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	<title>Allmende - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Derkoenig: BKH; Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-04-29T09:10:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKH; Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allmende&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemeindeflur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemeindegut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; in der Schweiz die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allmend&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allmënt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allmeind&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allmein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Teil des [[Gemeinde]]vermögens ([[Landfläche]], [[Gewässer]], [[Wald]]), das als [[Kollektiveigentum|gemeinschaftliches Eigentum]] von der gesamten [[Bevölkerung]] benutzt werden darf.&lt;br /&gt;
Als landwirtschaftlicher Begriff bezeichnet Allmende oder „Gemeine Mark“ [[Gemeinschaftseigentum|Gemeinschafts-]] oder [[Genossenschaft]]seigentum abseits der [[Parzellierung|parzellierten]] [[Landwirtschaftliche Nutzfläche|landwirtschaftlichen Nutzfläche]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jörg Bergstedt |Titel=Biotopschutz in der Praxis: Grundlagen -Techniken - Fordermoglichkeiten - Grundlagen - Planung - Handlungsmöglichkeiten |Verlag=John Wiley &amp;amp; Sons |Datum=2012 |ISBN=978-3-527-63930-4 |Online={{Google Buch |BuchID=G7G4BwAAQBAJ |Seite=257 |Hervorhebung=Allmende Teil Gemeindevermögen}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Allmende ist somit jener Teil des Gemeindevermögens, der nicht unmittelbar im Interesse der ganzen Gemeinde zur Bestreitung derer Ausgaben verwandt wird, sondern an dem alle Gemeindemitglieder das Recht zur [[Landnutzung|Nutzung]] haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allmenden sind heute noch im [[Alpenraum]], auf der schwedischen Insel [[Gotland]], vereinzelt im [[Nordschwarzwald|Nord-]] und im [[Südschwarzwald]] ([[Hotzenwald]]) und in [[Südbayern]], auf der [[Hallig]] [[Gröde]], vor allem aber in [[Ländlicher Raum|ländlichen Gebieten]] der [[Entwicklungsländer]] verbreitet. Der Begriff der [[Viehtrift|Trift]], wie z.&amp;amp;nbsp;B. in Weidetrift, bezeichnet ein allen zugängliches Land oder einen Weg, der prinzipiell allmendehaft ist. Die Weidetrift wird beispielsweise im [[Altes Testament|Alten Testament]] bei {{B|Ez|48|14–17|LUT}} erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im über die Landwirtschaft hinausgehenden Sinne wird der Begriff in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und den Informationswissenschaften verwendet (unter anderem [[Allmendegut]], [[Wissensallmende]], [[Tragik der Allmende]] und [[Tragik der Anti-Allmende]]). Dabei wird oft auch die englischsprachige Entsprechung ({{enS|[[commons]]}}) verwendet. Diese bezieht sich auch auf spezifische Landnutzungsrechte ([[Servitut]]e), die bestimmten Bauern, den &amp;#039;&amp;#039;commoners,&amp;#039;&amp;#039; erlaubten und erlauben, auf Land in Privat-, Kron- oder Gemeineigentum zuzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort Allmende stammt aus dem [[Altnordische Sprache|altnordischen]] Wort „almenningr“, was so viel wie „was jedem gehört“ bedeutet, gleichgültig, ob es sich um Allmendeland, Allmendewald oder Allmendegut handelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Niels Åge Nielsen, &amp;#039;&amp;#039;Dans Etymologisk Ordbog&amp;#039;&amp;#039;, 1989, S. 27&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der um 1138 verfassten [[Roskilde]]-Chronik war es Harold Henn, der 1076 die Allmendewaldrechte der Bauern vorgab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Annette Hoff |Titel=Recht und Landschaft: der Beitrag der Landschaftsrechte zum Verständnis der Landwirtschafts- und Landschaftsentwicklung in Dänemark ca. 900-1250 |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2006 |ISBN=3-11-019037-0 |Online={{Google Buch |BuchID=Qt8q3LoUFpcC |Seite=274 |Hervorhebung=wald allmendegut}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelhochdeutsch]]en wurde das Wort als „al(ge)meinde, almeine“ oder „almeide“ übernommen („Gemeindeflur“ oder „Gemeinweide“) und bezeichnete ein im [[Besitz]] einer [[Dorfgemeinschaft]] befindliches [[Grundeigentum]] innerhalb einer [[Gemarkung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~cd2/drw/e/al/lmen/allmende.htm &amp;#039;&amp;#039;Schriftquelle des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Hermann, &amp;#039;&amp;#039;Knaurs etymologisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 32; ISBN 3-426-26074-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Sprachliche Varianten sind auch &amp;#039;&amp;#039;Allmeind, Allmande,&amp;#039;&amp;#039; in Teilen Südtirols &amp;#039;&amp;#039;Gemoana&amp;#039;&amp;#039; und im nordwestlichen [[Niederdeutsche Sprache|niederdeutschen]] ([[niedersächsisch]]en) Sprachraum &amp;#039;&amp;#039;Meent,&amp;#039;&amp;#039; was wiederum auf den alten Begriff der [[Meinheit]] hinweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allmende als Rechtsform ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Windsor Great Park oak.jpg|mini|[[Waldhute|Huteeiche]] im [[Schloss Windsor|Windsor Great Park]]]]&lt;br /&gt;
