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	<title>Alojzije Stepinac - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T01:25:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alojzije_Stepinac&amp;diff=280976&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Andrsvoss: /* Seligsprechung */ Formatierung Internetquelle</title>
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		<updated>2026-04-25T15:32:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Seligsprechung: &lt;/span&gt; Formatierung Internetquelle&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kardinal Alojzije Stepinac.jpg|mini|hochkant|Alojzije Stepinac als Erzbischof von Zagreb (um 1937)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Coat of arms of Alojzije Stepinac.svg|mini|hochkant|Wappen von Kardinal Stepinac (ab 1953)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alojzije Viktor Stepinac&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Verdeutschung|verdeutscht]] Alois Viktor Stepinac; * [[8. Mai]] [[1898]] in [[Brezarić]], heute zu [[Krašić]]; † [[10. Februar]] [[1960]] ebenda) ist ein [[Märtyrer]] und [[Seligsprechung|Seliger]] der [[Römisch-katholische Kirche|Römisch-katholischen Kirche]]. Er war [[Theologe]], [[Priester]] und von 1937 bis zu seinem Tod im Jahr 1960 der [[Erzbischof]] von [[Erzbistum Zagreb|Zagreb]]. Im Jahr 1953 wurde Stepinac von Papst [[Pius&amp;amp;nbsp;XII.]] zum [[Kardinal]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Kriegsdienst ===&lt;br /&gt;
Stepinac wurde als Sohn von Josip und Barbara Stepinac, geborene Penić, in dem am Südhang des [[Žumberak-Gebirge]]s liegenden Dorf [[Brezarić]] (heute zu [[Krašić]]) geboren. Die Region gehörte damals zum [[Königreich Kroatien und Slawonien]], welches ein Teil [[Österreich-Ungarn]]s war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Stepinac während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] das [[Abitur]] abgelegt hatte, wurde er 1916 zum Kriegsdienst in der [[Gemeinsame Armee|Gemeinsamen Armee]] eingezogen und an der [[Isonzoschlachten|Isonzo-Front]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1918 aus dem Krieg zurückgekehrt, besuchte er zunächst die Landwirtschaftsschule in Zagreb, wo er kurze Zeit Agrarwissenschaften studierte. In dieser Zeit verlobte er sich mit Marija Horvat, der Tochter eines seiner Lehrer in der Volksschule, doch die Braut löste das Eheversprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theologie und Priesteramt ===&lt;br /&gt;
1924 wechselte Stepinac an die [[Päpstliche Universität Gregoriana]], wo er [[Katholische Theologie]] und [[Philosophie]] studierte und in beiden Disziplinen [[Promotion (Doktor)|promovierte]]. Am 26. Oktober 1930 empfing er in [[Rom]] die [[Weihesakrament|Priesterweihe]]. Anschließend wirkte er als [[Seelsorger]] in Zagreb und versah zugleich die Aufgabe des [[Offizial]]s bei der Diözesankurie. 1931 begründete Stepinac die Diözesan-Caritas im [[Erzbistum Zagreb]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bischofsamt ===&lt;br /&gt;
Nachdem mehrere Kandidaten für das Amt des [[Koadjutor]]s aus politischen Gründen abgelehnt worden waren, betraute [[Papst]] [[Pius XI.]] 1934 Alojzije Stepinac mit dieser Aufgabe, obwohl er noch nicht das vorgeschriebene [[Kanonisches Alter|Kanonische Alter]] von 40 Jahren erreicht hatte. 1934 empfing er durch Erzbischof [[Antun Bauer (Bischof)|Antun Bauer]] von Zagreb die Bischofsweihe, dessen Nachfolger er drei Jahre später wurde. Als [[Wahlspruch#Kirchliche Würdenträger|bischöflichen Wahlspruch]] wählte Stepinac: {{&amp;quot; |Text=In te domine speravi |Quelle={{B|Ps|71|1}} |Übersetzung=Auf Dich, o Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1937 wurde er von [[Luigi Barlassina]], dem [[Lateinisches Patriarchat von Jerusalem|Lateinischen Patriarchen von Jerusalem]] und „Rektor und ständigen Administrator des Ordens“ zum [[Ritter (Ordenskunde)|Ritter]] des [[Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem|Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem]] ernannt und am 15. Juli 1937 in Jerusalem in den päpstlichen Laienorden investiert. Patriarch Luigi Barlassina ernannte ihn später zum [[Großoffizier (Ordenskunde)|Großoffizier]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.oessh.at/files/1._einladung_zagreb_2017.pdf |titel=Historical links between Croatia, the Equestrian Order of the Holy Sepulchre of Jerusalem and the HolyLand |werk=OESSH |hrsg=[[Presseamt des Heiligen Stuhls]] |datum=2017-04-26 |zugriff=2017-04-26 |format=PDF |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Großprior]] von Kroatien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.oessh.at/index.php?article_id=502 |titel=Bericht über die Investitur in Zagreb 2017 |werk=OESSH Österreich |hrsg=[[Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem]] |datum=2017-07-06 |zugriff=2017-07-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirken im Ustascha-Kroatien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ante Pavelić and Alojzije Stepinac.jpg|mini|hochkant|Stepinac (mit dem Großkreuz des [[Orden für Verdienste (Kroatien)|Ordens für Verdienste]]) und dem kroatischen Diktator [[Ante Pavelić]]]]&lt;br /&gt;
Stepinac wurde vorgeworfen, als von Papst [[Pius XII.]] im Jahre 1942 für die [[Ustascha]]-Armee eingesetzter [[Militärvikar]] an der Ermordung serbischer Bevölkerung während des Zweiten Weltkriegs beteiligt gewesen zu sein, mit den Besatzungsmächten kollaboriert zu haben und dem Vatikan ermöglicht zu haben, sich in die inneren Angelegenheiten Jugoslawiens einzumischen. Einträge seines Tagebuchs belegten bereits in den 1930er Jahren, im [[Königreich Jugoslawien]], sein Misstrauen gegenüber Belgrad, eine Feindseligkeit gegenüber der orthodoxen Kirche und seine Vorstellung einer autonomen oder gar separatistischen Lösung für Kroatien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shelah&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Shelah, Menachem |Titel=The Catholic Church in Croatia, the Vatican and the Murder of the Croatian Jews |Sammelwerk=Holocaust and Genocide Studies |Band=4 |Nummer=3 |Datum=1989 |Seiten=325 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er begrüßte die Entstehung eines kroatischen Staates und sah, aufgrund seiner betont anti-kommunistischen Einstellung, in der Kollaboration mit Nazi-Deutschland das kleinere Übel. Entgegen späteren jugoslawischen Vorwürfen hat er dieses jedoch nicht unterstützt. Im April 1941 in ganz Kroatien bekannt gemachten [[Hirtenbrief]] zu Ostern appellierte Stepinac an den Klerus und das kroatische Volk, das neue Regime mit aller Kraft zu unterstützen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shelah&amp;quot; /&amp;gt; Sein Ton gegenüber der Ustascha-Regierung wurde jedoch im weiteren Verlauf des Krieges kritischer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Konversion orthodoxer Serben zum Katholizismus kritisierte Stepinac die angewandten Mittel, weniger die verfolgten Ziele. Auf die [[Antisemitismus|antisemitische]] Gesetzgebung der Ustascha reagierte Stepinac mit einer Intervention bei Staatsführer [[Ante Pavelić]]; er erreichte, dass die Juden im September 1941 den Stern ablegen durften.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jure Krišto |Titel=Katolička Crkva i Nezavisna Država Hrvatska |Band=1 |Ort=Zagreb |Datum=1998 |Seiten=187}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Langsamer reagierte Stepinac auf die zunehmende Entrechtung der Serben. Im April 1941 wurde der Gebrauch der kyrillischen Schrift verboten, sechs Wochen später wurden alle von der orthodoxen Kirche betriebenen Kindergärten und Schulen geschlossen. In seinem Brief vom 22. Mai wandte Stepinac sich zwar gegen Verletzungen der Menschenwürde bei der Durchführung antiserbischer und antijüdischer Gesetze; Kritik seinerseits gegen die Gesetze an sich ist jedoch nicht bekannt. Als dann im Juli 1941 [[Deportation]]en nach Serbien begannen und dabei alle