschland.de |hrsg=Deutscher Forstwirtschaftsrat e.&amp;amp;nbsp;V. - DFWR |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201028114140/https://www.forstwirtschaft-in-deutschland.de/waelder-entdecken/forstliches-glossar/ |archiv-datum=2020-10-28 |abruf=2021-02-17 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://landeszentrumwald.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MLU/Waldbau/Definitionen_wichtiger_forstlicher_Begriffe.pdf |titel=Definitionen wichtiger forstlicher Begriffe |werk=landeszentrumwald.sachsen-anhalt.de |datum=2016-03-04 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190815174325/https://landeszentrumwald.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MLU/Waldbau/Definitionen_wichtiger_forstlicher_Begriffe.pdf |archiv-datum=2019-08-15 |abruf=2021-02-17 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In natürlichen Wäldern erfolgt die Waldverjüngung sowohl zeitlich als auch räumlich unregelmäßig, so dass – je nach [[Sukzession (Biologie)|Sukzessions]]&amp;amp;shy;phase – mehr oder weniger Bäume jeden Alters nebeneinander wachsen. Kommt es jedoch – wie in den immergrünen [[Borealer Nadelwald|Nadelholzwäldern des borealen Waldgürtels]] der Erde häufig –, zu großflächigen Zerstörungen der Vegetation (sog. „[[Kalamität#Waldkalamität|Kalamität]]en“; insbesondere durch Brand, Sturm und Insektenbefall), findet auch hier eine bestandsweise und gleichzeitige Wiederverjüngung auf der gesamten Fläche statt. Dieser Vergleich darf jedoch nicht zu der falschen Vorstellung führen, ein Altersklassenwald gleiche einem naturnahen, nördlichen Nadelwald nach einer Kalamität: Der Naturwald verfügt trotz des artenarmen Bauminventares der borealen Zone über eine größere Artenzahl, das anfallende Totholz verbleibt auf der Fläche und die Naturverjüngung erfolgt ungeplant. So kommt es im Rahmen der natürlichen Sukzession und [[Selektion (Evolution)|Auslese]] schnell zu einem vollkommen anderen Waldbild als beim dichten, gleichmäßig gepflanzten und regelmäßig durchforsteten Wirtschaftswald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Altersklassenwald (in der herrschenden Betriebsform des schlagweisen [[Hochwald (Waldbau)|Hochwaldes]]) ist die nach wie vor in Deutschland und Europa vorherrschende Betriebsform zur [[forstwirtschaft]]lichen Holzerzeugung. In Deutschland umfasst sie ca. 90 % der Waldfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waldbauliches System ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Waldbau}}&lt;br /&gt;
Sehr ähnlich wird im &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altersklassenwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auf Basis homogener Flächeneinheiten gleichaltriger [[Baum|Bäume]] mit einer sehr kleinen Anzahl von Baumarten gearbeitet. Die Bewirtschaftung erfolgt entsprechend flächen- und bestandesweise im Rahmen von [[Kulturpflege]], [[Läuterung (Forstwirtschaft)|Läuterung]], [[Durchforstung]] mit oder ohne [[Vornutzung]] des nicht hiebsreifen Holzes und der [[Endnutzung]] des hiebsreifen Bestandes nach Erreichen der Umtriebszeit (=Kapitalumschlag). Der deswegen jeweils große Holzanfall an einem Schlagort kommt den Bedürfnissen von Datenerfassung und mechanisierter Holzernte sowie [[Logistik]] entgegen. Der Altersklassenwald ist besonders maschinen- und rationalisierungsfreundlich und deshalb bisher trotz seiner hinreichend erkannten Probleme in der forstlichen Betriebspraxis sehr beliebt. Auch neigt die Altersklassenwaldwirtschaft zur [[Monokultur]] mit gerade solchen Baumarten, die sich problemlos auf der Kahlfläche pflanzen und damit künstlich verjüngen lassen (vor allem mit Nadelhölzern). Die heimischen Laubbaumarten (z.&amp;amp;nbsp;B. Buche und Eiche) sind damit tendenziell in der Altersklassenwirtschaft benachteiligt oder führen erfahrungsgemäß zu erheblich höheren Kosten und Jungwaldrisiken (Schalenwildverbiss, Trocknisschäden, Frostschäden usw.).