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	<title>Almbachklamm - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T22:33:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Almbachklamm&amp;diff=1457667&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thgoiter am 14. August 2024 um 20:24 Uhr</title>
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		<updated>2024-08-14T20:24:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Berchtesgaden Almbachklamm 1900.jpg|mini|Die Klamm um 1900]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Almbachklamm 14 Mittelteil.jpg|mini|In der Klamm]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Almbachklamm Enzian.JPG|mini|Clusius-Enzian (&amp;#039;&amp;#039;Gentiana clusii&amp;#039;&amp;#039;) in der Almbachklamm]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Almbachklamm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Klamm]] zwischen [[Ettenberg (Marktschellenberg)|Ettenberg]] und [[Maria Gern (Berchtesgaden)|Maria Gern]] am [[Untersberg]] in den [[Berchtesgadener Alpen]], welche vom Almbach durchflossen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung der Almbachklamm ==&lt;br /&gt;
Die Entstehungsgeschichte der Almbachklamm beginnt mit dem Abschmelzen der [[Gletscher]] der letzten [[Eiszeitalter|Eiszeit]] vor ca. 15.000 Jahren. Das [[Schmelzwasser]] und später das Niederschlagswasser schnitten sich in die einst zusammenhängenden alten Landoberflächen von Ettenberg und Maria Gern ein und trennten diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über einen [[Wasserfall]] erreichte der Almbach aus einem [[Hochtal]] kommend die [[Berchtesgadener Ache]] als Seitenbach, dann begann er sich immer tiefer einzuschneiden. Die steilen Talflanken und die Wasserfälle des unteren Klammbereiches weisen dabei aufgrund ihrer Formen das jüngste Alter auf.&lt;br /&gt;
Der obere Bereich des Almbaches zwischen [[Großer Rauhenkopf|Rauhenkopf]] und [[Berchtesgadener Hochthron]] geht in seiner Formung auf ein durch lokale Gletscher gebildetes [[Kar (Talform)|Kar]] zurück, das heute durch die zahlreichen Zuflüsse und Seitenbäche des Almbaches weiter zerteilt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geotop ==&lt;br /&gt;
Die Almbachklamm ist vom [[Bayerisches Landesamt für Umwelt|Bayerischen Landesamt für Umwelt]] als wertvolles [[Geotop]] (Geotop-Nummer: 172R014) und [[Naturdenkmal]] ausgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geotop&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{siehe auch|Liste der Geotope im Landkreis Berchtesgadener Land}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pflanzenwelt ==&lt;br /&gt;
Für die Pflanzenwelt ist die Almbachklamm ein vielfältiger Lebensraum. Auf kürzester Entfernung liegen so unterschiedliche Standorte wie der feucht-kühle Schluchtwald mit [[Eschen (Pflanzengattung)|Esche]] und Bergahorn neben sonnig-wärmeliebenden Schneeheide-Kiefernwäldern; dazu kommen steile, feuchte Felsspalten, wo nur noch Algen und [[Moose]] ein Auskommen finden.&lt;br /&gt;
Eine weitere Besonderheit der Pflanzenwelt der Almbachklamm ist durch die geografischen Gegebenheiten bedingt. Das Einzugsgebiet der [[Klamm]] erstreckt sich bis über die [[Waldgrenze]] hinauf in eine Höhe von ca. 1900 m. Daher werden Pflanzen oder deren Samen aus den höheren Regionen als sogenannte „[[Schwemmlinge]]“ in die tiefer gelegenen Klammbereiche verfrachtet, so dass dort auf engstem Raum Pflanzen nebeneinander vorkommen, die natürlicherweise in verschiedenen Höhenlagen aufzufinden wären.&lt;br /&gt;
Alles zusammen genommen, machen diese Verhältnisse die Almbachklamm zu einem ganz besonders vielfältigen Lebensraum für die Pflanzenwelt, wo tiefere Lagen und [[Hochgebirge]] auf engstem Raum aufeinander treffen. Häufige Arten sind der [[Hasenlattich]] (&amp;#039;&amp;#039;Prenanthes purpurea&amp;#039;&amp;#039;), der Kahle Alpendost (&amp;#039;&amp;#039;Adenostyles glabra&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Zwerg-Glockenblume]] (&amp;#039;&amp;#039;Campanula cochleariifolia&amp;#039;&amp;#039;). Die Almbachklamm ist aber auch einer der wenigen Fundorte des [[Alpenveilchen]]s (&amp;#039;&amp;#039;Cyclamen purpurascens&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tierwelt ==&lt;br /&gt;
