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	<title>Allerleirauh - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Allerleirauh&amp;diff=110277&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wasserläufer: /* Inhalt und Würdigung */ eins = Zahlwort, eines = Pronomen</title>
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		<updated>2025-12-17T20:09:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Inhalt und Würdigung: &lt;/span&gt; eins = Zahlwort, eines = Pronomen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Allerleirauh by Arthur Rackham.jpg|mini|Illustration von [[Arthur Rackham]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allerleirauh&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Märchen]] ([[Aarne-Thompson-Uther-Index|ATU]] 510B). Es steht in den &amp;#039;&amp;#039;[[Grimms Märchen|Kinder- und Hausmärchen]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Brüder Grimm]] an Stelle 65 (KHM 65). Bis zur 2. Auflage schrieb sich der Titel &amp;#039;&amp;#039;Allerlei-Rauh&amp;#039;&amp;#039;. Die französische Fassung, &amp;#039;&amp;#039;[[Eselshaut (Märchen)|Peau d’Âne]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Eselshaut&amp;#039;&amp;#039;) von [[Charles Perrault]], erschien zuerst 1694 und dann erneut in der Sammlung &amp;#039;&amp;#039;[[Contes de ma Mère l’Oye]]&amp;#039;&amp;#039; 1697. Das Märchen ist in ähnlicher Form auch im [[Türkei|türkischen]] Sprachraum bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AkademieTürk&amp;quot;&amp;gt;[[Pertev Naili Boratav]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Türkische Volksmärchen&amp;#039;&amp;#039;. Akademie-Verlag, Berlin 1970, S. 169–187, 352–353; Übersetzung von Doris Schultz und György Hazai.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt und Würdigung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:The Green Fairy Book (1902), p. 278.jpg|mini|Illustration von [[Henry Justice Ford]], 1892]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Allerleirauh by Philipp Grot Johann.jpg|mini|Illustration von [[Philipp Grotjohann]], 1892]]&lt;br /&gt;
In &amp;#039;&amp;#039;Allerleirauh&amp;#039;&amp;#039; geht es um die Tochter eines Königs, dessen schöne Frau ihm auf dem Sterbebett das Versprechen abnimmt, nur dann wieder zu heiraten, wenn jene Frau mindestens ebenso schön sei wie sie selbst und ebensolche goldenen Haare habe. Als sich eine solche Schönheit nicht findet, erkennt der König eines Tages, dass allein seine Tochter ebenso schön ist wie die verstorbene Gattin, und begehrt sie zur neuen Ehefrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Räte des Reiches sind über diesen [[inzest]]uösen Wunsch entsetzt, und die Tochter versucht, ihren Vater mit unmöglichen Forderungen von seinem Ansinnen abzubringen. Sie verlangt drei Kleider, wovon eines „so silbern wie der Mond“, eines „so golden wie die Sonne“ und eines „so glänzend wie die Sterne“ sein soll; ferner „einen Mantel von tausenderlei Pelz- und Rauchwerk zusammengesetzt“. Als der Vater diese Forderungen unerwartet erfüllt, entflieht die Tochter und nimmt ihre Kleider, die in eine Nussschale passen, samt einem goldenen Ring, einer goldenen Spindel und einer goldenen [[Haspel]] mit. Dann rußt sie sich Gesicht und Hände und hält sich in einem hohlen Baum im Wald versteckt, wo sie schließlich Jäger des Prinzen des Nachbarlandes aufgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von den Jägern wegen seiner pelzigen Kleidung „Allerleirauh“ (siehe [[Rauchwaren]]) genannte Mädchen gibt sich nicht zu erkennen und arbeitet, den Märchen &amp;#039;&amp;#039;[[Aschenputtel]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[König Drosselbart]]&amp;#039;&amp;#039; ähnlich, unerkannt in der Küche des Prinzen. Als er ein Fest feiert, zieht es erst sein Sonnenkleid an, dann sein Mondkleid und beim dritten Mal sein Sternenkleid, und der Prinz tanzt nur mit ihm. Mit einer List entlarvt der Prinz das Mädchen Allerleirauh, das auch selbst entdeckt werden will, indem es Ring, Spindel und Haspel in die Suppe gibt, die es dem König kocht. Zuletzt wird das „Rauhtierchen“ Königin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Otto Ubbelohde - Allerleirauh 3.jpg|mini|Illustration von [[Otto Ubbelohde]], 1909]]&lt;br /&gt;
