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	<title>Alpenvorland - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alpenvorland&amp;diff=82290&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Änderungen von ~2026-32550-2 (Diskussion) auf die letzte Version von Kuhni74 zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-01-15T17:40:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-32550-2&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-32550-2&quot;&gt;~2026-32550-2&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-32550-2&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-32550-2 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Kuhni74&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Kuhni74 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kuhni74&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit Landschaftsräumen, für die [[Operationszone Alpenvorland]] siehe dort.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Alpenvorland.jpg|mini|Abgrenzung des Alpenvorlandes in Süddeutschland]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Austria satellite Grosslandschaften markerstyle.png|mini|Das österreichische Alpenvorland, geteilt durch [[Karpatenvorland]] und [[Wiener Becken]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alpenvorland012.JPG|mini|Alpenvorland bei Kempten im Allgäu]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alpenvorland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man das [[Hochland (Landschaft)|Hochland]] rund um die [[Alpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gliederung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nördliches Alpenvorland&amp;#039;&amp;#039;: nördliche Schweiz und Gebiete [[Deutschland]]s zwischen [[Donau]] (bzw. [[Schwäbische Alb]], [[Fränkische Alb]], [[Bayerischer Wald]]) und [[Nordalpen]]&lt;br /&gt;
** Schweizer [[Mittelland (Schweiz)|Mittelland]], zwischen [[Jura (Gebirge)|Jura]] und Alpen vom [[Genfersee]] bis zum [[Bodensee]]&lt;br /&gt;
** [[Naturräumliche Großregionen Deutschlands#Alpenvorland|Deutscher Naturraum &amp;#039;&amp;#039;Alpenvorland&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
*** Naturraum Haupteinheitengruppe (D64) &amp;#039;&amp;#039;[[Donau-Iller-Lech-Platte]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
*** Naturraum Haupteinheitengruppe (D65) &amp;#039;&amp;#039;[[Unterbayerisches Hügelland]] und [[Isar-Inn-Schotterplatten]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
*** Naturraum Haupteinheitengruppe (D66) &amp;#039;&amp;#039;[[Bayerisches Alpenvorland]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Österreich]]isches Alpenvorland&amp;#039;&amp;#039;: hpts. [[Molassezone]] in Ober- und Niederösterreich&lt;br /&gt;
*** Salzburger Alpenvorland im nördlichen [[Flachgau]] bis zum [[Innviertel]]&lt;br /&gt;
*** [[Oberösterreichischer Zentralraum|Oberösterreichisches]] Alpenvorland&lt;br /&gt;
*** [[Niederösterreichisches Alpenvorland]]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Östliches und südöstliches Alpenvorland&amp;#039;&amp;#039; zwischen dem [[Alpenostrand]] und dem [[Pannonisches Becken|pannonischen Becken]] (hpts. [[Marchfeld]], [[Wiener Becken]], [[Steiermark]] und östliches [[Pannonien]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Frankreich|Französisches]] Alpenvorland&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** In der Region [[Auvergne-Rhône-Alpes]] in etwa die Gebiete, welche durch die [[Westalpen]], den [[Jura (Gebirge)|Französischen Jura]], die Region [[Beaujolais]] sowie die nördlichen Ausläufer des [[Zentralmassiv]]es begrenzt sind, einschließlich [[Rhone]]- und [[Saône]]-Tal, die nördliche [[Dauphiné]] sowie die südliche [[Bresse]] (&amp;#039;&amp;#039;Bresse savoyarde&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
** In der Region [[Provence-Alpes-Côte d’Azur]] alle Gebiete zwischen dem [[Mittelmeer]] im Süden, den [[Westalpen]] im Osten sowie dem [[Zentralmassiv]] im Osten&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Südliches