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	<title>Allfinanz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T00:02:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Allfinanz&amp;diff=181926&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dk1909: Klammern korrigiert</title>
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		<updated>2025-03-15T09:48:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammern korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allfinanz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung für [[Geschäftsmodell]]e, die auf dem Angebot aller wesentlichen Finanzdienstleistungen „aus einer Hand“ beruhen. Sie dienen einerseits der Diversifikation und Unternehmenswertsteigerung (Rentabilität), andererseits der Stärkung der Kundenbindung, der Erweiterung des Kundenkreises und dem letztlich dem Erreichen vertrieblicher Synergieeffekte (&amp;#039;&amp;#039;[[Querverkauf|cross selling]]&amp;#039;&amp;#039;). [[Kreditinstitut]]e und [[Versicherer|Versicherungsunternehmen]] bilden dafür entweder Kooperationen mit anderen Finanzinstituten ([[Joint Venture]]s, [[Kapitalbeteiligung]]en, gegebenenfalls sogar [[Fusion (Wirtschaft)|Fusionen]]) oder sie gründen [[Tochtergesellschaft]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachteile können sich aus dem erhöhten Informationsstand und dem großen Umfang des Angebotswesens ergeben, wenn die Erwartungshaltungen des Kunden sich an günstigen Einzeltransaktionen (statt Rundumversorgung) ausrichten. Als problematisch können sich auch die unterschiedlichen Regelsysteme (Vergütungen) oder Unternehmenskulturen erweisen, insbesondere ist die zusätzliche staatliche Allfinanzaufsicht zu beachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
1922 gründeten [[Genossenschaftsbank]]en die [[R+V Versicherung]], um [[Prämiensparen|Prämiensparverträge]] in Kombination mit [[Risikolebensversicherung]]en zu vertreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Herrmann/Klaus P. Berger/Ulrich Wackerbarth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsches und Internationales Bank- und Wirtschaftsrecht im Wandel.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, 1997, S.&amp;amp;nbsp;66.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Sparen mit Versicherungsschutz“ boten ab 1952 die Sparkassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Müller/Josef Löffelholz: &amp;#039;&amp;#039;Bank-Lexikon: Handwörterbuch für das Bank- und Sparkassenwesen&amp;#039;&amp;#039;, Gabler Verlag, 1961, Sp. 1271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] waren Konzernverbünde zwischen Versicherern und Banken in der Zeit von 1933 bis 1999 aufgrund des [[Trennbankensystem]]s verboten ([[Glass-Steagall Act]]). Durch die Verbotsaufhebung war die Gründung der [[Citigroup]] möglich geworden. In Großbritannien war das Modell der [[Universalbank]], die Kredite gewähren und Kundengelder annehmen darf, lange unbekannt, so dass dort sogar das [[Bankwesen]] zersplittert war. Allfinanz erfolgte daher nur über [[Anlagevermittlung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Institute unterlagen lange unterschiedlichen zuständigen [[Aufsichtsbehörde|Aufsichten]], was übergreifendes Tätigwerden erschwerte beziehungsweise unterband (zuständig waren das [[Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen]] und des [[Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel|Wertpapierhandels]] bzw. für das [[Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen|Versicherungswesen]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Anja Büschgen: &amp;#039;&amp;#039;Allfinanz als Marktbearbeitungskonzept privater Geschäftsbanken&amp;#039;&amp;#039;, Gabler Verlag, 1992, S. 18 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2002 wurde eine gemeinsame [[Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht|Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin)]] gegründet und an diese die Aufgaben übertragen. Unter dem Sammelbegriff [[Finanzdienstleistung]]en werden seitdem alle im [[Finanzsektor]] anfallenden Geschäfte (auch [[Factoring]] und [[Leasing]]) subsumiert. Gleich sind die betroffenen Geschäfte, aufgrund unterschiedlich belassener Aufsichtsgesetze von rechtlich selbständigen Unternehmen zu betreiben (Kreditinstitute, Bausparkassen, Versicherer und Investmentgesellschaften).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisatorische Möglichkeiten ==&lt;br /&gt;
Allfinanz verschiedener bisher selbständiger Unternehmen kann ermöglicht werden durch:&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Krumnow/Ludwig Gramlich/Thomas A. Lange/Thomas M. Dewner, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Bank-Lexikon: Bank - Börse – Finanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 13. Auflage, Gabler Verlag, 2002, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Kooperation]]svereinbarungen oder [[Vertrieb]]svereinbarungen: beispielsweise [[Citibank]] und „Citi Investment Management Alternatives“;&lt;br /&gt;
