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	<title>Altaraufsatz des Pilgrim II. - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T11:13:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Altaraufsatz_des_Pilgrim_II.&amp;diff=2725160&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Ergänze Kategorie:Christentum (Friaul-Julisch Venetien)</title>
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		<updated>2024-05-24T14:36:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Christentum_(Friaul-Julisch_Venetien)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Christentum (Friaul-Julisch Venetien) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Christentum (Friaul-Julisch Venetien)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Altarpiece of Pellegrinus II, Cathedral of Cividale. Pic 01.jpg|miniatur|[[Triptychon]] des Altaraufsatzes, das [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] mit dem [[Jesuskind]] auf ihrem Schoß von zwei [[Erzengel]]n umgeben zeigt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altaraufsatz des Pilgrim II.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[mittelalter]]liches [[Altar]]bild, das im [[Dom (Gebäude)|Dom]] der [[italien]]ischen Stadt [[Cividale del Friuli|Cividale]] steht. Der [[silber]]ne Aufsatz wurde von [[Pilgrim II. von Dornberg|Pilgrim II.]], dem [[Patriarchen von Aquileia]], um das Jahr 1200 gestiftet und krönt heute den Hauptaltar der Kirche [[Santa Maria Assunta (Cividale del Friuli)|Santa Maria Assunta]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stiftung von Pligrim II.&amp;quot;/&amp;gt; Er zeigt [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] und das [[Jesuskind]] umgeben von [[Erzengel]]n und einer Schar [[Heilige]]r.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brekle 2011, 1f.&amp;quot;/&amp;gt; Das Kunstwerk ist durch seine reichhaltige Verzierung und die frühe [[Typographie|typographische]] Herstellungstechnik seiner Inschriften sowohl [[Kunstgeschichte|kunsthistorisch]] als auch [[Geschichte des Buchdrucks|druckgeschichtlich]] von Interesse.&amp;lt;ref&amp;gt;Brekle 2011; Visintini 2007; Pertoldi 1997; Koch 1994; Lipinsky 1986; Cuscito 1975&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cividale 0904 Duomo interior 1.jpg|miniatur|hochkant|Blick durch das [[Hauptschiff]] zum beleuchteten Altaraufsatz im [[Chor (Architektur)|Chor]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das silberne, stellenweise vergoldete [[Relief]]bildnis befindet sich heute im Dom &amp;#039;&amp;#039;Santa Maria Assunta&amp;#039;&amp;#039; der Kleinstadt Cividale im [[Friaul]]. Die ungefähr einen Meter hohe und zwei Meter breite rechteckige Platte thront in einer modernen Vitrine über dem [[Hochaltar|Hauptaltar]] im [[Chor (Architektur)|Chor]]. Der Aufsatz ist ein Weihegeschenk von Pilgrim II. ([[Lateinisch|lat.]] Name Pellegrinus), der von 1195 bis 1204 das [[Patriarchat von Aquileia]] ausübte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stiftung von Pligrim II.&amp;quot;&amp;gt;Brekle 2011, S.&amp;amp;nbsp;1f.; Lipinsky 1986, S.&amp;amp;nbsp;75f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Altaraufsatz ist in vier Teile gegliedert: das Zentrum bildet das [[Triptychon]], das Maria als die [[Mutter Gottes]] (lat. &amp;#039;&amp;#039;mater dei&amp;#039;&amp;#039;) mit dem Jesuskind auf ihrem Schoß zeigt; von links und rechts eilen die Erzengel [[Erzengel Michael|Michael]] und [[Erzengel Gabriel|Gabriel]] auf die sitzende Mutter mit Kind zu. Die Szene spielt sich unter einer dreibögigen [[Arkade]] ab. Das Triptychon ist zu jeder Seite von einer Abteilung flankiert, in denen insgesamt 25 männliche und weibliche Heilige in jeweils drei horizontalen Reihen nebeneinander stehen. Alle Figuren mit Ausnahme des Jesuskindes sind namentlich gekennzeichnet. Um das Triptychon und die beiden Seitenabteilungen läuft der Rahmen herum, in dem [[Medaillon (Ornament)|Kopfmedaillons]] ohne Inschriften abgebildet sind. Im oberen horizontalen Rahmenstück werden Christus und [[Johannes der Täufer]] sowie die vier [[Evangelist (Neues Testament)|Evangelisten]] dargestellt. Im unteren Gegenstück kann Pilgrim II., der sich kniend zu Füßen der Maria befindet, durch eine begleitende Inschrift als Stifter des Altaraufsatzes identifiziert werden. An der Innenseite beider Rahmenbretter läuft waagerecht die [[Votivinschrift]] entlang, die zehn [[Leoninischer Vers|leoninische Verse]] enthält.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brekle 2011, 1f.&amp;quot;&amp;gt;Brekle 2011, S.&amp;amp;nbsp;1f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typographie ==&lt;br /&gt;