Die Allmende ist keine [[Rechtsform]] im Sinne des geltenden deutschen [[Zivilrecht]]s oder sonstigen geltenden kodifizierten deutschen Rechts. Lediglich bestimmte Organisationsformen wie der Gemeindebesitz oder Genossenschaftsbesitz schaffen gewisse Rechtspositionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allmende ist jener Teil des Gemeindevermögens, der nicht unmittelbar im Interesse der [[Gemeindeverwaltung]] zur Bestreitung ihrer Ausgaben verwendet wird, sondern an dem alle Gemeindemitglieder das [[Nutzungsrecht|Recht zur Nutzung]], einhergehend mit einer Pflegeverantwortung, haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernd Marquardt |Hrsg=Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege |Titel=Gemeineigentum und Einhegungen. Zur Geschichte der Allmende in Mitteleuropa |Sammelwerk=Berichte der ANL 26 |Nummer=26 |Datum=2002-12 |Online={{ZOBODAT/URL|pdf/Ber-Bayer-Akad-f-Natursch-u-Landschaftspfl_26_0014-0023.pdf}} |Format=PDF |KBytes=1760 |Abruf=2021-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Allmende besteht meist aus unbeweglichem Gut wie [[Verkehrsweg|Wegen]], dem [[Wald]], [[Gewässer]]n zur Löschwasserversorgung oder [[Weideland]] wie der Gemeindewiese, einem [[Hutewald]] oder [[Alm (Bergweide)|Sömmerungsgebieten der Alpen (Alm/Alp)]], auf der jeder Berechtigte eine nach einem vereinbarten Schlüssel vorgegebene Anzahl von Nutztieren weiden lassen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung ist meist auf [[Gemeindeangehörigkeit|Gemeindemitglieder]] beschränkt oder generell öffentlich zugänglich wie bei öffentlichen Wegen, Brunnen oder dem dörflichen [[Anger]]: Nur bei letzterem handelt es sich um Allgemeingut (ein [[Gemeingut]] im Sinne gemeinschaftlicher &amp;#039;&amp;#039;[[Traditionelle Wirtschaftsform#Extraktive Wirtschaftsformen (Wildbeuter und Feldbeuter)|aneignender Wirtschaft]])&amp;#039;&amp;#039;, das keinen Eigentümer hat und bei dem die freie Benutzung als Grundrecht vorliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gibt es auch Rechte von Nutzungsberechtigten (&amp;#039;&amp;#039;commons&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;commoners&amp;#039;&amp;#039; im Englischen). Sie umfassen Rechte ([[Servitut]]e) wie:&lt;br /&gt;
* das [[Wasserrecht]],&lt;br /&gt;
* das [[Weidegerechtigkeit|Weiderecht]],&lt;br /&gt;
* das [[Fischereirecht]],&lt;br /&gt;
* das Recht zum Abbau von Sand oder Kies und weiteren Rohstoffen im Rahmen des [[Bergregal]]s sowie das Recht zum [[Torfabbau]],&lt;br /&gt;
* das [[Mastungsrecht]],&lt;br /&gt;
* das Recht zur Entnahme von Bau- und Brennholz („Bürgerholz“), oft auf kleinere Bäume und Fallholz begrenzt ([[Holzrecht]]). Die entsprechenden Rechte waren zumeist in Art und Menge begrenzt oder wurden vergünstigt abgegeben.&lt;br /&gt;
* Gemeinschaftlich auf Gemeindegrund angebaute zugeteilte Obstbäume oder [[Streuobstwiese]]n (etwa Kirschbäume) wurden den Bürgern zur freien Ernte auf Lebenszeit oder auch vererblich überlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Genossenschaftswesen können die Nutzungsrechte in der jeweiligen Satzung geregelt werden. Das deutsche [[Gesetz betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften|Genossenschaftsgesetz]] betont den „gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb“. Dies ist ein wesentlicher Förderungszweck, der allen Mitgliedern zu gewähren ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Müller: &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zum Gesetz betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Bielefeld 1976, S.&amp;amp;nbsp;86&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Allmenderecht&lt;br /&gt;
Nach [[Otto von Gierke]] bestand die Mark in einer Dorfanlage aus dem inneren Dorfraum, der [[Feldmark]] und der Allmende (auch „Meente“ oder „Gemein“),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Otto von Gierke |Titel=Deutsches Privatrecht: Bd. Allgemeiner Teil und Personenrecht |Verlag=Duncker &amp;amp; Humblot |Datum=1895 |Online={{Google Buch |BuchID=tnpBAAAAYAAJ |SeitenID=PR22 |Hervorhebung=Allmende Teil Gemeindevermögen}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zu der [[Wald]], [[Weide (Tierhaltung)|Weide]] und [[Wasser]] sowie [[Ödland]] und entsprechende [[Weg]]e gehörten. Jeder Dorfgenosse war befugt, die Allmende für seinen wirtschaftlichen Bedarf zu nutzen. Er durfte im Wald [[Bauholz]], [[Brennholz]] und [[Nutzholz]] schlagen, mit seinem [[Vieh]] die Weide beschicken, [[Jagd|jagen]], [[Angeln (Fischfang)|angeln]] und [[Steinbruch|Steine brechen]]. Ursprünglich durfte sich der