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	<title>Alphonse Kahn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T09:29:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alphonse_Kahn&amp;diff=1655249&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Werner Röder; KIeinkram</title>
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		<updated>2025-07-28T19:10:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Werner Röder; KIeinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alphonse Kahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Mai]] [[1908]] in [[Hamburg]]; † [[30. Juli]] [[1985]] in [[Koblenz]]) war ein deutscher Jurist jüdischer Herkunft und [[Kommunistische Partei Deutschlands|kommunistischer]] [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]]. In Anwendung des [[Adenauer-Erlass]]es wurde er als Mitglied einer verfassungsfeindlichen Organisation ([[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]) im Mai 1951 als Richter entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Alfons Kahn (seinen Vornamen französisierte er im Exil) entstammte einer sozialdemokratisch orientierten deutsch-jüdischen Familie. Das [[Abitur]] machte er 1928 während seiner kaufmännischen Ausbildung an einer [[Abendschule]] und begann noch in demselben Jahr ein Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in [[Freiburg im Breisgau]], [[Berlin]], [[Paris]] und seiner Heimatstadt Hamburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Die Protokolle des Ministerrats von Rheinland-Pfalz |Hrsg=Kommission für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz |Ort=Mainz |Datum=2007 |ISBN=978-3775814065 |Seiten=562}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Beginn der 1930er Jahre wurde er Mitglied der „Freien Wissenschaftlichen Vereinigung“ und der [[Rote Hilfe Deutschlands|Roten Hilfe]], für die er als [[Rechtsberater]] tätig wurde. 1932 organisierte er sich in der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Februar 1933 entkam er der beginnenden Kommunistenverfolgung, indem er mit einer falschen Identität lebte. Ende Oktober 1933 floh er, als seine Verhaftung drohte und er gewarnt wurde, aus Deutschland. Mit der Hilfe von Jura-Professoren aus Frankreich flüchtete er über Belgien nach Paris, wo er als Kaufmann tätig war. Er arbeitete dort mit dem Gewerkschaftsbund [[Confédération générale du travail]] (CGT) zusammen. Dort und später in den Internierungslagern organisierte Kahn auch politische Theater- und Kabarettveranstaltungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Maegie Koreen |url=https://www.chanson-cafe.de/Chanson_Cafe_Europa/pdf/Manuskript%20Paris%20-%20Ein%20Chanson%20f%C3%BCr%20Edith.pdf |titel=Chanson-Café Europa - Chansonkonzerte gegen das Vergessen Jüdische Kleinkünstler und Kabarettstationen zwischen Heimat und Exil Berlin - Paris - Marseille - Paris 1930-1960. Manuskript zu: &amp;quot;Ein Chanson für Edith” Der Welterfolg des Norbert Glanzberg (1910 - 2001) |titelerg= |werk=chanson-cafe.de |hrsg= |datum=2009-07-11 |seiten= |format=PDF; 127 kB |sprache= |offline= |archiv-url= |archiv-datum= |zugriff=2021-06-21 |kommentar= |zitat=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1939 wurde er zunächst im Lager [[Le Vernet (Internierungslager)|Le Vernet]] interniert, später in [[Tombebouc]] und in anderen Lagern. Er entkam der Internierung und schloss sich der [[Résistance]] an. Er erhielt französische Personalpapiere und konnte damit als „Franzose“ bei den deutschen Besatzungsbehörden eine Anstellung als Buchhalter finden, die es ihm ermöglichte, der Résistance zu helfen. Er erhielt dort nicht nur militärisch relevante Informationen, sondern er hatte auch die Möglichkeit, zahlreichen Mitkämpfern der Résistance zu neuen Papieren und bezahlter Arbeit zu verhelfen. Daneben beteiligte er sich auch an Sabotageaktionen seiner Widerstandsgruppe. 1943 schloss er sich der &amp;#039;&amp;#039;[[Comité „Allemagne libre“ pour l&amp;#039;Ouest|Bewegung Freies Deutschland für den Westen]]&amp;#039;&amp;#039; an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ihm März 1944 die Enttarnung drohte, wurde er rechtzeitig gewarnt. Die Westleitung der KPD um [[Otto Niebergall]] organisierte für ihn die „Flucht“ nach Deutschland und in das besetzte Gebiet der Tschechoslowakei, wo er sich wieder der Widerstandsbewegung des [[Nationalkomitee Freies Deutschland|Nationalkomitees Freies Deutschland]] anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des NS-Regimes setzt Kahn seinen antifaschistischen und demokratischen Kampf unter den veränderten Bedingungen fort.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MahnmalKoblenz&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mahnmal-koblenz.de/index.php/2013-12-12-02-07-02/die-personentafeln/196-054-alphonse-kahn-jude-kommunist-emigrant-und-beamter-in-koblenz |titel=054. Alphonse Kahn (Jude, Kommunist, Emigrant und Beamter in Koblenz) |werk=mahnmal-koblenz.de |hrsg=Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz |archiv-url= |archiv-datum= |zugriff=2021-06-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde einer der Gründer der [[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes]] in der französischen Zone.