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	<title>Alte Pfarrkirche Gries - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alte_Pfarrkirche_Gries&amp;diff=2830691&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Frank Sonnenkind: Commonscat fix</title>
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		<updated>2025-12-14T09:04:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commonscat fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alte Grieser Pfarrkirche in Bozen (Südansicht).JPG|mini|Alte Pfarrkirche in Gries von Süden, vor den Hängen des Guntschnabergs und des [[Altenberg (Jenesien)|Altenbergs]]]]Die [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholische]] Kirche &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;zu Unserer Lieben Frau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war bis 1788 die [[Pfarrkirche]] der ehemals selbständigen Gemeinde Gries, die heute zum Stadtviertel [[Gries-Quirein]] der [[Südtirol]]er Landeshauptstadt [[Bozen]] gehört. In dem [[Gotik|spätgotischen]] Gebäude in der Martin-Knoller-Straße am Fuß des [[Guntschnaberg]]s befinden sich wertvolle Kunstschätze. Sie wurde 1977 samt dem sie umgebenden historischen Friedhof unter [[Denkmalschutz]] gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Grieser Pfarrkirche - Kirchenschiff und Altar.JPG|mini|links|hochkant|Kirchenschiff und Hochaltar]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bozen Grieser alte Pfarrkirche.JPG|mini|Alte Grieser Pfarrkirche mit Friedhof]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alter Friedhof Gries Bozen Gross.jpg|mini|120px|Grabstein Gross-Steutter 1910–1922]]&lt;br /&gt;
An der Stelle der [[Abtei Muri-Gries]] befand sich ursprünglich die Burg der [[Tirol (Adelsgeschlecht)|Grafen von Tirol]], während die Kirche des Ortes &amp;#039;&amp;#039;Cheller&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Keller&amp;#039;&amp;#039;, wie er seit dem Frühmittelalter hieß (erst im Laufe des 15. Jahrhunderts bürgerte sich der Name &amp;#039;&amp;#039;Gries&amp;#039;&amp;#039; ein), etwas nördlich davon stand. Von dieser ersten [[Romanik|romanischen]] Kirche – im Jahr 1165 als „ecclesia de Celle“ in einem Schiedsspruch des [[Erzbistum Trient|Trienter Diözesanbischofs]] zugunsten der [[Erzbistum München und Freising|bischöflichen Kirche Freising]] erstmals bezeugt&amp;lt;ref name=&amp;quot;ökonomie&amp;quot;&amp;gt;[[Hannes Obermair]], [[Volker Stamm]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Ökonomie einer ländlichen Pfarrgemeinde im Spätmittelalter&amp;#039;&amp;#039;, op. cit., S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; – haben sich noch Bauteile am [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]] und am Turm erhalten. Eine Siedlung geht wohl schon auf [[Römerzeit|römische Zeit]] zurück, während der frühmittelalterliche Kirchenbau ursprünglich eine [[Eigenkirche]] des [[Hochstift Freising|Hochstifts Freising]] war und noch im 12. Jahrhundert von Irminstein, einem Pfarrer aus [[Stift Innichen|Innichen]], das seinerseits Freising unterstand, geleitet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ökonomie&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine eigene [[Bauhütte]] der Grieser Marienpfarrkirche ist 1364 als &amp;#039;&amp;#039;„fabrica novi operis ecclesie parrochialis beate et gloriose virginis Marie ab Chelr“&amp;#039;&amp;#039; urkundlich bezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hannes Obermair |Titel=Bozen Süd – Bolzano Nord. Schriftlichkeit und urkundliche Überlieferung der Stadt Bozen bis 1500 |Band=1 |Verlag=Stadtgemeinde Bozen |Ort=Bozen |Datum=2005 |ISBN=88-901870-0-X |Seiten=355, Nr. 725}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1422 sind als [[Kirchpropst|Kirchpröpste]] Jacob&lt;br /&gt;