Regeln humaner Behandlung missachtet wurden, protestierte Stepinac schriftlich bei Pavelić, nicht gegen die Deportationen als solche, sondern gegen die Art und Weise ihrer Durchführung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klaus Buchenau 2004&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Buchenau |Titel=Orthodoxie und Katholizismus in Jugoslawien 1945–1991 |Reihe=Balkanologische Veröffentlichungen der Freien Universität Berlin |BandReihe=40 |Ort=Wiesbaden |Datum=2004 |Seiten=68}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konflikt zwischen Stepinac und Pavelić verschärfte sich nach dem [[Massaker von Glina]], wo am 13. Mai 1941 alle 260 männlichen Serben von der Ustascha ermordet wurden. Einen Tag später schrieb Stepinac an Pavelić, „es sei nicht erlaubt, auch nur einen Serben zu töten, solange man ihm keine Schuld nachweise, für die er den Tod verdient habe“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klaus Buchenau 2004&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ivan Mužić |Titel=Pavelić i Stepinac |Ort=Split |Datum=1991 |Seiten=72}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dem Frühjahr 1942 prangerte Stepinac die Verbrechen der Ustascha auch in seinen Predigten in der [[Kathedrale von Zagreb|Zagreber Kathedrale]] an, und bald kursierten diese Texte im oppositionellen Untergrund. In einer Predigt am 25. Oktober 1942 sagte Stepinac: {{Zitat |Text=Alle Völker und alle Rassen stammen von Gott … Jedes Volk, jede Rasse, so wie sie sich heute auf der Erde darstellen, haben das Recht auf ein menschenwürdiges Leben und Behandlung. |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kroaten&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Ivan Cerovac |Titel=Politisch gefangene Kroaten in Jugoslawien |Kommentar=Übersetzung: Dr. Ernest Bauer, Mitgestaltung: Karl Datter |Ort=München |Datum=1977 |Seiten=12 |TitelErg=Dokumentation}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}} Die kommunistischen Partisanen verwendeten sie in ihrer Propaganda und benutzten Stepinac’ unbestreitbare Autorität, um die Unterstützung der Kroaten zu gewinnen. Dabei ist festzustellen, dass sich seine Kritik an den Ustascha mehr auf die angewandten Mittel als auf die verfolgten Ziele bezog.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Buchenau |Titel=Orthodoxie und Katholizismus in Jugoslawien 1945–1991 |Reihe=Balkanologische Veröffentlichungen der Freien Universität Berlin |BandReihe=40 |Ort=Wiesbaden |Datum=2004 |Seiten=69}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Anhänger behaupten, er habe viele Opfer des faschistischen Regimes unter Pavelić gerettet. Nach Stepinac’ eigener Aussage hing von ihm im Jahr 1942 das Schicksal von 7.000 Menschen, von denen die meisten serbische Waisenkinder gewesen seien, ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ströhm&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Carl Gustaf Ströhm]] |url=https://www.welt.de/print-welt/article623019/Ich-waere-nichtswuerdig-fuehlte-ich-nicht-mit-den-Kroaten.html |titel=„Ich wäre nichtswürdig, fühlte ich nicht mit den Kroaten“ |werk=[[Die Welt]] |datum=1998-07-11 |zugriff=2014-05-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut [[Holm Sundhaussen]] kann Stepinac’ Einstellung zum [[Unabhängiger Staat Kroatien|USK]] und zum Ustascha-Regime beim gegenwärtigen Forschungsstand nicht abschließend beurteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prozess und Verurteilung  ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alojzije Stepinac on trial.jpg|mini|Stepinac vor Gericht (1946)]]&lt;br /&gt;
