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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Alpenschaumzikade</id>
	<title>Alpenschaumzikade - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T08:32:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alpenschaumzikade&amp;diff=731286&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/PDF), Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2025-11-17T17:51:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/PDF), Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Alpenschaumzikade&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Aphrophora major&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Philip Reese Uhler|Uhler]], 1896&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Aphrophora&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Schaumzikaden&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Aphrophoridae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Cercopoidea&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Rundkopfzikaden&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Cicadomorpha&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Zikaden&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Auchenorrhyncha&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = Aphrophoramajor2.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Alpenschaumzikade (&amp;#039;&amp;#039;Aphrophora major&amp;#039;&amp;#039;) in einem [[Hochmoor]] in Nordwestdeutschland.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alpenschaumzikaden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Aphrophora major&amp;#039;&amp;#039;, [[Synonym (Taxonomie)|Syn.]]: &amp;#039;&amp;#039;Aphrophora alpina&amp;#039;&amp;#039; Melichar, 1900) sind [[Rundkopfzikaden]] (Cicadomorpha) aus der Familie der [[Schaumzikaden]] (Aphrophoridae). Kennzeichnendes Merkmal der Familie ist, dass ihre Larven in selbst erzeugten Schaumnestern leben. Dieser sogenannte „Kuckucksspeichel“ (engl. „cuckoo-spit“), regional auch als „Hexenspucke“ bezeichnet, findet sich häufig auf Wiesen an [[Gräser]]n und [[Krautige Pflanzen|krautigen Pflanzen]]. Die Alpenschaumzikade ist die größte mitteleuropäische Schaumzikadenart und kann bis zu 12,5 Millimeter Körperlänge erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Alpenschaumzikade ist in der Grundfärbung dunkelbraun, seltener kommen auch hell braune Varianten vor. Die Vorderflügel sind fein behaart, derb-ledrig und mit zahlreichen Punktgruben besetzt, sie sind etwa dreimal so lang wie breit. Charakteristisch für die Art ist ein kleiner, heller Fleck mittig auf der [[Zikaden#Gestalt und Größe|Medianader]], oft sind außerdem ein bis zwei dunklere Flecken oder ein dunkles Längsband vorhanden. Das Schildchen ([[Scutellum (Insekten)|Scutellum]]) und das Pronotum sind flach. Die Körperform ist im Umriss schlank länglich-oval und spitz zulaufend. Alpenschaumzikaden erreichen (in Mitteleuropa) Körperlängen zwischen 10,6 und 12,6 Millimeter, wobei die Weibchen meist etwas größer sind als die Männchen und mindestens 11 Millimeter Körperlänge erreichen (ostasiatische Tiere können etwas größer werden). Sie sind damit etwas größer als die anderen europäischen Arten der Gattung. Kopf und [[Pronotum]] der Alpenschaumzikade tragen mittig einen markanten Längskiel. Der Kopf ist in Aufsicht dreieckig und viermal so breit wie lang, er ist über den Augen ein wenig breiter als der Vorderrand des Pronotum. Die mit dem Kopfschild verschmolzene Stirnplatte ([[Clypeus|Frontoclypeus]]) ist von vorn und seitlich betrachtet mehr oder weniger blasenförmig vorgewölbt und beinhaltet die Saugpumpe, wie alle Zikaden verfügen auch Alpenschaumzikaden über einen Saugrüssel zur Nahrungsaufnahme. Für eine sichere Artbestimmung ist, wie bei den meisten Zikaden, die Gestalt der männlichen Begattungsorgane zu untersuchen. Bei der Art ist die äußere Ecke des Stylus stumpf, der [[Aedeagus]] ist von oben gesehen breit und kurz, auch er endet stumpf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Robert und Rolf&amp;quot;&amp;gt;R. Biedermann &amp;amp; R. Niedringhaus: &amp;#039;&amp;#039;Die Zikaden Deutschlands – Bestimmungstafeln für alle Arten.