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	<title>Alpensteinbock - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alpensteinbock&amp;diff=18636&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Morgenröte am 16. April 2026 um 07:12 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Alpensteinbock&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Capra ibex&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|Linnaeus]], 1758&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Ziegen&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Capra&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Ziegenartige&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Caprini&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Antilopinae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Hornträger&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Bovidae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Stirnwaffenträger&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Pecora&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = 003 Wild Alpine Ibex Sunset Creux du Van Mont Racine Photo by Giles Laurent.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Alpensteinbock (&amp;#039;&amp;#039;Capra ibex&amp;#039;&amp;#039;), männliches Tier&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alpensteinbock&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Capra ibex&amp;#039;&amp;#039;) ist eine in den [[Alpen]] wieder verbreitete Art von [[Steinbock|Steinböcken]]  aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Ziegen]]. Ein weiblicher Steinbock wird &amp;#039;&amp;#039;Steingeiß&amp;#039;&amp;#039; genannt und ist nicht so groß wie ein männlicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:094 Wild female Alpine Ibex at Creux du Van Photo by Giles Laurent.jpg|alternativtext=Weiblicher Alpensteinbock in Creux du Van, Schweiz|mini|Weiblicher Alpensteinbock in Creux du Van, Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinbock 2006 08 2.jpg|alternativtext=Alpensteinbock, männliches Tier|mini|Alpensteinbock, männliches Tier]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Steingeiss Junge.JPG|mini|Alpensteinbock, weibliche Tiere mit Jungem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Alpensteinbock hat im Durchschnitt eine [[Kopf-Rumpf-Länge]] von 150&amp;amp;nbsp;cm und eine [[Widerrist|Schulterhöhe]] von 90&amp;amp;nbsp;cm. Geißen sind etwa 40&amp;amp;nbsp;kg schwer, wohingegen Böcke über 100&amp;amp;nbsp;kg wiegen können. Der Bock verfügt über ein imposantes, gebogenes Gehörn (bis zu 1&amp;amp;nbsp;m Länge), während die Geiß nur kurze, kaum gebogene Hörner hat. Die Böcke besitzen einen Ziegenbart. Böcke haben im Sommer ein dunkelbraunes Fell; das Fell der Weibchen ist mehr rötlich oder goldbraun. Im Winter wird das Fell beider Geschlechter gräulich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2012 wurden am [[Rotmoosferner]] im hinteren [[Ötztal]], [[Österreich]], Reste eines Alpensteinbocks ausgegraben und untersucht. Sie wurden als mindestens 3.300 Jahre alt bestimmt und belegen, dass die Exemplare damals etwas größer ausgebildet waren. Der 40&amp;amp;nbsp;cm lange Teil eines Horns wurde erstmals 2014 im [[Archäologiemuseum Bozen]] ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://tirol.orf.at/news/stories/2632967/ &amp;#039;&amp;#039;Gletscherfund: Steinbockreste aus Bronzezeit.&amp;#039;&amp;#039;] ORF.at vom 25. Februar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensraum ==&lt;br /&gt;
In den Alpen lebt der Steinbock auf der Höhe zwischen der [[Waldgrenze|Wald-]] und [[Eisgrenze]]. Dabei steigt er bis in Höhen von 3500&amp;amp;nbsp;m auf. Im Winter bleibt er allerdings in tieferen Lagen als im Sommer, und auch im Sommer steigt er zum Fressen oft auf alpine Wiesen ab, während er zum Übernachten die großen Höhen aufsucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Eine Steinbockherde setzt sich aus zehn bis zwanzig Weibchen und Jungtieren zusammen. Daneben gibt es die weniger stabilen Junggesellenherden noch nicht ganz ausgewachsener Böcke sowie einzeln lebende alte Böcke. Zur Fortpflanzungszeit in den Monaten Dezember/Januar suchen die Böcke die Weibchen auf und versuchen, Kontrolle über die Herde zu erlangen. Zwischen konkurrierenden Böcken kommt es dabei zu Kämpfen. Ein Bock muss mindestens