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	<title>Altenburger Vierseithof - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T21:49:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Altenburger_Vierseithof&amp;diff=2151983&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie</title>
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		<updated>2024-06-13T14:19:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lage des Landkreises Altenburger Land in Deutschland.PNG|miniatur|Altenburger Land in Deutschland]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altenburger Vierseithof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Bauernhof|Hofform]] im [[Thüringen|ostthüringischen]] [[Altenburger Land]] mit typischen Bauelementen wie beispielsweise [[Tor (Architektur)|Toreinfahrten]], [[Laubengang|Laubengängen]] und [[Umgebindehaus|Bohlenstuben mit Umgebinde]]. Wie bei anderen [[Vierseithof|Vierseithöfen]] sind alle vier Seiten von Gebäuden umschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die meisten Orte des mit seinen dicken [[Löss]]böden sehr [[Bodenfruchtbarkeit|fruchtbaren]] Altenburger Landes um die namensgebende [[Altenburg|Residenzstadt Altenburg]] entstanden im Zeitraum von 1150 bis 1250. Zu dieser Zeit bestand das Altenburger Bauernhaus oft lediglich aus einem Gebäude, dem Wohnstallhaus. Es wurde in den Wohn-, den Wirtschafts- und den Viehhaltungsteil untergliedert. Die Weiterentwicklung aufgrund wirtschaftlichen Wachstums führte über den Haken- oder Zweiseithof zum Dreiseithof und schließlich vor ungefähr 500 Jahren zum typischen Vierseithof. Die in der Altenburger Lößlehmhügellandschaft häufig vorkommenden Baumaterialien waren Lehm, Stroh und Holz. Die Höfe waren allerdings landwirtschaftliche Zweckbauten und änderten ihre Gestalt somit oft. Die ältesten heute noch existierenden Objekte sind die [[Ständerbauweise|Ständer- oder Geschossbauten]] die seit Mitte des 16. bis Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut wurden, wie der älteste Ständerbau des Altenburger Landes in [[Gieba]] aus dem Jahre 1565.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Bismarck]]s Versicherungen Ende des 19. Jahrhunderts kam es vermehrt zu Hofbränden, dabei steckten einige Bauern zumeist nur die drei Wirtschaftsgebäude in Brand und erhielten als Ersatz viel Geld zur Errichtung größerer Höfe. So kann man an vielen Gebäuden noch ein Erbauungsjahr um 1900 erkennen. Neben diesem Aspekt kam auch noch hinzu, dass viele Bauern in der Zeit der Industrialisierung zu Geld kamen und sich so stadtvillenähnliche Wohnhäuser errichteten oder aber Historimus- und Jugendstilelemente anbauten, die keinen regionalen Bezug mehr herstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;6&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Ständerbau Gieba.jpg|Ältester Ständerbau der Region von 1564 in [[Gieba]]&lt;br /&gt;
  Heimatstube Gößnitz.jpg|Typischer [[Winkelhof (Haustyp)|Winkelhof]] in [[Gößnitz (Thüringen)|Gößnitz]]&lt;br /&gt;
  Umgebindehaus Jonaswalde.jpg|Umgebindehaus von 1574 in [[Jonaswalde]]&lt;br /&gt;
  Schaugiebel Vierseithof Rasephas.jpg|Schaugiebel mit Toreinfahrt in [[Rasephas]]&lt;br /&gt;
  Hof Schloßig.jpg|Hof mit massiven Giebeln (19. Jhd.) in [[Schloßig]]&lt;br /&gt;
  Gutshof Göldschen.jpg|Stadtvillenähnlicher Hof in [[Göldschen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Timber framing elements.svg|mini|Fachwerkelemente]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Serbitz01.jpg|mini|[[Serbitz (Treben)|Serbitz]]: links: Umgebindehaus, Mitte: Schaugiebel, rechts:Toreinfahrt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1989-0215-018, Göpfersdorf, Blick in ausgebauten Pferdestall.jpg|mini|Laubengang im Pferdestall [[Göpfersdorf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typischstes Merkmal der Bauernhäuser ist die Bohlenstube, die teilweise gut ein Drittel des Erdgeschosses einnimmt, besteht ähnlich einem [[Blockhaus]] aus Stämmen, die zumeist oben und unten abgeflacht sind, um besser aufeinander zu liegen. Die Decke dieser Stube wird durch verzierte Mittelbalken gehalten. Von außen zu erkennen ist die Stube durch das Umgebinde, welches das Fachwerkobergeschoss trägt. Das Joch zwischen den Ständern ist aus Brandschutzgründen oft mit Lehm verputzt, so, dass die Stämme nicht zu sehen sind. Heute ist auch häufig das Umgebinde verputzt, daraus resultiert, dass die Fenster nicht selten einen halben Meter in die Wand eingelassen sind.&lt;br /&gt;