&amp;lt;ref name=&amp;quot;BovHo&amp;quot;&amp;gt;vgl. ausführlich: Wilhelm Bode/Martin von Hohnhorst: &amp;#039;&amp;#039;Waldwende. Vom Försterwald zum Naturwald&amp;#039;&amp;#039;, München 1994 (4. Auflage München 2000, ISBN 3-406-45984-6)&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Betriebsklasse des Altersklassenwaldes zählen neben der herrschenden Betriebsform des schlagweisen Hochwaldes auch der sehr seltene, historische Mittel- und Niederwaldbetrieb – somit also auch zweischichtige und -hiebige Bestände sowie der Überhaltsbetrieb, die aber wegen ihrer ungünstigen Nutzungs- und Kostenstruktur keine forstwirtschaftliche Bedeutung haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Historisch steht das Altersklassenmodell im Zusammenhang mit der Entwicklung des Begriffs der [[Massennachhaltigkeit]], deren Einhaltung eines der zentralen Ziele des forstbetrieblichen Inventur- und Planungsverfahrens, der [[Forsteinrichtung]] ist. Insofern folgte aus dem Altersklassenwald – trotz aller Schwächen dieses Ansatzes aus heutiger Sicht – die erste theoretisch begründete Umsetzung einer [[Nachhaltigkeit (Forstwirtschaft)|nachhaltigen Waldbewirtschaftung]], die sich bis in die jüngste Zeit aber vor allem an der Nachhaltigkeit der Holzmassenproduktion orientiert. Gleichwohl ist der Altersklassenwald damit die Keimzelle der nachhaltigen Waldwirtschaft, auch wenn er moderneren, insbesondere ökologischen und biologischen Ansprüchen nicht genügen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologische Beurteilung ==&lt;br /&gt;
Die im Altersklassenwald regelmäßig auftretenden [[Kalamität#Waldkalamität|Großkalamitäten]] (z.&amp;amp;nbsp;B. durch Schneebruch, Sturm, Insektenfraß, Pilzbefall, Trocknis, Großbrände usw.) führen heute zu seiner weitgehenden Ablehnung in der forstpolitischen und -ökologischen Diskussion.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. z.&amp;amp;nbsp;B.: &amp;#039;&amp;#039;Der Öko-Wald. Rezept gegen das Waldsterben.&amp;#039;&amp;#039; Spiegel Nr. 48/1994&amp;lt;/ref&amp;gt; Das hat dazu geführt, dass staatliche Forstbetriebe in Deutschland Teile der homogenen Altersklassenwälder in strukturreiche [[Dauerwald|Dauermischwälder]] überführen. Tendenziell führt der Altersklassenwald großflächig zur Strukturarmut im Wald (siehe oben die Gauss’sche Normalverteilung) und damit zur biologischen Nischenarmut. Es fehlt ihm infolgedessen die „biologische“ [[Nachhaltigkeit (Forstwirtschaft)|Nachhaltigkeit]], was zur grundsätzlichen Ablehnung der Altersklassenwirtschaft durch den Naturschutz führt. In ihm wird darum maßgeblich auch die forstbetriebliche Quelle des Artensterbens waldtypischer Arten gesehen, sowie der extreme Mangel an [[Totholz]]strukturen im Wirtschaftswald (vor allem an stärkeren [[Brusthöhendurchmesser|Dimensionen]]), da die „saubere Wirtschaft“ den Altersklassenbewirtschafter zwangsläufig veranlasst, durch Entnahme aller kranken und absterbenden Bäume den biologischen Risiken in den monokulturellen Wäldern entgegenzuwirken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BovHo&amp;quot; /&amp;gt; Die inzwischen allgemein herrschende Kritik am Altersklassenwald verstärkt sich noch unter dem Gesichtspunkt des drohenden Klimawandels, der sowohl zu vermehrten Großkalamitäten als auch zum ökologischen Ausfall wichtiger Nadelbaumarten im Altersklassenwald führen wird (vor allem der Fichte). Vor allem führen Kalamitäten im Altersklassenwald wegen seiner Struktur- und Baumartenarmut in der Regel zur Kahlfläche – mit fast vollständiger Freisetzung des biogenen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Speichers – und nachfolgenden, kostenintensiven Neuanpflanzungen. Altersklassenwäldern fehlt damit die notwendige [[Resilienz (Ökosystem)|Resilienz]], sich dem Klimawandel zu stellen, was einen im Vergleich zum [[Dauerwald]] erheblichen ökonomischen und ökologischen Nachteil darstellt. Der beschleunigte Umbau der Altersklassenwälder wird darum inzwischen in der Forstpolitik als alternativlos angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt&amp;#039;&amp;#039;, beschlossen vom Bundeskabinett am 7. Nov. 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4818909-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldtyp nach Bewirtschaftung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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