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	<title>Alt St. Maternus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T12:11:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alt_St._Maternus&amp;diff=933850&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jed: /* Der Kirchenbau */</title>
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		<updated>2025-04-05T21:18:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Der Kirchenbau&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alt Sankt Maternus Köln-Rodenkirchen.JPG|mini|Alt St. Maternus, 10. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alt Sankt Maternus Köln-Rodenkirchen Taufstein.JPG|mini|Taufstein der Kirche]]&lt;br /&gt;
Die Kirche &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alt Sankt [[Maternus]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch das „Kapellchen“ genannt, liegt dicht am [[Rhein]] im alten historischen Ortskern des [[Köln]]er Vorortes [[Köln-Rodenkirchen]]. Die Kirche gehört zu den 13 kleinen [[Romanik|romanischen]] ehemaligen Dorfkirchen vor der [[mittelalter]]lichen [[Stadtmauer (Köln)|Stadtmauer]] Kölns. Sie wird vom [[Förderverein Romanische Kirchen Köln]] betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühgeschichte der Kirche ==&lt;br /&gt;
Memoriensteine, die 1925 bei Sanierungsarbeiten in den Mauern entdeckt wurden, stammen aus frühchristlicher Zeit. Verwendet wurden diese Steine in der Regel nur an Kirchen mit [[Urpfarrei|Tauf- und Begräbnisrecht]], welches den [[Pfarrkirche]]n vorbehalten ist. Insofern ist ein frühchristlicher Vorgängerbau möglich oder sogar wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Kirchenbau ===&lt;br /&gt;
Die Kirche besteht aus zwei [[Kirchenschiff|Schiffen]] mit [[Chor (Architektur)|Chor]] und [[Sakristei]]. Sie ist in unterschiedlichen Bauperioden entstanden. Der ältere Teil, das Mittelschiff mit seiner halbrunden [[Apsis]], ist wohl aus dem 10. Jahrhundert. Daran baute man im 15. Jahrhundert ein Seitenschiff mit [[Gotik|gotisch]] gestalteten Fenstern und im 17. Jahrhundert einen westlich davor liegenden Turm an. In diesem massiven [[Turm]] wurden mehrere Zimmer eingerichtet, welche in früheren Jahrhunderten dem [[Küster]] als Wohnraum dienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Innenraum wird schon im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts als „wenig erwähnenswert“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufzeichnungen zum Inventar ===&lt;br /&gt;
Im Dezember 1731 wurde durch Aufbruch des [[Tabernakel]]s eine ältere [[Monstranz]] geraubt, eine neue aus purem [[Silber]] in Teilen [[Vergolden|vergoldet]] besorgte [[Pater]] [[Dionysius]], „[[Unbeschuhte Karmeliten|Unbeschuhter Carmeliter]] zu Köln“, aus [[Augsburg]] zum Preis von 81 Talern und 25 [[Albus (Münze)|Albus]]. Auch diese blieb nicht erhalten, sie wurde im Jahr 1817 wegen der herrschenden großen Armut für 72 Taler und 40 [[Stüber]] veräußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden [[Glocke]]n der alten Maternuskirche blieben nur vorübergehend durch [[Spende]]n in Höhe von 400 Reichstalern der Gemeinde erhalten. Ursprünglich sollten sie dem [[Metall- und Glockengießer|Glockengießermeister]] Rodenkirchen zu Deutz, welcher den Auftrag für die Glocken der neuen Pfarrkirche erhalten hatte, in Zahlung gegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glocken trugen die Inschriften:&lt;br /&gt;
* Maria heißen ich, zum Dienste Gottes rufen ich, anno 1673&lt;br /&gt;
* In honorem St. Materni.&amp;lt;ref&amp;gt;zu Ehren des heiligen Maternus&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1873 goss dann Andreas Rodenkirchen eine neue Glocke. Sie hat einen Durchmesser von 411 mm, wiegt etwa 40 kg und erklingt im Schlagton b&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;–2. Das zweite Gefach des kleinen Holzglockenstuhles ist frei.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Hoffs: &amp;#039;&amp;#039;Glockenmusik der Katholischen Kirchen Kölns&amp;#039;&amp;#039;. S. 731.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Madonna (Kunst)|Madonna]] von 1470 befindet sich jetzt in der neuen Kirche.&lt;br /&gt;
