<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Allgemeiner_Faktor_der_Intelligenz</id>
	<title>Allgemeiner Faktor der Intelligenz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Allgemeiner_Faktor_der_Intelligenz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Allgemeiner_Faktor_der_Intelligenz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-01T14:18:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Allgemeiner_Faktor_der_Intelligenz&amp;diff=525033&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Allgemeiner_Faktor_der_Intelligenz&amp;diff=525033&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-03T02:02:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Faktor der Intelligenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Generalfaktor der Intelligenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;g-Faktor der Intelligenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) beruht auf der statistischen Beobachtung, dass in vielen Intelligenzleistungen mehr oder weniger stark ein allgemeiner Intelligenzfaktor mitwirkt. Dies rechtfertigt es, vereinfachend von „der“ [[Intelligenz]] zu sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit keinem anderen psychologischen Konstrukt kann die Berufsleistung so genau vorhergesagt werden wie mit dem &amp;#039;&amp;#039;g-Faktor&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.creativitypost.com/psychology/debate/intelligence_matters_for_success_like_it_or_not |wayback=20160504234919 |text=&amp;#039;&amp;#039;Talent or Practice – What Matters More?&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-06-07 20:25:18 InternetArchiveBot }} auf: &amp;#039;&amp;#039;creativitypost.com&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 5. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Allerdings stellt er nur einen groben Orientierungswert für das Intelligenzprofil einer Person dar. Bei differenzierterer Betrachtung, wie es z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Berufsberatung]] oder [[Neuropsychologie]] erfordern, ist es oft sinnvoll, die Ausprägungen spezifischer Intelligenzfaktoren zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung von einer allgemeinen geistigen Fähigkeit, die sich in einem einzigen Intelligenzwert ausdrücken lässt, war seit Beginn der Intelligenzforschung umstritten. Das war schon in den Forschungen von [[Charles Spearman]] zur Zweifaktorentheorie der Intelligenz der Fall.&amp;lt;ref&amp;gt;David G. Myers, S. Hoppe-Graff, B. Keller: &amp;#039;&amp;#039;Psychologie.&amp;#039;&amp;#039; 2., erw. u. aktualisierte Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-79032-7, S. 469.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der britische [[Psychologe]] [[Charles Spearman]] begründete 1904 die [[Faktorenanalyse|Faktor-Theorie]] der Intelligenz in der [[Psychologie]]. Er entdeckte durch den Vergleich verschiedener [[Intelligenztest]]s, durchgeführt an einer Gruppe Probanden, dass fast alle Testmodule innerhalb eines solchen Tests positiv miteinander korrelieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Korrelation]]en waren nicht hoch, ließen jedoch den Rückschluss zu, es müsse einen allgemeingültigen Faktor geben, der etwas über die Intelligenz eines Menschen aussagt und für dessen Ausprägung die [[Vererbung (Biologie)|Vererbung]] eine umstrittene Rolle spielt. Es besteht nach Spearmans Theorie also ein Zusammenhang zwischen den verschiedenen Fähigkeitsbereichen eines Menschen, und es muss dementsprechend einen allgemeinen „Intelligenzfaktor“ geben: den &amp;#039;&amp;#039;General Factor of Intelligence&amp;#039;&amp;#039; „g“. Neben dem &amp;#039;&amp;#039;General Factor of Intelligence&amp;#039;&amp;#039; beinhaltet jeder Intelligenztest laut Spearmans &amp;#039;&amp;#039;Zwei-Faktoren-Theorie der Intelligenz&amp;#039;&amp;#039; zudem spezifische Einflussgrößen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thurstones Untersuchung ===&lt;br /&gt;
[[Louis Leon Thurstone]] führte 1938 weitergehende Untersuchungen durch: Er extrahierte und verglich den allgemeinen Faktor der Intelligenz aus sechs voneinander unabhängigen [[Testbatterie]]n. Die [[Korrelation]] des g-Faktors jeweils zweier Testbatterien lag zwischen +0,52 und +0,94. Der Zusammenhang war nicht optimal, dennoch war er positiv. Thurstone schlussfolgerte, dass generelle Faktoren aus den Tests sich folglich ähnlich, jedoch nicht identisch sind. Diese Erkenntnis bildete die Grundlage für [[Intelligenztheorie#Thurstones Primärfaktorenmodell|Thurstones Faktor-Theorien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Carrolls Untersuchung ===&lt;br /&gt;