Jacob Grimms handschriftliche Urfassung beruht auf einer Erzählung in [[Karl Nehrlich]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;Schilly&amp;#039;&amp;#039;. Sie beeinflusste auch den Erstdruck von 1812, dessen Text sonst auf mündliche Überlieferung durch [[Wild (Familie)|Dortchen Wild]] zurückgeht. [[Albert Ludewig Grimm]] gestaltete einen Text &amp;#039;&amp;#039;Brunnenhold und Brunnenstark&amp;#039;&amp;#039; 1816 nach den Brüdern Grimm, womit er umgekehrt auf deren spätere Ausgaben zurückwirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimms Anmerkung notiert zur Herkunft neben der „hessischen“ (von [[Dortchen Wild]]) eine „paderbörnische“ Erzählung (wohl von [[Haxthausen (Adelsgeschlecht)|Familie von Haxthausen]]): Das Mädchen schläft auf einem Baum und wird von Holzhackern, die diesen fällen, zum Hof gebracht. Weil die Suppe so gut ist, muss es sich täglich zum König setzen und ihn lausen, bis er durch ihren Ärmel sieht und den Rauhmantel von den glänzenden Kleidern reißt. Nach einer weiteren Version „aus dem Paderbörnischen“ stellt sie sich stumm. Der König schlägt mit der Peitsche einen Riss in den Mantel. Wie auch in voriger Fassung spricht er sich zur Strafe selbst die Königswürde ab. In einer weiteren Version (aus [[Karl Nehrlich|Nehrlichs]] &amp;#039;&amp;#039;Schilly&amp;#039;&amp;#039;) wird Allerleirauh von einer Stiefmutter vertrieben, weil ein Prinz statt deren Tochter ihr einen Ring schenkt (vgl. KHM [[Schneewittchen|53]]), und wird an dessen Hof an ihrem Ring unter dem Weißbrot erkannt (vgl. KHM [[Die Rabe|93]]), bei [[Johann Karl August Musäus|Musäus]] „2,&amp;amp;nbsp;188“ liege er in der Brühe. In einer färöischen Sage will der König nur die heiraten, der die Kleider seiner toten Frau passen („Sagabibliothek 2,&amp;amp;nbsp;481“). Grimms nennen noch [[Ignaz Vinzenz Zingerle|Zingerle]] „S.&amp;amp;nbsp;231“, [[Ernst Heinrich Meier|Meier]] Nr.&amp;amp;nbsp;48, [[Heinrich Pröhle|Pröhles]] &amp;#039;&amp;#039;Märchen für die Jugend&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;10, &amp;#039;&amp;#039;[[Aschenputtel]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Charles Perrault|Perraults]] &amp;#039;&amp;#039;[[Eselshaut (Märchen)|Peau d’Ane]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Giovanni Francesco Straparola|Straparolas]] &amp;#039;&amp;#039;Doralice&amp;#039;&amp;#039; (I,4), im &amp;#039;&amp;#039;[[Pentameron]]&amp;#039;&amp;#039; II,6 &amp;#039;&amp;#039;[[Die Bärin]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Mährisch-walachische Mundart|walachisch]] bei [[Albert Schott (Volkskundler)|Schott]] Nr.&amp;amp;nbsp;3 „die Kaisertochter im Schweinestall“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans-Jörg Uther]] nennt ebenfalls [[Giambattista Basile|Basiles]] &amp;#039;&amp;#039;[[Pentameron]]&amp;#039;&amp;#039; II,6 &amp;#039;&amp;#039;Die Bärin&amp;#039;&amp;#039;, [[Giovanni Francesco Straparola|Straparolas]] &amp;#039;&amp;#039;[[Ergötzliche Nächte|Piacevoli notti]]&amp;#039;&amp;#039; I,4, [[Charles Perrault]]s &amp;#039;&amp;#039;Peau d’Ane&amp;#039;&amp;#039;, [[Johann Karl August Musäus]]’ &amp;#039;&amp;#039;[[Die Nymphe des Brunnens]]&amp;#039;&amp;#039; (1783) in &amp;#039;&amp;#039;Volksmährchen der Deutschen&amp;#039;&amp;#039;. Dass der verwitwete König seine Tochter heiraten will, ist seit dem 12. Jahrhundert oft eigenständiges Motiv abendländischer Dichtung. Die Tochter Heinrichs&amp;amp;nbsp;III., Mathilde, erbittet