* [[Kapitalbeteiligung]]en wie [[HypoVereinsbank]]/[[Ergo Group]], [[Commerzbank]]/[[Generali Deutschland]];&lt;br /&gt;
* [[Joint Venture]]s wie [[La Caixa]]/[[Fortis (Unternehmen)|Fortis]];&lt;br /&gt;
* [[Unternehmenskauf|Unternehmenskäufe]] oder [[Fusion (Wirtschaft)|Fusionen]] wie früher [[Allianz SE]] und [[Dresdner Bank]].&lt;br /&gt;
* Gründung von [[Tochtergesellschaft]]en.&lt;br /&gt;
Um das [[Produktrisiko]] für [[Verbraucher]] gering zu halten, müssen weiterhin Bankgeschäfte von Kreditinstituten und Versicherungsverträge von Versicherern angeboten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Ziel der Allfinanz ist es, über [[Cross-Selling]] die [[Kundenbindung]], den [[Kundennutzen]] und die [[Kundenzufriedenheit]] zu erhöhen sowie [[Synergieeffekt]]e im [[Vertrieb]] zu heben.&amp;lt;ref&amp;gt;Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, Springer/Gabler, 6. Auflage, 2014, S. 16; &amp;#039;&amp;#039;Stichwort: Allfinanz&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der weiterhin erforderlichen Trennung der Finanzprodukte wird zwischen &amp;#039;&amp;#039;Allfinanzanbietern&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Allfinanzvermittlern&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Allfinanzberatern&amp;#039;&amp;#039; unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Anja Büschgen: &amp;#039;&amp;#039;Allfinanz als Marktbearbeitungskonzept privater Geschäftsbanken&amp;#039;&amp;#039;, Gabler Verlag, 1992, S. 75 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allfinanzanbieter bieten abgestimmte Produktangebote für den gesamten Bedarf an Finanzdienstleistungen aus einer Hand an. Die Kooperation kann im Rahmen eines Konzernverbundes oder auf vertraglicher Basis zwischen den rechtlich selbständigen Finanzdienstleistern erfolgen. Allfinanzvermittler sind unabhängige Anbieter mit dem Ziel, Finanzdienstleistungen zu vermitteln. Allfinanzberater beraten und vermitteln; im Fall von [[Versicherungsberater]]n ist rechtlich klargestellt, dass diese ausschließlich beratend im Auftrag des Kunden tätig werden, ohne selbst zu vermitteln. Zur Allfinanz gehört in jedem Fall ein breites Angebot an Finanzdienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf &amp;#039;&amp;#039;Kundenseite&amp;#039;&amp;#039; soll eine ganzheitliche Lösung für den Bedarf an Finanzdienstleistungen erreicht werden. Sowohl soll der gesamte Bedarf lückenlos abgedeckt als auch Überschneidungen der weiterhin von rechtlich selbständigen Unternehmen angebotenen Teile vermieden werden, da solche zu unnötigen Kosten führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf &amp;#039;&amp;#039;Anbieter- bzw. Vermittlerseite&amp;#039;&amp;#039; soll die eigene Fachkompetenz im Bereich der Finanzdienstleistungen möglichst umfassend genutzt werden, um aus der Geschäftsverbindung maximalen Nutzen ziehen zu können. Zudem gilt eine umfassend verbundene Kundenbeziehung als stabiler. Kunden, die noch mit anderen Allfinanzverbünden Beziehungen unterhalten, stehen nach wie vor dem Risiko der Abwerbung. Insbesondere bewirken langfristige Verträge wie Kredite, insbesondere Baudarlehen zum Beispiel durch Bausparkassen, Lebens- und Krankenversicherungen eine dauerhafte Kundenverbindung ([[Dauerschuldverhältnis]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis werden die idealen Verhältnisse häufig nicht erreicht, weil ganzheitliche Lösungen intensive Untersuchungen der Bedarfe von Kunden erforderlich machen, die selbst meist nicht in der Lage sind, ihren Bedarf selbst zu bestimmen. Verbraucherschützer kritisieren häufig das Unterlassen (Kostengründe) von Untersuchungen, ebenso mangelhafte Kenntnisse der Vermittler. Im Vordergrund stünden oft [[Provision]]sinteressen des Vermittler und [[Gewinn]]interessen des Anbieters. Es verblieben Bedarfslücken und es floriere der Absatz unnötiger Verträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Allfinanz|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* Gilbert Gornig, Frank Reinhardt: &amp;#039;&amp;#039;Der unabhängige Allfinanz-Vertrieb – Unter Berücksichtigung hierarchischer Vertriebssysteme.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang-Verlag, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2004, ISBN 3-631-39555-8.&lt;br /&gt;
* Andre Eschler: &amp;#039;&amp;#039;Bancassurance – Methoden der Effizienzsteigerung und ausgewählte Optimierungsmodelle.&amp;#039;&amp;#039; GRIN-Verlag, 2011, ISBN 978-3-640-84359-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4272767-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzdienstleistung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versicherungswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dk1909</name></author>
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