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	<title>Alice in Wonderland (Oper) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T01:39:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alice_in_Wonderland_(Oper)&amp;diff=1441436&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Martinus KE: /* Werkbeschreibung */ Kommas</title>
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		<updated>2024-02-08T17:37:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Werkbeschreibung: &lt;/span&gt; Kommas&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Oper&lt;br /&gt;
|Boxtitel = Operndaten&lt;br /&gt;
|T = Alice in Wonderland&lt;br /&gt;
|Bildname = &lt;br /&gt;
|Bildtext = &lt;br /&gt;
|Form = Oper in acht Szenen&lt;br /&gt;
|OS = Englisch&lt;br /&gt;
|Mus = [[Unsuk Chin]]&lt;br /&gt;
|Lib = [[David Henry Hwang]] und Unsuk Chin&lt;br /&gt;
|LitVorl = [[Lewis Carroll]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Alice im Wunderland]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|UA = 30. Juni 2007&lt;br /&gt;
|UAort = [[Bayerische Staatsoper]] München&lt;br /&gt;
|Dauer = ca. 2 Stunden&lt;br /&gt;
|OrtZeit =&lt;br /&gt;
|Pers = &lt;br /&gt;
* Alice ([[Sopran]])&lt;br /&gt;
* Katze (Sopran)&lt;br /&gt;
* Verrückter Hutmacher / Ente ([[Bariton]])&lt;br /&gt;
* Weißes Kaninchen / Märzhase / Dachs ([[Countertenor]])&lt;br /&gt;
* Maus / Haselmaus / Pat / Köchin / Unsichtbarer Mann ([[Tenor]])&lt;br /&gt;
* Hässliche Herzogin / Eule (zwei [[Mezzosopran]]e)&lt;br /&gt;
* Herzkönigin (Dramatischer Sopran)&lt;br /&gt;
* Herzkönig / Alter Mann Nr.&amp;amp;nbsp;2 / Hummer ([[Bass (Stimmlage)|Bass]])&lt;br /&gt;
* Alter Mann Nr.&amp;amp;nbsp;1 / Junger Adler / Fünf / Henker / Fisch-Lakai (Tenor)&lt;br /&gt;
* Frosch-Lakai / Sieben / Dodo (Bass)&lt;br /&gt;
* Raupe (Solo-[[Bassklarinette]])&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alice in Wonderland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Oper von [[Unsuk Chin]], basierend auf dem [[Alice im Wunderland|gleichnamigen Buch]] von [[Lewis Carroll]]. Das [[Libretto]] stammt von [[David Henry Hwang]] und der Komponistin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Uraufführung des Werkes eröffnete die [[Münchner Opernfestspiele]] am 30. Juni 2007 und fand an der [[Bayerische Staatsoper|Bayerischen Staatsoper]] unter der Leitung von [[Kent Nagano]] statt. Regie führte [[Achim Freyer]], der auch für [[Bühnenbild]] und [[Lichtgestaltung|Licht]] zuständig war, für Masken und Puppen zeichnete sich [[Nina Weitzner]] zuständig. Die Titelrolle wurde dargeboten von [[Sally Matthews]]; zu den weiteren Sängern zählten unter anderem Dame [[Gwyneth Jones (Sängerin)|Gwyneth Jones]] und [[Dietrich Henschel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eine Art Vorstudie entstand 2004 im Auftrag der [[Los Angeles Opera]] der Gesangszyklus &amp;#039;&amp;#039;snagS&amp;amp;Snarls&amp;#039;&amp;#039; für Sopran und Orchester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkbeschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Librettisten bleiben, was die Handlung betrifft, der Textvorlage treu. Eine Ausnahme bilden [[Prolog (Literatur)|Prolog]] und [[Nachspiel|Epilog]]. Diese sind als Traumszenen der realen Lebenssphäre, die am Anfang und Ende von Carrolls Buch vorherrscht, enthoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Lewis Carroll]]s Geschichten hat Chin weniger die Märchenthematik – „eine Illusion wäre es, in ihnen Märchengeschichten sehen zu wollen“ – als die „verdrehte Logik, der ein ‚anderes‘ physikalisches Gesetz zugrunde liegt“ fasziniert.&amp;lt;ref name=Programm&amp;gt;Programmbuch zur Produktion von „Alice in Wonderland“ in der Bayerischen Staatsoper, 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Unsuk Chin|Chin]] weist darauf hin, dass sie Alice nicht als Kind entdeckte, sondern als Erwachsene – und zwar durch die Lektüre von [[Douglas R. Hofstadter]]s Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Gödel, Escher, Bach]],&amp;#039;&amp;#039; in dem Alice eine bedeutende Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In bestimmten Szenen kommt ein [[Stilpluralismus]] zum Ausdruck, den man ansonsten kaum in Chins Musik antrifft. Unsuk Chin weist darauf hin, dass es sich dabei – in Korrespondenz mit Lewis Carrolls Wortspielen und [[Verballhornung]]en – um musikalische Parodien handelt, und dass sie für die Oper eine von ihren anderen Werken abweichende Tonsprache gewählt hat, da die Hauptrolle ein Kind darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Rohm: &amp;#039;&amp;#039;Ein Spiel von Licht und Farben – die Komponistin Unsuk Chin.