vom Teufel Hässlichkeit, um ihn nicht heiraten zu müssen. Ähnlich strukturierte Märchen der Brüder Grimm bringen stattdessen andere Gründe für die Flucht der Heldin (KHM [[Aschenputtel|21]], [[Prinzessin Mäusehaut|71a]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9783110194418|Seiten=158–161}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei handelt es sich um eine Umkehrung der biblischen Geschichte von [[Lot (Bibel und Koran)|Lots]] Töchtern ({{B|Gen|19|31}}), die ihren Vater durch Lust zum Beischlaf verführen. [[Walter Scherf]]s Einschätzung nach griff Charles Perrault ebenso wenig direkt auf Basiles Fassung zurück wie Grimms Beiträgerinnen auf Perrault.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Scherf: &amp;#039;&amp;#039;Das Märchenlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. C. H. Beck, München 1995, ISBN 978-3-406-51995-6, S. 14–18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration at page 232 in Grimm&amp;#039;s Household Tales (Edwardes, Bell).png|mini|Illustration von [[Robert Anning Bell]], 1912]]&lt;br /&gt;
Eine wohl zwischen 1812 und 1815 eingegangene Variante von unbekannter Hand zum Schlussverlauf der Handlung wurde von den Brüdern Grimm verändert im Anmerkungsband wiedergegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3884764713|Seiten=59–60, 110–111}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Türkische Versionen finden sich in &amp;#039;&amp;#039;[[Ahu Melek]]&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Ütelek&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AkademieTürk&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kernmotiv ähnelt in [[Giambattista Basile]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Pentameron]]&amp;#039;&amp;#039; II,6 &amp;#039;&amp;#039;[[Die Bärin]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. [[Ludwig Bechstein]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Aschenpüster mit der Wünschelgerte]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
Während der dem Mädchen angetragene Inzest allerlei Deutungsversuche erfahren hat, die mal die [[Ödipuskonflikt|ödipale]] Situation (auch: [[Elektrakomplex]]), dann wieder das Ausreißen des Mädchens [[Feminismus|feministisch]] oder [[Emanzipation|emanzipatorisch]] als Widerstand und Stärke hervorhoben, folgt die Anlage des Märchens vom Ende her betrachtet dem Muster der selbst errungenen Erhöhung nach einer [[Demütigung]], das viele Märchen zum Thema Flucht oder Verschleppung kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Anthroposoph [[Rudolf Meyer (Anthroposoph)|Rudolf Meyer]] zeigt die Flucht im Pelzkleid, wie der Mensch sich zunächst vom übersinnlichen Leben lösen muss, seinen kosmischen Ursprung vergisst, darwinistisch für ein Tier gehalten wird, ehe er sein dreifach aus kosmischen Kräften gewobenes Urbild findet.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Die Weisheit der deutschen Volksmärchen.&amp;#039;&amp;#039; Urachhaus, Stuttgart 1963, S. 176, 178.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Edzard Storck]] ist der Pelz der Leib, womit die Seele von altem Geist zur Eigenentwicklung sich absondert, in der [[Snorra-Edda|Prosa-Edda]] ist der Menschenleib aus Bäumen erschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Edzard Storck: &amp;#039;&amp;#039;Alte und neue Schöpfung in den Märchen der Brüder Grimm.&amp;#039;&amp;#039; Turm Verlag, Bietigheim 1977, ISBN 3-7999-0177-9, S. 105–109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut [[Ortrud Stumpfe]] stürzt die junge Empfindungsfähigkeit sich mutig ins Dickicht der Erde, aber mit dem Willen, sich hindurch zu finden. Das Mondkleid sei die Kraft zur Beherrschung der Gefühle, Sonnengold die Erkenntnis der Schöpfungsordnung, sternfarben kristallin ein Denken aus kosmischer Weite heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;Ortrud Stumpfe: &amp;#039;&amp;#039;Die Symbolsprache der Märchen.