sechs Jahre alt sein, um eine Chance zu haben, diese Kämpfe zu überstehen und einen Harem zu gewinnen. Über den Winter bleibt der Bock bei der Herde und verlässt sie im Frühling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Tragzeit von fünf bis sechs Monaten kommt im Zeitraum Mai bis Ende Juni ein Jungtier (Kitz), selten auch zwei, zur Welt. Das Junge kann vom ersten Tag an laufen und wird ein Jahr lang vom Muttertier gesäugt. Danach fressen Steinböcke unter anderem Gräser und Kräuter. Die Lebensdauer eines Steinbocks kann über zwanzig Jahre betragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiedereinbürgerung des Steinwildes in den Alpen hat in einigen Regionen gezeigt, dass Steinwild einen großen Einfluss auf die sie umgebende Landschaft hat. Aufgrund der in den 1920er Jahren wieder eingebürgerten Steinböcke nahm im Bereich des [[Schafberg (Pontresina)|Schafbergs]] und des [[Piz Albris]] bei [[Pontresina]] im [[Oberengadin]] die Hangabtragung zu. Verantwortlich dafür waren [[Vertritt|Vertritt-Schäden]] des Steinwildes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitungsgebiet ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Europe topography prehist-map alpine-ibex.png|mini|Verbreitungsgebiet des Alpensteinbocks im Eiszeitalter (hellgrau), im [[Holozän]] (dunkelgrau) und heute (rot)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:CHE Graubünden COA.svg|hochkant|mini|Wappen des Kantons [[Graubünden]]]]&lt;br /&gt;
Während des [[Pleistozän|Eiszeitalters]] war der Alpensteinbock weit über die Gebirge Mittel- und Osteuropas verbreitet. Im Südosten erreichte er Bulgarien und Griechenland&amp;lt;ref&amp;gt;D. Georgiev, S. Stoycheva: &amp;#039;&amp;#039;Ново късно-плейстоценско находище на алпийски козирог (Capra ibex L.) (Mammalia: Bovidae) в България.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ZooNotes.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, 2010, S. 1–4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geskos&amp;quot;&amp;gt;A. Geskos: &amp;#039;&amp;#039;Past and present distribution of the genus Capra in Greece.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Theriologica.&amp;#039;&amp;#039; Band 58, 2013, S. 1–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;, im Norden die Schwäbische Alb.&amp;lt;ref&amp;gt;Martina M. Barth, Nocholas J. Conard, Susanne C. Münzel: &amp;#039;&amp;#039;Palaeolithic subsistence and organic technology in the Swabian Jura.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;BAR International Series.&amp;#039;&amp;#039; Band 2040, 2009; S. 5–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Paläolithikum]] und bis in die [[Jungsteinzeit]] waren Steinböcke in manchen bergigen Regionen über Jahrtausende [[Jagd|Hauptjagdwild]] des [[Mensch]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Ivana Fiore, Antonio Tagliacozzo, Pier Francesco Cassoli: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|text=Ibex exploitation at Dalmeri rockshelter (TN) and &amp;quot;specialized hunting&amp;quot; in the sites of the Eastern Alps during the Tardiglacial and the early Holocene. |url=http://laboratoriobagolini.mpasol.it/biblio/uploadedfiles/FioreI,%20TagliacozzoA,%20CassoliPF_PA34_Ibex%20exploitation%20at%20Dalmeri%20rockshelter%20and%20specialized%20hunting%20in%20the%20sites%20of.pdf |wayback=20140708225821}}&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Preistoria Alpina&amp;#039;&amp;#039; 1998, Band 34, S. 173–183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Edward Beaver: &amp;#039;&amp;#039;[http://arizona.openrepository.com/arizona/bitstream/10150/194175/1/azu_etd_2021_sip1_m.pdf Paleolithic Ungulate hunting: simulation and mathematical modelling for archaeological interference and explanation.]&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, University of Arizona, 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch im frühen Holozän, bis vor etwa 8.000 Jahren, kam die Art in den Bergen Griechenlands vor. Bejagung scheint hier zum Verschwinden der Art ab etwa 5.600 v.