Alpenvorland&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Italienisches Alpenvorland&amp;#039;&amp;#039;, zwischen Alpen und der [[Poebene]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsklärung, Geologie ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Alpenvorland&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Geomorphologie]] die Regionen rund um die Alpen, in denen die Grundgebirge (Granit, Gneis) sowie die Gesteine aus der Jura und Triaszeit an der Oberfläche großflächig von [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimenten]] aus dem [[Tertiär (Geologie)|Tertiär]] und [[Quartär (Geologie)|Quartär]] abgelöst werden oder überdeckt sind, welche später im südlichen Teil wiederum von eiszeitlichen Veränderungen überprägt wurden. Dagegen steht auch &amp;#039;&amp;#039;[[Voralpenland]]&amp;#039;&amp;#039; in regionalgeographischem Zusammenhang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nördliches Alpenvorland ===&lt;br /&gt;
* Vor etwa 150 Millionen Jahren (Grenze Jura-Kreide) bildeten sich langsam die Vorläufer der Alpen heraus, da die afrikanische Kontinentalplatte nach dem Auseinanderbrechen von [[Pangaea|Pangäa]] begann, sich auf die europäische Kontinentalplatte zuzubewegen. Der Ozean zwischen den Kontinentalplatten (ein Ausläufer der Thetys) wurde dabei durch Subduktion zu großen Teilen unter die afrikanische Kontinentalplatte gedrängt. Beim Aufeinanderprallen der afrikanischen und europäischen Kontinentalplatte begann sich die afrikanische Platte auf die europäische aufzuschieben. Durch den enormen Druck kam es zu Faltungen der Gesteinsschichten, die wir heute Alpen nennen. Der Großteil der alpidischen Gebirgsbildung fand vor etwa 50 – 2,6 Millionen Jahren statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rothe, Peter. |Titel=Erdgeschichte : Spurensuche im Gestein |Auflage=2., aktualisierte und erw. Aufl. |Verlag=WBG |Ort=Darmstadt |Datum=2009 |ISBN=3-534-22257-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der durch die Aufschiebung gebildete Trog ([[Molassebecken]]) bildet heute das Gebiet des &amp;#039;&amp;#039;Nördlichen Alpenvorlandes.&amp;#039;&amp;#039; Mit der Bildung der Alpen begann auch zeitgleich deren [[Erosion (Geologie)|Erosion]] durch Wind und Wasser (Gesteinskreislauf). Durch die Erosion wurden der [[Tertiär (Geologie)|Tertiärzeit]] (ca. 66–2,5 Mio. Jahre vor heute) bis zu 5000 Meter mächtige Sedimente aus [[Silt|Schluff]] und [[Tonmineral|Ton]] („[[Tegel (Gestein)|Tegel]]“, „[[Schlier (Gestein)|Schlier]]“), Sand und Geröll in dem Molassebecken abgelagert. Der Trog wurde so gewissermaßen durch die Erosion der Alpen aufgefüllt. Durch wechselnde Phasen der Überflutung und Verlandung unterlag die damalige Landschaft einem großen Wandel. Da die Region in der Tertiärzeit noch näher am Äquator lag, bildeten sich in den verlandeten Teilen des Beckens etwa vor 30 Millionen Jahren immer wieder tropische und subtropische Wälder aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Meyer, Rolf K. F., Schmidt-Kaler, Hermann. |Titel=Wanderungen in die Erdgeschichte. (8), Auf den Spuren der Eiszeit südlich von München : östlicher Teil |Verlag=Pfeil |Ort=München |Datum=1997 |ISBN=3-931516-09-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Durch die spätere Überlagerung dieser üppigen Vegetation mit Meereswasser und abgetragenen Sedimenten sowie durch die weitergehende Überschiebung der afrikanischen Kontinentalplatte über die europäische wurde ein hoher Druck auf die Pflanzenreste ausgeübt, welcher schließlich zu deren Verkohlung führte. Aus dieser Zeit stammen demnach die Vorkommen an Pechkohle, die im 19. und 20. Jahrhundert in Peißenberg und Penzberg abgebaut wurden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Map of Alpine Glaciations.png|mini|Ausdehnung der Mindel- und Riß-Vereisung (blau) im Vergleich zur Eisausdehnung der Würmkaltzeit]][[Datei:Osterseen and Isar-Vorlandgletscher Map.jpg|mini|Maximale Ausdehnung des Isar-Loisach-Gletschers in der Würm-Kaltzeit mit Moränenstrukturen (rot) und Gletscherseen (blaugrün). Gezeigt sind jeweils die maximalen Ausdehnungen und keine Momentaufnahme. August Rothpletz, 1917]]&lt;br /&gt;
