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	<title>Allelopathie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T03:44:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Allelopathie&amp;diff=243289&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-22197-5: /* Beispiele */</title>
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		<updated>2025-07-19T06:34:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beispiele&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Casuarina litter.jpg|mini|[[Schachtelhalmblättrige Kasuarine]] in einem [[Hawaii|hawaiianischen]] Wald, die trotz ausreichenden Wasserangebots keinen Wuchs anderer Pflanzen in ihrem Einflussbereich zulässt. ]]&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allelopathie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man Wechselwirkungen, die durch die Abgabe von selbst produzierten oder beim Zerfall freigesetzten chemischen Verbindungen &amp;#039;&amp;#039;(allelochemicals)&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Pflanzen]] derselben oder verschiedener Arten, Pflanzen und [[Mikroorganismus|Mikroorganismen]] bzw. Pflanzen und [[Pilze]]n induziert werden. Die [[chemische Ökologie]] beschreibt [[Synthese]], Verteilung, [[Persistenz (Chemie)|Persistenz]] und Wirkung dieser Stoffe im Empfängerorganismus. Der Begriff geht auf den österreichischen Botaniker [[Hans Molisch]] zurück, der ihn 1937 kurz vor seinem Tode prägte und damit den gleichnamigen Wissenschaftszweig begründete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Molisch |Titel=Der Einfluß einer Pflanze auf die andere - Allelopathie |Verlag=Gustav Fischer |Ort=Jena |Datum=1937}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Allelopathie wird nicht völlig einheitlich gehandhabt. Die dem Altgriechischen entlehnte [[Wortbildung]] aus αλλήλων &amp;#039;&amp;#039;allélon&amp;#039;&amp;#039; „einander, gegenseitig“ und πάθος &amp;#039;&amp;#039;páthos&amp;#039;&amp;#039; „Leiden“ beinhaltet streng genommen, dass Organismen sich gegenseitig schädigen oder zumindest in ihrer Entwicklung hemmen. Tatsächlich wird Allelopathie häufig anschaulich-griffig als „chemischer Krieg zwischen Pflanzen“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rick J. Wills |Titel=The history of allelopathy |Datum=2007 |Seiten=2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet. Molisch war sich allerdings bewusst, dass dieselben hemmend bzw. schädigend wirkenden chemischen Substanzen in einer geringeren Konzentration vielfach auch genau gegenteilige Effekte auslösen können,  ein Phänomen, das bereits seit [[Paracelsus]] als &amp;#039;&amp;#039;[[Hormesis]]&amp;#039;&amp;#039; bekannt war. Molisch bezog auch diese positiven Effekte in seine Begriffsdefinition mit ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren und Jahrzehnten entbrannte ein Forscherdisput über die Begriffsdefinition, der 1971 einen ersten Höhepunkt durch eine Arbeit von Whittaker und Feeny&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. H. Whittaker, P. P. Feeny |Titel=Allelochemics: Chemical interaction between species |Sammelwerk=Science |Band=171 |Nummer=3973 |Datum=1971 |Seiten=757–770 |DOI=10.1126/science.171.3973.757 |JSTOR=1730763 |PMID=5541160}}&amp;lt;/ref&amp;gt; erreichte, die den Begriff sehr weit fassen wollten. Sie verstanden Allelopathie als Unterbegriff der &amp;#039;&amp;#039;Allelochemie&amp;#039;&amp;#039;, worunter sie alle auf chemischen Reaktionen beruhenden Wechselwirkungen unter Organismen verstanden. Der amerikanische Forscher Elroy Leon Rice&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Elroy Leon Rice |Titel=Allelopathy |Auflage=2 |Verlag=Academic Press |Ort=Orlando (FL) |Datum=1984 |ISBN=978-0-12-587058-0 |Seiten=422}}&amp;lt;/ref&amp;gt; definierte 1984 Allelopathie schließlich als jegliche Einflussnahme einer Pflanze (oder eines Mikroorganismus) auf eine andere, der durch freigesetzte chemische Substanzen zustande kommt. Kritiker warfen dagegen ein, dass selbst eine von einem leckgeschlagenen [[Tanker]] ausgelöste [[Ölverschmutzung|Ölpest]] diese Definition von Allelopathie erfüllen würde. Trotzdem hat sie sich teils bis