Die unzugänglichen Klammwände bieten eine große Vielzahl an verschiedenen Lebensräumen für die Tierwelt. Zahlreiche [[Insekten]] und [[Schmetterlinge|Schmetterlingsarten]] bevölkern die höhergelegenen sonnigen Standorte, die dem Besucher meist verborgen bleiben oder unzugänglich sind.&lt;br /&gt;
Wer dagegen an nebligen, regnerischen und nicht zu kalten Tagen die Klamm besucht, wird mit Sicherheit dem [[Feuersalamander]] begegnen: als erwachsenes Tier bevorzugt er zwar die warm-feuchten Laubwälder, dagegen benötigen Salamanderweibchen die strömungsärmeren [[Gumpe]]n des Almbaches, um im Frühjahr ihre [[Larven]] abzusetzen.&lt;br /&gt;
Ebenfalls an ruhigen Stellen im [[Bachbett]] sind den ganzen Sommer über bis zu knapp einem Zentimeter große [[Köcherfliege]]nlarven anzutreffen.&lt;br /&gt;
Größere Säugetiere wie die [[Gämse]] sind in der Almbachklamm allenfalls kurzzeitige Sommergäste; für sie ist es im Winter hier zu kalt und zu schattig, die Hänge sind dann überdies stark lawinengefährdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesteine der Almbachklamm ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Almbachklamm 1.JPG|mini|Impressionen aus der Almbachklamm]]&lt;br /&gt;
[[Kalkstein|Kalk]] und [[Dolomit (Gestein)|Dolomit]] sind die bestimmenden Gesteine am [[Untersberg]]. Der [[Dachsteinkalk]] bildet die steilaufragenden Wände des Untersberges und die nach Nordwesten geneigte [[Hochfläche]]. Er geht nach unten in einen Dolomit über, in dem oft noch die Reste der gesteinsbildenden Meeresorganismen zu erkennen sind. Es folgt das geringmächtige Band der [[Raibler Schichten]], die als Wasserstauer wirken und durch ihre tiefgründigere Bodenbildung einen üppigeren Bewuchs ermöglichen.&lt;br /&gt;
Das am meisten verbreitete Gestein im Klammbereich ist der helle [[Ramsaudolomit]]. Der dem Kalk sehr eng verwandte Dolomit besitzt  einen wesentlich höheren Anteil an [[Magnesium]], was ihn hart und spröde macht und seine Verkarstung verhindert. Dolomit ist allerdings für mechanische [[Verwitterung]] anfällig: Wasser sprengt das Gestein beim Gefrieren, Schuttbildung ist die Folge.&lt;br /&gt;
Zu Beginn der Klamm stehen tonig-sandige Werfener Schichten an, die nach oben mergeliger und kalkiger werden, bis sie schließlich ohne scharfe Grenze in einen Dolomit übergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederschlag und Abfluss ==&lt;br /&gt;
Die Abflussverhältnisse am Untersberg werden durch die [[Gesteinsschicht]]en bestimmt. Da das Gesteinspaket nach Nordwesten gekippt ist, verläuft auch die Hauptentwässerung in diese Richtung. Der Dachsteinkalk ist tiefgründig mit Klüften, Spalten und Höhlen durchzogen, das Regenwasser fließt im Gestein ab. Am Nordfuß des Untersberges tritt es erst wieder zutage und wird dort auch für die Wasserversorgung [[Salzburg]]s genutzt.&lt;br /&gt;
Die Raibler Schichten unter dem geringmächtigen Dolomit wirken als Wasserstauer. Es treten dort deshalb kleinere [[Quelle]]n auf, die nach Osten und Süden entwässern. Hier nimmt das Einzugsgebiet des Almbaches seinen Anfang.&lt;br /&gt;
Auf dem darunter folgenden Dolomit findet Oberflächenabfluss statt, er ist von tiefgründigen Rinnen und Runsen durchzogen. Weit verzweigt entwässert der Almbach den ehemaligen Karboden. Durch sein Einschneiden hat er sich auch das Einzugsgebiet des Ludlgrabens und eines Teils von Ettenberg erschlossen, über den [[Sulzer Wasserfall]] erreicht das Wasser den Almbach.&lt;br /&gt;
Der noch wenig eingeschnittene Sulzer Wasserfall zeigt allerdings an, dass dies erst vor kurzer Zeit geschah. In ein paar tausend Jahren jedoch wird hier eine Seitenklamm des Almbaches entstanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Kugelmuehle almbachklamm.JPG|mini|Kugelmühle am Ausgang der Almbachklamm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wanderweg durch die Klamm ==&lt;br /&gt;
Der 3&amp;amp;nbsp;km lange Wanderweg durch die Klamm wurde 1894 innerhalb eines Monates von Soldaten der 2. und 4. Kompanie des Ingolstädter Pionierbataillons errichtet. Dabei wurden ein [[Tunnel]], 29 [[Brücke]]n und 320 Stufen angelegt, um die 200&amp;amp;nbsp;m Höhenunterschied zu überwinden. [[Hochwasser|Hochwässer]], die besonders während der [[Schneeschmelze]] und Sommerunwettern auftreten, haben den Weg mehrfach zerstört, zum letzten Mal am 26.&amp;amp;nbsp;Juni&amp;amp;nbsp;1998. Die Wiederherstellung der Wege und Brücken kostete damals 400.000 DM. Seit 1999 ist der Weg durch die Klamm von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet. Am Ein- und Ausgang Hammerstiel wird eine Gebühr erhoben. Von Ettenberg aus ist die Klamm frei zugänglich. Wegen [[Lawine]]ngefahr und [[Eisglätte]] sowie [[Schneebruch|Schnee- und Eisbruch]] wird die Klamm im Winterhalbjahr für die Öffentlichkeit gesperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten in der Klamm ==&lt;br /&gt;