* Während in einem Streifen, der etwa von Dachau bis Ingolstadt reicht, die im Tertiär abgelagerten Molassegesteine auch heute noch den direkten Untergrund bilden verdankt der südlichere Teil des nördlichen Alpenvorlands seine heutige Gestalt insbesondere den [[Eiszeitalter|Eiszeiten]], die vor etwa 2,6 Millionen Jahren einsetzten und den Beginn des Quartär markieren. In den Eiszeiten bahnten sich wiederholt Gletscher aus den Zentralalpen (beispielsweise dem Ötztal) ihren Weg durch die nördlichen und südlichen Teile der Alpen bis weit ins Alpenvorland hinein. Dabei hobelten sie die durch Flüsse vorgeformten Täler zu breiten Trogtälern aus ([[Inntal]], Isartal, Loisachtal, Ammertal, Lechtal). Auch in den Gebirgsbereichen, die nicht durch Flüsse vorgeformt waren, hinterließen sie deutliche Spuren, so etwa zwischen [[Jochberg (Berg)|Jochberg]] und [[Herzogstand]] von wo aus die Hauptzunge des [[Isar-Loisach-Gletscher]]s in das Alpenvorland stieß.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Meyer, Rolf K. F., Schmidt-Kaler, Hermann. |Titel=Wanderungen in die Erdgeschichte. (8), Auf den Spuren der Eiszeit südlich von München : östlicher Teil |Verlag=Pfeil |Ort=München |Datum=1997 |ISBN=3-931516-09-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Je nach Festigkeit und Widerstandsfähigkeit wurde der Untergrund des Alpenvorlands unterschiedlich tief von den Gletschern ausgeschürft. Diese Ausschürfungen lassen sich auch heute noch anhand von topografischen Karten und Reliefkarten sehr gut nachvollziehen und zeigen die Vorstöße der (insbesondere in der [[Würm-Kaltzeit]]) vorgestoßenen Gletscherzungen an. Die so ausgeschürften Becken des Alpenvorlandes werden seitdem durch die in sie mündenden, Abtragungsschutt aus den Alpen transportierenden Flüsse sowohl mit Wasser als auch mit Schutt aufgefüllt. Die noch nicht verlandeten Gebiete bilden dabei einige Seen des Alpenvorlandes ([[Ammersee]], [[Starnberger See]], [[Staffelsee]], [[Chiemsee]], [[Wörthsee]], [[Tegernsee]], [[Pilsensee]]), während die relativ frisch mit [[Seeton]] aufgefüllten (und dadurch weitgehend wasserstauenden) Gebiete die Moorlandschaften des Alpenvorlandes bilden (u.&amp;amp;nbsp;a. das [[Murnauer Moos]] und Weilheimer Moos). Da der Starnberger See kaum Zuflüsse besitzt verlandet er sehr langsam und ist deshalb mit 128&amp;amp;nbsp;m deutlich tiefer als die anderen Seen des Alpenvorlandes. Toteisseen wie die [[Osterseen]] bei Iffeldorf entstanden dagegen nicht primär durch Ausschürfung, sondern durch große Eisblöcke, die beim Abschmelzen von der Hauptzunge des Gletschers abgetrennt wurden und heute teilweise vom Grundwasser gespeist werden. Während die eiszeitlichen Gletscher also Teile des Vorlandes zu Seengebieten ausschürften bildeten sich an den Rändern der Gletscher sogenannte [[Moräne]]nwälle. Diese entstehen dadurch, dass der Gletscher das abgetragene Gesteins- und Erdmaterial vor sich herschiebt ([[Endmoräne]]) und an den Seiten ablagert ([[Seitenmoräne]]). Halten sich der Nachschub an Gletscher und das Abschmelzen die Waage häufen sich an den Gletscherrändern durch Wind und Schmelzwassersand mächtiger werdende Schuttberge an. Auch unterhalb des Gletschers können durch im Gletscher verlaufende Bäche und Hohlräume sog. [[Grundmoräne]]n abgelagert werden. Die End-, Seiten- und Grundmoränen der Gletscher sind der Ursache für einen Großteil der Hügel im Alpenvorland. Je nach Bedingungen bilden sich auch besondere Moränenformationen heraus, so etwa im [[Eberfinger Drumlinfeld]], wo die tropfenförmigen länglichen Hügel die Hauptstoßrichtung der Gletscherzungen anzeigen.&lt;br /&gt;