&amp;#039;&amp;#039; Fründ, Scheeßel 2004, ISBN 3-00-012806-9. Alpen-Schaumzikade auf Seite 174&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Komatsu&amp;quot;&amp;gt;Tadashi Komatsu (1997): A Revision of the Froghopper Genus Aphrophora Germar. (Homoptera, Cearcopoidea, Aphrophoridae) from Japan, Part 3. Japanese Journal of Entomology 65(3), 502-514.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Die Alpenschaumzikaden sind sogenannte Stratenwechsler. Die erwachsenen Tiere leben an Gehölzen meist [[Weiden (Botanik)|Weiden]] (&amp;#039;&amp;#039;Salix&amp;#039;&amp;#039;) oder [[Birken]] (&amp;#039;&amp;#039;Betula&amp;#039;&amp;#039;). Die Larven leben dagegen in den [[Stratifikation (Ökologie)|Kraut- und Strauchschichten]] in charakteristischen Schaumballen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nickel&amp;quot;&amp;gt;H. Nickel: &amp;#039;&amp;#039;The leafhoppers and planthoppers of Germany (Hemiptera, Auchenorrhyncha): Patterns and strategies in a highly diverse group of phytophagous insects.&amp;#039;&amp;#039; Pensoft, Sofia and Moskau, 2003, ISBN 954-642-169-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
Die meisten Zikadenarten sind auf bestimmte Nährpflanzen beschränkt. Alpenschaumzikaden sind dagegen [[Ernährung (Ökologie)|polyphag]], das heißt, sie nutzen mehrere Pflanzengattungen oder -familien. Nährpflanzen der erwachsenen Tiere sind vor allem Birken und Weiden. Jene der Larven sind nicht genau bekannt. Angegeben werden für [[Bayern]] [[Schilfrohr|Schilf]] (&amp;#039;&amp;#039;Phragmites&amp;#039;&amp;#039;) und [[Läusekraut]] (&amp;#039;&amp;#039;Pedicularis&amp;#039;&amp;#039;), für [[Japan]] auch [[Artemisia (Pflanze)|Beifuß]] (&amp;#039;&amp;#039;Artemisia&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nickel&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung und Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Die Männchen der Alpenschaumzikaden sind, wie alle Zikadenmännchen und manchmal auch die Weibchen, in der Lage, (für den Menschen unhörbare) Gesänge zu produzieren. Diese werden durch spezielle Trommelorgane ([[Tymbal]]organe)&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Wessel, Roland Mühlethaler, Viktor Hartung, Valerija Kuštor, Matija Gogala: The Tymbal: Evolution of a Complex Vibration-Producing Organ in the Tymbalia (Hemiptera excl. Sternorrhyncha). In: R.B. Cocroft et al. (editors): Studying Vibrational Communication. Animal Signals and Communication 3. Springer Verlag, 2014. {{DOI|10.1007/978-3-662-43607-3_20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, die sich an den Seiten des 1.&amp;amp;nbsp;Hinterleibssegmentes befinden, erzeugt. Durch Zug eines kräftigen Singmuskels werden die [[Schwingungsmembran|Membranen]] der Trommelorgane in Schwingungen versetzt. Das Geräusch wird durch Eindellen (Muskelzug) und Zurückspringen (Eigenelastizität) erzeugt. Bei &amp;#039;&amp;#039;Aphrophora major&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich um einen jeweils etwa 4 bis 6 Sekunden anhaltenden Schrillton (Phrase), der durchgehend vorgetragen und nicht rhythmisch in einzelne Silbenelemente gegliedert ist. Er ist gegenüber anderen im selben Lebensraum vorkommenden Arten der Gattung artspezifisch verschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Yu. Tishechkin (2011): Calling signals in sympatric species of the far-eastern Aphrophora (Homoptera: Auchenorrhyncha: Aphrophoridae): regularities of communication channel segregation. Russian Entomological Journal 20 (1): 57-64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erwachsenen Tiere leben zwischen Mitte Juli und Ende September. Zur Eiablage wandern die Weibchen in die Krautschicht. Die Eier überwintern und im folgenden Frühjahr schlüpfen die Larven. Alpenschaumzikaden bilden nur eine Generation im Jahr, sie sind [[univoltin]]. Die Entwicklung der Larven erfolgt über fünf Stadien, wobei sich mit zunehmendem Alter die Anlagen für die Organe des erwachsenen Tieres (Flügel, Genitalarmatur) bilden und vergrößern. Die Larven leben eingehüllt in einem Schaumnest an Stängeln und Blättern krautiger Pflanzen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Larve Aphrophora major1.JPG|mini|250px|links|Larven der Alpenschaumzikade (&amp;#039;&amp;#039;Aphrophora major&amp;#039;&amp;#039;) im Schaumnest.