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. Aschendorff, Münster 1992, ISBN 3-402-03474-3, S. 62–64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemäß der [[Analytische Psychologie|analytischen Psychologie]] [[Carl Gustav Jung]]s könne es besonders beim älteren Mann passieren, dass er sein [[Animus und Anima|Anima]]-Bild auf die Tochter projiziert. Es überschneidet sich mit ihrer eigentlichen Persönlichkeit. Das erzeuge in ihr eine Unsicherheit über ihr eigenes Wesen, welche ihr die Verwirklichung ihres inneren Schicksals erschwert. Sie flieht, indem sie die Einstellung eines animalisch unangepassten, teils ungebändigten, teils scheuen Wesens annimmt. Die drei prächtigen Kleider als Ausdruck ihres künftigen Wesens sind zunächst als Keim in der Nuss verborgen, einem Bild des weiblichen [[Selbst]] wie auch Ring, Spinnrad und Haspel (vgl. KHM [[Das singende springende Löweneckerchen|88]], [[De beiden Künigeskinner|113]], [[Der Eisenofen|127]]). In einer sibirischen Variante verwandelt sie sich ganz in ein wildes Tier. Oft erfolgt die Flucht auch in Möbelstücken.&amp;lt;ref&amp;gt;Hedwig von Beit: &amp;#039;&amp;#039;Symbolik des Märchens.&amp;#039;&amp;#039; A. Francke, Bern 1952, S.&amp;amp;nbsp;753–761.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Psychotherapeut [[Jobst Finke]] denkt hier nicht unbedingt an Kindesmissbrauch, aber eine überstarke Bindung mit auch unterschwellig sexueller Tönung und anschließendem Trennungsschmerz.&amp;lt;ref&amp;gt;Jobst Finke: &amp;#039;&amp;#039;Träume, Märchen, Imaginationen. Personzentrierte Psychotherapie und Beratung mit Bildern und Symbolen.&amp;#039;&amp;#039; Reinhardt, München 2013, ISBN 978-3-497-02371-4, S. 209–210.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Homöopathie|Homöopath]] [[Martin Bomhardt]] vergleicht das Märchen mit dem Arzneimittelbild von &amp;#039;&amp;#039;Natrium muriaticum&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Bomhardt: &amp;#039;&amp;#039;Symbolische Materia medica.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Verlag Homöopathie + Symbol, Berlin 1999, ISBN 3-9804662-3-X, S. 955.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Wilhelm Salber]] sieht ein Gegeneinander von Geborgenheit und Abweisung, worauf durch Selbsterniedrigung rauschhafte Erlösung erwartet wird. Die zu umfassenden Forderungen der inzestuösen Beziehung werden kompensiert durch Flucht und viel verstecktes Herumprobieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3416028996|Seiten=29–32, 54–56, 139}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Regina Kämmerer]] symbolisieren Asche und Tierfell das „Stirb und Werde“ und Erniedrigung, zur rechten Zeit aber muss man sein wahres Gesicht zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Regina Kämmerer: &amp;#039;&amp;#039;Märchen für ein gelingendes Leben.&amp;#039;&amp;#039; KVC-Verlag, Essen 2013, S. 48–50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* 1959: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Prinzessin mit dem goldenen Stern]]&amp;#039;&amp;#039;, Tschechoslowakei. Leicht veränderte Version des Märchens, in der nicht der König seine Tochter heiraten will, sondern ein reicher, fremder Prinz, der die Staatskasse füllen kann. Das Mädchen hat einen Fellmantel und wird deshalb „Mäusepelzchen“ gerufen (vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[Prinzessin Mäusehaut]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* 1970: &amp;#039;&amp;#039;[[Eselshaut (1970)|Eselshaut]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Peau d’Âne&amp;#039;&amp;#039;) bzw. &amp;#039;&amp;#039;Allerleirauh&amp;#039;&amp;#039;, Frankreich, Regie und Drehbuch: [[Jacques Demy]], nach Motiven von [[Charles Perrault]], mit [[Catherine Deneuve]].&lt;br /&gt;
