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	<title>Alternative - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alternative&amp;diff=199168&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Weblinks */ doppelte Satzzeichen</title>
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		<updated>2025-08-06T18:55:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; doppelte Satzzeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt &amp;#039;&amp;#039;Alternative&amp;#039;&amp;#039; als Entscheidungsmöglichkeit. Für weitere Bedeutungen siehe [[Alternative (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alternative&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|alter}}, „der eine, der andere“, zu {{laS|alternare}}, „abwechseln“&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Knaurs etymoloigisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Droemer/Knaur, 1983, ISBN 3-426-26074-3, S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird im &amp;#039;&amp;#039;engeren Sinne&amp;#039;&amp;#039; die [[Möglichkeit]] zur [[Entscheidung]] zwischen zwei [[Handeln|Handlungsvarianten]], [[Wirtschaftsobjekt]]en oder [[Sachverhalt]]en im Sinne einer [[Kontravalenz|Entweder-oder Entscheidung]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lutz Mackensen: &amp;#039;&amp;#039;Mackensen – Großes Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Buch und Zeit, 1977, ISBN 978-3517006376 – beschränkt auf „Wahl zwischen zwei Möglichkeiten […] Entscheidung, Entweder-Oder“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Alternative&amp;#039;&amp;#039; wurde im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aus {{frS|alternative}} entlehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Duden „Etymologie“ – Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Dudenverlag, 1989, ISBN 978-3-411-04076-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ursprüngliche Bedeutung war „abwechselnd, eine andere Möglichkeit bildend“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 24. Auflage. DeGruyter, 2002, ISBN 978-3-11-022364-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Duden – Deutsches Universalwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. 10. Auflage. Duden-Verlag, 2023, S. 136; [https://www.google.de/books/edition/Duden_Deutsches_Universalw%C3%B6rterbuch/xUrmEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=alternative+duden&amp;amp;pg=PA136&amp;amp;printsec=frontcover google.de/books]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;weiteren Sinne&amp;#039;&amp;#039; umfasst der Begriff auch mehr als zwei vorhandene Möglichkeiten. Demnach ist die Alternative die „Entscheidung zwischen zwei [oder mehr] Möglichkeiten; Möglichkeit des Wählens zwischen zwei [oder mehreren] Dingen; eine von zwei oder mehr Möglichkeiten oder eine andere als die bisher ins Auge gefasste.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Duden Rechtschreibung der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 21. Auflage. Dudenverlag, 1996, ISBN 3-411-04011-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies geschah durch den Einfluss der {{enS}}en Sprache und der dort üblichen weiteren Begriffsverwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entscheidungstheorie ==&lt;br /&gt;
Die Alternative ist in der [[Entscheidungstheorie]] ein zentraler Begriff. Es wird vorausgesetzt, dass ein [[Entscheidungsträger]] mindestens zwei Alternativen benötigt,&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Laux, Robert M Gillenkirch, Heike Y. Schenk-Mathes: &amp;#039;&amp;#039;Entscheidungstheorie&amp;#039;&amp;#039;. 