Bereits 1945 wurde Stepinac im Auftrag der [[Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien|jugoslawischen Regierung]] festgenommen. Doch aufgrund von Protesten innerhalb der Bevölkerung wurde er wieder freigelassen, um ein Jahr später doch noch vor Gericht gestellt zu werden. 1946 wurde Stepinac in einem politischen [[Schauprozess]] zu 16 Jahren Gefängnis mit Zwangsarbeit verurteilt. Die Verteidigung wurde vom Gericht stark behindert, so wurden von den 47 geladenen Zeugen nur sieben zugelassen. Der Vorwurf lautete summarisch auf die angebliche Zusammenarbeit mit dem [[Ustascha#Organisation|Ustascha-Regime]], [[Zwangskonversionen von Serben im Unabhängigen Staat Kroatien|Zwangskonvertierung der orthodoxen Christen]] und Widerstand gegen die neue Macht. Vor dem Prozess, der vor allem vom [[Römische Kurie|Vatikan]] stark kritisiert wurde, bot die jugoslawische Regierung dem [[Apostolischer Nuntius|Apostolischen Nuntius]] an, Stepinac zu versetzen, erhielt jedoch keine Antwort. Papst [[Pius XII.]] bezeichnete das Verfahren gegen Stepinac als „den traurigsten Prozess (&amp;#039;&amp;#039;tristissimo processo&amp;#039;&amp;#039;) in der Kirchengeschichte“. Neben dem Vatikan protestierten auch westliche Staatsmänner und Geistliche gegen die Inhaftierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Schlussrede vor Gericht sagte Stepinac am 3. Oktober 1946: {{Zitat |Text=Auf alle Beschuldigungen, die hier gegen mich vorgebracht worden sind, kann ich nur antworten, auch wenn das Publikum dabei lacht, daß mein Gewissen rein ist. Ich habe nicht die Absicht, mich zu verteidigen oder gegen das Urteil zu appellieren. Ich bin für meine Überzeugung bereit, nicht nur ausgelacht oder verachtet und erniedrigt zu werden, sondern auch, weil mein Gewissen rein ist, jederzeit auch zu sterben … Ich war keineswegs „[[persona grata]]“ bei den Deutschen oder bei den Ustaschas. Ich war kein Ustascha und habe nie den (Ustascha-) Eid geschworen, wie es einige Ihrer Beamten getan haben, die sich hier befinden. Das kroatische Volk hat sich [1941] [[Plebiszit|plebiszitär]] für den [[Unabhängiger Staat Kroatien|Kroatischen Staat]] entschieden, und ich wäre ein Nichtwürdiger gewesen, hätte ich nicht den Pulsschlag des kroatischen Volkes gespürt, welches ein Sklave im [[Königreich Jugoslawien|ehemaligen Jugoslawien]] war … Das was ich über die Rechte des kroatischen Volkes auf Freiheit und Unabhängigkeit gesagt habe, steht alles im Einklang mit den [[Konferenz von Jalta|Grundprinzipien der Alliierten in Jalta]] und der [[Atlantik-Charta|Atlantikcharta]]. Wenn nach diesen Beschlüssen jedes Volk das Recht auf Unabhängigkeit hat, warum sollte man dies nur dem kroatischen Volke verwehren …|ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kroaten&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stepinac wurde nach sechs Jahren Haft in seine Heimatgemeinde [[Krašić]] entlassen und dort in seinem Elternhaus unter [[Hausarrest]] mit ständiger Beobachtung durch die Polizei gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kardinalsamt und Tod ===&lt;br /&gt;
Der Hausarrest hinderte Stepinac daran sein Amt als Erzbischof von Zagreb auszuüben und am [[Liste der Kardinalskreierungen Pius’ XII.|Konsistorium vom 12. Januar 1953]] teilzunehmen, bei dem er durch Papst Pius&amp;amp;nbsp;XII zum Kardinal erhoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stepinac starb im Hausarrest am 10. Februar 1960 im Pfarrhof von [[Krašić]] und wurde in der [[Kathedrale von Zagreb]] bestattet. Auf der Fahrt zum Begräbnis Stepinacs wurde sein einstiger Studienkollege, der Wiener Erzbischof [[Franz König|Franz Kardinal König]], am 13. Februar 1960  in der Nähe von [[Varaždin]] in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Arbeiterzeitung |Autor= |Titel=Kardinal Dr. König in Jugoslawien schwer verunglückt |Datum=1960-02-14 |Seite=1 |POS=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Krankenhaus sah König dies als Zeichen, eine Kontaktaufnahme mit den [[Ostkirche]]n anzustreben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seligsprechung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alojzije Stepinac, Zagreb Cathedral 1.JPG|mini|Stepinac [[Schrein]] in der [[Kathedrale von Zagreb]]]]&lt;br /&gt;