Genosse sogar Teile der Allmende durch [[Rodung]] und [[Grenze#Markierung von Grenzverläufen|Umhegung]] [[Aneignung (Recht)|aneignen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Otto von Gierke, &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Privatrecht&amp;#039;&amp;#039;, Band I, 1895, S. 580&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Waldnachbarschaft in Bladersbach. Teil 1 Winterarbeiten im Lohwald.webm|mini|Video: Die Waldnachbarschaft in [[Bladersbach]], 1976]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allmende wird entweder von allen Gemeindemitgliedern oder nur von einzelnen bestimmten Berechtigten (der [[Realgemeinde]] oder [[Nutzungsgemeinde]]) benutzt:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nutzung durch alle Gemeindemitglieder&amp;#039;&amp;#039;: In diesem Fall benutzt sie entweder die ganze Gemeinde ungeteilt oder sie wird alljährlich nach Losen verliehen oder unter öffentlicher Autorität verwaltet, und nur der Ertrag wird verteilt. Ein typisches Beispiel dafür ist der [[Anger]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nutzung durch einzelne Berechtigte&amp;#039;&amp;#039;: In diesem Fall bleibt die Allmende zwar Eigentum der [[Korporation]], jedoch mit der Besonderheit, dass ihre Benutzung nicht allen Gemeindemitgliedern, sondern nur einer bestimmten Anzahl, meist den Besitzern bestimmter Güter ([[Bauernhof|Bauernhöfe]], [[Gutshof|Hofgüter]], im Gegensatz zu den bloßen [[Kate (Hütte)|Katen]]), zusteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen Nutzungsanteile &amp;#039;&amp;#039;(Gemeindeteile, Rechtsame, Meenten, Waren, Gewalten)&amp;#039;&amp;#039; sind in der Regel als Zubehörungen der betreffenden Bauerngüter zu betrachten. Diese [[Nutzungsrecht]]e an den Allmenden hängen mit den Verhältnissen der alten [[Markgenossenschaft]]en zusammen, welche an Wald und Wiese noch nicht ein Alleineigentum, sondern nur ein durch Hofbesitz bedingtes Miteigentum zu ideellen Teilen kannten (und kennen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam ist den Formen aber, dass die Rechte an die Gemeinde selbst oder die jeweiligen Höfe (im Sinne einer &amp;#039;&amp;#039;[[Juristische Person|juristischen Person]]&amp;#039;&amp;#039;) gebunden sind. Die Inanspruchnahme des Anrechts erfordert Gemeindemitgliedschaft oder den Status eines [[Haushaltsvorstand]]es. Im Recht der [[Aktiengesellschaft (Schweiz)|schweizerischen Aktiengesellschaft]] gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, in den Statuten das Nutzungsrecht auf die Familienmitglieder zu erweitern oder zu beschränken.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19110009/index.html#a627 Artikel 627] im Obligationenrecht&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Im frühen [[Mittelalter]] gab es praktisch in jedem Dorf eine Allmende. Sie ging auf das Gemeineigentum der alten Markgenossenschaft, die „Gemeine Mark“ zurück. Vor allem in Norddeutschland waren Allmenden für die bäuerlichen Betriebe von besonderer Bedeutung, dort wurden sie oft als „[[Gemeinheitsteilung|Gemeinheiten]]“ bezeichnet. [[Heide (Landschaft)|Heiden]] und [[Niedermoor]]e dienten zur [[Plaggen]]gewinnung und -[[düngung]] um einen intensiven Anbau auf [[Eschflur|Eschländereien]] zu ermöglichen. Sie dienten als Weide oder der Holzgewinnung. Großflächig vorhandene [[Hochmoor|Hochmoore]] dienten der [[Torfstich|Torfgewinnung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Born, &amp;#039;&amp;#039;Geographie der ländlichen Siedlungen&amp;#039;&amp;#039;, 1977, ISBN 3-443-07104-X, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Spanien gab es mit fortschreitender &amp;#039;&amp;#039;[[reconquista]]&amp;#039;&amp;#039; in den Gebieten mit freien Männern neu besiedelte Kommunen, zu deren Bestellung sich die Anrainer zusammenfanden. Daraus erwuchs eine bis heute vereinzelt erhaltene Grundeigentumsstruktur bedeutender &amp;#039;&amp;#039;[[ejido]]&amp;#039;&amp;#039;-Flächen (Feld-, Flur- und Waldgemeinschaften), die von den Kommunen in gemeinsamer Regie kultiviert und genutzt wurde. In den englischsprachigen Ländern war und ist ein Großteil des Landes im Eigentum der Krone (vgl. [[Kronland (Kanada)]]). Die Commons ermöglichten den Erwerb entsprechender Nutzungsrechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 15. und 16. Jahrhundert eigneten sich in Deutschland und England in vielen Fällen weltliche Herrscher die Gemeindeflächen an &amp;#039;&amp;#039;(Allmende-Raub),&amp;#039;&amp;#039; was möglicherweise auch ein Grund für den [[Deutscher Bauernkrieg|deutschen Bauernkrieg]] war. In der Schweiz kam es infolge der Bevölkerungszunahme im 15. Jahrhundert zu ersten Allmendteilungen, und im 16. und 17. Jahrhundert gingen die Gemeinden umfassend dazu über, den Dorfgenossen Nutzungsrechte (&amp;#039;&amp;#039;Gerechtigkeiten&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Rechtsamen&amp;#039;&amp;#039;) zuzuteilen, was den Gemeindebesitz zunehmend in Sondereigentum verwandelte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Band I, S.