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	<title>Algolagnie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Algolagnie&amp;diff=168530&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mhandschug: nowiki entfernt, Toten Link ersetzt</title>
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		<updated>2024-10-07T12:18:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;nowiki entfernt, Toten Link ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt eine psychische Störung; zur umgangssprachlichen Verwendung des Begriffs „Algolagnie“ oder „Lustschmerz“ im Sinne einvernehmlich gelebter Sexualpraktiken siehe [[BDSM]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| BREITE = &lt;br /&gt;
| 01-CODE = F65.5&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Störung der Sexualpräferenz&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Algolagnie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Griechische Sprache|griechisch]] &amp;#039;&amp;#039;algos&amp;#039;&amp;#039; „Schmerz“ und &amp;#039;&amp;#039;lagneia&amp;#039;&amp;#039; „[[Wollust]]“) ist eine klinische Wortschöpfung des ausgehenden 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, um die Lust am Zufügen und Empfangen von [[Schmerz]]reizen zu beschreiben (↑ [[Sexualpräferenz]]). Der Begriff wurde durch die synonyme Bezeichnung [[Sadomasochismus]] weitgehend abgelöst, die &amp;#039;&amp;#039;passive Algolagnie&amp;#039;&amp;#039; wird durch [[Masochismus]], die &amp;#039;&amp;#039;aktive Algolagnie&amp;#039;&amp;#039; durch [[Sadismus]] ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiedler&amp;quot;&amp;gt;Peter Fiedler: &amp;#039;&amp;#039;Sexuelle Orientierung und sexuelle Abweichung: Heterosexualität – Homosexualität – Transgenderismus und Paraphilien – sexueller Mißbrauch – sexuelle Gewalt.&amp;#039;&amp;#039; Beltz PVU 2004, ISBN 3-621-27517-7, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der passive Aspekt kann auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Algophilie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (griechisch &amp;#039;&amp;#039;Philie&amp;#039;&amp;#039; „Liebe“), &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lustschmerz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Schmerzgeilheit&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden, ein selten verwendeter Begriff für Masochismus. Über diesen Begriff hinaus geht die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Algomanie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (griechisch &amp;#039;&amp;#039;Manie&amp;#039;&amp;#039; „Wahnsinn“), die das krankhafte Verlangen nach Schmerz beschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Henrik Peters: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Psychiatrie, Psychotherapie, medizinische Psychologie.&amp;#039;&amp;#039; Elsevier GmbH Deutschland, 2007, ISBN 3-437-15061-8, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Sexualmedizin|sexualmedizinischen Diagnostik]] oder der [[Psychoanalyse]] wird Algolagnie analog zum Sadomasochismus dann als behandlungsbedürftig verstanden, wenn die sexuelle Befriedigung ohne entsprechende Praktiken erschwert ist oder unmöglich erscheint und bei dem Betroffenen dadurch ein entsprechender Leidensdruck entsteht.&amp;lt;ref&amp;gt;Brigitte Vetter: &amp;#039;&amp;#039;Sexualität: Störungen, Abweichungen, Transsexualität.&amp;#039;&amp;#039; Schattauer Verlag, 2007, ISBN 3-7945-2463-2, S. 233 und 237&amp;lt;/ref&amp;gt; Algolagnie ist als Teil des Formenkreises der Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen als Störung der [[Sexualpräferenz]] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme|Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme]]&amp;#039;&amp;#039; (ICD) unter der Schlüsselnummer F65.5 aufgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dimdi&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dimdi.de/static/de/klassifikationen/icd/icd-10-who/kode-suche/htmlamtl2019/block-f60-f69.htm|werk=ICD-10-WHO Version 2019|titel=Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen (F60-F69) |abruf=2024-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung des Begriffs Algolagnie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1886 verwendet [[Richard von Krafft-Ebing|Krafft-Ebing]] vermutlich als erster den Begriff „Sadismus“, um die Lust am Zufügen, beziehungsweise „Masochismus“ für die Lust am Erleben von Schmerz zu beschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Dolf Zillmann: &amp;#039;&amp;#039;Connections Between Sexuality and Aggression.&amp;#039;&amp;#039; Lawrence Erlbaum Associates, 1998, ISBN 0-8058-1906-1, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Algolagnie taucht erstmals 1892 in den Schriften [[Albert von Schrenck-Notzing|Schrenck-Notzings]] als klinisches Kunstwort auf, um die Gesamtheit dieser beiden beschriebenen Begriffe zu beschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert von Schrenck-Notzing: &amp;#039;&amp;#039;Die Suggestions-Therapie bei krankhaften Erscheinungen des Geschlechtssinnes: mit besonderer Berücksichtigung der conträren Sexualempfindung.&amp;#039;&amp;#039; Enke, Stuttgart 1892.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seiner Auffassung nach bilden die beiden Ausprägungen die beiden Pole innerhalb eines Gesamtkontinuums. Sowohl diese Ansicht sowie die der strikten Trennung beider Neigungen sind bis heute verbreitet und werden mit der gleichen Argumentation verteidigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fiedler8.2.1&amp;quot;&amp;gt;Peter Fiedler: &amp;#039;&amp;#039;Sexuelle Orientierung und sexuelle Abweichung: Heterosexualität – Homosexualität – Transgenderismus und Paraphilien.