* 1977: &amp;#039;&amp;#039;[[Allerleirauh (1977)|Allerleirauh]]&amp;#039;&amp;#039;, Schweiz, 25 min., Drehbuch: [[Heinz Bothe-Pelzer]], Regie: [[Rudolf Jugert]].&lt;br /&gt;
* 1984: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Prinzessin mit der Eselshaut]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Oslinaja Schkura&amp;#039;&amp;#039;), UdSSR, [[Märchenfilm]], 83&amp;amp;nbsp;min.&lt;br /&gt;
* 1987: &amp;#039;&amp;#039;[[Grimms Märchen (Anime)|Gurimu Meisaku Gekijō]]&amp;#039;&amp;#039;, japanische Zeichentrickserie, Folge 35: &amp;#039;&amp;#039;Allerleirauh&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* 1988: &amp;#039;&amp;#039;[[The Storyteller (Fernsehserie)|The Storyteller]]&amp;#039;&amp;#039;, US-britische Fernsehserie, Folge 7: &amp;#039;&amp;#039;Die Kummerliese&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Sapsorrow&amp;#039;&amp;#039;): Leicht veränderte Version, wo der König nur diejenige heiraten kann, der der Ring seiner verstorbenen Frau passt. Dieser passt nun ausgerechnet der Jüngsten seiner drei Töchter.&lt;br /&gt;
* 2012: &amp;#039;&amp;#039;[[Allerleirauh (2012)|Allerleirauh]]&amp;#039;&amp;#039;, Deutschland, Märchenfilm der 5. Staffel aus der ARD-Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Sechs auf einen Streich]]&amp;#039;&amp;#039;, Regie: [[Christian Theede]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-15-003193-1|Seiten=127–128, 471–472}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|978-3-11-019441-8|Seiten=158–161}}&lt;br /&gt;
* [[Hedwig von Beit]]: &amp;#039;&amp;#039;Symbolik des Märchens.&amp;#039;&amp;#039; A. Francke, Bern 1952. S.&amp;amp;nbsp;753–761.&lt;br /&gt;
* Felix Karlinger: &amp;#039;&amp;#039;Verwandlung auf der Flucht vor drohendem Inzest.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizerisches Archiv für Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;, 77,3/4 (1981), S. 178–184.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-423-08422-7|Seiten=15–34}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-87838-148-4|Seiten=160–170}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-423-34347-8}}&lt;br /&gt;
* Heinz Rölleke, Albert Schindehütte: &amp;#039;&amp;#039;Es war einmal …. Die wahren Märchen der Brüder Grimm und wer sie ihnen erzählte.&amp;#039;&amp;#039; Eichborn, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-8218-6247-7, S. 347–351, 364–365.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.maerchenlexikon.de/at-lexikon/at510B.htm &amp;#039;&amp;#039;Allerleirauh&amp;#039;&amp;#039; AaTh 510B.] Märchenlexikon.de&lt;br /&gt;
* [http://www.e-hausaufgaben.de/Facharbeiten/D11104-Facharbeit-Analyse-des-Grimmschen-Maerchens-Allerleirauh.php Facharbeit zu &amp;#039;&amp;#039;Allerleirauh&amp;#039;&amp;#039;.] hausaufgaben.de&lt;br /&gt;
* [http://www.maerchenatlas.de/grimms-marchen/allerleirauh &amp;#039;&amp;#039;Allerleirauh&amp;#039;&amp;#039;.] Märchenatlas.de&lt;br /&gt;
* [https://www.surlalunefairytales.com/a-g/donkeyskin/donkeyskin-tale.html SurLaLuneFairytales zu &amp;#039;&amp;#039;Allerleirauh&amp;#039;&amp;#039;] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20180223171659/http://www.maerchen-interpretationen.de/allerleirauh.html Interpretation von Alice Dassel] ([[Internet Archive]])&lt;br /&gt;
* [https://grimmbilder.fandom.com/de/wiki/Allerleirauh_(Illustrationen) Illustrationen.] fandom.com&lt;br /&gt;
* {{archive.org |grimm_maerchen2_librivox/grimm_001_allerleirauh.ogg |Typ=A |Ausgabe=ST |Format=OGG |KBytes=13}} ([[LibriVox]], 13:38 Minuten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grimms Märchen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarische Figur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inzest in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wasserläufer</name></author>
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