heute gehalten. In jüngster Zeit hat man sich allerdings vielfach wieder auf Molischs ursprüngliche Definition zurückbesonnen. Andererseits wird der Begriff neuerdings auch in der [[Zoologie]] verwendet, um damit die gegenseitige Beeinflussung [[Sessiles Tier|sessiler Tiere]] wie [[Koralle|Korallen]] und [[Schwämme]] auf chemischem Wege zu bezeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rick J. Wills |Titel=The history of allelopathy |Datum=2007 |Seiten=3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bei der Allelopathie wirksamen Substanzen, sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Allelochemikalien&amp;#039;&amp;#039;, sind in der Regel Produkte des [[Sekundäre Pflanzenstoffe|pflanzlichen Sekundärstoffwechsels]] und werden aus einigen wenigen Ausgangssubstanzen (aromatische Aminosäuren, einige andere) synthetisiert. Ihre Verbreitung erfolgt in gasförmiger (Verdunstung), flüssiger (Wurzelexsudate, Auslaugen durch Regen, Nebel, Tau) oder fester Form (verrottende Pflanzen bzw. Pflanzenteile).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Initiative [[Indien]]s wurde [[1998]] die [[International Allelopathy Society]] (IAS) gegründet. Sie soll Forschungen und Erkenntnisse zur Allelopathie weltweit fördern und verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Juglon Formation V1.svg|mini|250px|Allelopathie bei &amp;#039;&amp;#039;Juglans regia&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Juglans regia 2009 G2.jpg|mini|links|Die grünen Schalen der unreifen Früchte des Walnussbaums (&amp;#039;&amp;#039;Juglans regia&amp;#039;&amp;#039; L.) enthalten Juglon.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gossauer&amp;quot;&amp;gt;[[Albert Gossauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Struktur und Reaktivität der Biomoleküle&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Helvetica Chimica Acta, Zürich, 2006, S.&amp;amp;nbsp;277, ISBN 978-3-906390-29-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
Ein klassisches Beispiel für allelopathische Wirkung ist die vom Echten Walnussbaum ([[Echte Walnuss|&amp;#039;&amp;#039;Juglans regia&amp;#039;&amp;#039;]]) abgegebene Substanz [[Juglon]]. Diese gelangt von den Blättern des Baumes über Auswaschung in den Boden. Die zunächst inaktive Form wird dort von Bodenmikroben umgewandelt und in ihre aktive Form überführt. Juglon wirkt bereits in sehr geringen Konzentrationen hemmend auf die Keimung anderer Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Wasserpflanzen versteht man unter Allelopathie die aktive chemische Einwirkung einer Pflanze auf ihre Umwelt und damit auch auf andere Pflanzen oder auch gegenüber Algen, wie etwa die [[Krebsschere]]. Dabei phytotoxisch (bzw. gegenüber der eigenen Art autotoxisch) bzw. algizid wirkende Substanzen sind vor allem Phenole und phenolische Verbindungen. Allelopathische Wirkungen bestehen jedoch nicht nur von Pflanzen ausgehend gegen Pflanzen oder Algen, sondern auch Algen können allelopathische Stoffe gegen Pflanzen produzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Georg Kramer: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzenaquaristik á la Kramer.&amp;#039;&amp;#039; Tetra-Verlag, Berlin-Velten 2009, ISBN 978-3-89745-190-2, S. 87–89.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.tis-gdv.de/tis/misc/allelo.htm/ Transport-Informations-Service] Fachinformationen zum Thema Allelopathie&lt;br /&gt;
* {{Cite web|url=https://www.proplanta.de/Agrar-Lexikon/Allelopathie_ll1140794711.html|title=Allelopathie|accessdate=2022-02-07|work=Agrar-Lexikon}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Rick. J. Willis&lt;br /&gt;
   |Titel=The history of allelopathy&lt;br /&gt;
   |Verlag=Springer&lt;br /&gt;
   |Datum=2007&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-1-4020-4092-4&lt;br /&gt;
   |Sprache=en&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=C-nPBYjDAjYC}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4141919-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemische Ökologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-22197-5</name></author>
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