Gegenüber der Zwei-Faktoren-Theorie der Intelligenz entstanden verschiedene hierarchische Faktorenmodelle. In ihnen wurden mehrere Ebenen bzw. Schichten von zunehmendem Allgemeinheitsgrad unterschieden, beispielsweise „spezifische Faktoren“, darüber und somit allgemeiner „Gruppenfaktoren“ und an der Spitze der g-Faktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichste Analyse hatte [[John B. Carroll]] (1993) durchgeführt. Sie basierte auf den Daten von weit über 100.000 Personen. Auch sie bestätigte eine hierarchische Faktorenstruktur mit einem g-Faktor an der Spitze. Eine Ebene darunter erhielt er u. a. Faktoren der [[Fluide und kristalline Intelligenz|fluiden und kristallinen Intelligenz]] (nach [[Raymond Bernard Cattell]]). Diese Cattellsche Unterscheidung wird wichtig, wenn Bezüge zu [[Informationspsychologie|informationspsychologischen]] oder [[Neurobiologie|neurobiologischen]] Größen hergestellt werden. So erniedrigt sich bei Minderungen der Hirnfunktionen durch Glukose- oder Sauerstoffmangel unmittelbar die fluide Intelligenz, während die kristalline Intelligenz weniger störungsabhängig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Messung des g-Faktors ==&lt;br /&gt;
Oftmals werden spezifische [[Intelligenztest]]s (wie beispielsweise [[Ravens Matrizentest]]) zur Messung des g-Faktors genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gignac2015&amp;quot;&amp;gt;G. E. Gignac: &amp;#039;&amp;#039;Raven’s is not a pure measure of general intelligence: Implications for g factor theory and the brief measurement of g.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Intelligence.&amp;#039;&amp;#039; 52, 2015, S. 71–79. [[doi:10.1016/j.intell.2015.07.006]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Begründet wird dieses Vorgehen damit, dass derartige Intelligenztests für schlussfolgerndes Denken (&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|reasoning}}&amp;#039;&amp;#039;) der beste Indikator für den g-Faktor seien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gustafsson1984&amp;quot;&amp;gt;J.-E. Gustafsson: &amp;#039;&amp;#039;A unifying model for the structure of intellectual abilities.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Intelligence.&amp;#039;&amp;#039; 8, 1984, S. 179–203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gustafsson1999&amp;quot;&amp;gt;J.-E. Gustafsson: &amp;#039;&amp;#039;Measuring and understanding G: Experimental and correlational approaches.&amp;#039;&amp;#039; In: P. L. Ackermann, P. C. Kyllonen, R. D. Roberts (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Advances in the psychology of human intelligence.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 4, American Psychological Association, Washington, DC 1999, S. 275–289.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch zeigt sich regelmäßig, dass bei angemessener [[Operationalisierung]] der Intelligenz schlussfolgerndes Denken als vom g-Faktor unabhängiges [[Konstrukt]] aufzufassen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;H.-M. Süß: &amp;#039;&amp;#039;The construct validity of the Berlin Intelligence Structure Model (BIS).&amp;#039;&amp;#039; In: A. Roazzi, B. Campello, W. Bilsky (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the 14th Facet Theory Conference. Searching for structure in complex social, cultural &amp;amp; psychological phenomena.&amp;#039;&amp;#039; Facet Theory Organization, Recife, Brazil 2013, S. 140–156.&amp;lt;/ref&amp;gt; Empirische Untersuchungen zur Eignung spezifischer Intelligenztests als Operationalisierung des g-Faktors kommen zu dem Schluss, dass Ravens Matrizentest allein nicht ausreicht, um den g-Faktor zu bestimmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gignac2015&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine angemessene Operationalisierung des g-Faktors erfordert viele verschiedenartige Aufgaben, die sich hinsichtlich der kognitiven Anforderungen (z.&amp;amp;nbsp;B. schlussfolgerndes Denken, Bearbeitungsgeschwindigkeit, Merkfähigkeit) als auch der inhaltlichen Einbettung (z.&amp;amp;nbsp;B. figural, numerisch, verbal) unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;A. R. Jensen, L.-J. Wang: &amp;#039;&amp;#039;What is a good g?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Intelligence.&amp;#039;&amp;#039; 18, 1994, S. 231–258.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;C. L. Reeve, N. Blacksmith: &amp;#039;&amp;#039;Identifying g: A review of current factor analytic practices in the science of mental abilities.