Gendlein und Hans Schücz bezeugt – ihnen oblagen, im Auftrag der Grieser Gemeinschaft, die Verwaltung und Rechnungsgebarung des umfangreichen Kirchenvermögens.&amp;lt;ref&amp;gt;Beat Kümin: &amp;#039;&amp;#039;Rural Society&amp;#039;&amp;#039;, in: Ulinka Rublack (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Handbook of the Protestant Reformations&amp;#039;&amp;#039;. Oxford: University Press 2016, S. 525–545, hier S. 528 (mit Bezug auf Obermair/Stamm: &amp;#039;&amp;#039;Zur Ökonomie einer ländlichen Pfarrgemeinde&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1414 baute man den gotischen [[polygonal]]en [[Chor (Architektur)|Chor]] an die Kirche an. Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde die [[Romanik|romanische Kirche]] umgestaltet, indem man im Langhaus ein [[Sternrippengewölbe]] einzog und 1529 einen ebenfalls mit Sternrippengewölbe versehenen Portalvorbau errichtete. Der Turm erhielt einen [[Helm (Architektur)|Spitzhelm]]. Bereits 1519 wurde die Erasmuskapelle mit polygonalem Schluss fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1788 verlor die Kirche ihren Rang als Pfarrkirche zugunsten der neu geweihten [[Abtei Muri-Gries|Stiftskirche]] der [[Augustiner-Chorherren]] von Gries. Um die Kirche herum befindet sich der alte [[Friedhof]] von Gries mit historischen Gräbern, auf dem seit 1922 keine neuen Erdbestattungen mehr stattfinden. Unter anderen liegen hier die Grabstätten des k.u.k. Ministers [[Bernhard von Wüllerstorf-Urbair]], der die Expedition der Fregatte [[Novara-Expedition|Novara]] geleitet hatte, des Namenkundlers [[Josef Tarneller]] und des Schriftstellers [[Heinrich Noë]].&lt;br /&gt;
Seit 2011 dürfen unter gewissen Bedingungen wieder Urnen am Grieser Friedhof bestattet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.muri-gries.it/documente/pfarrblatt/Friedhofsordnung.pdf |titel=Friedhofsordnung der Erzpfarrei St. Augustin in Gries |datum=2011-02-14 |format=PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150616040806/http://www.muri-gries.it/documente/pfarrblatt/friedhofsordnung.pdf |archiv-datum=2015-06-16 |abruf=2012-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Grieser Pfarrkirche - Kruzifix.JPG|mini|hochkant|links|Das romanische Kruzifix von Gries]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael-Pacher-Altar, Alte Pfarrkirche in Gries (Bozen).jpg|mini|Der spätgotische Altarschrein von [[Michael Pacher]]]]&lt;br /&gt;
Die Kirche von Gries besitzt zwei äußerst wertvolle Kunstwerke von hohem Rang. Es ist dies zum einen ein romanisches [[Kruzifix]] aus der Zeit kurz nach 1200, vermutlich aus überregionaler, womöglich [[Rheinland|rheinischer]] Provenienz.&amp;lt;ref&amp;gt;Giovanna Fogliardi: &amp;#039;&amp;#039;Il crocifisso duecentesco ubicato nella vecchia parrocchiale di Gries (Bolzano).&amp;#039;&amp;#039; In: Studi trentini di scienze storiche II/88 (2009), S. 7–54, bes. S. 46–50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum anderen handelt es sich um einen nur unvollständig erhaltenen, spätgotischen [[Flügelaltar|Schnitzaltar]] von [[Michael Pacher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler schuf das Werk zwischen 1471 und 1475. In der [[Barockzeit]] wurde der unmodern gewordene Altar durch einen barocken Altar ersetzt und der Pacher-Altar in die Erasmuskapelle versetzt. Dort hat er sich zwar erhalten, es gingen aber die [[Predella]], das [[Gesprenge]], Flügel und Schreinwächter verloren. Im Laufe der Jahre erfolgten einige, oft nicht sehr glückliche, Restaurierungen, zuletzt 1979.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des Altars steht die [[Krönung Mariens]] durch die hl. [[Dreifaltigkeit]]. Im Hintergrund halten Engel einen Brokatvorhang, was eine illusionistische Tiefenwirkung der Darstellung bewirkt. Die Szene wird von [[Maßwerk]]pfeilern, die mit [[Fiale]]n ins Baldachinmaßwerk münden und mit musizierenden Engeln besetzt sind, eingerahmt. Das faltenreiche Gewand Mariens halten zwei Engel, die die Verbindung zum Podest herstellen. Auf übereck gestellten Sockeln stehen links die Schreinfiguren des mit dem Drachen kämpfenden [[Michael (Erzengel)|Erzengels Michael]] und rechts der hl. [[Erasmus von Antiochia|Erasmus]]. Sechs farbig gemalte Engel halten im Hintergrund einen Vorhang. Die beiden noch erhaltenen Flügelreliefs wurden an der Kapellenwand angebracht. Sie zeigen die [[Verkündigung des Herrn]] und die [[Anbetung der Könige]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bemalung der Altarrückseite stammt nicht von Michael Pacher, sondern wahrscheinlich von Conrad Waider aus [[Straubing]] aus der Zeit um 1485 bis 1490. Sie weist 15 Temperatafeln mit Szenen aus dem Marienleben, die Passion Christi und verschiedene Heiligenfiguren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archiv ==&lt;br /&gt;