[[Datei:Rodenkirchen-ga-Wappen-Detail-038.jpg|mini|Das Rodenkirchener Wappen, Detail mit Anker, dem Kölner Petrischlüssel und dem Bergischen Löwen]] &lt;br /&gt;
In der zum Rhein hin außen in der Chorwandung geschaffenen Nische steht eine Figur des heiligen Maternus dargestellt am Steuerruder eines Kahnes und in einer Hand als [[Attribut (Kunst)|Attribut]] eine Mitra tragend. Sie gab in früheren Zeiten den vorbeifahrenden [[Schiffsbesatzung|Schiffern]] Anlass zur [[Fürbitte]] zu ihrem [[Schutzpatron]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darunter ist in einem Wellenkranz das Wappen von Rodenkirchen mit Anker, dem Kölner Petrischlüssel und dem Bergischen Löwen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der alte Kirchhof ===&lt;br /&gt;
Der alte Gottesacker, ehemals die Kirche umgebend, ist in einem kleinen der Kirche anliegenden Bereich noch vorhanden. Die Grabsteine sind jedoch sehr stark verwittert und die Inschriften nur noch schwer lesbar.&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedhof Alt Sankt Maternus Köln-Rodenkirchen.JPG|mini|Der alte Kirchhof, neben Alt St. Maternus]] &lt;br /&gt;
In dem jülisch-bergischen Erkundigungsbuch heißt es im Jahr 1550: „Als der Pastor anzeigt, der Kirchhof werde von Schiffsleuten und Jungen verunstaltet und verwüstet worden sei, will der Amtmann gebührliches Instand thun, dass solches gebessert werde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1854 wurde durch die Zivilgemeinde ein Grundstück im Westen des Ortes als neuer Friedhof angelegt, und mit einer schönen Mauer umgeben. Die Geistlichkeit musste sich bereit erklären, einen Teil des Geländes für Nichtkatholiken freizuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einkommen und Zuständigkeiten ===&lt;br /&gt;
Das Einkommen der Kirche war gering. Die den großen geistlichen [[Korporation]]en zugehörigen Güter lieferten vor der [[Säkularisierung|Säkularisation]] für den kirchlichen Bedarf nur [[Wachs]] und andere Naturalien.&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1827 wurden dann folgende Angaben zu den Geldeinnahmen verzeichnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* An Zinsen aus [[Kapital]]ien 44 [[Reichstaler]] und 24 [[Silbergroschen|Sgr.]]&lt;br /&gt;
* Aus [[Bodenrente|Grundrenten]] 8 Reichstaler und 10 Sgr.&lt;br /&gt;
* Aus [[Landpacht]] 23 Sgr.&lt;br /&gt;
* An Opfergaben 26 Reichstaler und 1 Sgr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Baupflicht der Kirche lag bis zu Säkularisation bei dem Stift [[St. Severin (Köln)|St. Severin]] als [[Zehnt|Großdecimator]]. In einem Edikt der &lt;br /&gt;
kurfürstlichen Landesregierung zu Düsseldorf unter [[Karl Theodor (Pfalz und Bayern)]] von 1751 war entschieden worden, dass alle, welche von harten&lt;br /&gt;
Zehntfrüchten also Weizen, Roggen, Hafer, Gerste und dergleichen partizipieren, zum Bau des Kirchenschiffes, die Inhaber des kleinen Zehnten aber zum Bau des Chores und, wo solcher nicht erhoben wird, auch die ersteren dazu verpflichtet sein sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Kirchenarchiv zu Rodenkirchen, - Abgedruckt Binterim und Mooren, Erzd., II 427&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Hochwasserlage ==&lt;br /&gt;
Obwohl die Kirche mit anliegendem Kirchhof eine etwas erhöhte Lage hat, war sie nie vor [[Hochwasser]] und dessen Schäden sicher. So heißt es im 18. Jahrhundert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Mauerwerk um die Kirche ist angefangen im August 1764 und geendigt im Juni 1766. Im Fundamente sind gelegt eichene Schwellen und Bäume ineinander gezapft, darauf dicke eichene Bretter und über denselben schwere Hausteine an einander geklammert und mit Ankern versehen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie aus [[Alte Kirche|frühchristlicher]] Zeit viele [[Märtyrer]] oder Heilige als [[Schutzpatron]] fungieren, gilt der heilige Maternus als Fürsprecher und Helfer in Wassernöten. Im Zusammenhang mit den immer wieder auftretenden Hochwassern des Rheinstromes auch in Köln-Rodenkirchen sollen schon im [[Mittelalter]] von der Maternuskirche ausgehend der [[Fürbitte]] dienende [[Prozession|Schiffsprozessionen]] stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Ende als Pfarrkirche ==&lt;br /&gt;
