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	<title>Altava - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Herzi Pinki: region iso fix, siehe ISO 3166-2:DZ</title>
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		<updated>2024-02-19T11:48:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;region iso fix, siehe &lt;a href=&quot;/index.php/ISO_3166-2:DZ&quot; title=&quot;ISO 3166-2:DZ&quot;&gt;ISO 3166-2:DZ&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mauro-Roman Kingdom.png|mini|Das römisch-berberische Reich von Altava vor 578]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altava&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine Stadt in der [[Römische Provinz|römischen Provinz]] &amp;#039;&amp;#039;[[Mauretania Caesariensis]]&amp;#039;&amp;#039; und wurde nach der Einfall der [[Vandalen]] ca. 430&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. Hauptstadt eines römisch-[[berber]]ischen Kleinstaates. Der Ort befindet sich heute im Gebiet der Stadt [[Ouled Mimoun]] im Nordwesten [[Algerien]]s, in der [[Provinz Tlemcen]]. Die Stadt war im 6. Jahrhundert Hauptstadt eines kleinen Nachfolgestaates des [[weströmisches Reich|weströmischen Reiches]], welches möglicherweise bis zur [[Islamische Expansion|Eroberung durch die Araber]] fortdauerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Altava ging vermutlich auf eine [[berber]]ische Siedlung zurück und wurde später durch die [[Punier]] kontrolliert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DNP|1|556|556|Altava|[[Werner Huß]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im späten 2. und frühen 3. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde die römische Grenze in der Mauretania Caesariensis weit nach Süden vorgeschoben und zur Sicherung des Eroberten ein Verteidigungssystem errichtet, das entlang einer neu angelegten Straße namens &amp;#039;&amp;#039;nova praetentura&amp;#039;&amp;#039; verlief und in das auch Altava mit einbezogen wurde. Damit wurde Altava Teil des römischen Reiches, behielt aber bis weit ins 4. Jahrhundert seine spezifischen Traditionen bei, so etwa besondere lokale Ämter und Titel, die durch zahlreiche diverse lateinische Inschriften bekannt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Witschel]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Situation im römischen Africa während des 3. Jhs. n. Chr.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Klaus-Peter Johne]], Thomas Gerhardt, [[Udo Hartmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deleto paene imperio Romano. Transformationsprozesse des Römischen Reiches im 3. Jahrhundert n. Chr. und ihre Rezeption in der Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Stuttgart 2006, ISBN 3-515-08941-1, S. 145–221, hier S. 192.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Vandalen im Zuge der [[Völkerwanderung]] 435/39 in der Provinz &amp;#039;&amp;#039;[[Africa]]&amp;#039;&amp;#039; (Nordafrika) ihr Reich gründeten, gerieten nicht alle römischen Gebiete unter vandalische Herrschaft. Numidien und die Provinzen des antiken Mauretaniens verblieben zunächst unter weströmischer Herrschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonathan Conant: &amp;#039;&amp;#039;Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S.&amp;amp;nbsp;284.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei billigte der weströmische  Kaiser die Aushebung von Privatarmeen durch Großgrundbesitzer, weil er sich so Angriffe auf vandalisches Gebiet erhoffte.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonathan Conant: &amp;#039;&amp;#039;Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S.&amp;amp;nbsp;275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die so geforderte Entwicklung der Großgrundbesitzer zu [[Warlord]]s begünstigte nach der Ermordung des weströmischen Kaisers Valentinian III. den Zerfall dieser Provinzen in diverse Kleinreiche, die in der Öffentlichkeit des übrigen Mittelmeerraumes und insbesondere in der Region um Karthago als „Berberisch“ wahrgenommen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonathan Conant: &amp;#039;&amp;#039;Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S.&amp;amp;nbsp;252.&amp;lt;/ref&amp;gt; Altava wurde so zur Hauptstadt des größten dieser Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ausschließlich berberische Charakter des römisch-berberischen Reiches von Altava ebenso wie der übrigen, überwiegend nicht unter vandalischer Herrschaft stehenden Gebiete des untergegangenen weströmischen Reiches ist allerdings widerlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonathan Conant: &amp;#039;&amp;#039;Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S.&amp;amp;nbsp;273–284.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etliche Regionen in Mauretanien und [[Numidien]] setzten so ihre römisch-berberische Koexistenz fort und überdauerten als Restgebiete römischer Herrschaft auch das Ende des [[Weströmisches Reich|Weströmischen Reiches]] 476, ähnlich wie die Gebiete des [[Julius Nepos]] in [[Dalmatien]] und des [[Syagrius]] in Gallien. So wurde Altava zu Beginn des 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts Residenz eines Königs namens [[Masuna]], der sich auf einer Inschrift als „König der Mauren und Römer“ bezeichnen ließ (&amp;#039;&amp;#039;rex gentium Maurorum et Romanorum&amp;#039;&amp;#039;;&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1998|1595}}&amp;lt;/ref&amp;gt; siehe auch [[Masties]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Vandalenreich 533 zerschlagen wurde und die [[byzantinische Herrschaft im Maghreb]] begann, war die Kleinstaaterei in Nordafrika so weit etabliert, dass die örtlichen Machthaber nicht bereit waren, sich dem byzantinischen Kaiser zu unterwerfen. Dies galt auch für das Reich von Altava. Vermutlich wurden Aufstände von Vandalen und byzantinischen Soldaten unter [[Stotzas]] von Altava aus unterstützt. Letztmals wurde das Reich von Altava im Zusammenhang mit einem Feldzug des Gennadios, &amp;#039;&amp;#039;[[magister militum]] per Africam&amp;#039;&amp;#039;, erwähnt, der 578 [[Garmules]], den Herrscher von Altava besiegte und dessen Kleinreich möglicherweise dem byzantinischen Reich einverleibte. Denkbar ist aber auch, dass das Reich von Altava bis zur Eroberung durch die Araber um 700 fortdauerte. Die Beibehaltung römischer Kultur ist für die Stadt Altava jedenfalls bis ins 7. Jahrhundert belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonathan Conant: &amp;#039;&amp;#039;Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S.&amp;amp;nbsp;289. benennt eine Julia Rogatina, die zwar 655 in der Stadt Volubilis im heutigen Marokko verstarb, aber aus Altava stammte.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altava war seit der [[Spätantike]] Bischofssitz, darauf geht das [[Titularbistum Altava]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jean Marcillet-Jaubert: &amp;#039;&amp;#039;Les inscriptions d&amp;#039;Altava&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Annales de la Faculté des Lettres d&amp;#039;Aix&amp;#039;&amp;#039; N.S. 65). Ophrys, Aix-en-Provence 1969.&lt;br /&gt;
* [[Claude Lepelley]]: &amp;#039;&amp;#039;Les cités de l&amp;#039;Afrique romaine au Bas-Empire.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Notices d&amp;#039;histoire municipale.&amp;#039;&amp;#039; Etudes Augustiennes, Paris 1981, ISBN 2-85121-032-7, S. 522–534.&lt;br /&gt;
* Andy H. Merrills (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vandals, Romans and Berbers. New Perspectives on Late Antique North Africa&amp;#039;&amp;#039;. Aldershot 2004.&lt;br /&gt;
* Jonathan Conant: &amp;#039;&amp;#039;Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Cambridge Studies in Medieval Life and Thought.&amp;#039;&amp;#039; Series 4, 82). Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=DMZ|NS=34/53/11/N|EW=1/01/29.2/W|region=DZ-13|type=city}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Algerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Spätantike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Afrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Befestigungsanlage (Mauretania Caesariensis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Provinz Tlemcen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Herzi Pinki</name></author>
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