Alle Inschriften auf dem Altaraufsatz wurden auf [[Latein]] abgefasst. Der Schrifttypus der Weiheinschrift wird im Großen und Ganzen als gotische Kapitalis eingeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brekle 2011, 2&amp;quot;&amp;gt;Brekle 2011, S.&amp;amp;nbsp;2&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Produktion der Inschriften wurden die Buchstaben nach übereinstimmender Ansicht moderner Kommentatoren mittels einzelner [[Letter]]punzen nacheinander in das Silber eingeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Brekle 2011, S.&amp;amp;nbsp;19; Visintini 2007, Fn.&amp;amp;nbsp;82; Pertoldi 1997; Lipinsky 1986, S.&amp;amp;nbsp;78&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die typographische Herstellungsweise spricht, dass die Buchstaben augenscheinlich das Kriterium der [[Typidentität]] erfüllen, demzufolge jedes Buchstabenbild von ein und derselben Letterpunze herrühren muss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brekle 2011, 19&amp;quot;&amp;gt;Brekle 2011, S.&amp;amp;nbsp;19&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies lässt sich u.&amp;amp;nbsp;a. an dem fehlerhaften „R“ erkennen, dessen Beschädigung sich in allen Rs im Text wiederholt.&amp;lt;ref&amp;gt;Brekle 2011, S.&amp;amp;nbsp;17&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Buchstaben ragen im [[Hochrelief]] aus rechteckigen Vertiefungen hervor, die durch das [[Fleisch (Typografie)|Fleisch]] der Tiefreliefpunzen erzeugt wurden; die Scheidung der Buchstaben und ihrer Vertiefungen voneinander durch feine Ränder ist ein weiteres Indiz für die sequentielle Verwendung einzelner Lettern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brekle 2011, 19&amp;quot;/&amp;gt; Auch die Beobachtung, dass die Buchstaben nicht immer die Linie halten, sondern auf der [[Schriftlinie|Grundlinie]] gleichsam &amp;#039;tanzen&amp;#039;, weist auf den Einsatz einzelner Letterpunzen hin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brekle 2011, 19&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt lässt sich im Schriftbild die Verwendung von circa vierzig Lettern ausmachen, die zu ungefähr gleichen Teilen in einer kleineren und einer größeren Schriftgröße erscheinen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brekle 2011, 4&amp;quot;&amp;gt;Brekle 2011, S.&amp;amp;nbsp;4&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit den kleineren Lettern wurden die Heiligennamen und die Stifterinschrift des Patriarchen gepunzt, während die anderen für den Druck der Namen der Erzengel, der Muttergottes, der Abkürzungen von sanctus/sancta („heilig“) und der zweizeiligen Inschrift verwendet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brekle 2011, 4&amp;quot;/&amp;gt; Letztere wurde auf acht Silberstreifen geschlagen, die anschließend aneinandergereiht auf den hölzernen Untergrund des Altaraufsatzes genagelt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brekle 2011, 2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typographische Technik könnte dem Kunsthistoriker Angelo Lipinsky zufolge dem [[Byzantinisches Reich|byzantinischen]] Kulturraum entlehnt worden sein, wo derartig erstellte Inschriften im 10. bis 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auf [[Staurothek]]en und [[Lipsanothek]]en zu finden gewesen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Lipinsky 1986, S.&amp;amp;nbsp;78f.; Koch 1994, S.&amp;amp;nbsp;213&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine stichprobenartige Überprüfung dieser Vermutung anhand der [[Limburger Staurothek]] ergab jedoch, dass deren Inschrift vielmehr direkt in das Metall [[Gravur|graviert]] wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Brekle 2011, S.