<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Alibi</id>
	<title>Alibi - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Alibi"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alibi&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-26T00:27:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alibi&amp;diff=123590&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-138914 am 6. Juli 2025 um 08:25 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alibi&amp;diff=123590&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-06T08:25:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alibi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Kriminalistik]] der [[Beweis (Recht)|Beweis]] darüber, dass ein [[Beschuldigter]] oder [[Verdächtiger]] sich zur [[Tatzeit]] nicht am [[Tatort]] aufgehalten hat und somit als [[Täter (Strafrecht)|Täter]] nicht in Frage kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort Alibi setzt sich aus dem Adverb für „ein anderer“ ({{laS|alius}}) und aus „da, dort“ ({{laS|ibi}}) zusammen, bedeutet also „anderswo, an einem anderen Ort“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Köbler]], &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Es tauchte ersichtlich erstmals im Jahre 1784 bei [[Georg Jacob Friedrich Meister]] im deutschen [[Strafrecht (Deutschland)|Strafrecht]] auf, als er „beim Angeklagten die Unerweislichkeit des Alibi“ erkannte.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Jacob Friedrich Meister, &amp;#039;&amp;#039;Rechtliche Erkenntnisse und Gutachten in peinlichen Fällen&amp;#039;&amp;#039;, Teil 3, 1783, S. 75&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen des lateinischen Wortursprungs wird es auch in den meisten neolateinischen Sprachen&amp;lt;ref&amp;gt;bis auf das Spanische &amp;#039;&amp;#039;coartada&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; und vielen weiteren Fremdsprachen (etwa Englisch, Polnisch, Russisch, Ungarisch) „Alibi“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Wer zur Tatzeit einen Zeitraum nachweisen kann, während dem er sich nicht am Tatort befunden haben kann, besitzt ein „wasserdichtes“ Alibi. Alibi ist also die Abwesenheit vom Tatort zur Tatzeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=DA1-fknhY1cC&amp;amp;pg=PA363&amp;amp;dq=Alibi+1783&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwj5yK3koKbdAhWFjqQKHbkKDzgQ6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=Alibi%201783&amp;amp;f=false Hans Schulz/Otto Basler/Gerhard Strauss, &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Fremdwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1995, S. 362 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei einer Alibi-Behauptung macht der [[Beschuldigter|Beschuldigte]] geltend, zur Tatzeit nicht am Tatort gewesen zu sein. Es handelt sich dabei um ein qualifiziertes Bestreiten. Es besteht ein logischer Zusammenhang zwischen der Bestimmung der Tatzeit und der Alibi-Behauptung: Je größer die Zeitspanne der möglichen Tatzeit ist, umso geringer ist die Aussicht, einen schlüssigen Alibi-Beweis zustande zu bringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hinrich de Vries, &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Kriminalistik für die Strafrechtspraxis&amp;#039;&amp;#039;, 2015, Rn. 266&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Die Alibi-Überprüfung ist eine Unterform der [[Vernehmung]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=PVd7DQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA193&amp;amp;dq=alibi+stpo&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiv25PO_qbdAhVPJFAKHc6PCnUQ6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=alibi%20stpo&amp;amp;f=false Klaus Habschick, &amp;#039;&amp;#039;Erfolgreich Vernehmen&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 193]&amp;lt;/ref&amp;gt; gemäß {{§|136|stpo|juris}} Abs. 2 [[Strafprozessordnung (Deutschland)|StPO]]. Die [[Beweislast]] für ein sicheres oder fehlendes Alibi liegt gemäß {{§|160|stpo|juris}} Abs. 2 StPO und {{§|163|stpo|juris}} StPO bei den [[Strafverfolgungsbehörde]]n. Der Alibi-Beweis beruht auf dem sicheren [[Erfahrungssatz]], dass niemand gleichzeitig an zwei verschiedenen Orten sein kann, und der Annahme, dass niemand der Täter sein kann, der nicht zur Tatzeit am Tatort war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5yoqRy1WFugC&amp;amp;pg=PA225&amp;amp;dq=alibi+tatzeit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwipkPz3pabdAhWI6qQKHe2KADQQ6AEIOjAD#v=onepage&amp;amp;q=alibi%20tatzeit&amp;amp;f=false