&amp;#039;&amp;#039; Rundfunksendung bei Bayern 4 Klassik, 3. Juni 2008, 22:05 Uhr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klassische Instrumentarium wird durch einen großen [[Schlagwerk (Musik)|Schlagwerkapparat]], durch [[Mandoline]] und andere ungewöhnliche Instrumente sowie Elektronik erweitert. Die Gesangs- und Instrumentalpartien stellen hohe virtuose Anforderungen an Sänger und Orchester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hinzugefügten Traumszenen begründet die Komponistin damit, dass sie in den Alice-Geschichten eine starke Verwandtschaft mit ihren Träumen entdeckte, die sie als „viel existentiellere Erfahrung als alles, was ich im alltäglichen Leben erlebt habe,“ und als wesentliche Anregung für ihr kompositorisches Werk beschreibt. Lewis Carrolls [[Nonsens]] wird von ihr analysiert als ein Versuch „einen komplexen Traumzustand mit Worten zu beschreiben“, wobei „unweigerlich das [entsteht], was wir ‚Nonsens‘ nennen, da unsere Sprache einer ganz anderen Logik unterworfen ist“.&amp;lt;ref name=Programm /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Alice in Wonderland&amp;#039;&amp;#039; wurde bei der internationalen [[Kritikerumfrage der Opernwelt|Kritikerumfrage der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Opernwelt&amp;#039;&amp;#039;]] zur Uraufführung des Jahres gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Opernwelt]] Jahrbuch 2007.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Szenen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Szene 1: Traum I&lt;br /&gt;
* Szene 2: Der Tränenteich&lt;br /&gt;
* Szene 3: Im Haus des weißen Kaninchens&lt;br /&gt;
* Zwischenspiel 1: Ratschläge einer Raupe&lt;br /&gt;
* Szene 4: Ferkel und Pfeffer im Haus der Herzogin&lt;br /&gt;
* Szene 5: Eine verrückte Teegesellschaft&lt;br /&gt;
* Szene 6: Das Krocketfeld&lt;br /&gt;
* Zwischenspiel 2&lt;br /&gt;
* Szene 7: Gerichtsverhandlung oder Wer stahl die Törtchen?&lt;br /&gt;
* Finale: Traum II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orchester ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zwei Flöten (I=Piccolo, II=Piccolo/Altflöte/Kolbenflöte), zwei Oboen (II=Englischhorn), zwei Klarinetten (II=Es-Klarinette, Bassklarinette), zwei Fagotte (II=Kontrafagott)&lt;br /&gt;
* Zwei Hörner, drei Trompeten, zwei Posaunen, Tuba&lt;br /&gt;
* Vier Schlagzeuger&lt;br /&gt;
* Harfe, Mandoline, Klavier (auch Celesta und Cembalo)&lt;br /&gt;
* [[Sampler (Klangerzeuger)|Sampler]]&lt;br /&gt;
* Streicher (min. acht erste Violinen, acht zweite Violinen, sechs Violen, vier Violoncelli, drei Kontrabässe mit fünf Saiten)&lt;br /&gt;
* Auf der Bühne: Bassklarinette, optional Mülleimer mit Küchenutensilien für Theatereffekte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pressestimmen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Tatsächlich ist Chins Opernerstling ein Meisterwerk, das direkt bei Ravels Zauberoper ‚[[L’enfant et les sortilèges]]‘ anknüpft: Wie Ravel schreibt Chin extrem klangfeine, oft kammermusikalisch ausgehörte Musik und hat keinerlei Hemmungen, die verschiedensten Stile zu benutzen: Herrlich der Nähmaschinenbarock der Five-O’-Clock-Szene oder das sechsminütige Bassklarinettensolo der Raupe. (…) Eine der wichtigsten Opern der Gegenwart (…)&lt;br /&gt;
|Autor=Jörg Königsdorf&lt;br /&gt;
|Quelle=&amp;#039;&amp;#039;[[Rondo (Musikmagazin)|Rondo]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Königsdorf: [https://www.rondomagazin.de/kritiken.php?kritiken_id=5920 Rezension der DVD Medici Art/Naxos 2072418.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rondo (Musikmagazin)|Rondo]].&amp;#039;&amp;#039; 4. Juli 2008, abgerufen am 31. August 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Sprache=en&lt;br /&gt;