Den ersten Schritt unternahm [[Franjo Kuharić]], der spätere [[Apostolischer Administrator|Apostolische Administrator]] des [[Erzbistum Zagreb|Erzbistums Zagreb]], am 14. November 1969. Später als Erzbischof reichte er zusammen mit [[Franjo Šeper]], dem [[Kardinalpräfekt|Präfekten]] der [[Dikasterium für die Glaubenslehre|Glaubenskongregation]] am 17. Februar 1979 den entsprechenden Antrag bei der [[Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse|Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einem Bericht der katholischen Zeitung [[Glas Koncila]] von 1996 ergab eine Autopsie der sterblichen Überreste durch die kroatischen Behörden im Jahr 1993, dass Alojzije Stepinacs Leichnam [[Getrennte Bestattung|ohne Herz beigesetzt]] worden war. Daraus schlossen kroatische Kirchenkreise, dass der Kardinal vergiftet wurde und die Behörden anschließend die Spuren vernichten wollten. Diese These vertrat auch der Postulator im Seligsprechungsprozess.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ströhm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Oktober 1998 wurde Stepinac in [[Marija Bistrica]] von Papst [[Johannes Paul II.]] [[Seligsprechung|seliggesprochen]]. Der nicht unumstrittenen Zeremonie wohnten mehr als 300.000 Gläubige, Kardinäle und Bischöfe aus aller Welt, sowie der kroatische Staatspräsident [[Franjo Tuđman]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein [[Gedenktag]] ist der [[10. Februar]], der Tag seines [[Martyrium]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Resch&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Andreas Resch (Theologe)|Andreas Resch]] |Hrsg=Imago Mundi |Titel=Die Seligen Johannes Pauls II. : 1996–2000 |Band=4 |Verlag=Resch Verlag |Datum= |Seiten=189}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://w2.vatican.va/content/john-paul-ii/en/travels/1998/documents/hf_jp-ii_hom_03101998_croazia-beatification.html |titel=Apostolic Journey of His Holiness John Paul II. to Croatia (October 2–4, 1998): HOMILY OF THE HOLY FATHER AT MARIJA BISTRICA FOR THE BEATIFICATION OF THE VENERABLE SERVANT OF GOD CARDINAL ALOJZIJE STEPINAC, 3 October 1998 |zugriff=2015-04-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich des laufenden Heiligsprechungsprozesses von Stepinac wandte sich die serbisch-orthodoxe Kirche 2014 an Papst Franziskus und äußerte ihre Bedenken. Sie betrachtet die Rolle Stepinacs im sogenannten „Unabhängigen Staat Kroatien“ im Zweiten Weltkrieg als höchst kritikwürdig. Von Juli 2016 bis Juli 2017 tagte daher eine vom Papst einberufene ökumenische kroatisch-serbische Dialogkommission. Eines ihrer Mitglieder war der damalige Zagreber Metropolit [[Porfirije Perić|Porfirije]], heute serbischer Patriarch. Die Kommission konnte allerdings keine Einigung erreichen. Die Interpretationen der katholischen Kirche Kroatiens und der serbisch-orthodoxen Kirche seien nach wie vor zu unterschiedlich&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kathpress.at/goto/meldung/1990295/porfirije-ich-bin-ein-serbe-aber-ich-bin-vor-allem-ein-christ |titel=Porfirije: &amp;quot;Ich bin ein Serbe, aber ich bin vor allem ein Christ&amp;quot; |abruf=2026-04-25|hrsg=kathpress.at|datum=2021-02-19|archiv-url=https://web.archive.org/web/20210219110919/https://www.kathpress.at/goto/meldung/1990295/porfirije-ich-bin-ein-serbe-aber-ich-bin-vor-allem-ein-christ|archiv-datum=2021-02-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2020 konkretisierte [[Kardinalstaatssekretär]] [[Pietro Parolin]] anlässlich eines Besuches in Kroatien weitere Details zur Heiligsprechung Stepinacs. Nach [[Franziskus (Papst)|Papst Franziskus]] solle dieser Schritt ein „Moment der Einheit der gesamten Kirche“ darstellen und nicht zu neuen Konflikten und Auseinandersetzungen zwischen kroatischen Katholiken und orthodoxen Serben führen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.domradio.de/themen/weltkirche/2020-09-21/aufgeschoben-ist-nicht-aufgehoben-vatikan-wirbt-kroatien-um-geduld-im-fall-stepinac |titel=Vatikan wirbt in Kroatien um Geduld im Fall Stepinac. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben |werk=Domradio |datum=2020-09-21 |abruf=2020-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits im November 2017 betonte Parolin die Gefahr, Stepinac zu instrumentalisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mario Galgano |url=https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2017-11/vatikanbesuch-in-kroatien--stepinac-nicht-instrumentalisieren.html |titel=Vatikanbesuch in Kroatien: Stepinac nicht instrumentalisieren |werk=Vatican News |datum=2017-11-01 |abruf=2020-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgelehnte Verleihung des Titels „Gerechter unter den Völkern“ ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Event in Zagreb in honour of Tito.jpg|mini|Stepinac auf einer kommunistischen Kundgebung für [[Tito]] (September 1945). Von links: drei Vertreter der serbisch-orthodoxen Kirche, der kommandierende Partisanengeneral von Zagreb, der Sekretär der apostolischen Nuntiatur, Weihbischof [[Josip Lach]], Erzbischof Stepinac, der kroatische Regierungschef [[Vladimir Bakarić]], der sowjetische Militärattaché und der Innenminister [[Andrija Hebrang (Politiker, 1899)|Andrija Hebrang]]]]&lt;br /&gt;
[[Amijel Shomrony]], der von 1941 bis 1943 der Sekretär des Zagreber Oberrabins [[Miroslav Šalom Freiberger]] war, hat zweimal einen Antrag an die Gedenkstätte [[Yad Vashem]] gestellt, um Stepinac den Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Gerechter unter den Völkern]]&amp;#039;&amp;#039; zuteilwerden zu lassen. Sowohl 1970 als auch 1994, als er zusammen mit [[Igor Primorac]] den Antrag gestellt hat, wurde der Antrag abgelehnt. Obwohl er sich laut einem Bericht der Zeitung [[Jutarnji list]] bis heute wegen eines angeblichen Versprechens an Stepinac weigert, die genaue Zahl der Geretteten zu nennen, wurde laut einer anonymen Quelle bei diesen ansonsten geheimen Entscheidungen nicht außer Frage gestellt, dass Stepinac jüdischen Bürgern geholfen habe. Als Grund für die Ablehnung wird dort genannt, dass die Schwere seiner Schuld, Untaten des [[Klerus]] verschwiegen zu haben, letztendlich nach langem Überlegen doch höher bewertet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link | date=2015-06-28 | url=http://www.jutarnji.hr/ispis_clanka.jl?artid=119041 |text=www.jutarnji.hr/ispis_clanka.jl?artid=119041 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alojzije Stepinac Novi Zagreb.jpg|mini|hochkant|[[Statue]] von Stepinac in [[Novi Zagreb]] ([[Tomislav Ostoja]], 1998)]]&lt;br /&gt;
Seinem Wunsch, in der [[Kathedrale von Zagreb]] beigesetzt zu werden, wurde stattgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1998 gab die [[Republik Kroatien]] anlässlich des 100. Geburtstages von Stepinac eine [[Goldmünze]] zu 500 [[Kroatische Kuna|Kuna]] und eine [[Silbermünze]] zu 150 Kuna aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernest Bauer]]: Aloisius Kardinal Stepinac. Ein Leben fuer Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit, Recklinghausen, 1984.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Alojzije Stepinac : Die Biografie |Autor=Claudia Stahl |Verlag=Verlag Ferdinand Schöningh |Datum=2017 |ISBN=9783657787739}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Katrin Boeckh |Titel=Kardinal Alojzije Stepinac |Sammelwerk=Religiöse Erinnerungsorte in Ostmitteleuropa : Konstitution und Konkurrenz im nationen- und epochenübergreifenden Zugriff |Hrsg=Joachim Bahlcke, Stefan Rohdewald, Thomas Wünsch |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2013 |ISBN=9783050093437 |Seiten=771–780}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jure Krišto |Titel=The Catholic Church and the Jews in the Independent State of Croatia |Sammelwerk=Review of Croatian History |Nummer=3 |Datum=2007 |Seiten=13–47}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Klaus Buchenau |Titel=Heiliger oder Kriegsverbrecher? Über den Zagreber Erzbischof Alojzije Stepinac und seine Wahrnehmung bei Kroaten und Serben |Sammelwerk=Der christliche Osten |Band=53 |Nummer=3–4 |Datum=1998 |Seiten=147–162}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Menachem Shelah |Titel=The Catholic Church in Croatia, the Vatican and the Murder of the Croatian Jews |Sammelwerk=Holocaust and Genocide Studies |Band=4. Jg. |Jahr=1989 |Nummer=3 |Seiten=323–339}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Stella Alexander |Titel=The triple myth. A life of Archbishop Alojzije Stepinac |Ort=Boulder (CO), New York |Datum=1987 |ISBN=0-88033-122-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Richard Pattee |Titel=The case of Cardinal Aloysius Stepinac |Ort=Milwaukee |Jahr=1953}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Anthony Henry O’Brien |Titel=Archbishop Stepinac, the man and his case |Ort=Westminster |Datum=1947}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Holm Sundhaussen |Titel=Stepinac, Alojzije Viktor |Sammelwerk=Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas |Ort=München |Datum=1981 |Band=4 |Seiten=197-199 |Online=[https://www.biolex.ios-regensburg.de/BioLexViewview.php?ID=1699 online]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{catholic-hierarchy|bishop|bstepinac}}&lt;br /&gt;
* {{GCatholic | Person | 460}}&lt;br /&gt;
* {{Miranda|ID=bios1953.htm#Stepinac}}&lt;br /&gt;
* [https://www.hr/darko/etf/jewss.html Cardinal Stepinac saving the Jews in Croatia during the WW2] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://emperors-clothes.com/croatia/stepinac1.htm Aussagen der jugoslawischen Botschaft zum Stepinac-Prozess] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.cardinalstepinacvillage.com/ Webpräsenz des Cardinal Stepinac Village]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/017114}}&lt;br /&gt;
* Sabina Ferhadbegović: [http://www.lexikon-der-politischen-strafprozesse.de/glossar/stepinac-alojzije-1946/ &amp;#039;&amp;#039;Stepinac, Alojzije (1946)&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Kurt Groenewold]], Alexander Ignor, Arnd Koch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der Politischen Strafprozesse]]&amp;#039;&amp;#039;, Online, Stand: Oktober 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|AMT=[[Liste der Bischöfe von Zagreb|Erzbischof von Zagreb]]|ZEIT=1937–1960|VORGÄNGER=[[Antun Bauer (Bischof)|Antun Bauer]]|NACHFOLGER=[[Franjo Šeper|Franjo Kardinal Šeper]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118617877|LCCN=n81127015|VIAF=12316942}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stepinac, Alojzije}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Päpstlichen Universität Gregoriana]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kardinal (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzbischof von Zagreb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (kroatische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Jugoslawien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Militärseelsorger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großprior (Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komtur mit Stern (Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seliger|Alojzije Step]] &amp;lt;!-- Sel. n. Vorn. sort. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugoslawe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stepinac, Alojzije&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stepinac, Alojzije Kardinal (vollständiger Name); Stepinac, Aloisius Viktor&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=jugoslawischer katholischer Theologe, Erzbischof von Zagreb, Kardinal und Märtyrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Mai 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Krašić]], [[Königreich Kroatien und Slawonien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Februar 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Krašić]], [[Sozialistische Republik Kroatien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Andrsvoss</name></author>
	</entry>
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