Weiterer Teil des Wohnstallhauses waren die Ställe. Diese  erhielten ab Mitte des 18. Jahrhunderts massive Außenwände, zumeist aus Feld- oder Bruchstein. Ziegel wurden erst im 19. Jahrhundert häufiger.&lt;br /&gt;
Auf dem hauptsächlich massiven Erdgeschossteil und den Spannriegeln des Umgebindes liegt der Rähmbalken, auf dem die Deckenbalken und Balkenköpfe ruhen, deren Zwischenräume teilweise mit verzierten [[Füllholz|Füllhölzern]] ausgeschmückt werden. Darüber liegt die Saumschwelle, die die vertikalen Ständer und die schräglaufenden Streben trägt. Verbunden sind diese durch die horizontalliegenden Riegel. Im Schwellholz ist oft ein hauslanger Sinnspruch eingeschnitzt. Am oberen Ende befindet sich die Rähm, die die 70 bis 90&amp;amp;nbsp;cm vorkragenden Dachbalken trägt. Die Ausfachung erfolgte durch geflochtene Weidenruten, verputzt mit einer Stroh- und Lehmmischung, darauf wurde ein dünner Kalkputz aufgetragen. Teilweise finden sich im Obergeschoss zahlreiche verschiedene Schmuckelemente.&lt;br /&gt;
Die restlichen [[Fachwerkhaus|Gebäude]] unterscheiden sich, wenn überhaupt, nur teilweise und auch nur dort, wo es erforderlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Eingang vieler Höfe befinden sich Toreinfahrten oder gar Torhäuser, die oft mit dem Wohnhaus verbunden sind. Sie werden von Schrifttafeln oder Spruchplatten geziert oder aber einem Schlussstein aus Sandstein oder Porphyr. Auf diesen Plaketten sind meist die Initialen des Bauherren und die Jahreszahl zu erkennen, wie beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;G&amp;amp;nbsp;T&amp;amp;nbsp;B&amp;amp;nbsp;H 1765&amp;#039;&amp;#039;, also &amp;#039;&amp;#039;Gottfried Taubert Bau Here 1765&amp;#039;&amp;#039;. Solche Kennzeichnungen finden sich auch über Eingängen zu den Wohnhäusern oder aber zu Bohlenstuben, dann allerdings aus Holz. Die Tore besitzen weiterhin einen kleinen Durchgang nur für Personen, an dem oft die sogenannte Heiste anschließt, einem aus Porphyr- oder Sandsteinplatten belegten Weg längs des Wohnhauses.&lt;br /&gt;
Des Weiteren findet sich vor dem Wohnhausgiebel, der zur Straße zeigt, der Bauerngarten, der oft heute noch reich bepflanzt ist und weniger dem Nutzen als mehr dem Vorzeigen gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres typisches Erscheinungsbild der Vierseithöfe sind Laubengänge, die hauptsächlich zur Erschließung der anliegenden Räume dienen, hier besonders die [[Porstube]]n. Voraussetzung für einen solchen Laubengang, der hauptsächlich im 18. Jahrhundert entstand, ist ein Geschossbauwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;5&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Sinnspruch Göpfersdorf.jpg|Sinnspruch im Schwellholz eines [[Göpfersdorf]]er Fachwerkhauses&lt;br /&gt;
  Bohlenstube2.JPG|Bohlenstube eines Altenburger Bauernhauses in [[Windischleuba]]&lt;br /&gt;
  Laubengang.jpg|Längster Laubengang des Altenburger Landes in [[Schwanditz]]&lt;br /&gt;
  Backofen Beerwalde.jpg|Typischer Backofenanbau an einem Wohnhaus in [[Beerwalde (Löbichau)|Beerwalde]]&lt;br /&gt;
  Hoftor Göllnitz.jpg|Hoftor in [[Göllnitz]] mit zwei Eingängen und Rosetten darüber von 1832&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Heitschhof Breesen.jpg|miniatur|Hof Heitsch in [[Breesen (Starkenberg)|Breesen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Plottendorf.jpg|mini|Vierseithof in [[Plottendorf]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Auenhof Posterstein.jpg|miniatur|Auenhof in [[Posterstein]]]]&lt;br /&gt;