Neben zahlreichen Wasserfällen sind in der Almbachklamm weitere interessante Bauwerke zu finden. Am Ausgang der Klamm ist noch eine durch Wasserkraft angetriebene [[Untersberger Marmorkugelmühlen|&amp;#039;&amp;#039;Marmorkugelmühle&amp;#039;&amp;#039;]] in Betrieb. Sie ist die letzte noch produzierende Steinkugelmühle in Deutschland. Hier werden seit über 300 Jahren Steinkugeln und Murmeln, vorwiegend aus [[Untersberger Marmor]] hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Theresienklause in Almbachklamm near Marktschellenberg, Berchtesgadener Land, Germany.jpg|mini|[[Theresienklause]]]]&lt;br /&gt;
Im oberen Teil der Klamm befindet sich die [[Theresienklause]], die nach [[Therese von Sachsen-Hildburghausen]], Königin von Bayern benannt wurde. Oberhalb der Staumauer der Klamm ließen sich bis zu 15.000&amp;amp;nbsp;m³  Wasser aufstauen. Während der [[Holztrift]], die in der Almbachklamm noch bis 1963 durchgeführt wurde, ließ man durch das Öffnen der [[Schleuse]] eine Flutwelle entstehen, von der  bis zu 4,5 m lange Holzstämme durch die Schlucht befördert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula und Wolfgang Eckert: &amp;#039;&amp;#039;Das Berchtesgadener Land. Vom Watzmann zum Rupertiwinkel. Du Mont Landschaftsführer&amp;#039;&amp;#039;. Du Mont, Köln 1992, ISBN 3-7701-2514-2, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sulzer Wasserfall, der auf dem Weg durch die Klamm passiert wird, ist mit seinen 114 Metern Fallhöhe der elfthöchste Wasserfall Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wandermöglichkeiten ==&lt;br /&gt;
* Am Ende der Almbachklamm zur Theresienklause bis nach Ettenberg, Gehzeit ca. 2,5 h.&lt;br /&gt;
* Am Ende der Almbachklamm nach Maria Gern und zurück, Gehzeit ca. 3h.&lt;br /&gt;
* Almbachklamm bis zum Steg 19 mit Besichtigung des Sulzer Wasserfalls, Gehzeit ca. 1,5 h.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffnungszeiten ==&lt;br /&gt;
Die Öffnungszeiten sind (unverbindlich und ggf. schwankend): von Anfang Mai bis Ende Oktober, 8 – 19 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Günther Gödde: &amp;#039;&amp;#039;Wissenswertes über die Almbachklamm bei Berchtesgaden&amp;#039;&amp;#039;, Gemeinde Marktschellenberg 1994&lt;br /&gt;
* [Hrsg.] Günther Gödde: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zum Triftwesen in Berchtesgaden. Ein Bildbericht über die Holztrift in der Almbachklamm&amp;#039;&amp;#039;, Gödde, Berchtesgaden 1994&amp;lt;ref&amp;gt;[http://permalink.obvsg.at/AC00864889 Permalink &amp;#039;&amp;#039;Österreichischer Bibliothekenverbund&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{bibISBN|9783763311279|Seite=123–127}}&amp;lt;!--Alpenvereinsführer--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geotop&amp;quot;&amp;gt;[https://www.umweltatlas.bayern.de/mapapps/resources/reports/sb_geotope/generateBericht.pdf?additionallayerfieldvalue=172R014 Bayerisches Landesamt für Umwelt, Geotop &amp;#039;&amp;#039;Almbachklamm W von Kugelmühle&amp;#039;&amp;#039;] (abgerufen am 19. Oktober 2017).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Almbachklamm}}&lt;br /&gt;
* [http://www.marktschellenberg.de/urlaub-berchtesgaden-bayern/Article/ID/29/Session/1-b9EsWx8i-0-IP/Almbachklamm_Kugelm%C3%BChle.htm Tourismusinformation Marktschellenberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=47.670243|EW=13.018284|type=landmark|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berchtesgadener Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Berchtesgaden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Marktschellenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geotop im Landkreis Berchtesgadener Land]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturdenkmal im Landkreis Berchtesgadener Land]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schellenberger Forst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thgoiter</name></author>
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