&amp;#039;&amp;#039; BeltzPVU, 2004, ISBN 3-621-27517-7, Kapitel 8.2.1, S. 248 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfangs war der Ausdruck nicht sexuell konnotiert, wurde aber kurze Zeit später für die bereits bekannte, aber noch kaum wissenschaftlich erforschte sexuelle Erregung durch Empfang oder Zufügung von Schmerz unter dem Begriff passive und aktive Algolagnie angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizinische Einordnung und Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Algolagnie ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sadomasochismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analog zu ihrem Synonym Sadomasochismus wird die Algolagnie als sexuelle [[Devianz]] verstanden und wird als Störung der Sexualpräferenz unter der Schlüsselnummer F65.6 aufgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dimdi&amp;quot;/&amp;gt; Im [[Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders]], dem diagnostischen und statistischen Handbuch psychischer Störungen (DSM-IV), das in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] von der [[American Psychiatric Association]] (&amp;#039;&amp;#039;Amerikanische Psychiatrische Vereinigung&amp;#039;&amp;#039;) herausgegeben wird,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders.&amp;#039;&amp;#039; DSM-IV. American Psychiatric Association, Washington DC 1994, ISBN 0-89042-061-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Algolagnie nur in ihrer passiven oder aktiven Ausprägung aufgeführt. Eine allgemeine Zuordnung wie im ICD findet nicht statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einvernehmlich gelebte oder auch heimliche sexuelle Vorlieben für sadomasochistische Praktiken im Sinne einer konsensuell erlebten Sexualität erfüllen in aller Regel die Kriterien für die Diagnosestellung der Algolagnie im heutigen medizinischen Sinne nicht und sind eine soziologisch andersartige, aber nicht seltene Ausprägung der individuellen Sexualität. Eine Diagnosestellung darf demnach hinsichtlich der sexuell motivierten Ausprägung dieser Störungen nur noch erfolgen, wenn der Betroffene anders als durch die Ausübung sadistischer oder masochistischer Praktiken keine sexuelle Befriedigung erlangen kann, oder seine eigene sadistisch oder masochistisch geprägte Sexualpräferenz selbst ablehnt und sich in seinen Lebensumständen eingeschränkt fühlt oder anderweitig darunter leidet. Die diagnostischen Kriterien unterscheiden sich darüber hinaus nicht, sind aber nicht hierarchisch zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktive Algolagnie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wartenbergwheel.jpg|mini|250px|Ein typisches zur Nervenreizung verwendetes [[Wartenbergrad]].]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sadismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;aktive Algolagnie&amp;#039;&amp;#039; entspricht der Bezeichnung [[Sadismus]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiedler&amp;quot; /&amp;gt; es kann prinzipiell zwischen sexuell motiviertem Handeln, bei dem die Zufügung von Schmerz als sexuell lustvoll erlebt wird, und nicht sexuell konnotiertem Sadismus unterschieden werden. Die aktive Algolagnie wird als Störung der Sexualpräferenz in der ICD unter der Schlüsselnummer F65.5 gelistet, dabei muss die Diagnose noch durch eine Kennzeichnung hinsichtlich der sadistischen Ausprägung erweitert werden. Im [[DSM 4|DSM IV]] wird der Sadismus, beziehungsweise die aktive Algolagnie, unter der Nummer 302.84 gelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.behavenet.com/capsules/disorders/sexsadismTR.htm |text=BehaveNet: &amp;#039;&amp;#039;Diagnostic criteria for 302.84 Sexual Sadism &amp;#039;&amp;#039; |wayback=20090716094427}} DSM-Diagnosekriterien in englischer Sprache. Letzter abgerufen am 20. Februar 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Passive Algolagnie ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Masochismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu Masochismus synonyme Begriff &amp;#039;&amp;#039;passive Algolagnie&amp;#039;&amp;#039; oder Lustschmerz umschreibt das Empfinden von sexueller Lust beim Erfahren von bestimmten körperlichen Schmerzreizen, wobei der Begriff auf das passive Empfinden von [[Sexuelle Erregung|sexueller Stimulation]] durch Schmerz bezogen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiedler&amp;quot; /&amp;gt; Im ICD findet keine Präzisierung hinsichtlich des passiven Charakters dieser sexuellen Störung statt, eine Diagnose nach Schlüsselnummer F65.5 muss hinsichtlich der masochistischen Empfindung gekennzeichnet werden. Im [[DSM 4|DSM IV]] kann die Diagnose der passiven Algolagnie direkt synonym zu der Diagnose Masochismus (DSM IV 302.83)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.behavenet.com/capsules/disorders/sexmasochism.htm |text=BehaveNet: &amp;#039;&amp;#039;Diagnostic criteria for 302.83 Sexual Masochism &amp;#039;&amp;#039; |wayback=20120224130207}} DSM-Diagnosekriterien in englischer Sprache. Abgerufen am 20. Februar 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Brigitte Vetter: &amp;#039;&amp;#039;Sexualität. Störungen, Abweichungen, Transsexualität.&amp;#039;&amp;#039; Schattauer Verlag, Stuttgart u. a. 2007, ISBN 3-7945-2463-2.&lt;br /&gt;
* [[Peter Fiedler (Psychologe)|Peter Fiedler]]: &amp;#039;&amp;#039;Sexuelle Orientierung und sexuelle Abweichung. Heterosexualität – Homosexualität – Transgenderismus und Paraphilien – sexueller Missbrauch – sexuelle Gewalt.&amp;#039;&amp;#039; Beltz-Verlag u. a., Weinheim u. a. 2004, ISBN 3-621-27517-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.datenschlag.org/papiertiger/lexikon/algolagnie.html Der Papiertiger: &amp;#039;&amp;#039;Algolagnie&amp;#039;&amp;#039;] – [[Datenschlag]]&lt;br /&gt;
* [http://www.datenschlag.org/papiertiger/lexikon/schmerzerotik.html Datenschlag – Der Papiertiger: &amp;#039;&amp;#039;Schmerzerotik&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BDSM]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualpräferenz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paraphilie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mhandschug</name></author>
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