&amp;amp;nbsp;199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer noch stärkeren Verkleinerung der Allmende kam es durch Inanspruchnahme durch [[Markkötter]], die seit Anbeginn der [[Neuzeit]] durch Allmenderodungen Landbesitz zu erringen suchten.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Born, &amp;#039;&amp;#039;Geographie der ländlichen Siedlungen&amp;#039;&amp;#039;, 1977, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; In England trieb die [[Enclosure Movement|Enclosure-Bewegung]] die Kommerzialisierung der britischen Landwirtschaft voran und wurde zu einer wichtigen Bedingung für die [[industrielle Revolution]]. Der Wegfall der Allmende führte zu wirtschaftlichen Beeinträchtigungen und Verarmung von Kleinbauern. Aus der verarmten und durch das Bevölkerungswachstum zunehmenden Landbevölkerung rekrutierte sich dann die Arbeiterschaft in den schnellwachsenden nordenglischen Industriestädten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts wurde durch die Intensivierung der Landwirtschaft vielfach eine Teilung der Allmenden (siehe auch [[Gemeinheitsteilung]], [[Markenteilung]], [[Separation (Flurbereinigung)|Separation]] oder Verkoppelung) herbeigeführt, welche juristisch nichts anderes war als völlige Veräußerung des Eigentums der Korporation an die Gemeindeglieder und zu einer frühen Form der [[Flurbereinigung]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Rechtsgut der Allmende hat sich vereinzelt in Süddeutschland sowie in den Alpengebieten Österreichs und der Schweiz erhalten, während in den meisten Fällen die Allmende in das Eigentum der Einzelberechtigten oder der politischen Gemeinde oder in dasjenige einer besonderen Nutzungsgemeinde ([[Realgemeinde|Real]]-, Nachbar-, [[Altgemeinde|Alt]]-, Mark-, [[Bürgergemeinde]]) übergegangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil vielfach die überlieferten Bewirtschaftungsregeln für die Allmendeflächen nicht mit modernen landwirtschaftlichen Methoden in Einklang zu bringen waren, ging im 20. Jahrhundert die wirtschaftliche Nutzung der Allmende weitgehend zurück. Oft wurde dann auf solche Flächen z.&amp;amp;nbsp;B. für die Schaffung von Neubau- oder Industriegebieten oder Sportanlagen zurückgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Allmenden ==&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach Bewältigungsstrategien für die ökologischen Krisen des 21. Jahrhunderts rückte die Allmendbewirtschaftung wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Gleichzeitig werden Allmenden und Allmendegüter im Zuge der Finanzkrise zunehmend privatisiert. [[Michael Hudson]] von der [[University of Missouri]] kritisiert, dass private Finanzunternehmen sich zunehmend vom Kreditgeschäft ab- und dem Aufkauf von natürlichen Ressourcen, Infrastrukturen und Allmendegütern (z.&amp;amp;nbsp;B. Wasser, Inseln, aber auch Ausbildungseinrichtungen) in den von der [[Austerität]]spolitik von [[Weltbank]] und [[IMF]] besonders betroffenen Staaten zuwenden, die diese zu ungünstigen Konditionen abgeben müssen. Daraus können die Finanzinvestoren hohe permanente Renten beziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Hudson: &amp;#039;&amp;#039;The Bubble and Beyond.&amp;#039;&amp;#039; Islet 2012, ISBN 978-3-9814842-0-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies kann als moderne Form des &amp;#039;&amp;#039;Allmende-Raubs&amp;#039;&amp;#039; angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alpgenossenschaften ===&lt;br /&gt;
Im ganzen Alpen- und Voralpenraum existieren Allmenden auch heute, zum Beispiel in der [[Schweiz]] in der [[Horgen ZH#Allmendkorporation Reiti|&amp;#039;&amp;#039;Allmendkorporation Reiti&amp;#039;&amp;#039;]] in Horgen am Zürichsee. Diese Allmenden sind teils privatrechtlich, teils (als [[Korporationsgemeinde]]n) öffentlichrechtlich organisiert. Manche alpine Allmenden (Allmeinden) umfassen neben Alpweiden und Wäldern auch Immobilien, so etwa die &amp;#039;&amp;#039;[[Oberallmeindkorporation Schwyz]]&amp;#039;&amp;#039;. Bei Allmenden, die Alpweiden umfassen, haben die beteiligten Landwirte das Recht, ihr Vieh nach bestimmten Nutzungsregeln darauf weiden zu lassen. Die Nutzung wird nach [[Kuhrecht]]en vergeben. &amp;#039;&amp;#039;Ein Kuhrecht&amp;#039;&amp;#039; besagt, dass der Landwirt &amp;#039;&amp;#039;eine&amp;#039;&amp;#039; Kuh darauf weiden lassen darf. Auch sind die Weide- und [[Triftweg]]e, welche zu den verschiedenen Wirtschaftsflächen der Bauern führen, meist Gemeingut. Ebenso gibt es im norditalienischen [[Fusine in Valromana#Uralte Servitutsrechte|Fusine]] noch Gemeinschaftsalmen mit Kuhrechten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allmendweiden ===&lt;br /&gt;
