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	<title>Alpha-Comic Verlag - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alpha-Comic_Verlag&amp;diff=1842625&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Grundausstattung: lf</title>
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		<updated>2025-02-13T11:27:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alpha Comic Verlag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein zum &amp;#039;&amp;#039;Verlagshaus Sonneberg&amp;#039;&amp;#039; gehörender Verlag aus [[Nürnberg]] der von 1984 bis 2000 bestand und [[Comic]]s für Erwachsene herausbrachte. In ihm erschienen unter anderem [[U-Comix]], [[Schwermetall – Fantastische Comics für Erwachsene|Schwermetall]] und Comicbände bekannter Künstler wie [[Ralf König]], [[Édika]], [[André Franquin|Franquin]] und [[Frank Margerin|Margerin]]. Aufgrund mehrerer durch die [[Staatsanwalt]]schaft [[Meiningen]] angestrengter Verfahren, unter anderem gegen &amp;#039;&amp;#039;Das Kondom des Grauens&amp;#039;&amp;#039; von Ralf König, kam es zu einer breiten Solidarisierungbewegung in Comicszene und Musikerkreisen,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.plattenmeister.de/ger/bands/zensur.htm Zensur Sampler (CD)]&amp;lt;/ref&amp;gt; die jedoch, obwohl es zu keiner Verurteilung kam, aufgrund der Prozesskosten und dem durch Beschlagnahme und Prozessdauer entstandenen wirtschaftlichen Schaden den Konkurs nicht verhindern konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Verlages ==&lt;br /&gt;
Mit der Gründung des Verlages 1984 wurde die Konkursmasse des [[Volksverlag]]es übernommen. Die Heftreihe [[U-Comix]] wurde bis 1997, [[Schwermetall – Fantastische Comics für Erwachsene|Schwermetall]] bis 1999 weitergeführt, verschiedene ältere Hefte wurden in Sammelbänden ausverkauft. Ab 1986 startete man erfolgreiche Albenreihen für erwachsene Leser. Die umfangreichsten Reihen waren &amp;#039;&amp;#039;U-Comix präsentiert&amp;#039;&amp;#039; (89 Alben), &amp;#039;&amp;#039;Schwermetall präsentiert&amp;#039;&amp;#039; (84 Alben), &amp;#039;&amp;#039;U-Comix Klassiker&amp;#039;&amp;#039; (11 Alben) und &amp;#039;&amp;#039;Alpha-Comic präsentiert&amp;#039;&amp;#039; (10 Alben). In diesen wurden meist Einzelalben verschiedenster Comicautoren wie [[André Franquin|Franquin]], [[Jean Giraud|Moebius]], [[Édika]], [[Paul Gillon]] oder [[Paolo Eleuteri Serpieri]] ([[Druuna]]) zusammengefasst. Große Erfolge waren auch &amp;#039;&amp;#039;Rocky Luke&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Baston&amp;#039;&amp;#039;, Parodien auf [[Lucky Luke]] und [[Gaston (Comic)|Gaston]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.comicguide.de/publisher/Alpha-Comic-Verlag Alpha Comic Verlag] bei Comicguide.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Verlagsleiter [[Achim Schnurrer]] bezeichnete die zweite Hälfte der 1980er Jahre als „...die für U-COMICS erfolgreichsten Jahre“ und gründete parallel zu Alpha Die &amp;#039;&amp;#039;[[Edition Kunst der Comics]]&amp;#039;&amp;#039;, einen eigenständigen Verlag für anspruchsvolle oder erotische Comicliteratur von Künstlern wie [[Guido Sieber]] oder [[Lorenzo Mattotti]]. Im Jahr 1993 zogen beide Verlage nach [[Sonneberg]] in Thüringen um, was Schnurrer (wegen des in diesem neuen Bundesland verschärften Pressegesetzes) im Nachhinein als Fehler ansah.&amp;lt;ref&amp;gt;s.[http://www.comic-i.com/Korrekturen/U-COMIX.pdf Achim Schnurrer: &amp;#039;&amp;#039;Das war U-COMICS&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei, S.