* Die größte Ausdehnung erreichten die Gletscher vor etwa 460.000–400.000 Jahren ([[Mindel-Kaltzeit]]) und vor 150.000 Jahren ([[Riß-Kaltzeit]]). Die Gletscherzungen reichten damals bis fast nach München. Für die heutige Gestalt der Landschaft des nördlichen Alpenvorlands sind aber besonders die Gletschervorstöße der letzten Kaltzeit verantwortlich, die etwa von 115.000 – 15.000 Jahren vor heute andauerte (Würm-Kaltzeit). Auf jede Kaltzeit folgt eine Warmzeit, in welcher die Gletscher sich wieder zurückziehen. Beim Abschmelzen der einige hundert Meter mächtigen Gletscher wurden große Mengen an Schmelzwasser und vom Gletscher mitgeführter Schotter freigesetzt, die dann – meist den Flussverläufen folgend – in Richtung Norden abflossen. Die Schottermassen lagerten sich entsprechend nördlich der Gletschergebiete ab und schufen so die ausgedehnte Münchener Schotterebene, die nach Norden hin an die Molasseschichten aus dem Tertiär angrenzt. Die Flüsse gruben sich im Laufe der Jahrtausende immer tiefer in die Schotterschichten und sogar in die Molasseschichten ein und schufen so charakteristische [[Flussterrasse|Terrassen]], wie sie etwa bei [[Apfeldorf]] nachzuvollziehen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhold Lehmann, Kathrin Schön |Hrsg= |Titel=GeoWandern Münchner Umland – Alpenvorland und Alpen zwischen Lech und Inn |Verlag=Bergverlag Rother |Ort=Oberhaching |Datum=2017 |ISBN=978-3-7633-3156-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nördlich der Molasseschichten bilden mit der Schwäbischen und Fränkischen Alb im Wesentlichen die nicht in den Molassetrog einbezogenen Gesteinsschichten aus der Jura und Kreidezeit den Untergrund.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Meyer, Rolf K. F., Schmidt-Kaler, Hermann. |Titel=Wanderungen in die Erdgeschichte. (8), Auf den Spuren der Eiszeit südlich von München : östlicher Teil |Verlag=Pfeil |Ort=München |Datum=1997 |ISBN=3-931516-09-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In den Warmzeiten konnten Pflanzen und Tiere die vom Gletscher freigegebenen Lebensräume besiedeln. Durch die großen Unterschiede der Böden ([[Moor]]e, [[Auwald|Auen]], kalkarme/kalkreiche Böden etc.) gibt es im nördlichen Alpenvorland eine außergewöhnliche Vielfalt an verschiedenen – auch seltenen – Pflanzen- und Tierarten. Diese hatten wiederum Einfluss auf die Geologie und trugen beispielsweise durch das beim Stoffwechsel anfallende Kohlendioxid zur Bildung der charakteristischen [[Kalktuff]]e bei, welche für die kulturelle Entwicklung der Region von Bedeutung sind.&lt;br /&gt;
* An Bodenschätzen findet man Braunkohle, Erdöl und Erdgas. Der Südrand ist im Gegensatz zur [[Vorlandmolasse]] von den Deckenüberschiebungen der Alpen stark überprägt ([[Subalpine Molasse]]). Dabei wurde der bereits vorher abgelagerte Molasseschutt durch spätere Überschiebungen aufgefaltet und verfestigt. Diese Überschiebungen hatten die Bildung von Hügeln und kleineren Bergen zur Folge, die durch ihre Festigkeit von den später vordringenden Gletschern nicht abgetragen werden konnten. Unter ihnen sind der Peißenberg, Berg bei Huglfing, der Auerberg bei Bernbeuren, der Tischberg, Taubenberg und Irschenberg zu nennen.&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;östliche und südöstliche&amp;#039;&amp;#039;, das &amp;#039;&amp;#039;italienische&amp;#039;&amp;#039; wie auch das &amp;#039;&amp;#039;französische Alpenvorland&amp;#039;&amp;#039; sind stark überprägte Ränder des alpinen Deckensystems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Geschichte|Historisch]] betrachtet ist das Alpenvorland eine Region von besonderem Interesse, da an den Austritten von Flüssen aus den Alpen wegen der günstigen Lage an Transportwegen (Flusstäler), guten ebenen Böden und leicht verteidigbarem Randgebirge Städte gegründet wurden und sich gut entwickeln konnten, Beispiele sind [[Salzburg]], [[Graz]], [[Gorizia|Görz]], [[Verona]] und [[Mailand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Morphologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Seen- und Moränenland !! Schotterebenen !!  Tertiärhügelland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot;|Entstehung:&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Vereisungsgebiete&amp;#039;&amp;#039;, die das Gebirgsland girlandenförmig umgeben:&lt;br /&gt;