8. Auflage. Springer, 2012, ISBN 978-3-642-23510-8, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei die eigentliche [[Entscheidung]] in der Auswahl von einer dieser Alternativen besteht. Folglich handelt es sich nicht um eine Entscheidung, wenn lediglich eine Handlungsmöglichkeit zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Entscheidung wird im Rahmen eines [[Ziel]]s getroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Schweizer: &amp;#039;&amp;#039;Beweiswürdigung und Beweismaß: Rationalität und Intuition&amp;#039;&amp;#039;. Mohr/Siebeck, 2015, S. 429. ([https://www.google.de/books/edition/Beweisw%C3%BCrdigung_und_Beweisma%C3%9F/5yoqRy1WFugC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=alternative+entscheidungstheorie&amp;amp;pg=PA429&amp;amp;printsec=frontcover google.de/books])&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird in [[Unternehmen]] das [[Unternehmensziel]], bei [[Staat]]en das [[Staatsziel]] und bei [[Privatperson]]en das [[Persönliches Ziel|persönliche Ziel]] beachtet. Bei der Auswahl einer Alternative werden die [[Merkmal]]e jeder Alternative im Hinblick auf ihre Eignung für die Zielerfüllung und ihre Auswirkung auf die Veränderung des [[Umweltzustand]]s ([[Konsequenz]]en) untersucht. Jede Handlung ({{enS|act}}) im Sinne der Entscheidungstheorie hat andere Konsequenzen, die als Ergebnisse ({{enS|outcome}}) bezeichnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Peterson: &amp;#039;&amp;#039;An Introduction to Decision Theory&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, 2009, ISBN 978-1-107-15159-8, S. 28 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein &amp;#039;&amp;#039;Entscheidungsproblem&amp;#039;&amp;#039; wird durch die Frage charakterisiert, welche Handlung aus einer Menge mehrerer, sich gegenseitig ausschließender&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Eisenführ, Martin Weber, Thomas Langer: &amp;#039;&amp;#039;Rationales Entscheiden&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage. Springer Gabler, 2010, S. 22, ISBN 978-3-642-41172-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Alternativen gewählt werden soll. „Nichts tun“, also den [[Status quo]] beibehalten, wird dabei als Alternative angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Laux, Robert M Gillenkirch, Heike Y. Schenk-Mathes: &amp;#039;&amp;#039;Entscheidungstheorie&amp;#039;&amp;#039;. 8. Auflage. Springer, 2012, ISBN 978-3-662-57817-9, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei gibt es mindestens zwei Gründe dafür, ein Merkmal als &amp;#039;&amp;#039;entscheidungsirrelevant&amp;#039;&amp;#039; zu erachten: Entweder hat das Merkmal keinen Einfluss auf die Bewertung möglicher Umweltzustände (dem Entscheidungsträger ist es gleichgültig, ob das Merkmal realisiert ist oder nicht) oder die Entscheidung hat keinen Einfluss auf die Realisierung des Merkmals (die [[Bedingte Wahrscheinlichkeit|bedingten Wahrscheinlichkeiten]] dafür, dass es sich realisiert, stimmen vor der Auswahl der Alternativen überein).&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Meggle, [[Julian Nida-Rümelin]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Praktische Rationalität&amp;#039;&amp;#039;. Walter de Gruyter, 1994, S. 145 ([https://www.google.de/books/edition/Praktische_Rationalit%C3%A4t/0U4gdnGAC2QC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=alternative+entscheidungstheorie&amp;amp;pg=PA222&amp;amp;printsec=frontcover google.de/books])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überblick ===&lt;br /&gt;
Entscheidungen werden in allen menschlichen [[Privatsphäre|Lebensbereichen]] getroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Hutzschenreuter: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2015, S. 16 ([https://www.google.de/books/edition/Allgemeine_Betriebswirtschaftslehre/2Rc_CgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=alternative+entscheidungstheorie&amp;amp;pg=PA16&amp;amp;printsec=frontcover google.de/books])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Wirtschaftssubjekt]]&lt;br /&gt;
! [[Ziel]]&lt;br /&gt;