&amp;amp;nbsp;Chr. geführt zu haben. Daher erwägt man, die Tiere wieder dort anzusiedeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geskos&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Steinbock wurde in der früheren Zeit stark mystifiziert, was dazu führte, dass fast alles Verwertbare des Steinbocks, vom Blut über die Haare bis hin zu den [[Exkrement]]en, als [[Medizin]] gegen verschiedene Krankheiten eingesetzt wurde. Dies führte fast zum [[Aussterben]] der Art in Europa. Mitte des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts war der Alpensteinbock auf dem Territorium des [[Gotteshausbund]]es, dessen Wappentier er war, ausgerottet,&amp;lt;ref&amp;gt;Jon Mathieu (1987), &amp;#039;&amp;#039;Bauern und Bären&amp;#039;&amp;#039;. Octopus, Chur.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Anfang des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts war der Steinbock im gesamten Alpenraum bis auf etwa 100 Tiere im italienischen [[Gran Paradiso]] ausgerottet. Der [[Gressoney]]er Förster [[Josef Zumstein]] und der Naturkundler [[Albert Girtanner]] konnten 1820 die Behörden dazu bewegen, die letzten Steinböcke im Gran Paradiso zu schützen. Ab 1821 wurden Steinböcke im gesamten Gebiet des [[Haus Savoyen|Hauses Savoyen]] unter Schutz gestellt. 1856 machte König [[Viktor Emanuel II.]] von [[Sardinien-Piemont]] die Region zu einem seiner Jagdreviere und stellte eine große Zahl Wildhüter ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.pngp.it/en/visit-park/history-old |titel=History |werk=Parco Nazionale Gran Paradiso |hrsg= |datum= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181224115526/http://www.pngp.it/en/visit-park/history-old |archiv-datum=2018-12-24 |zugriff=2018-12-24 |sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Laura Riley, William Riley |Titel=Nature&amp;#039;s Strongholds: The World&amp;#039;s Great Wildlife Reserves |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Princeton University Press |Ort= |Datum=2005 |ISBN=0-691-12219-9 |Seiten=390–392 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bestand wuchs bis Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts auf 3000 Tiere. Dank erfolgreicher Wiederansiedlungsprogramme ist aus dem einstigen Restbestand von unter 100 Tieren der Steinbock inzwischen wieder in weiten Teilen seines ursprünglichen [[Habitat|Lebensraums]] verbreitet. Alle heute in den Alpen lebenden Steinböcke stammen von diesen 100 Tieren ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stüwe, M., Nievergelt, B. |Titel=Recovery of Alpine ibex from near extinction: the result of effective protection, captive breeding, and reintroductions |Hrsg= |Sammelwerk=Applied Animal Behaviour Science |Band=29 |Nummer=1–4 |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=1991 |ISBN= |DOI=10.1016/0168-1591(91)90262-V |Seiten=379–387 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Warum waren Steinböcke vor dem Aussterben bedroht?.webm|mini|links|Video: Warum waren Steinböcke vor dem Aussterben bedroht?]]&lt;br /&gt;
Obwohl von der Schweiz (deren Kanton [[Graubünden]] das Tier immerhin im Wappen trägt) damals wiederholt Gesuche für die Umsiedlung von Steinböcken gestellt wurden, erlaubte [[Viktor Emanuel III.]] den Export von Steinböcken nicht. So wurden dann 1906&amp;lt;ref name=&amp;quot;gr.ch&amp;quot;&amp;gt;[http://www.gr.ch/DE/Medien/Mitteilungen/MMStaka/2006/Seiten/DE_17009.aspx Kanton Graubünden: 100 Jahre Steinbock in der Schweiz: Kanton Graubünden feiert die Wiederansiedlung].&amp;lt;/ref&amp;gt; die ersten Tiere in die Schweiz geschmuggelt und in den [[Wildpark Peter und Paul]] bei [[St.&amp;amp;nbsp;Gallen]] gebracht, wo sie gezüchtet wurden. 1911 erfolgte mit diesen Tieren eine erste, noch erfolglose Aussetzungsaktion.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Lozza: [https://blog.nationalmuseum.ch/2022/03/wiederansiedlung-steinboecke/ &amp;#039;&amp;#039;Steinböcke in der Kiste&amp;#039;&amp;#039;] Im Blog des [[Schweizerisches Nationalmuseum|Schweizerischen Nationalmuseums]] vom 18. März 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1915 wurden zur Züchtung auch Steinböcke in den [[Alpenwildpark Harder]] bei [[Interlaken]] gebracht, zuerst ein Zuchtpaar aus dem Wildpark Peter und Paul, anschließend direkt aus dem Gran Paradiso. Im Jahr 1920 begann dann die erfolgreiche Ansiedlung in den Bündner Bergen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gr.ch&amp;quot; /&amp;gt; Sämtliche heute in der Schweiz lebenden Steinböcke stammen von Tieren aus den zwei genannten Tierparks ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestände ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alpensteinbock bei der Paarung (Hohe Wand).JPG|mini|Alpensteinbock bei der Kopulation]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinwild Augstmatthorn.OGG|mini|thumbtime=215|Alpensteinbock-Kolonie am [[Augstmatthorn]] im [[Berner Oberland]]]]&lt;br /&gt;