Aus den Jahren 1642 bis 1785 sind [[Rechnungsbuch|Rechnungsbücher]] der Marienpfarrkirche zu Keller in Gries im [[Stadtarchiv Bozen]] überliefert (Hss. 1076–1090), die von den jeweiligen [[Kirchenpfleger|Kirchpröpsten]] geführt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hannes Obermair |Hrsg=Philipp Tolloi |Titel=Multiple Vergangenheiten – Sammeln für die Stadt? Das Bozener Stadtarchiv 3.0 |Sammelwerk=Archive in Südtirol: Geschichte und Perspektiven / Archivi in Provincia di Bolzano: storia e prospettive |Reihe=Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs |BandReihe=45 |Verlag=Universitätsverlag Wagner |Ort=Innsbruck |Datum=2018 |ISBN=978-3-7030-0992-1 |Seiten=211–224, Bezug: S. 214}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein singulärer Vorläufer aus den Jahren 1422 bis 1440 wurde 2008 entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hannes Obermair, Volker Stamm: &amp;#039;&amp;#039;Zur Ökonomie einer ländlichen Pfarrgemeinde im Spätmittelalter. Das Rechnungsbuch der Marienpfarrkirche Gries (Bozen) von 1422 bis 1440&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs&amp;#039;&amp;#039;. Band 33). Bozen: Athesia 2011, ISBN 978-88-8266-381-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Josef Weingartner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler Bolzanos&amp;#039;&amp;#039;. Wien-Augsburg: Hölzel 1926, S. 194 ff. [https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Medium/Seite/13493/102 (online)]&lt;br /&gt;
* [[Helmut Stampfer]], Hubert Walder: &amp;#039;&amp;#039;Michael Pacher in Bozen-Gries.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl., Bozen: Athesia 1980, ISBN 88-7014-173-X.&lt;br /&gt;
* Sebastian Marseiler: &amp;#039;&amp;#039;Wege zur Kunst. Die bedeutendsten Kunstdenkmäler Südtirols&amp;#039;&amp;#039;. Athesia: Bozen 2011, ISBN 978-88-8266-734-4, S. 30–32&lt;br /&gt;
* [[Hannes Obermair]], [[Volker Stamm]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Ökonomie einer ländlichen Pfarrgemeinde im Spätmittelalter. Das Rechnungsbuch der Marienpfarrkirche Gries (Bozen) von 1422 bis 1440&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs&amp;#039;&amp;#039;. Band 33). Bozen: Athesia 2011. ISBN 978-88-8266-381-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Vecchia Parrocchiale di Gries (Bolzano)|Alte Pfarrkirche in Gries}}&lt;br /&gt;
* {{DenkmalSüdtirol|13955}}&lt;br /&gt;
* [https://www.optiker.at/1485-conrad-waider/ Rückseite des Pacheraltars von Conrad Waider]&lt;br /&gt;
* [http://orgeln.musikland-tirol.at/st/bz/gries-pfk.html Beschreibung der Kirchenorgel]&lt;br /&gt;
* [https://warwick.ac.uk/fac/cross_fac/myparish/resources/digitalparishsources/ My Parish, UK: Churchwardens&amp;#039; Accounts of St Mary’s, Gries, 1422–1439]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=46.504832|EW=11.332585|type=landmark|region=IT-BZ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4373429-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grieser Alte Pfarrkirche}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Bozen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Bozen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1165]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Bozens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in der Diözese Bozen-Brixen|Bozen Grieser Alte Pfarrkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liebfrauenkirche|Bozen Grieser Alte Pfarrkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotische Kirche|Bozen Grieser Alte Pfarrkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Gotik in Südtirol|Bozen Grieser Alte Pfarrkirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Frank Sonnenkind</name></author>
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