In Deutschland existieren solche heute (2010) zum Beispiel im südlichen [[Hotzenwald]] um die Gemeinde [[Ibach (Schwarzwald)|Ibach]] herum sowie in Südbayern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Nordamerika]] beruht das Projekt [[Buffalo Commons]] zur Wiederverbreitung des [[Amerikanischer Bison|Amerikanischen Bisons]] in den [[Great Plains]] auf dem Prinzip der Allmend-Bewirtschaftung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Begriff der Allmende im übertragenen Sinn ==&lt;br /&gt;
In erweiterter Form findet der Begriff auch in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und der Informatik&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Lutterbeck: {{Webarchiv |url=http://www.alfred-buellesbach.de/PDF/05_Lutterbeck_Wissensg.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Wissensgesellschaft bauen!&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20071007191225}}. In: Johann Bizer, Bernd Lutterbeck, Jochen Rieß (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Umbruch von Regelungssystemen in der Informationsgesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Freundesgabe für Alfred Büllesbach (PDF; 156,7&amp;amp;nbsp;kB). Stuttgart 2002. Auf Alfred-Buellesbach.de, abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;August 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verwendung:&lt;br /&gt;
* So werden in der [[Mikroökonomie]] allgemein bestimmte Güter als [[Allmendegut|Allmendegüter]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
* Als &amp;#039;&amp;#039;[[Wissensallmende]]&amp;#039;&amp;#039;, englisch &amp;#039;&amp;#039;commons&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet man gemeinsames Gut der modernen Informationsgesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.thepublicdomain.org/download/ |titel=Read {{!}} The Public Domain {{!}} |sprache=en-US |abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;[[Tragik der Allmende]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;the tragedy of the commons&amp;#039;&amp;#039;) führt zur [[Übernutzung]] einer Ressource, wenn zu viele Eigner das (faktische) Recht haben, die Ressource zu nutzen, keine wirksamen Nutzungsregeln bestehen und keiner das (faktische) Recht hat, andere von der Nutzung auszuschließen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Garrett Hardin |Hrsg=Science |Titel=The Tragedy of the Commons |Band=Vol. 162 |Nummer=3859 |Datum=1968-12-13 |Seiten=1243–1248 |Online=[https://www.sciencemag.org/content/162/3859/1243.full online] |Abruf=2014-08-30 |DOI=10.1126/science.162.3859.1243}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;[[Tragik der Anti-Allmende]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;the tragedy of the anticommons&amp;#039;&amp;#039;) führt zur Unternutzung einer Ressource, wenn viele Eigentümer das Recht haben, andere von der Nutzung der Ressourcen auszuschließen und keiner ein effektives Nutzungsprivileg hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael A. Heller: &amp;#039;&amp;#039;The Tragedy of the Anticommons. Property in the Transition from Marx to Markets.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Harvard Law Review.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 111 (1998), S. 622.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische Begriff &amp;#039;&amp;#039;Tragedy of the Commons&amp;#039;&amp;#039; wird unter anderem auf Überlegungen von [[William Forster Lloyd]] (1795–1852) zur Bevölkerungsentwicklung zurückgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;William Forster Lloyd: &amp;#039;&amp;#039;Two Lectures on the Checks to Population.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford, England 1833.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Joachim Radkau]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;rad&amp;quot;&amp;gt;Joachim Radkau: &amp;#039;&amp;#039;Natur und Macht, Eine Weltgeschichte der Umwelt.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, 2002, ISBN 3-406-48655-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; steht er damit in einer ganzen Reihe von Wissenschaftlern und Agrarreformern, die seit dem 18. Jahrhundert ein angebliches Allmendeproblem diskutierten und exemplarisch für die Abschaffung von hergebrachten Formen des Gemeineigentums verwendeten. Der Mikrobiologe und [[Ökologie|Ökologe]] [[Garrett Hardin]] erweiterte den Begriff 1968 in einem Essay für die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Science&amp;#039;&amp;#039;, ebenfalls unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;The Tragedy of the Commons&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Garret Hardin: &amp;#039;&amp;#039;The Tragedy of the Commons.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Science.&amp;#039;&amp;#039; Band 162, 1968, S. 1243–1248.