! [[Entscheidung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Privatperson]] || [[persönliches Ziel]] || [[Kindheit|Kinder]]:&amp;lt;br /&amp;gt; [[Freundschaft]] schließen, [[Hobby]]s, [[Lernen]], [[Spiel]]en, [[Sport]] treiben&amp;lt;br /&amp;gt; [[Schüler]]: [[Ausbildung]], [[Berufswahl]], [[Bildung]], [[Studium]]&amp;lt;br /&amp;gt; [[Erwachsener|Erwachsene]]: [[Berufswahl]], [[Bildung]], [[Eheschließung]], [[Ehescheidung]], [[Erziehung]], [[Existenzsicherung]], [[Gesundheit|Gesunderhaltung]],&amp;lt;br /&amp;gt; [[Hobby]]s, [[Karriere]], [[Konsumverhalten]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Unternehmen]] || [[Unternehmensziel]]e || [[Führungskraft (Führungslehre)|Führungskräfte]], [[Manager (Wirtschaft)|Manager]]: [[konstitutive Entscheidung]]en und [[operative Entscheidung]]en in allen [[Betriebliche Funktion|betrieblichen Funktionen]]&amp;lt;br /&amp;gt; und [[Geschäftsprozess]]en&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Staat]], [[Behörde]]n, [[Gericht]]e,&amp;lt;br /&amp;gt; [[Gebietskörperschaft]]en || [[Staatsziel]]e || [[Entscheidung]]en durch [[Regierung]] und [[öffentliche Verwaltung]]&amp;lt;br /&amp;gt; [[Gerichtsurteil]]e durch die [[Gerichtsbarkeit]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein klassisches Entscheidungsproblem für [[Schüler]] besteht darin, zwischen den Alternativen Spielen oder [[Hausaufgabe]]n zu wählen. Spielen erfüllt das [[kurzfristig]]e Ziel des [[Spielverhalten des Menschen|Spieltriebs]], aber vernachlässigt das [[langfristig]] wichtigere [[Bildungsziel]], das über [[Beruf]] und [[Karriere]] entscheidet. Neigen Schüler eher zum Spielen, fehlt bei der Auswahl die rationale [[Priorität|Priorisierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Informationen ===&lt;br /&gt;
Bevor ein Entscheidungsträger eine Entscheidung trifft, muss er sich [[Information]]en beschaffen, aus denen neben den möglichen Alternativen auch deren jeweilige [[Eintrittswahrscheinlichkeit]]en hervorgehen. Im Regelfall steht ihm lediglich [[unvollständige Information]] zur Verfügung, so dass er eine [[Entscheidung unter Risiko]], [[Entscheidung unter Ungewissheit]] oder [[Entscheidung unter Unsicherheit]], nicht jedoch eine [[Entscheidung unter Sicherheit]], treffen kann. Nur bei letzterer gibt es keine Gefahr einer [[Fehlentscheidung]],&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Hutzschenreuter: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2015, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; weil eine [[vollständige Information]] vorliegt und deshalb die vorgesehenen Konsequenzen mit [[Sicherheit]] eintreffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel ===&lt;br /&gt;
Hat eine Person [[Durst]], so entsteht über diese [[Mangel (Quantität)|Mangelerscheinung]] ein [[Bedürfnis]], dass sich zum [[Bedarf]] konkretisiert und bei vorhandener [[Kaufkraft (Konsum)|Kaufkraft]] in eine [[Güternachfrage]] transformiert wird. Nun steht eine [[Kaufentscheidung]] an, die auf dem Ziel der [[Gesundheit|Gesunderhaltung]] beruhen soll. Durch ihr bisheriges [[Konsumverhalten]] verfügt sie im Regelfall über ausreichende (aber wegen mangelnder [[Markttransparenz]] nicht vollständige) Informationen, so dass sie zwischen den Alternativen [[alkoholfrei]]e und [[Alkoholisches Getränk|alkoholische Getränke]] sowie [[Speiseeis]] wählen könnte. Mit dem Ziel der Gesunderhaltung im Blick, wird sie sich für ein alkoholfreies Getränk entscheiden. Die Auswahl an [[Getränk]]en ist jedoch immer noch groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Bedarf]]&lt;br /&gt;
! Kaufalternativen&lt;br /&gt;
! [[Kaufentscheidung]] mit&amp;lt;br /&amp;gt; [[Ziel]]orientierung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Durst]] || [[alkoholfrei]]es [[Getränk]] oder [[alkoholisches Getränk]] oder [[Speiseeis]] || [[Mineralwasser]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hunger]] || [[Lebensmittel]] oder [[Nahrungsmittel]] oder [[Süßware]]n || [[gemischter Salat]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kapitalbedarf]] || [[Eigenkapital]] oder [[Fremdkapital]] oder [[Mezzanine-Kapital]] || [[Eigenkapital]] durch [[Sparen]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Privathaushalt]] hat bei Kaufentscheidungen des Alltags meist eine Vielzahl von Alternativen zur Verfügung, so dass letztlich der [[Kaufpreis]], die [[Präferenz (Wirtschaftswissenschaften)|Präferenzen]] und die [[Zahlungsbereitschaft (Betriebswirtschaft)|Zahlungsbereitschaft]] den Ausschlag geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortverwendungen ==&lt;br /&gt;
