<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Alois_Geiger</id>
	<title>Alois Geiger - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Alois_Geiger"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alois_Geiger&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T20:36:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alois_Geiger&amp;diff=1319545&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M27rb: Ergänzung der Biographie vor 1943; Korrektur des Namens der ihn denunzierenden Frau (Nilli statt Will), Ergänzung von Quellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alois_Geiger&amp;diff=1319545&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-04-24T08:03:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung der Biographie vor 1943; Korrektur des Namens der ihn denunzierenden Frau (Nilli statt Will), Ergänzung von Quellen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Todesurteil Alois Geiger.jpg|mini|Todesurteil wegen Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung von [[Roland Freisler]], [[Hans-Joachim Rehse]], [[Arthur Heß]], Hell, Reinecke, [[Karl Bruchhaus]] vom 8. September 1943 gegen Alois Geiger]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alois Geiger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Dezember]] [[1890]] in Ellenbach in [[Hengersberg]], Bezirk [[Deggendorf]]; † [[1. November]] [[1943]] in [[Brandenburg an der Havel]]) war ein deutsches NS-Opfer. Geiger war Arzt und Leiter der Sanitätskolonne von [[Spiegelau]] im [[Bayerischer Wald|Bayerischen Wald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Geiger studierte in München Medizin und unterbrach dieses Studium, um am 2. Januar 1915 dem [[Königlich Bayerisches 7. Chevaulegers-Regiment „Prinz Alfons“|7. Kgl. Bay. Chevauleger-Regiment]] beizutreten. In den Folgejahren war er als Sanitätsunteroffizier und schließlich Feldarzt u. a. an den Reserve-Lazaretten Neumarkt i.d.OPf. und Nürnberg IV tätig. Im September 1918 geriet er in französische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1920 wieder entlassen wurde. Nach seiner Rückkehr schloss er sein Medizinstudium ab und eröffnete 1925 eine Landarztpraxis in Mainfranken. 1932 zog er nach [[Pronfelden (Spiegelau)|Pronfelden bei Spiegelau]], Ende 1935/Anfang 1936 trat er in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein (Mitgliedsnr. 6920790).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marc Rothballer |Titel=Ehrenmänner und Straßenfeger: Eine vergleichende Studie von Straßennamen, Diskursen und Ehrregimen in Passau und Weiden |Verlag=Friedrich Pustet |Ort=Regensburg |Datum=2025 |ISBN=978-3-7917-3561-0 |Seiten=401–402}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden viele Familien, vor allem aus den großen Städten Norddeutschlands, in die bayerische Provinz evakuiert. So kam durch die erweiterte [[Kinderlandverschickung]], die  „Mutter-und-Kind-Verschickung“, auch Else Nilli, eine hochschwangere Frau, die in Hamburg ausgebombt war, mit ihren drei kleinen Kindern nach Spiegelau, wo sie bei einer Familie zwangseinquartiert wurde. Sie war die Gattin des [[Hitlerjugend|HJ]]-Oberbannführers [[Friedrich Nilli|Friedrich/Fritz Nilli]], der zu dieser Zeit als Soldat an der Front stand. Nach späterer Aussage der Frau soll Geiger während zweier Untersuchungen im Juli/August 1943 die Bemerkung gemacht haben, es sei sehr mutig von ihr, in dieser schweren Zeit noch ein Kind zu bekommen. Auf Nachfragen gab Geiger, der selbst Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] war, zu erkennen, dass er eine deutsche Niederlage für möglich hielt. Als Elsi Nilli widersprach, warf er ihr vor, sie sei noch zu sehr von der [[NS-Propaganda]] beeinflusst, und riet ihr, ihren Mann zum Verlassen der NSDAP zu bewegen, da er sonst nach dem verlorenen Krieg Gefahr laufe, als einer der Ersten beseitigt zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;H. W. Koch: [https://books.google.de/books?id=liahvo6BYOoC&amp;amp;pg=PA135&amp;amp;dq=%22Alois+geiger%22+%22In+the+Name+of+the+Volk%22&amp;amp;sig=zovtYZzb-IxHqX56AsguHE7pGcI&amp;amp;hl=de &amp;#039;&amp;#039;In the