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die (deutsch) &amp;#039;&amp;#039;Tragik der Allmende&amp;#039;&amp;#039; wäre nach Hardin ein unvermeidliches Schicksal der Menschheit, würde man nur nach technologischer Lösung suchen. Um diesem Schicksal zu entgehen, muss man vielmehr seine Perspektive ändern und das Problem nicht mehr nur als einzelne Individuen, sondern auch als eine Gemeinschaft betrachten und angehen. Ob für die Gemeinschaft eine Privatisierung oder staatliche Regelung der Allmende die bessere Lösung ist, lässt Hardin in diesem Essay erstmal offen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Garrett Hardin |Titel=The Tragedy of the Commons |Sammelwerk=Science |Band=162 |Nummer=3859 |Datum=1968-12-13 |ISSN=0036-8075 |Seiten=1243–1248 |Online=https://science.sciencemag.org/content/162/3859/1243 |Abruf=2018-05-04 |DOI=10.1126/science.162.3859.1243 |PMID=5699198}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Yanling Guo |Hrsg= |Titel=Hardin und sein &amp;quot;The Tragedy of the Commons&amp;quot; |Sammelwerk=LinkedIn |Band= |Nummer= |Ort= |Datum=2018-04-30 |ISBN= |Seiten= |Online=https://www.linkedin.com/pulse/hardin-und-sein-tragedy-commons-yanling-guo/ |Abruf=2018-05-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hardin, der sich selbst in die Tradition [[Robert Malthus]] stellt,&amp;lt;ref&amp;gt;Garrett Hardin: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.thesocialcontract.com/pdf/eight-three/hardin.pdf The Feast of Malthus Living within limits.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;THE SOCIAL CONTRACT.&amp;#039;&amp;#039; Frühling 1998, S. 181–187. (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt; sah den Begriff als [[Metapher]] für Überbevölkerung und forderte eine globale Geburtenkontrolle und rigide internationale Beschränkungen etwa des Fischfangs. 1994 relativierte Hardin seine Kritik der Allmende in dem Artikel &amp;#039;&amp;#039;The Tragedy of the Unmanaged Commons&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Garrett Hardin: &amp;#039;&amp;#039;The Tragedy of the Unmanaged Commons.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trends in Ecology &amp;amp; Evolution.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 9, Nr.  5 (1994), S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radkau sieht bei Hardin eine deutlich veränderte Verwendung des Allmendebeispiels.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rad&amp;quot; /&amp;gt; Hardin fordere damit nicht mehr den privaten Zugriff auf ehemals gemeinsam verwaltete Güter. Es ging umgekehrt um eine vermehrte staatliche oder internationale Regulation von Gemeingütern auf globaler Ebene (eine „[[Ökodiktatur]]“ bei Radkau&amp;lt;ref name=&amp;quot;rad&amp;quot;  details=&amp;quot;S. 92&amp;quot;/&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die tatsächliche Allmendewirtschaft gehe die Modellvorstellung in beiden Ausprägungen kaum ein. Diese sei (gerade auch bei einer gewissen [[Überweidung]]) ökologisch sehr interessant und von einem großen Artenreichtum geprägt. Die Allmendewirtschaft geht mittlerweile mit wissenschaftlich begründeten Strategien nachhaltig vor. Die wahre &amp;#039;Tragik der Allmende&amp;#039; bestand Radkau zufolge im Aufruf zu einer „ökonomischen“, sprich ungehemmten Nutzung der Allmendebestände, was in der Neuzeit auch eingetreten sei und im Sinne einer &amp;#039;self fulfilling prophecy&amp;#039; zeitweise krisenhafte Auswirkungen hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rad&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moderne Formen der Allmenderegulierung, im direkten&amp;lt;ref&amp;gt;Raimund Rodewald u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Die Anwendung des Prinzips der nachhaltigen Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vera Christine Lenhard, Raimund Rodewald: &amp;#039;&amp;#039;Nachhaltige Landschaftsentwicklung mit Hilfe von institutionellen Ressourcenregimen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society.&amp;#039;&amp;#039; Volume 9, Number 1, März 2000, S. 50–57.&amp;lt;/ref&amp;gt; bezogen auf die Ressource Landschaft wie im übertragenen, sozialwissenschaftlichen Sinn&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas M. Ernst, Andrea Bender, Renate Eisentraut, Stefan Seitz: &amp;#039;&amp;#039;Prozessmuster der Allmenderegulierung: Die Rolle von Strategien, Information und Institutionen – Abschlussbericht – April 2001.&amp;#039;&amp;#039; Research Reports Institute of Psychology University of Freiburg Germany&amp;lt;/ref&amp;gt; sind mittlerweile Gegenstand von internationalen Forschungsprojekten wie auch der Untersuchung von Handlungs- und Prozessmustern etwa in der Psychologie. [[Elinor Ostrom]] erhielt gemeinsam mit [[Oliver E. Williamson]] 2009 den [[Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften|Wirtschaftsnobelpreis]]. Ostrom habe gezeigt, „wie gemeinschaftliches Eigentum von Nutzerorganisationen erfolgreich verwaltet werden kann“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Entwicklungspolitik, etwa am Beispiel des landwirtschaftlichen Umbruchs in China werden unter dem Schlagwort „the tragedy of the commons revisited“ statt einer modellhaft strikten Unterscheidung zwischen privatem, staatlichem oder Gemeineigentum und einer gänzlich freien Verfügbarkeit historisch wie aktuell Übergangsformen festgestellt und ein Co-Management derselben empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;Tony Banks: &amp;#039;&amp;#039;Property Rights Reform in Rangeland China: Dilemmas On the Road to the Household Ranch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;World development.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 31, No. 12, Massey University, Palmerston North 2003, S. 2129–2142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volkswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Allmendegut}}&lt;br /&gt;