Das Wort „Alternative“ kommt in Komposita wie beispielsweise [[Alternativmedizin]], [[Alternative Fakten]], [[Alternative Investments]] oder [[Alternativer Risikotransfer]] vor und soll deren [[Begriffsinhalt]]e von den klassischen Ursprungsformen unterscheidbar machen. So bietet die Alternativmedizin [[Therapie|Behandlungsmethoden]] und [[Diagnose]]konzepte, die sich als Alternative oder [[Komplementarität|Ergänzung]] zu [[wissenschaft]]lich begründeter [[Medizin]] verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Köbberling: {{Webarchiv |url=https://www.awmf.org/fileadmin/user_upload/Die_AWMF/Service/Gesamtarchiv/AWMF-Konferenz/Der_Begriff_der_Wissenschaft_in_der_Medizin.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Der Begriff der Wissenschaft in der Medizin&amp;#039;&amp;#039;. |format=PDF |wayback=20180219115721}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften]] (AWMF) online&amp;#039;&amp;#039;, 31. Mai 2005; abgerufen am 27. März 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;alternativ&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
Das zugehörige [[Adjektiv]] lautet &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;alternativ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Es ist seit dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert belegt, zunächst als lateinisches Adverb &amp;#039;&amp;#039;alternative&amp;#039;&amp;#039; und in der Bedeutung „zwischen zwei Möglichkeiten die Wahl lassend, eine zweite Möglichkeit bildend“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 24. Auflage. 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die heutige Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;alternativ&amp;#039;&amp;#039; ist seit dem 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert belegt. Unter dem Einfluss des Französischen kam es zu einer Bedeutungsausweitung im Sinne von „wahlweise, zwischen zwei oder mehreren Möglichkeiten die Wahl lassend“.&amp;lt;ref&amp;gt;„18. Jahrhundert“ + Definition nach: &amp;#039;&amp;#039;Duden „Etymologie“ – Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Dudenverlag, 1989. Zu Bedeutungsausweitung vgl. Kluge, dort „Ausweitung des Gebrauchs“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;alternativ&amp;#039;&amp;#039; spielte im 18. und 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert keine bedeutende Rolle. In der zweiten Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts entwickelte sich jedoch unter dem Einfluss des amerikanischen Englischen die Bedeutung „konkurrierend mit den bestehenden Normen“&amp;lt;ref&amp;gt;Definition nach: &amp;#039;&amp;#039;Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 24. Auflage. 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; beziehungsweise „eine andere Lebensweise vertretend, für als menschen- und umweltfreundlicher angesehene Formen des [Zusammen]lebens eintretend“&amp;lt;ref&amp;gt;Definition nach: &amp;#039;&amp;#039;Duden „Etymologie“ – Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Dudenverlag, 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Alternative&amp;#039;&amp;#039; als Personen sind in diesem Sinne Teile einer [[Alternativbewegung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;alternativlos&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
Das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;[[alternativlos]]&amp;#039;&amp;#039; in der Bedeutung „keine Alternativlösung zulassend, keine andere Möglichkeit bietend, ohne Alternative“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/alternativlos &amp;#039;&amp;#039;alternativlos&amp;#039;&amp;#039;.] duden.de; abgerufen am 3. Dezember 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde nach seinem Gebrauch im politischen Diskurs –&amp;amp;nbsp;im Sinne der behaupteten &amp;#039;&amp;#039;Alternativlosigkeit&amp;#039;&amp;#039; eines Vorschlages oder einer Vorgehensweise&amp;amp;nbsp;– von der [[Gesellschaft für deutsche Sprache]] zum [[Unwort des Jahres]] 2010 gekürt. Der Juryleiter und Germanist [[Horst Dieter Schlosser]] zur Begründung:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Das Wort suggeriert sachlich unangemessen, dass es bei einem [[Entscheidungsprozess]] von vornherein keine Alternativen und damit auch keine Notwendigkeit der Diskussion und Argumentation gebe.