|Text=Chin’s sound world is seductively cavernous, suggesting not only the magical rabbit hole down which Alice tumbles but also the psychological crevasses beneath the surface of Carroll’s writing… (…) Chin (…) has a knack for binding together seemingly irreconcilable extremes. (…) The wondrous thing is how effortlessly Chin changes pace, from delicacy to grotesquerie, from cutesiness to dementia. Everything flows organically.&lt;br /&gt;
|Übersetzung=Chins Klangwelt ist verführerisch höhlenartig, was nicht nur auf das magische Kaninchenloch hindeutet, in das Alice fällt, sondern auch auf die psychologischen Spalten unter der Oberfläche von Carrolls Schreiben… (…) Chin (…) hat ein Händchen dafür, scheinbar unversöhnliche Extreme miteinander zu verbinden. (…) Das Wunderbare ist, wie mühelos Chin das Tempo ändert, von Zartheit zu Grotesquerie, von Niedlichkeit zu Demenz. Alles fließt organisch.&lt;br /&gt;
|Autor=Alex Ross&lt;br /&gt;
|Quelle=&amp;#039;&amp;#039;[[The New Yorker]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Alex Ross: [https://www.newyorker.com/magazine/2007/07/30/looking-glass-opera &amp;#039;&amp;#039;Looking-glass Opera.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[The New Yorker]].&amp;#039;&amp;#039; 30. Juli 2008, abgerufen am 31. August 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Eine fein gesponnene, mit Klangerfindungen wuchernde, Farben und Düfte aus der Musikgeschichte vielfältig verschmelzende Partitur.&lt;br /&gt;
|Autor=[[Gerhard Persché]]&lt;br /&gt;
|Quelle=&amp;#039;&amp;#039;[[Fono Forum]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Persché]]: Rezension. In &amp;#039;&amp;#039;[[Fono Forum]] 7/2008.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Die Musik zeugt von der überragenden Klangfantasie der Komponistin, die die engen Grenzen der Avantgardemusik hinter sich gelassen hat. Was sie notiert hat, ist vom Feinsten und Kraftvollsten in nicht erlahmender musikalischer Plastizität… Chins synästhetischer Sinn für Farbe und Aroma der Musik ist phänomenal, ebenso ihr Gespür für flirrende Steigerungen, für instrumentale Überraschungen und virtuose Sondereinlagen, die immer wieder mit einzelnen Figuren der Geschichte verknüpft sind.&lt;br /&gt;
|Autor=Wolfgang Schreiber&lt;br /&gt;
|Quelle=&amp;#039;&amp;#039;[[Opernwelt]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Schreiber: &amp;#039;&amp;#039;Archaischer Kindertraum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Opernwelt]] 8/2007.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos ==&lt;br /&gt;
* Unsuk Chin: &amp;#039;&amp;#039;Alice in Wonderland&amp;#039;&amp;#039;. Bayerische Staatsoper. Unitel Classica, 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Lewis Carroll]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Alice im Wunderland]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Alice hinter den Spiegeln]]&amp;#039;&amp;#039; (OT: &amp;#039;&amp;#039;Alice&amp;#039;s Adventures in Wonderland&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Through the Looking-Glass&amp;#039;&amp;#039;). (Jubiläumsausgabe.) Aus dem Englischen von [[Christian Enzensberger]]. Mit Illustrationen von [[John Tenniel]]. Insel-Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 1999, ISBN 3-458-34268-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.boosey.com/pages/opera/moredetails.asp?site-lang=de&amp;amp;musicid=57667 &amp;#039;&amp;#039;Alice in Wonderland&amp;#039;&amp;#039;] bei [[Boosey &amp;amp; Hawkes]] (teilweise englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=7582406-1|LCCN=no2008071968|VIAF=176481076}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Alice In Wonderland #Oper}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Operntitel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk (Neue Musik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alice (Lewis Carroll)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oper in englischer Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oper aus dem 21. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk nach Lewis Carroll]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik 2007]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martinus KE</name></author>
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