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Intelligence.&amp;#039;&amp;#039; 37(5), 2009, S. 487–494. [[doi:10.1016/j.intell.2009.06.002]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden diese Anforderungen erfüllt, dann korrelieren die g-Faktoren unterschiedlicher Intelligenztestaufgaben fast perfekt, d.&amp;amp;nbsp;h. können praktisch als identisch angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Johnson, J. te Nijenhuis, T. J. Bouchard: &amp;#039;&amp;#039;Still just 1 g: Consistent results from five test batteries.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Intelligence.&amp;#039;&amp;#039; 36(1), 2008, S. 81–95. [[doi:10.1016/j.intell.2007.06.001]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;S. Valerius, J. R. Sparfeldt: &amp;#039;&amp;#039;Consistent g- as well as consistent verbal-, numerical- and figural-factors in nested factor models? Confirmatory factor analyses using three test batteries.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Intelligence.&amp;#039;&amp;#039; 44, 2014, S. 120–133. [[doi:10.1016/j.intell.2014.04.003]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein alternativer Ansatz zur Ermittlung eines Generalfaktors der Intelligenz ist die [[Kurzspeicherkapazität]] der [[Erlanger Schule der Informationspsychologie]]. Danach ist die Intelligenz abhängig von der [[Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit]] und der [[Gedächtnisspanne]]. In der akademisch-psychologischen Intelligenzforschung konnte sich dieser Ansatz jedoch nicht durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[John B. Carroll]]: &amp;#039;&amp;#039;Human cognitive abilities: A survey of factor-analytic studies&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, Cambridge, UK 1993.&lt;br /&gt;
* [[Raymond Bernard Cattell|Raymond B. Cattell]]: &amp;#039;&amp;#039;Theory of Fluid and Crystallized Intelligence: A Critical Experiment.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Educational Psychology.&amp;#039;&amp;#039; Band 54, 1963, S. 1–22.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Linda S. Gottfredson&lt;br /&gt;
   |Titel=The General Intelligence Factor&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Scientific American]]. Exploring Intelligence&lt;br /&gt;
   |Band=9&lt;br /&gt;
   |Nummer=4&lt;br /&gt;
   |Datum=1998&lt;br /&gt;
   |Online=[http://www.psych.utoronto.ca/~reingold/courses/intelligence/cache/1198gottfred.html online]}}&lt;br /&gt;
* [[Arthur Jensen (Psychologe)|Arthur R. Jensen]]: &amp;#039;&amp;#039;The g factor: The science of mental ability.&amp;#039;&amp;#039; Praeger, Westport, CT 1998.&lt;br /&gt;
* [[Heiner Rindermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Was messen internationale Schulleistungsstudien? Schulleistungen, Schülerfähigkeiten, kognitive Fähigkeiten, Wissen oder allgemeine Intelligenz?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Psychologische Rundschau.&amp;#039;&amp;#039; Band 57, 2006, S. 69–86. [https://www.gfg-online.de/downloads/wissenschaftsartikel/quelle_2006-03_5.pdf (PDF; 165&amp;amp;nbsp;kB)]&lt;br /&gt;
* [[Detlef Rost|Detlef H. Rost]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Intelligenz.&amp;#039;&amp;#039; Beltz, Weinheim 2013.&lt;br /&gt;
* [[Charles Spearman]]: &amp;#039;&amp;#039;General intelligence, objectively determined and measured.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Psychology.&amp;#039;&amp;#039; Band 15, 1904, S. 201–293. [https://psychclassics.yorku.ca/Spearman/ Classics in the History of Psychology -- Spearman (1904) Index]&lt;br /&gt;
* Charles Spearman: &amp;#039;&amp;#039;The abilities of man.&amp;#039;&amp;#039; Macmillan, London 1927.&lt;br /&gt;
* Rudolf Sponsel: &amp;#039;&amp;#039;Generalfaktoren in Intelligenztests: AID, BIS, HAWIE, IST70, LPS, SPM.&amp;#039;&amp;#039; 2009. [https://www.sgipt.org/wisms/fa/gf-fa/GFA-IQT.htm sgipt.org]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikibooks|Elementarwissen medizinische Psychologie und medizinische Soziologie: Theoretisch-psychologische Grundlagen#Intelligenz: Messung, Modelle und Einflussfaktoren|Elementarwissen medizinische Psychologie und medizinische Soziologie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Differentielle und Persönlichkeitspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Intelligenzforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kognitionswissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>