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: {{Webarchiv |url=http://www.tagesschau.de/inland/unwortdesjahres110.html |text=&amp;#039;&amp;#039;„Alternativlos“ ist das Unwort des Jahres&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20110120045648}} [[Tagesschau (ARD)]], 18. Januar 2011; abgerufen am 1. Dezember 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlosser sah bereits im Vorfeld der Entscheidung &amp;#039;&amp;#039;alternativlos&amp;#039;&amp;#039; als „das ‚Basta‘ der Merkel-Regierung“ und verglich dabei die Wortwahl der amtierenden Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] mit der ihres Amtsvorgängers [[Gerhard Schröder]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: {{Webarchiv |url=http://www.fr-online.de/das-unwort-2010--alternativlos--ist-der-renner,1472660,4780402.html |text=&amp;#039;&amp;#039;«Alternativlos» ist der Renner.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20140904172450}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039;, 21. Dezember 2010; abgerufen am 5. Dezember 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Politikwissenschaftler [[Herfried Münkler]] bemerkte dazu, und mit Hinweis auf den Begriff der [[Deliberation]], bereits 2009:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=[…] was mit Alternativlosigkeit kommuniziert wird[:] Das ist das Vortragen von Sachzwang und Zeitdruck, indem einem im Prinzip nichts anderes übrig bleibe, als so zu agieren, wie man agiere. Das widerspricht aber eigentlich den Grundprinzipien von Politik und Demokratie, nämlich zu deliberieren, um auf der Grundlage des Nachdenkens, des Reflektierens, des Erwägens von Alternativen dann eine Entscheidung zu treffen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Sandra Schulz: [https://www.deutschlandfunk.de/eine-durchaus-problematische-redeweise.694.de.html?dram:article_id=66859 &amp;#039;&amp;#039;„Eine durchaus problematische Redeweise“.&amp;#039;&amp;#039;]  [[Deutschlandfunk]], 26. Februar 2009; abgerufen am 26. August 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Gesetzgebungsverfahren (Deutschland)|deutschen Gesetzgebungsverfahren]] ist es üblich, einen [[Gesetzentwurf]] als alternativlos zu bezeichnen („Alternativen: Keine“).&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|20|3714}} vom 28. September 2022, &amp;#039;&amp;#039;Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Planungssicherstellungsgesetzes&amp;#039;&amp;#039;, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftstheorie ==&lt;br /&gt;
In der [[Wissenschaftstheorie]] kann auf [[Karl Popper]] verwiesen werden, der betont, dass ein hypothetischer Sachzusammenhang nicht „[[Beweis (Logik)|bewiesen]]“ werden könne, z.&amp;amp;nbsp;B. nicht durch Mangel an Alternativen, sondern dass die [[Hypothese]] auch in diesem Fall nur „[[Falsifikation|falsifiziert]]“ werden könne, und zwar durch ein konkretes [[Experiment]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Popper]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Logik der Forschung&amp;#039;&amp;#039; (1934). 8. Auflage. Mohr-Siebeck, Tübingen 1984, ISBN 3-16-147837-1, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Index|Alternative}}&lt;br /&gt;
* [[Gegenvorschlag]]&lt;br /&gt;
* [[Tina-Prinzip|TINA-Prinzip]], &amp;#039;&amp;#039;there is no alternative&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.deutschlandfunk.de/eine-durchaus-problematische-redeweise.694.de.html?dram:article_id=66859 &amp;#039;&amp;#039;„Eine durchaus problematische Redeweise“&amp;#039;&amp;#039;.] [[Deutschlandfunk]], 26. Februar 2009; Interview mit [[Wolfgang Thierse]] und [[Herfried Münkler]] über den Begriff „alternativlos“ in der Politik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4138905-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entscheidungstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abstraktum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#interlanguagelink:ja|オルタナティブ}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
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