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensräume ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aphrophora major.jpg|mini|220px|Alpenschaumzikade (&amp;#039;&amp;#039;Aphrophora major&amp;#039;&amp;#039;) mit charakteristischer Zeichnung der Vorderflügel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alpenschaumzikade ist sibirisch verbreitet. In Mitteleuropa kommt sie nur an kühleren Standorten vor&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nickel2&amp;quot;&amp;gt;H. Nickel &amp;amp; R. Remane: &amp;#039;&amp;#039;Artenliste der Zikaden Deutschlands, mit Angabe von Nährpflanzen, Nahrungsbreite, Lebenszyklus, Areal und Gefährdung (Hemiptera, Fulgoromorpha et Cicadomorpha).&amp;#039;&amp;#039; – Beiträge zur Zikadenkunde 5/2002. [https://wwwuser.gwdg.de/~hnickel/brdlist.pdf PDF 229 kB]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie ist in Europa in [[England]], [[Irland]], [[Niederlande]], [[Frankreich]], [[Deutschland]], [[Schweiz]], [[Österreich]], [[Italien]], [[Tschechien]], [[Polen]], Zentral und Nord [[Russland]], [[Ukraine]], in Teilen des [[Balkanhalbinsel|Balkan]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;2.6.2&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://fauna.naturkundemuseum-berlin.de/full_results.php?id=239367 |wayback=20160809144249 |text=Aphrophora major. Fauna Europaea version 2.6.2, 29. August 2013}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nachgewiesen, fehlt aber in Skandinavien. Ein zweites, disjunktes (getrenntes) Verbreitungsgebiet umfasst Japan ([[Hokkaido]], [[Honshu]], [[Shikoku]], [[Kyushu]]), die [[Kurilen]], [[Korea]], die [[Mandschurei]], die Insel [[Sachalin]] und den Fernen Osten Russlands ([[Region Primorje]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Komatsu&amp;quot; /&amp;gt;. In Deutschland lebt die Art im bayerischen Alpenvorland südlich der Donau, im Bayerischen Wald und in Mooren der nordwestdeutschen Tiefebene, in den Regionen dazwischen ist sie extrem selten oder ganz fehlend. Sie erreicht im Gebirge 850 Meter Meereshöhe.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner E. Holzinger, Ingrid Kammerlander, Herbert Nickel: Die Zikaden Mitteleuropas. Band 1 Fulgoromorpha, Cicadomorpha excl. Cicadellidae. Brill, Leiden, 673 S. ISBN 978-90-04-12895-8. Aphrophora major auf Seite 497.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alpenschaumzikaden besiedeln vorwiegend gehölzreiche, feuchte bis nasse, kühle anmoorige Feucht[[biotop]]e. Sie leben entlang von [[Waldrand|Waldrändern]], überwiegend aber in [[Moor|Nieder- und Zwischenmooren]] sowie am Rand von [[Hochmoor]]en&amp;lt;ref name=&amp;quot;Robert und Rolf&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung und Schutz ==&lt;br /&gt;
Die Alpenschaumzikade genießt keinen gesonderten gesetzlichen Schutz. In Deutschland wird sie jedoch in der [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste]] als stark gefährdet eingestuft. Gefährdungsursachen sind in erster Linie in der Zerstörung ihrer Lebensräume durch Entwässerungen und Inkulturnahme von Moorgebieten zu sehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nickel2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Aphrophora&amp;#039;&amp;#039; in Europa ==&lt;br /&gt;
In Europa existieren sechs Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Aphrophora&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;2.6.2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ai-Ping Liang (2006): Synonymy of Aphrophora willemsi Lallemand 1946 with Aphrophora salicina (Goeze, 17778) (Hemiptera:Cercopoidea: Aphrophoridae) Journal of the New York Entomological Society 114(3): 140–143.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Deutschland kommen fünf vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Aphrophora major|Alpenschaumzikade (&amp;#039;&amp;#039;Aphrophora major&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schaumzikaden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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