&amp;amp;nbsp;6f; abgerufen am 9. März 2017)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strafverfahren ===&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1995 durchsuchten mehrere Dutzend Polizisten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Meiningen den Alpha Comic Verlag „wegen des Verdachts auf Verbreitung gewaltverherrlichender, pornographischer und den Nationalsozialismus verherrlichender Schriften“ und beschlagnahmten über 150 unterschiedliche Comics, obwohl keiner der Comics durch die [[BPjS|Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften]] [[Liste der jugendgefährdenden Medien|indiziert]] worden war. In einer Folgeaktion durchsuchte die Polizei 1200 Buchhandlungen in ganz Deutschland. Bei dieser Aktion wurden neben den durch die Staatsanwaltschaft beanstandeten Comics des Alpha Verlags auch andere Werke wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Walter Moers]]’ [[Kleines Arschloch (Comic)|Kleines Arschloch]] oder der mit dem [[Pulitzer-Preis]] ausgezeichnete Comic [[Maus – Die Geschichte eines Überlebenden|Maus]] von [[Art Spiegelman]] beschlagnahmt, obwohl laut [[Durchsuchungsbeschluss]] nur geprüft werden sollte, ob indizierte Werke so aufgestellt seien, dass sie Kindern und Jugendlichen zugänglich wären.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8910575.html Spiegel: Gefahr im Verzug 1996]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Prozesseröffnung beim [[Landgericht Meiningen]] 1998 waren die von der Staatsanwaltschaft beanstandeten Werke von 150 auf 10 zusammengeschrumpft, der ursprüngliche Stein des Anstoßes, &amp;#039;&amp;#039;Das Kondom des Grauens&amp;#039;&amp;#039;, war nicht mehr darunter. Noch während des Verfahrens beantragte die Staatsanwaltschaft die Einstellung für drei weitere Werke. Zum Schluss blieb eine einzige Seite des Comics &amp;#039;&amp;#039;Alkovengeheimnisse&amp;#039;&amp;#039; von [[Ferocius]] als &amp;#039;&amp;#039;tatbestandsrelevant&amp;#039;&amp;#039; übrig. Das Buch wurde eingezogen, die drei Hauptverantwortlichen des Verlags wegen &amp;#039;&amp;#039;gemeinschaftlich begangener Verbreitung pornographischer Schriften&amp;#039;&amp;#039; zu je 2500 DM Strafe verurteilt. Aufgrund angeblicher Verfahrensfehler ging die Staatsanwaltschaft in [[Revision (Recht)|Revision]] vor den [[Bundesgerichtshof]]. Dieser verwies das Verfahren 1999 zurück an die Meininger Kammer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.lmz-bw.de/fileadmin/user_upload/Medienbildung_MCO/fileadmin/bibliothek/seim_comic-zensur/seim_comic-zensur.pdf |wayback=20141103195434 |text=Roland Seim „No Sex, please!“ - Comic und Zensur |archiv-bot= }} (PDF; 158&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; 2001 wurde das Verfahren gegen ein [[Geldbuße (Verwaltungsrecht)|Bußgeld]] von 15.000 DM [[Einstellung des Strafverfahrens (Deutschland)|eingestellt]], was die Verleger akzeptierten, da sie die „dritte Prozessrunde bereits an die Grenzen“ ihrer „psychischen und physischen Kraft geführt“ habe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.comic-zensiert.de/PTB-1.html | wayback=20040911121930 | text=Prozesstagebuch der Verleger}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Roland Seim]], Josef Spiegel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Ab 18“ – zensiert, diskutiert, unterschlagen. Beispiele aus der Kulturgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. „Der dritte Grad“. Ein Katalogbuch.&amp;#039;&amp;#039; 6. Nachdruck zur 3. verbesserten überarbeiteten und aktualisierten Auflage. Telos Verlag, Münster 2002, ISBN 3-933060-01-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://hinternet.de/blog/1998/01/wir-werden-seit-zwei-jahren-massiv-verfolgt/ Interview aus den 90ern zum damals laufenden Prozess]&lt;br /&gt;
* [http://www.comic-i.com/aaa-icom/docs/aktuelles_2001_prozess.html Information zum Prozess 2001]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.comic-zensiert.de/ | wayback=20040903050023 | text=Comic-Zensiert}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1065710631|VIAF=311377961}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Alphacomic Verlag}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Comicverlag (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zensur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Nürnberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verlag (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 2000]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grundausstattung</name></author>
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