Der Alpensteinbock ist nicht mehr gefährdet ([[IUCN]] &amp;#039;&amp;#039;Least Concern&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=iucn&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.iucnredlist.org/species/42397/161916377#assessment-information |autor=C. Toïgo, A. Brambilla, S.Grignolio, L. Pedrotti |titel=Alpine Ibex – Assessment Information |hrsg=[[IUCN]] |datum=2020 |sprache=en |abruf=2023-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Schweiz]] leben 18.694 Tiere (Stand 2021)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.jagdstatistik.ch/de/statistics?tt=0&amp;amp;dt=0&amp;amp;at=0&amp;amp;st=0&amp;amp;dp=0&amp;amp;ar=CH&amp;amp;th=2&amp;amp;yr%5Bfrom%5D=2012&amp;amp;yr%5Bto%5D=2021&amp;amp;sp=4 Eidgenössische Jagdstatistik des Bundesamts für Umwelt BAFU], Abteilung Biodiversität und Landschaft, Sektion Wildtiere und Artenförderung: &amp;#039;&amp;#039;Steinbock, Bestand 2012–2021&amp;#039;&amp;#039;; abgerufen am 20. Mai 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; und in [[Italien]] 13.500 Steinböcke, das entspricht zusammen zwei Dritteln der Gesamtpopulation in den Alpen, die etwa 45.000 Tiere umfasst. In der Schweiz, wo die erfolgreiche Wiederansiedlung 1920 angefangen hatte, wird der Bestand seit 1977 durch Jagd reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bestand in [[Österreich]], wo 1924 die ersten Tiere erfolgreich wieder angesiedelt werden konnten, beläuft sich auf 4500 Tiere. Die Wiederansiedlung von Alpensteinböcken findet in der Regel breite Unterstützung bei der Bevölkerung und bei den [[Gemeinde|Kommunen]], da ein Bestand von Steinböcken häufig in der touristischen Vermarktung von alpinen Ferienorten genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Frankreich|französischen]] Alpen leben circa 10.000 Steinböcke (Stand 2014)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Les bouquetins en France |url=http://groupe-national-bouquetins.fr/les-bouquetins/ |wayback=20150122022153}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, vor allem im [[Nationalpark Mercantour]], auf dessen bis 1947 zu Italien gehörendem Gebiet in den [[Seealpen]] bereits im Jahr 1921 die Wiederansiedlung begann, und im [[Nationalpark Vanoise]], der mit circa 2500 Tieren die größte französische Steinbockpopulation aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland gibt es fünf Populationen: zwei kleinere in der Nähe vom [[Graswangtal]]/Ammerwald sowie in der Nähe von [[Bayrischzell]] und drei größere in den [[Allgäuer Alpen]], an der [[Benediktenwand]] und im [[Hagengebirge]]. Der Beginn der Wiederbesiedlung in den deutschen Alpen war 1936 bei [[Berchtesgaden]]. Bei einer offiziellen Zählung 2010 ermittelten Förster und Jäger 450 Alpensteinböcke in Bayerns Bergen; im Sommer 2016 waren es bereits 730.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Süddeutsche Zeitung]]: [http://www.sueddeutsche.de/bayern/alpen-der-steinbock-ist-in-bayern-auf-dem-vormarsch-1.3279121 Der Steinbock ist in Bayern auf dem Vormarsch], 5. Dezember 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Slowenien]] liegt der Bestand bei 400 Individuen an frei lebenden Alpensteinböcken. Im Jahr 1971 tauchten die ersten Exemplare auch in [[Liechtenstein]] am [[Falknis]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Capra ibex 06 MWNH 1078.jpg|mini|Schädel]]&lt;br /&gt;
Der Alpensteinbock ist eine von mehreren als [[Steinbock|Steinböcke]] bezeichneten Arten der Gattung der [[Ziegen]] (&amp;#039;&amp;#039;Capra&amp;#039;&amp;#039;). Früher wurde er aufgrund äußerer Merkmale mit dem [[Sibirischer Steinbock|Sibirischen Steinbock]] (&amp;#039;&amp;#039;C. sibirica&amp;#039;&amp;#039;) und dem [[Nubischer Steinbock|Nubischen Steinbock]] (&amp;#039;&amp;#039;C. nubiana&amp;#039;&amp;#039;) zu einer Art zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genetische Untersuchungen deuten allerdings stark darauf hin, dass der Alpensteinbock, der Sibirische Steinbock und der Nubische Steinbock jeweils eigene Arten darstellen, wobei der Sibirische Steinbock an der Basis der wilden [[Ziegen]]arten steht. Die äußerlichen Ähnlichkeiten zum Alpensteinbock und zum Nubischen Steinbock wären demnach kein Zeichen enger Verwandtschaft, sondern [[Plesiomorphie]]n. Der Alpensteinbock gleicht dagegen in genetischer Hinsicht sehr dem äußerlich recht verschiedenen [[Iberiensteinbock]], der ihm geographisch auch am nächsten steht.