Mark Schweizer, &amp;#039;&amp;#039;Beweiswürdigung und Beweismaß: Rationalität und Intuition&amp;#039;&amp;#039;, 2015, S. 225]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die letztere Annahme ist jedoch [[probabilistisch]], da sich jemand zufällig am Tatort aufhalten kann, aber mit der Tat nichts zu tun hat oder jemand die Tat begangen haben kann, der sich nicht am Tatort befand (etwa durch [[Fernsteuerung]]). Denn ein Alibi bedeutet, dass die betreffende Person als unmittelbar am Tatort handelnder [[Täter]] ausscheidet, nicht jedoch als [[mittelbarer Täter]], [[Anstiftung (Deutschland)|Anstifter]] oder [[Gehilfe]] des Täters.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=cD-NF8rFDysC&amp;amp;pg=PA17&amp;amp;dq=%22kein+Alibi+oder+hat+sich+eine+Alibibehauptung+als%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi_rLuzm6bdAhVRKuwKHeW-AxsQ6AEIKTAA#v=onepage&amp;amp;q=%22kein%20Alibi%20oder%20hat%20sich%20eine%20Alibibehauptung%20als%22&amp;amp;f=false Ingo Wirth (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kriminalistik-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 17]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anstifter kann ein Alibi besitzen, weil er bei der Tat weder am Tatort gewesen sein muss noch zur Tatzeit anwesend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat ein Verdächtiger kein Alibi oder hat sich eine Alibi-Behauptung als falsch erwiesen, so ist dies kein Beweisindiz für die Täterschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Rspr|BGH NStZ 1999, 423}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Scheitern des Alibi-Beweises darf nicht als Indiz für die Täterschaft des Angeklagten gewertet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Rspr|BGH StV 1982, 158}}, 159&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein vorgetäuschtes Alibi ist zulässiges Verteidigungsverhalten, das nicht strafschärfend gewertet werden darf.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Beschluss vom 9. Oktober 2012, Az.: 5 StR 453/12&amp;lt;/ref&amp;gt; Schenkt der [[Tatrichter]] mithin dem Alibi-Zeugen keinen Glauben, so ist damit zwar eine Verteidigungsmöglichkeit des Angeklagten gescheitert. Dieser Fehlschlag kann aber für sich allein, das heißt ohne Rücksicht auf seine Gründe und Begleitumstände, kein Beweisanzeichen für die Täterschaft abgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsche Alibis können im deutschen Strafrecht beim „Alibi-Zeugen“ ein [[Strafverfahren]] wegen [[Strafvereitelung]], [[falsche uneidliche Aussage|falscher uneidlicher Aussage]] sowie [[Meineid]] nach sich ziehen; im angloamerikanischen Recht liegt Strafvereitelung ({{enS|obstruction of justice}}) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Unterschieden wird zwischen dem technischen und dem personellen Alibi. Das &amp;#039;&amp;#039;technische Alibi&amp;#039;&amp;#039; berücksichtigt, dass der Verdächtige anhand von z.&amp;amp;nbsp;B. [[Eintrittskarte]]n, [[Fahrkarte]]n, datierten [[Fotografie|Fotos]] oder [[Videotechnik|Videos]] beweisen kann, dass er zur Tatzeit nicht am Tatort war. Das &amp;#039;&amp;#039;personelle Alibi&amp;#039;&amp;#039; erfordert [[Zeuge]]n, die bestätigen können, dass sich der Verdächtige während der Tat an einem anderen Ort aufhielt (Alibi-Zeuge). Sowohl das technische als auch das personelle Alibi unterliegt der Alibi-Prüfung durch die Strafverfolgungsbehörden. Das technische Alibi kann durch das personelle Alibi untermauert werden, wenn beispielsweise ein Zeuge mit seiner Eintrittskarte in der Oper von anderen Zuschauern gesehen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Umgangssprache|Umgangssprachlich]] wird &amp;#039;&amp;#039;Alibi&amp;#039;&amp;#039; auch für andere, nicht räumliche Umstände benutzt, die [[Verbrechen]] oder [[Moral|moralisches]] [[Menschlicher Fehler|Fehlverhalten]] entschuldigen oder relativieren sollen, hier jedoch meist in abschätziger Auffassung als [[Schutzbehauptung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
Die Kriminalistik bedient sich der Erkenntnisse der [[Biologie]], [[Chemie]], [[Logik]], [[Physik]] oder [[Technik]], so dass international die gleichen Bedingungen auch für das Alibi gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Alibi}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Alibi}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4141878-5}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-138914</name></author>
	</entry>
</feed>