Da die Allmende durch die gesamte [[Bevölkerung]] genutzt werden darf, kann niemand von der [[Nutzung (Recht)|Nutzung]] [[Ausschließbarkeit|ausgeschlossen]] werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Manfred Becker |Titel=Personalentwicklung: Bildung, Förderung und Organisationsentwicklung in Theorie und Praxis |Verlag=Schäffer-Poeschel |Datum=2013 |ISBN=978-3-7992-6782-3 |Online={{Google Buch |BuchID=YyXRDwAAQBAJ |Seite=58 |Hervorhebung=Allmende ausschließbarkeit}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei starker Nutzung durch die Bevölkerung entsteht jedoch [[Rivalität]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Spremann |Titel=Wirtschaft und Finanzen: Einführung in die BWL und VWL |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2013 |ISBN=978-3-486-72027-3 |Online={{Google Buch |BuchID=f0PpBQAAQBAJ |Seite=40 |Hervorhebung=wald allmendegut}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Rivalität bedeutet, dass jeder Dorfbewohner, der beispielsweise einen kleinen Teich zum Angeln benutzt, den [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] für weitere Bewohner schmälert, weil sich die Anzahl der [[Speisefisch]]e verringert. Im Extremfall zeigt sich dies in der [[Übernutzung]] ([[Überweidung]] von [[Agrarfläche]]n, [[Überjagung]] der [[Tierwelt]], [[Überfischung]] der [[Weltmeer]]e, [[Übernutzung#Raubbau|Raubbau]] an [[Wald|Wäldern]], aber auch [[Verkehrsinfarkt]] im [[Straßennetz]], und [[Umweltbelastung]]) der Allmende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Allod]]&lt;br /&gt;
* [[Agrargemeinschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Bürgerressource]]&lt;br /&gt;
* [[Hauberg]]&lt;br /&gt;
* [[Jedermannsrecht]]&lt;br /&gt;
* [[Osing (Freimarkung)]]&lt;br /&gt;
* [[Prinzip des Gemeineigentums]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* David Bollier: &amp;#039;&amp;#039;Think Like a Commoner. A Short Introduction to the Life of the Commons.&amp;#039;&amp;#039; Perseus Books, 2014, ISBN 978-0-86571-768-8.&lt;br /&gt;
* David Bollier, [[Silke Helfrich]], [[Heinrich-Böll-Stiftung]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Welt der Commons. Muster gemeinsamen Handelns.&amp;#039;&amp;#039; transcript, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-8376-3245-3.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Heimrath]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Commonie. Versuchsanordnung für eine Post-Kollaps-Gesellschaft des guten Lebens.&amp;#039;&amp;#039; thinkOya, Klein Jasedow 2014, ISBN 978-3-927369-73-3.&lt;br /&gt;
* Andrea Baier, Christa Müller, Karin Werner: &amp;#039;&amp;#039;Stadt der Commonisten: Neue urbane Räume des Do it yourself.&amp;#039;&amp;#039; transcript, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2367-3.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Grober]]: [https://www.greenpeace-magazin.de/was-allen-gehoert &amp;#039;&amp;#039;Was allen gehört – Über die Wiederkehr der Allmende. Eine Spurensuche.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Greenpeace Magazin.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3, 2012.&lt;br /&gt;
* Andreas Exner, Brigitte Kratzwald: &amp;#039;&amp;#039;Solidarische Ökonomie &amp;amp; Commons. Intro.&amp;#039;&amp;#039; Mandelbaum kritik &amp;amp; utopie, Wien 2012, ISBN 978-3-85476-607-0.&lt;br /&gt;
* Silke Helfrich, [[Heinrich-Böll-Stiftung]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Commons. Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat.&amp;#039;&amp;#039; transcript, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-8376-2036-8.&amp;lt;ref&amp;gt;Rezension: Deutschlandfunk, Sonja Ernst: &amp;#039;&amp;#039;Andruck.&amp;#039;&amp;#039; 20. August 2012, [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/1844818/ dradio.de], 25. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Silke Helfrich (Hrsg.), [[Elinor Ostrom]]: &amp;#039;&amp;#039;Was mehr wird, wenn wir teilen. Vom gesellschaftlichen Wert der Gemeingüter.&amp;#039;&amp;#039; oekom verlag, München 2011, ISBN 978-3-86581-251-3.&lt;br /&gt;
* Silke Helfrich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wem gehört die Welt? Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. oekom verlag, München 2009, ISBN 978-3-86581-133-2.&lt;br /&gt;
* Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg (LfU) (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wälder, Weiden, Moore. Naturschutz und Landnutzung im Oberen Hotzenwald.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Naturschutz-Spectrum, Themen.&amp;#039;&amp;#039; Band 94). Verlag Regionalkultur, Heidelberg u.&amp;amp;nbsp;a. 2004, ISBN 3-89735-268-0.&lt;br /&gt;
* Dirk Lederbogen, Gert Rosenthal, Dagmar Scholle, Jürgen Trautner, Beate Zimmermann, Giselher Kaule (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Allmendweiden in Südbayern: Naturschutz durch landwirtschaftliche Nutzung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Angewandte Landschaftsökologie.&amp;#039;&amp;#039; H.&amp;amp;nbsp;62). BfN-Schriften-Vertrieb im Landwirtschaftsverlag, Münster 2004, ISBN 3-7843-3734-1.&lt;br /&gt;
* {{HLS|13704|Allmend|Autor=Martin Leonhard, [[Markus Mattmüller]]}}&lt;br /&gt;
* [[Christian Müller (Wirtschaftswissenschaftler)|Christian Müller]], [[Manfred Tietzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Allmende-Allokationen.&amp;#039;&amp;#039; In: Manfred Tietzel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ökonomische Theorie der Rationierung.&amp;#039;&amp;#039; München 1998, S.&amp;amp;nbsp;163–201.&lt;br /&gt;
* [[Elinor Ostrom]]: [http://books.google.de/books?id=4xg6oUobMz4C&amp;amp;pg=PR11 &amp;#039;&amp;#039;Governing the Commons. The Evolution of Institutions for Collective Action.&amp;#039;&amp;#039;] Cambridge University Press, Cambridge u.&amp;amp;nbsp;a. 1990, ISBN 0-521-40599-8.&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Die Verfassung der Allmende. Jenseits von Staat und Markt&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Die Einheit der Gesellschaftswissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Band 104). Übersetzt von Ekkehard Schöller. Mohr Siebeck, Tübingen 1999, ISBN 3-16-146916-X.&lt;br /&gt;
* {{LexMA|1|439|440|Allmende|Louis Carlen}}&lt;br /&gt;
* Bernd Schildt: &amp;#039;&amp;#039;Allmende.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Aachen – Geistliche Bank.&amp;#039;&amp;#039; 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Schmidt, Berlin 2008, ISBN 978-3-503-07912-4, Sp. 169–180 (mit umfänglicher Bibliographie bis einschließlich 2003, Sp. 178 ff.).&lt;br /&gt;
* Daniel Schläppi, Malte-Christian Gruber (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von der Allmende zur Share Economy. Gemeinbesitz und kollektive Ressourcen in historischer und rechtlicher Perspektive.&amp;#039;&amp;#039; Reihe Beiträge zur Rechts-, Gesellschafts- und Kulturkritik, Band 15. Berliner Wissenschafts-Verlag, ebenda 2018, ISBN 978-3-8305-3833-2.&lt;br /&gt;
* [[Theodor Felber]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Allmenden des alten Landes Schwyz. Mit einer Kartenbeilage.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, 1900/1901, {{ISSN|1013-8854}}, S. 61–84, [https://www.e-periodica.ch/digbib/view?rid=ghl-001:1900:2::75 Digitalisat].&lt;br /&gt;
* Hartmut Zückert: &amp;#039;&amp;#039;Allmende und Allmendaufhebung. Vergleichende Studien zum Spätmittelalter bis zu den Agrarreformen des 18./19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Forschungen zur Agrargeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 47). Lucius &amp;amp; Lucius, Stuttgart 2003, ISBN 3-8282-0226-8.&lt;br /&gt;
* [[Otto Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf um Wald und Weide.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1925.&lt;br /&gt;
* Heinrich Moosberger: &amp;#039;&amp;#039;Die Bündnerische Allmende.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation Universität Zürich, Senti, Chur 1891. [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11636865?page=4,5 Digitalisat]&amp;lt;ref&amp;gt;Das Werk befasst sich mit der geschichtlichen Entwicklung der Allmende ab vorrömischer Zeit bis ins ausgehende 19. Jahrhundert und mit den Eigentums- und Nutzungsrechten im Zusammenhang mit Allmenden&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Common land|Allmende}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1311120/index.html Regierungspräsidium Baden-Württemberg, rp.baden-wuerttemberg.de: &amp;#039;&amp;#039;Natura 2000-Managementplan (MaP) Gletscherkessel Präg / Weidfelder im Oberen Wiesental&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://dlc.dlib.indiana.edu/dlc/ |text=Digital Library of the Commons (DLC), Forschungsbibliothek |wayback=20110716074151}}&lt;br /&gt;
* [https://www.thecommonsjournal.org/index.php/ijc International Journal of the Commons]&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-marburg.de/fb02/makro/forschung/magkspapers/23-2010_nutzinger.pdf MAGKS-Paper No. 24-2010 zur «Verfassung der Allmende»] (PDF; 76&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4141970-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flurform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Form der Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrargeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeineigentum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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