Name of the Volk: Political Justice in Hitler&amp;#039;s Germany&amp;#039;&amp;#039;]. London 1997, S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geigers Bemerkungen erwähnte die Offiziersfrau in einem Schreiben an ihren Mann. Dieser berichtete davon seinen Vorgesetzten, was zur Verhaftung von Alois Geiger durch die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] führte. Er wurde ins [[Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel|Zuchthaus Brandenburg]] verbracht, vor dem [[Volksgerichtshof]] unter Vorsitz von [[Roland Freisler]] angeklagt und wegen [[Wehrkraftzersetzung]] in der Sitzung vom 8. September 1943 wegen Volksverrats zum Tode verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;AZ: J 473/43 - H 78/43; s. [[Ausschuß für deutsche Einheit]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wir klagen an: 800 Nazi-Blutrichter. Stützen des militaristischen Adenauer-Regimes.&amp;#039;&amp;#039; Berlin (Ost) 1957, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Urteil waren Kammergerichtsrat [[Hans-Joachim Rehse]], SA-Obergruppenführer [[Arthur Heß]], SA-Oberführer Hell und Kreisleiter [[Heinrich Reinecke]] als Beisitzer beteiligt, Staatsanwalt [[Karl Bruchhaus]], der an mindestens 33 Todesurteilen beteiligt war und erst 1961 pensioniert wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Braunbuch der DDR|Braunbuch. Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und in Westberlin]].&amp;#039;&amp;#039; 3. Aufl. Berlin (Ost) 1968, S. 118 ({{Webarchiv |url=http://www.braunbuch.de/3-01.shtml#i07 |text=Text im Internet |wayback=20110303185220}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; vertrat die Anklage. In der Urteilsbegründung heißt es: „Alois Geiger hat einer schwangeren deutschen Frau eines deutschen Soldaten als Arzt aus Anlass ihrer ärztlichen Betreuung ihren Glauben an unseren Sieg geschwächt und sie in Sorge versetzt, ihr Mann könne wegen seiner nationalsozialistischen Berufstellung im Falle unserer Niederlage ermordet werden. Durch diesen Angriff auf unseren Wehrwillen ist er für immer ehrlos geworden. Er wird mit dem Tode&amp;lt;!-- Rechtschreibung wie im Original --&amp;gt; bestraft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Text auch bei Heinz Scheibe: &amp;#039;&amp;#039;Niederheimbach und die Zeit unserer Vorfahren&amp;#039;&amp;#039;, Niederheimbach 2001, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Geiger wurde im [[Zuchthaus Brandenburg-Görden]] hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg ließ Geigers Witwe die sterblichen Überreste ihres Mannes nach Spiegelau überführen, wo sie am 14. August 1947 beigesetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Nach ihm wurden die „Alois-Geiger-Straße“ in [[Spiegelau]] sowie eine solche in [[Sankt Oswald-Riedlhütte]] benannt. Zudem gibt es einen „Dr.-Geiger-Weg“ im Passauer Stadtteil Haidenhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Walter Oehme&lt;br /&gt;
   |Titel=Ehrlos für immer&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag der Nation&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin (Ost)&lt;br /&gt;
   |Datum=1962}}&lt;br /&gt;
* Marc Rothballer: &amp;#039;&amp;#039;Ehrenmänner und Straßenfeger: Eine vergleichende Studie von Straßennamen, Diskursen und Ehrregimen in Passau und Weiden.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich Pustet: Regensburg, 2025, S. 401–405.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|VIAF=6178148390843610830006|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2022-12-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Geiger, Alois}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Geiger, Alois&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsches NS-Opfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Dezember 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hengersberg]], Niederbayern&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. November 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Brandenburg an der Havel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M27rb</name></author>
	</entry>
</feed>