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Y. Kazanskayal, M. V. Kuznetsoval, A. A. Danilkin: &amp;#039;&amp;#039;Phylogenetic Reconstructions in the Genus Capra (Bovidae, Artiodactyla) Based on the Mitochondrial DNA Analysis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Russian Journal of Genetics.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 43, Nr. 2, 2007, S.&amp;amp;nbsp;181–189 ([[doi:10.1134/S1022795407020135]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert Hofrichter: &amp;#039;&amp;#039;Die Rückkehr der Wildtiere. Wolf, Geier, Elch &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; Stocker, Graz, 2005, ISBN 3-7020-1059-9.&lt;br /&gt;
* Marco Giacometti (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Königen und Wilderern. Die Rettung und Wiederansiedlung des Alpensteinbockes.&amp;#039;&amp;#039; Salm, Bern 2006, ISBN 3-7262-1415-1.&lt;br /&gt;
* Peter Meile, Peider Ratti, Marco Giacometti: &amp;#039;&amp;#039;Der Steinbock. Biologie und Jagd.&amp;#039;&amp;#039; Salm, Bern 2003, ISBN 3-7262-1412-7.&lt;br /&gt;
* D. E. Wilson, D. M. Reeder: &amp;#039;&amp;#039;Mammal Species of the World.&amp;#039;&amp;#039; Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005, ISBN 0-8018-8221-4.&lt;br /&gt;
* Eugenio Dupré, Luca Pedrotti, Serena Arduino: &amp;#039;&amp;#039;[http://biocenosi.dipbsf.uninsubria.it/LHI/ Alpine Ibex Conservation Strategy.]&amp;#039;&amp;#039; Varese 2001 (Studie zur Verbreitung des Steinbocks in den italienischen Alpen, englisch).&lt;br /&gt;
* Parc National de la Vanoise (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Le Guide du Parc National de la Vanoise.&amp;#039;&amp;#039; Glénat, Grenoble 2003, ISBN 2-7234-4304-3.&lt;br /&gt;
* Rudolf Käch: &amp;#039;&amp;#039;Steinbock – König der Alpen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag von Ah Druck, Sarnen 2013, ISBN 978-3-9524104-0-0.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Schröder, Fotos: Pete Dine: &amp;#039;&amp;#039;Steinböcke: Sie sind noch einmal davon gekommen....&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[GEO (Zeitschrift)|Geo-Magazin.]]&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1979,3, S.&amp;amp;nbsp;96–112. Informativer Erlebnisbericht: &amp;quot;Als &amp;gt;springende Apotheke&amp;lt; und Jagdtrophäe gleichermaßen begehrt, waren sie vor 125 Jahren fast ausgerottet. Einem italienischen König ist es zu danken, dass die letzten 50 gerettet wurden. Heute klettern wieder 14.000 Steinböcke in den Alpen.&amp;quot; {{ISSN|0342-8311}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Steinbock}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Capra ibex|Alpensteinbock}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4141999-6}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
|Year=2008&lt;br /&gt;
|ID=42397&lt;br /&gt;
|ScientificName=Capra ibex&lt;br /&gt;
|YearAssessed=2008&lt;br /&gt;
|Assessor=S. Aulagnier u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
|Download=31. Dezember 2008&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* [https://www.jagd.it/steinwild/ Südtiroler Jagdportal: Umfassende Beschreibung – u.&amp;amp;nbsp;a. mit Erklärungen und Skizzen zum Geweih]&lt;br /&gt;
* [https://www.zootier-lexikon.org/saeugetiere-mammalia/paarzeher/horntraeger-bovidae/schaf-und-ziegenartige/alpensteinbock-capra-ibex &amp;#039;&amp;#039;Alpensteinbock&amp;#039;&amp;#039; im zootier-lexikon.de – u.&amp;amp;nbsp;a. mit Daten der Wiederansiedlung, Bestandszahlen und Artenschutzprojekten], abgerufen am 10. November 2024&lt;br /&gt;
* Renate Kiesewetter: [https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/der-steinbock-majestaetischer-gipfelstuermer-1/1789372 &amp;#039;&amp;#039;Der Steinbock - Majestätischer Gipfelstürmer&amp;#039;&amp;#039;] [[Bayern 2]] [[Radiowissen]]. Ausstrahlung am 7. Januar 2022. (Podcast)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Morgenröte</name></author>
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