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	<title>Allmendegut - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T19:57:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Allmendegut&amp;diff=121246&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Squasher: Interwikilink gem. Richtlinie unerwünscht, daher entfernt bzw. angepasst</title>
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		<updated>2024-01-05T22:23:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Interwikilink gem. &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:V&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:V (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Richtlinie&lt;/a&gt; unerwünscht, daher entfernt bzw. angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allmendegut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden in der [[Wirtschaftswissenschaft]] [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] oder [[Dienstleistung]]en bezeichnet, bei denen es in der [[Güternachfrage]] eine hohe [[Rivalität]] unter den Nachfragern gibt und die [[Ausschließbarkeit]] durch den [[Güterangebot|Anbieter]] nicht vorgesehen ist. Pendant ist das [[Klubgut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort [[Allmende]] stammt aus dem [[Altnordische Sprache|Altnordischen]] Wort „almenningr“, was so viel wie „was jedem gehört“ bedeutet, gleichgültig, ob es sich um Allmendeland, Allmendewald oder Allmendegut handelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Niels Åge Nielsen, &amp;#039;&amp;#039;Dans Etymologisk Ordbog&amp;#039;&amp;#039;, 1989, S. 27&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der um 1138 verfassten [[Roskilde]]-Chronik war es Harold Henn, der 1076 die Allmendewaldrechte der Bauern vorgab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Recht_und_Landschaft/Qt8q3LoUFpcC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=wald+allmendegut&amp;amp;pg=PA274&amp;amp;printsec=frontcover Annette Hoff, &amp;#039;&amp;#039;Recht und Landschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 274]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
{{Güterarten nach Ausschließbarkeit und Rivalität}}&lt;br /&gt;
[[Paul A. Samuelson]] unterschied 1954 zunächst zwischen [[Privates Gut|privaten]] ({{enS|private goods}}) und [[Öffentliches Gut|öffentlichen Gütern]] ({{enS|social goods}})&amp;lt;ref&amp;gt;Paul A. Samuelson, &amp;#039;&amp;#039;The Pure Theory of Public Expenditure&amp;#039;&amp;#039;, in: Review of Economics and Statistics 36, 1954, S. 387&amp;lt;/ref&amp;gt; anhand des Merkmals der Ausschließbarkeit. [[Richard Musgrave]] griff 1957 die Einteilung Samuelsons auf und unterschied zwischen privaten Gütern, öffentlichen Gütern und [[Meritorisches Gut|meritorischen Gütern]] ({{enS|merit goods}}),&amp;lt;ref&amp;gt;Richard A. Musgrave, &amp;#039;&amp;#039;A Multiple Theory of Budget Determination&amp;#039;&amp;#039;, in: Finanzarchiv, Band 17, 1957, S. 333–343&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei er das Merkmal der Rivalität zugrunde legte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff leitet sich von der [[Allmende]], einer gemeinschaftlichen Bewirtschaftungsform, ab. Allmenden sind aber nicht zwangsläufig Allmendegüter. [[Elinor Ostrom]] erhielt für ihre Analyse des ökonomischen Handelns im Bereich Allmendegüter und öffentliche Güter im Jahre 2009 den [[Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften]]. Alternative Bezeichnungen für Allmendegüter sind auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quasikollektivgut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;unreine öffentliche Güter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Engelkamp/Friedrich L. Sell/Beate Sauer, &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, 2017, S. 515&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allmendegüter gehören zu den [[öffentliches Gut|öffentlichen Gütern]], bei denen die Ausschließbarkeit aus technischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftspolitischen Gründen nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand möglich ist. Zudem gibt es Rivalität unter den [[Verbraucher|Konsumenten]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=m00lBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA10&amp;amp;dq=Rivalit%C3%A4tsgrad+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjo7YKHj531AhVYQfEDHQVhCP0Q6AF6BAgDEAE#v=onepage&amp;amp;q=Rivalit%C3%A4tsgrad%20lexikon&amp;amp;f=false Insa Sjurts (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Medienwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 8]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Allmende ist jener Teil des [[Staatsvermögen]]s ([[Gewässer]], [[Landfläche]], [[Wald]]), das allgemein alle [[Wirtschaftssubjekt]]e ([[Privatperson]]en, [[Unternehmen]], der [[Staat]] selbst) nutzen dürfen, wobei jedoch bei starker Nutzung Rivalität der Nutzer untereinander entsteht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=f0PpBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA39&amp;amp;dq=Klubgut&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjVk4m2k-v1AhUKZd8KHcZlDEsQ6AF6BAgEEAE#v=onepage&amp;amp;q=Klubgut&amp;amp;f=false Klaus Spremann, &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft und Finanzen: Einführung in die BWL und VWL&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Allmendegüter können auf zwei Wegen entstehen:&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Spremann, &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft und Finanzen: Einführung in die BWL und VWL&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 40 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Private Güter&amp;#039;&amp;#039; werden zu Allmendegütern durch Änderung ihres [[Verwendungszweck]]s: [[Personenkraftwagen]] sind normalerweise ein privates Gut, werden sie jedoch durch [[Autovermietung]] allen Nachfragern zugänglich gemacht, entsteht ein Allmendegut. Hierbei kann ein [[Reservierung]]s- oder [[Buchung (Buchführung)|Buchungssystem]] die Rivalität unter den Nachfragern mildern.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Natürliche Allmendegüter&amp;#039;&amp;#039; sind [[Gewässer]] und [[Wald]]. &lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Künstlich geschaffenes Allmendegut&amp;#039;&amp;#039; ist das [[Internet]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Personalentwicklung/YyXRDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=wald+allmendegut&amp;amp;pg=PA58&amp;amp;printsec=frontcover Manfred Becker, &amp;#039;&amp;#039;Personalentwicklung&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 58]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Öffentliche Güter&amp;#039;&amp;#039; können durch [[Knappheit|knappe]] [[Kapazität (Wirtschaft)|Kapazitäten]] Rivalität unter den Nachfragern erzeugen: Dienstleistungen der [[Daseinsvorsorge]] ([[Bürgerservice]] im Rathaus, Anmeldung in [[Kindertagesstätte|Kita]] und [[Schule]]) sind normalerweise ein öffentliches Gut. Entstehen jedoch hier [[Warteschlange]]n und in der Folge [[Wartezeit (Produktion)|Wartezeiten]] ([[Numerus clausus]] in Universitäten), die den [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] für den Bürger stark einschränken, so liegt ein Allmendegut vor.&lt;br /&gt;
Verlangt der Staat bei der Nutzung öffentlicher Güter [[Beitrag|Beiträge]] oder [[Gebühr]]en, dann wird das öffentliche Gut zum Klubgut. Strebt der Staat für die Verwaltung öffentlicher Güter eine [[Kostensenkung]] an, dann transferiert er das öffentliche Gut in ein Allmendegut.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Spremann, &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft und Finanzen: Einführung in die BWL und VWL&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Wegen der fehlenden Ausschließbarkeit lässt sich die Nutzung der Allmendegüter nicht über ihren [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] lenken, so dass es zu einer [[Übernutzung]] kommen kann. Fehlt es an [[Solidarität]] oder herrscht [[Eigennutz]] vor, werden Allmendegüter übernutzt und langfristig gefährdet ([[Überweidung]] der [[Agrarfläche]]n, [[Überfischung]] der [[Weltmeer]]e oder [[Überjagung]] der [[Tierwelt]]); dies ist die so genannte [[Tragik der Allmende]]. Dann lässt sich die Ausschließbarkeit durch [[supranationale Organisation]]en regeln und kontrollieren,&amp;lt;ref&amp;gt;Insa Sjurts (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Medienwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; wird aber weitgehend vernachlässigt und meist auf den [[Fischfang]] konzentriert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als klassisches Beispiel für Allmendegüter wird in der Literatur die Überfischung angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Wienert, &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Volkswirtschaftslehre: Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, W. Kohlhammer Verlag, 2008, S. 92&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Tomann, &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftslehre: Eine Einführung in das ökonomische Denken&amp;#039;&amp;#039;, Springer-Verlag, 2006, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit gemeint sind Fischbestände in einem Gewässer mit freiem Zugang, für die es keine [[Eigentum]]srechte gibt, wobei jeder Fisch nur einmal gefangen werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=W_s9RiH7DSUC&amp;amp;pg=PA80&amp;amp;dq=allmendegut&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjg0MWWqOv1AhVBQvEDHQeSByUQ6AF6BAgFEAE#v=onepage&amp;amp;q=allmendegut&amp;amp;f=false Volker Letzner, &amp;#039;&amp;#039;Tourismusökonomie: Volkswirtschaftliche Aspekte rund ums Reisen&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 80]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nicht-Ausschließbarkeit tritt die [[Rivalität]] hinzu, weil die Entnahme von Nutzungseinheiten ([[Abbau (Bergbau)|Abbau]] von [[Bodenschatz|Bodenschätzen]], [[Fischfang]] von [[Speisefisch]]en, [[Holzabbau]] von [[Nutzholz]]) die Nutzungsmöglichkeit anderer einschränkt und damit ihren [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] mindert.&amp;lt;ref&amp;gt;Elionor Ostrom, &amp;#039;&amp;#039;Understanding institutional Diversity&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 79 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zuordnung zu einer Güterkategorie ist nicht dauerhaft, sondern kann Veränderungen unterworfen sein. Das öffentliche Gut [[Straße]] wird beim [[Verkehrsstau]] zum Allmendegut und zu einem [[Klubgut]], wenn sie verkehrsarm ist und der [[Verkehrsteilnehmer]] eine [[Maut]] entrichten muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Die_Ordnungsethik_der_globalen_Finanzkri/vpSLBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=wald+allmendegut&amp;amp;pg=PA75&amp;amp;printsec=frontcover  Philipp Alexander Münch, Die Ordnungsethik der globalen Finanzkrise, 2015, S. 75]&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich wird sie bei Verkehrsstau und Mautgebühr sogar zu einem privaten Gut.&amp;lt;ref&amp;gt;Elmar Altvater, &amp;#039;&amp;#039;Was passiert, wenn öffentliche Güter privatisiert werden?&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Peripherie (Zeitschrift)|Peripherie]] 23 (90/91), 2003, S. 174 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elinor Ostroms Analyse ==&lt;br /&gt;
Die [[Tragik der Allmende]], aufgebracht von [[Garrett Hardin]] und [[Joachim Radkau]], wurde traditionell als unlösbar angesehen. Deshalb wurde in diesem Zusammenhang oft die Wandlung von [[Gemeinschaftseigentum]] in [[Privateigentum]] propagiert. Diese Lösung steht jedoch für viele moderne Probleme wie die Überfischung der Weltmeere und die Bewirtschaftung anderer gemeinschaftlich genutzter natürlicher Ressourcen nicht wirklich zur Verfügung. Weiterhin ist die Durchsetzung von Eigentumsrechten in diesen Kontexten oft nicht einfacher als die kooperative Verhandlung über nachhaltige Nutzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Elinor Ostrom]] hält dieser Doktrin entgegen, dass es Gemeinschaftseigentum und zugehörige Institutionen gibt,&amp;lt;ref&amp;gt;Elinor Ostrom, &amp;#039;&amp;#039;Governing the Commons: The Evolution of Institutions for Collective Action&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 63 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* deren Miteigentümer eigene Regeln entwickelt, angewendet und überwacht haben, um die Verwendung ihres Gemeinschaftseigentums zu kontrollieren, und &lt;br /&gt;
* deren Ressourcensysteme wie auch die Institutionen selbst über lange Zeiträume überlebt haben. &lt;br /&gt;
Sie findet diese Beispiele in der Almwirtschaft in der Schweiz und Japan sowie in den sehr alten Bewässerungssysteme Spaniens und der Philippinen. Nach ihren Worten ist die jüngste der von ihr untersuchten Institutionen bereits über 100 Jahre alt. Die Geschichte des ältesten zu untersuchenden Systems geht über 1.000 Jahre zurück. Die untersuchten Institutionen haben Dürren, Überschwemmungen, Kriege, Seuchen und große wirtschaftliche und politische Veränderungen überstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass diese Institutionen über lange Zeiträume überlebt haben, bedeutet jedoch nicht, dass ihre Betriebsregeln seit ihrer ersten Einführung unverändert geblieben sind. Die Institutionen und ihre Regelungen sind vielmehr komplex und haben sich im Laufe der Zeit verändert. In solchen Umgebungen kann nicht erwartet werden, dass Betriebsregeln beim ersten Versuch oder auch nach mehreren Versuchen „richtig gemacht werden“. Vielmehr sind diese Institutionen „robust“ oder im „institutionellen Gleichgewicht“ im Sinne von [[Kenneth Shepsle]]. Shepsle betrachtet „eine Institution als ‚im Wesentlichen‘ im Gleichgewicht, wenn Veränderungen gemäß einem [[Ex-ante]]-Plan für einen institutionellen Wandel stattfinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kenneth A. Shepsle, &amp;#039;&amp;#039;Rational Choice Institutionalism&amp;#039;&amp;#039;, in: R A W Rhodes/Sarah A. Binder/Bert A. Rockman (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Handbook of Political Institutions&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 24&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Erfolg der Institutionen resultiert aus ihrer Anpassungsfähigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lösungen für die Probleme der Allmende sieht Ostrom somit in beständig weiterentwickelten Regelsystem, das von Miteigentümern verantwortet wird und in das ihr Wissen einfließt, und innerhalb dessen wirksame Kontrollmechanismen entwickelt werden. Teil dieser Lösungen kann es dabei durchaus einmal sein, einzelne Nutzungsrechte in Privateigentum zu überführen oder staatliche Kontrollen zu nutzen. Das bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass eine Überführung der gesamten gemeinschaftlich genutzten Ressource in Privat- oder Staatseigentum möglich oder sinnvoll ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Elinor Ostrom, &amp;#039;&amp;#039;Governing the Commons: The Evolution of Institutions for Collective Action&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 68 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Die beiden Merkmale Rivalität und Ausschließbarkeit sind voneinander unabhängig.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Spremann, &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft und Finanzen: Einführung in die BWL und VWL&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt deshalb auch Güter, die Nicht-Rivalität öffentlicher Güter mit der Ausschließbarkeit privater Güter verbinden (Klubgüter). Ferner gibt es Güter, welche Rivalität wie bei privaten Gütern aufweisen und mit der Nicht-Ausschließbarkeit öffentlicher Güter kombinieren (Allmendegüter).   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften Ausschließbarkeit und Rivalität sind stets abhängig von der jeweils herrschenden Situation. Eine leere [[Straße]] ist ein öffentliches Gut, doch wird sie zum Allmendegut, wenn es zur [[Hauptverkehrszeit]] zu [[Verkehrsstau]]s ([[externer Effekt]]) kommt,&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Letzner, &amp;#039;&amp;#039;Tourismusökonomie: Volkswirtschaftliche Aspekte rund ums Reisen&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt; was sich in der gegenseitigen Behinderung (Rivalität) der betroffenen [[Verkehrsteilnehmer]] zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietmar Dorn/Rainer Fischbach/Volker Letzner, &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftslehre 2: Volkswirtschaftstheorie und-politik&amp;#039;&amp;#039;, Walter de Gruyter, 2012, S. 185&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird betont, dass es für Allmendegüter schwierig, aber nicht unmöglich ist, Nutzer auszuschließen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nicky Pouw, &amp;#039;&amp;#039;An Introduction to Gender and Wellbeing in Microeconomics&amp;#039;&amp;#039;, Routledge, 2017, S. 46 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nutzung des Allmendeguts ist per Definition nicht ausschließlich, aber nicht per se. Durch die Schaffung von Nutzungsrechten (oder andere staatliche Regulierung) würde ein Allmendegut in ein Klubgut umgewandelt. Dies ist beispielsweise bei der [[Mautpflicht]] von Straßen der Fall, wobei Zahlungsunwillige von der Nutzung der Straße ausgeschlossen werden und die Straße deshalb zum Klubgut (hier [[Mautgut]] genannt) wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rivalität bei Allmendegütern zeigt sich auch im [[Umweltschutz]]. [[Umwelt]] ist ein Allmendegut, weil niemand von ihrer Nutzung ausgeschlossen werden kann und eine Rivalität der Nutzer besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Letzner, &amp;#039;&amp;#039;Tourismusökonomie: Volkswirtschaftliche Aspekte rund ums Reisen&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 80&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wirtschaftssubjekte tragen unterschiedlich stark zur [[Umweltverschmutzung]] bei. Der Staat legt deshalb [[Grenzwert (Technik)|Grenzwerte]] für relevante [[Umweltfaktor]]en fest, um das umweltschädliche Verhalten der Bürger zu begrenzen. Dennoch kann es zur Übernutzung der Umwelt kommen, weil sich einige nicht an die Grenzwerte halten oder andere Staaten weniger umweltbewusst handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Commons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Allmende}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marktforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marktpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftliche Güter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Squasher</name></author>
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