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rainer Hudemann |Titel=Anfänge der Wiedergutmachung. Französische Besatzungszone 1945–1950 |Sammelwerk=Geschichte und Gesellschaft. Zeitschrift für historische Sozialwissenschaft |Nummer=13 |Datum=1987 |Seiten=205}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er trat erneut der KPD bei und wurde deren ernannter Vertreter im Unterausschuss der Gemischten Kommission für Verfassungsfragen im provisorischen Landesparlament. In seiner Partei wurde er in die Landesleitung Hessen-Pfalz, später in die Landesleitung Rheinland-Pfalz gewählt. Bei der Gründung der [[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten|VVN Pfalz]] am 1. Februar 1947 in Ludwigshafen hielt Kahn das Hauptreferat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus J. Becker |Titel=Die KPD in Rheinland-Pfalz 1946–1956. Diss. Univ. Mannheim 1999 |Verlag=v. Hase und Koehler |Ort=Mainz |Datum=2001 |ISBN=978-3-7758-1393-8 |Seiten=291}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wurde Kahn Verwaltungsrat in [[Ludwigshafen am Rhein]] und dort als Oberregierungsrat Leiter der &amp;#039;&amp;#039;Landesbetreuungsstelle für die Opfer des Faschismus&amp;#039;&amp;#039;. 1947 zog er nach Koblenz und wurde dort Referent in der Entschädigungsabteilung des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen und gleichzeitig Leiter des Landesamtes für Wiedergutmachung. 1949 wurde er zum Richter am Landesentschädigungsgericht Rheinland-Pfalz berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Adenauer-Erlass]] von 1950 wurde er als Mitglied einer verfassungsfeindlichen Organisation im Mai 1951 entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Boris Spernol |Titel=Die „Kommunistenklausel“. Wiedergutmachungspraxis als Instrument des Antikommunismus |Hrsg=Stefan Creuzberger, Dierk Hoffmann |Sammelwerk=„Geistige Gefahr“ und „Immunisierung der Gesellschaft“. Antikommunismus und politische Kultur in der frühen Bundesrepublik |Verlag=De Gruyter Oldenbourg |Ort=München |Datum=2014 |DOI=10.1524/9783486781045 |Seiten=203 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kahn war Präsidiumsmitglied der [[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes]], der [[Vereinigung demokratischer Juristen]] und stellvertretender Vorsitzender der &amp;#039;&amp;#039;Interessengemeinschaft ehemaliger deutscher Widerstandskämpfer der vom Faschismus okkupierten Länder&amp;#039;&amp;#039; (IEDW). Nach der Gründung der [[Deutsche Kommunistische Partei|Deutschen Kommunistischen Partei]] 1968 wurde er dort Mitglied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Handbuch der Wiedergutmachung in Deutschland |Hrsg=mit [[Marcel Frenkel]], [[Philipp Auerbach]], [[Leo Zuckermann]] |Verlag=Humanitas |Ort=Koblenz |Datum=1949}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=mit Walter H. Seiter |Titel=Hitlers Blutjustiz. Ein noch zu bewältigendes Kapitel deutscher Vergangenheit |TitelErg=Mit einer Einführung von [[Norman Paech]] und einem Nachwort von [[Heinz Düx]] |Hrsg=Vereinigung demokratischer Juristen, Interessengemeinschaft ehemaliger deutscher Widerstandskämpfer in den vom Faschismus okkupierten Ländern, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten |Verlag=Röderberg-Verlag |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1981 |ISBN=978-3876827339}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Alphonse Kahn |Titel=Das sind keine Menschen! Als junger Jurist im überparteilichen Untersuchungsausschuß |Hrsg=Helmut Heins, WN-Bund der Antifaschisten Hamburg |Sammelwerk=Bruno Tesch und Gefährten – Erinnerungen an den &amp;quot;Altonaer Blutsonntag&amp;quot; |Ort=Hamburg |Datum=1983 |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kahn, Alphonse&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 1980, S. 342f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1247844013}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.mahnmal-koblenz.de/index.php/2013-12-12-02-07-02/die-personentafeln/196-054-alphonse-kahn-jude-kommunist-emigrant-und-beamter-in-koblenz |titel=054. Alphonse Kahn (Jude, Kommunist, Emigrant und Beamter in Koblenz) |werk=mahnmal-koblenz.de |archiv-url= |archiv-datum= |zugriff=2021-06-21 |abruf-verborgen=ja}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1247844013|LCCN=n81088465|NDL=|VIAF=59663443}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Kahn, Alphonse}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Roten Hilfe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Résistancekämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bewegung Freies Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DKP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der VVN-BdA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Volksfront]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Hamburg-Rotherbaum ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kahn, Alphonse&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kahn, Alfons&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Mai 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Juli 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Koblenz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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