&amp;amp;nbsp;2f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Prüfeninger Weiheinschrift]] von 1119 ist ein weiteres frühes Beispiel für typographische Textproduktion im lateinischen Westen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brekle 2005, 22–25&amp;quot;&amp;gt;Brekle 2005, S.&amp;amp;nbsp;22–25&amp;lt;/ref&amp;gt; das sich allerdings in einigen technischen Merkmalen unterscheidet: die Inschrift erscheint im Tiefrelief und die Platte ist aus [[Ton (Bodenart)|Ton]], nicht Silber.&amp;lt;ref&amp;gt;Brekle 2011, S.&amp;amp;nbsp;19&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend der geringeren Härte des [[Bedruckstoff]]s wurden keine metallenen Punzen, sondern (Holz)stempel eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brekle 2005, 22–25&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herbert E. Brekle]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://epub.uni-regensburg.de/20788/ Die typographische Herstellungstechnik der Inschriften auf dem silbernen Altaraufsatz im Dom von Cividale]&amp;#039;&amp;#039;, Regensburg 2011&lt;br /&gt;
* Herbert E. Brekle: &amp;#039;&amp;#039;Die Prüfeninger Weiheinschrift von 1119. Eine paläographisch-typographische Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;, Scriptorium Verlag für Kultur und Wissenschaft, Regensburg 2005, ISBN 3-937527-06-0&lt;br /&gt;
* [[Giuseppe Cuscito]]: &amp;#039;&amp;#039;La pala di Pellegrino II nel duomo di Cividale&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Studi cividalesi&amp;#039;&amp;#039;, Antichità altoadriatiche, Bd. 7 (1975), S.&amp;amp;nbsp;99–108&lt;br /&gt;
* [[Walter Koch (Historiker)|Walter Koch]]: &amp;#039;&amp;#039;Literaturbericht zur mittelalterlichen und neuzeitlichen Epigraphik (1985–1991)&amp;#039;&amp;#039;, [[Monumenta Germaniae Historica]]: Hilfsmittel, Bd. 14, München 1994, ISBN 978-3-88612-114-4, S.&amp;amp;nbsp;213&lt;br /&gt;
* Angelo Lipinsky: &amp;#039;&amp;#039;La pala argentea del patriarca Pellegrino nella collegiata di Cividale e le sue iscrizioni con caratteri mobili&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Ateneo Veneto&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 24 (1986), S.&amp;amp;nbsp;75–80&lt;br /&gt;
* Rudy Pertoldi: &amp;#039;&amp;#039;La „pala“ in argento dorato della basilica di S. Maria Assunta a Cividale del Friuli ed il suo committente, il patriarca Pellegrino II&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Forum Iulii&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 21 (1997), S.&amp;amp;nbsp;91–113&lt;br /&gt;
* Maria Visintini: &amp;#039;&amp;#039;Alcune osservazioni sulla grande „tabula argentea“ del patriarca Pellegrino II&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Forum Iulii&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 31 (2007), S.&amp;amp;nbsp;39–72&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Reredos of Pellegrinus II|Altaraufsatz des Pilgrim II.}}&lt;br /&gt;
* Gabinetto fotografico nazionale: [http://epub.uni-regensburg.de/20788/7/Stampa_GFN_serie_E_neg._88751.JPG Gesamtaufnahme des Altaraufsatzes] (9 MB)&lt;br /&gt;
* Atlante dell’arte italiana: [http://www.atlantedellarteitaliana.it/artwork-3769.html Photos des Altaraufsatzes]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Altaraufsatz des Pilgrim 02}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altarretabel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Druckwesens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Inschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildende Kunst des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Triptychon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Cividale del Friuli)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personendarstellung (Jesus von Nazareth)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Silberschmiedearbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Relief (Christentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum (Friaul-Julisch Venetien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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