* Hof Heitsch in [[Breesen (Starkenberg)|Breesen]], typischster Altenburger Bauernhof&lt;br /&gt;
* Kröber Hof in [[Lehma]], Hof aus dem Jahr 1686&lt;br /&gt;
* Hof Bachmann in [[Mohlis (Schmölln)]], Beispiel für Neubau einer Komplettanlage als Viertseithoif mit villenähnlichem Wohnhaus aus der Zeit um 1900&lt;br /&gt;
* Hof Pohle in [[Mohlis (Schmölln)]], Wohnhaus von 1828 mit massivem Sandsteingiebel und 2 Seitengebäuden&lt;br /&gt;
* [[Kulturgut Quellenhof]] in [[Garbisdorf]], von Gemeinde und Heimatverein Göpfersdorf restaurierter Vierseithof, Kulturveranstaltungszentrum&lt;br /&gt;
* Auenhof in [[Posterstein]], Kunst- und Kräuterhof&lt;br /&gt;
* Hof Erler in [[Plottendorf]], ortstypischer Vierseithof mit Torhaus von 1743&lt;br /&gt;
* Hof Schramm in [[Jonaswalde]], außergewöhnliches Umgebindehaus von 1574 mit mittig liegender Bohlenstube&lt;br /&gt;
* Hof Bauch in [[Ehrenhain (Nobitz)|Ehrenhain]], letzter Vierseithof im Ortskern von 1650&lt;br /&gt;
* Handfrongut in [[Selka]], kompletter Fachwerkhof&lt;br /&gt;
* Hof mit Torhaus in [[Frohnsdorf (Nobitz)|Frohnsdorf]], 1789 errichtet&lt;br /&gt;
* Gasthof [[Garbisdorf]], bemerkenswerte Umgebindekonstruktion&lt;br /&gt;
* Hof in [[Göllnitz]], Sandsteinreliefs über Türen&lt;br /&gt;
* Kressescher Hof in [[Dobraschütz]], Wohnhaus von Zacharias Kresse&lt;br /&gt;
* Rittergutshof in [[Schwanditz]], längster Laubengang im Altenburger Land&lt;br /&gt;
* Junghanssche Hof in [[Kürbitz (Altenburg)|Kürbitz]], rundbogig gestaltete Haustürgewände&lt;br /&gt;
* Hof Kipping in [[Lehma]], klassizistisch beschnitzte Umgebindeständer&lt;br /&gt;
* Vierseithof in [[Remsa (Windischleuba)|Remsa]], Laubengang mit Porstube von 1746&lt;br /&gt;
* Hof Nitzsche in [[Maltis]], Wohnhaus in Ständer- und Stockwerkbauweise errichtet&lt;br /&gt;
* Hof Nitzsche in [[Taupadel (Nobitz)|Taupadel]], eine der längsten Scheunen im Altenburger Land&lt;br /&gt;
* ehemaliger Dorfgasthof in [[Flemmingen (Nobitz)|Flemmingen]], Laubengangtorhaus aus dem Jahre 1745&lt;br /&gt;
* Gut in [[Wiesenmühle (Monstab)|Wiesenmühle]], Wohnstall von 1669&lt;br /&gt;
* Rittergutshof in [[Maltis]], Laubengang und Porstube mit Bemalung um 1750&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Klöppel, Dieter Salamon: &amp;#039;&amp;#039;Altenburger Vierseithöfe – Landbaukunst in der Kornkammer Thüringens.&amp;#039;&amp;#039; IGB, Lilienthal 2008, ISBN 978-3-9810618-3-3.&lt;br /&gt;
* Heinz Ellenberg: &amp;#039;&amp;#039;Bauernhaus und Landschaft in ökologischer und historischer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 1990, ISBN 3-8001-3087-4.&lt;br /&gt;
* Dietrich Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Das Bauernhaus im Deutschen Reiche von 1905 und in seinen Grenzgebieten.&amp;#039;&amp;#039; Ed. Libri Rari, Schäfer, Hannover 2000, ISBN 3-88746-415-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Altenburger Vierseithöfe}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Timber framing in Landkreis Altenburger Land}}&lt;br /&gt;
* [http://www.altenburger-bauernhoefe.de/ Altenburger Bauernhöfe e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [http://www.altenburger-bauernhof.de/ Private Website über den Vierseithof Erler in Plottendorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/59/06/N |EW=12/26/00/E |type=landmark |region=DE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform von Baugruppen (Städtebau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erschließung (Gebäude)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lokale Bauform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gehöfte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Fachwerk)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Landkreis Altenburger Land)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachwerkgebäude in Thüringen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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