:Eismassen aus den Alpen ([[Rißkaltzeit|Riß-]] und [[Würmkaltzeit]]) breiteten sich Richtung Norden aus und ebneten Land vor den Alpen ein&lt;br /&gt;
:am Alpenrand: Ausschürfungen der Eiszungen (&amp;#039;&amp;#039;[[Zungenbecken]]&amp;#039;&amp;#039;), heute mit Wasser gefüllt (&amp;#039;&amp;#039;[[Gletscherrandsee]]n&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Abschmelzen der Eismassen in den [[Zwischeneiszeit]]en:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Geschiebe]] (Steine, Schotter und anderes mitgeführtes Material) abgelagert durch geringe Transportkräfte der Flüsse&lt;br /&gt;
* durch [[Sohlental|Sohlentäler]] in lange Platten geschnitten&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Anhebung grober und feiner verfestigter Sedimente&amp;#039;&amp;#039; im Tertiär&lt;br /&gt;
:keine Vereisung; Angewehtes feines Gesteinsmaterial aus den Schotterebenen (&amp;#039;&amp;#039;Lössablagerungen&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot;|[[Relief (Geologie)|Relief]]:&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* [[Kryoplanation|Einebnungen]]:&lt;br /&gt;
** grob flächig im [[Zungenbecken]]&lt;br /&gt;
** [[Kuppe|kuppige]] [[Grundmoräne]], Becken durch [[Randmoräne]]n getrennt (diese Überprägung auch inneralpin)&lt;br /&gt;
* bewaldete [[Endmoräne]]&lt;br /&gt;
* ver[[moor]]te &amp;amp; [[Verlandung|verlandete]] Seen&lt;br /&gt;
* [[Drumlinschwarm|Drumlinschwärme]] (kleine Hügel)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* ebene Fläche in Richtung Alpen abflachend&lt;br /&gt;
* [[Schotterterrasse]]n entlang aller Flüsse&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* flachwellig oder hügelig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot;|[[Boden (Bodenkunde)|Boden]]:&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* [[Parabraunerde]]&lt;br /&gt;
* [[Schotter]]&lt;br /&gt;
* Vermoorung (&amp;#039;&amp;#039;[[Moor|Moos]]/Ried&amp;#039;&amp;#039;, [[Hochmoor|Hochmoore]])&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* [[Kies]]&lt;br /&gt;
* [[Sand]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* [[Löss]]&lt;br /&gt;
* Parabraunerde&lt;br /&gt;
* Schotter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot;|Nutzung:&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* Erholungsgebiet ([[Tourismus]])&lt;br /&gt;
* [[Holz]]industrie (Möbel/Papier)&lt;br /&gt;
* [[Viehzucht]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* [[Ackerbau]]&lt;br /&gt;
* [[Heide (Landschaft)|Heideland]]&lt;br /&gt;
* Kiesabbau ([[Kieswerk]]e)&lt;br /&gt;
* [[Trinkwasser]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
* [[Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
* Ackerbau&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung ==&lt;br /&gt;
=== Nördliches Alpenvorland ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wallersee 2.JPG|mini|Salzburger Alpenvorland: [[Wallersee]] im Salzburger [[Flachgau]]]]&lt;br /&gt;
Von den Ausdehnungen her am bedeutendsten ist das nördliche Alpenvorland, das sich in einem weiten, zum Osten hin schmäler werdenden Bogen vom südlichen Schwarzwald über Württemberg und Bayern bis nach Österreich zieht. In den Endmoränenlandschaften im südlichen Teil des nördlichen Alpenvorlandes gibt es viele Seen, die teilweise ins Gebirge hineinragen ([[Bodensee]], [[Tegernsee]], [[Starnberger See]], [[Chiemsee]], [[Attersee]], [[Mondsee (See)|Mondsee]], [[Traunsee]] etc.). Das nördliche Alpenvorland ist von teils ebenen, teils hügeligen Wiesenlandschaften und Waldgebieten geprägt. Die südliche Grenze bilden die alpinen und voralpinen Erhebungen; wobei zu beachten ist, dass einige größere Erhebungen weit nach Norden in den flacheren Raum vorgelagert sind, etwa der [[Auerberg (Allgäu)]] der [[Hoher Peißenberg|Hohe Peißenberg]] und der [[Taubenberg]] in Bayern sowie der [[Haunsberg]] im Salzburger Flachgau, der jedoch geologisch bereits zur [[Flyschzone]] und damit zu den Voralpen zu rechnen wäre. Im Nordwesten wird die Landschaft durch die [[Schwäbische Alb]], im weiteren Verlauf durch die [[Donau]] begrenzt, die das Alpenvorland von den nördlich gelegenen Höhenzügen Frankens sowie Ostbayerns und Österreichs (u.