Als durch Anwachsen der [[Bevölkerung]] Mitte des 19. Jahrhunderts Überlegungen angestellt wurden, eine neue Kirche zu bauen, gaben zwei Zufälle den Ausschlag für einen Neubau. Zum einen wurde die [[Gemeinde]], und damit auch die Kirche, erneut von einem katastrophalen Hochwasser heimgesucht, zum anderen wurden ihr die nötigen Geldmittel durch den im Jahr 1857 verstorbenen Gutsbesitzer des Fronhofes zu Rodenkirchen zuteil, welcher 1856 der Gemeinde für den Neubau einer Kirche 15.000 [[Reichstaler]] [[Vermächtnis|legiert]] hatte. 1867 wurde auf höher gelegenem Gelände die [[St. Maternus (Köln)|neue Kirche]] konsekriert, auch sie wurde dem heiligen Maternus geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Viertel Alt St. Maternus heute ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rodenkirchen-h-Zum-Treppchen-043.jpg|mini|Das Viertel Alt St. Maternus]] &lt;br /&gt;
Nach schon in früheren Jahren vorgenommenen Baumaßnahmen zum [[Hochwasserschutz]] haben im April 2006 erneut Bauarbeiten am&lt;br /&gt;
Rodenkirchener [[Leinpfad]] begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So soll durch die auch 2007 andauernden Arbeiten endgültig eine umfassende Absicherung der Ortschaft erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der besonders gefährdete historische Ortskern an den alten schmalen Dorfgässchen Steinweg, Auf dem Brand und Kirchstraße ist wohl immer am stärksten betroffen gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Viertel, auch „Fischerdorf“ genannt, steht das aus dem Jahre 1556 stammende Haus „Gaststätte zum Treppchen“. Das heutige „Restaurant Fährhaus“, welches mit zwei zweigeschossigen Fachwerkhäusern des 18. Jahrhunderts an den ehemaligen [[Fähre|Fährbetrieb]] zur anderen Rheinseite erinnert, und letztendlich die uralte Pfarrkirche Sankt Maternus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch um den Auflagen des Denkmalschutzes nachzukommen, werden die angeführten Baulichkeiten in Zukunft dauerhaft geschützt und gesichert sein.&amp;lt;ref&amp;gt;1990 wurde vom damaligen Ministerpräsidenten des Landes NRW, [[Johannes Rau]], Denkmalschutz erlassen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fritz Hilgers: &amp;#039;&amp;#039;Die Maternuskapelle in Köln-Rodenkirchen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Colonia Romanica. Jahrbuch des Fördervereins Romanische Kirchen Köln e. V.&amp;#039;&amp;#039; 8 (1993), S. 101–104.&lt;br /&gt;
* [[Hiltrud Kier]]: &amp;#039;&amp;#039;Köln. Dörfer im linksrheinischen Süden&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Angelika Lehndorff-Felsko, Dieter Maretzky: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirche Alt St. Maternus. Köln-Rodenkirchen&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Köln 2018.&lt;br /&gt;
* [[Fried Mühlberg]]. &amp;#039;&amp;#039;Memoriensteine und Tischaltar in Rodenkirchen&amp;#039;&amp;#039;. Kölner Jahrbuch für Vor- und Frühgeschichte 9, 1967/68, S. 167–173.&lt;br /&gt;
* Robert Wilhelm Rosellen: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Pfarreien des Dekanates Brühl&amp;#039;&amp;#039;. J. P. Bachem Verlag, Köln 1887.&lt;br /&gt;
* Irmgard Schnellbächer: &amp;#039;&amp;#039;Kölns kleine Kirchen aus romanischer Zeit I&amp;#039;&amp;#039;. Bernadus Verlag, 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Alt St. Maternus (Köln)}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.romanische-kirchen-koeln.de/andreas009000 |titel=Romanische Kirchen in Köln: Alt St. Maternus in Rodenkirchen |werk=Webpräsenz [[Förderverein Romanische Kirchen Köln]] |abruf=2019-07-05}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Romanische Kirchen in Köln}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/53/43/N |EW=6/59/41/E |type=landmark |region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rodenkirchen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Köln|Maternus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Erzbistum Köln|Koln Alt St. Maternus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maternuskirche|Koln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Kirche|Koln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Romanik in Köln]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jed</name></author>
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