&amp;amp;nbsp;a. dem [[Böhmische Masse|Granit-und-Gneis-Hochland]]) trennt. Im Osten endet das nunmehr zum schmalen Streifen gewordene nördliche Alpenvorland vor den Toren des [[Tullnerfeld]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Länder und Regionen haben Anteil am nördlichen Alpenvorland: [[Baden-Württemberg]] ([[Oberschwaben]], [[Bodensee]]), [[Bayern]] ([[Schwaben]], [[Allgäu]], [[Oberbayern|Ober-]] und [[Niederbayern]] südlich der Donau), [[Land Salzburg|Salzburg]] ([[Flachgau]]), [[Oberösterreich]] (Zentralland, [[Innviertel|Inn-]], [[Traunviertel|Traun-]] und [[Hausruckviertel]]), [[Niederösterreich]] (vor allem das [[Mostviertel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Landschaften der nördlichen [[Schweiz]] zwischen Alpen und [[Jura (Gebirge)|Jura]] —das [[Mittelland (Schweiz)|Mittelland]]— können dieser Region zugerechnet werden, obwohl sie dort nicht als „Alpenvorland“ bezeichnet werden. Die höheren Gebiete im Norden zwischen Mittelland und Alpen resp. im Süden zwischen Alpen und [[Poebene]] werden in der Schweiz als [[Voralpen]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Französisches Alpenvorland ===&lt;br /&gt;
Das Alpenvorland [[Frankreich]]s liegt in den beiden Regionen [[Auvergne-Rhône-Alpes]] und [[Provence-Alpes-Côte d’Azur]]. Es beginnt an der [[Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz|Schweizer Grenze]] bei [[Genf]] als Fortsetzung des Schweizer Mittellandes und erstreckt sich entlang des [[Französisches Rhonetal|Rhonetals]] zwischen den [[Savoyer Alpen]] und dem [[Französischer Jura|französischen Jura]] bis zur Metropolregion von [[Lyon]]. Hier können streng genommen auch schon die nördlich davon gelegene &amp;#039;&amp;#039;[[Bresse]] savoyarde&amp;#039;&amp;#039; sowie die Gebiete um den südlichen Lauf der [[Saône]] dazu gezählt werden, woran im Osten die Region [[Beaujolais]] grenzt. In diesem Teil weist das französische Alpenvorland ziemlich genau die gleichen landschaftlichen Prägungen auf wie das im vorigen Absatz beschriebene nördliche Alpenvorland.&lt;br /&gt;
Südlich von Lyon zählen in etwa die Gebiete zwischen den [[Französische Kalkalpen|Französischen Kalkalpen]] im Osten und dem [[Massif Central]] im Westen zum französischen Alpenvorland, einschließlich der nördlichen [[Dauphiné]], den Voralpenzügen [[Vercors]] und [[Chartreuse (Gebirge)|Chartreuse]], den [[Côtes du Rhône]], den [[Provenzalische Voralpen]] und dem [[Massif des Maures]], das geologisch nicht mehr zu den Alpen gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alpenvorland im Osten und Südosten ===&lt;br /&gt;
Am Ostrand der Alpen, ab dem [[Leithagebirge]], umfasst das Alpenvorland den Rand der [[Kleine Puszta|Kleinen Puszta]] sowie die Hügelländer des südlichen [[Burgenland]]es und der unteren [[Steiermark]], sowie das [[Oststeirisches Hügelland|oststeirische Hügelland]] beiderseits der Grenze, um am [[Krain]]er [[Karst (Südeuropa)|Karst]] zu enden. Dort finden sich Reste vulkanischer Erscheinungen mit vielen Thermalbädern, die touristisch genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Südliches Alpenvorland ===&lt;br /&gt;
Das südliche Alpenvorland liegt fast vollständig in [[Italien]], der Ostrand erstreckt sich nach [[Slowenien]]. Es umfasst als Regionen die [[Kuppe]]nzüge am Rande der [[Südliche Kalkalpen|Südlichen Kalkalpen]] bzw. der [[Poebene]] und deren Verlängerung im Osten an den Unterläufen von [[Etsch]], [[Brenta (Fluss)|Brenta]], [[Piave]], [[Tagliamento]] und [[Isonzo]] sowie die Hügellandschaften der [[Lombardei]] und des [[Piemont]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Alpenvorland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4001335-2|VIAF=244056973}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Alpen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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