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	<title>Alge - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T23:30:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alge&amp;diff=368694&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eugénie Pellissier (Matthes &amp; Seitz Berlin): /* Literatur */ Miek Zwamborn: Algen. Ein Portrait.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alge&amp;diff=368694&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-05T18:07:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Miek Zwamborn: Algen. Ein Portrait.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- kein Taxon --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Batrachospermum moniliforme.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Batrachospermum moniliforme&amp;#039;&amp;#039;, eine im Süßwasser lebende Rotalge]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pediastrum.jpg|mini|Kolonie der Grünalge &amp;#039;&amp;#039;[[Pediastrum]]&amp;#039;&amp;#039; (lichtmikroskopische Aufnahme)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Diatoms through the microscope.jpg|mini|Einige Arten von [[Kieselalgen]] mit variierender Größe, Form und Farbe (lichtmikroskopische Aufnahme)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|alga|de=Seegras}}, ‚Tang‘)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Alge |titel=Alge |werk=Duden online |abruf=2026-03-06 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wird auf verschiedene [[Eukaryoten|eukaryotische]] Lebewesen angewendet, die zumeist im Wasser leben und [[Photosynthese]] betreiben. Dazu gehören auch zahlreiche photosynthetische [[Protisten]]. Algen stellen keine [[Monophylum|monophyletische]] Verwandtschaftsgruppe im Sinne der [[Systematik (Biologie)|biologischen Systematik]] dar. Gleichwohl wird die [[Sammelbezeichnung]] „Alge“ auch in der [[Biologie]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell werden [[Cyanobakterien]] als „Blaualgen“ bezeichnet, da sie aufgrund von äußerlichen Ähnlichkeiten zunächst den Algen zugeordnet wurden. Als Bakterien gehören sie jedoch zu den [[Prokaryot]]en und sind Gegenstand der [[Bakteriologie]]. Sie werden nur aus historischen Gründen teilweise noch in der [[Botanik]] behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bezeichnung der Algenkunde werden zwei gleichbedeutende Fremdwörter verwendet: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Algologie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Algologie |titel=Algologie |werk=Duden online |abruf=2026-03-06 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phykologie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|φῦκος|phykos|de=Tang}}).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Phykologie |titel=Phykologie |werk=Duden online |abruf=2026-03-06 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sektion Phykologie der [[Deutsche Botanische Gesellschaft|Deutschen Botanischen Gesellschaft]] wählt jährlich eine [[Alge des Jahres]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dbg-phykologie.de/alge-des-jahres |titel=Alge des Jahres |hrsg=Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) |abruf=2026-03-06 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vielfalt der Algen ==&lt;br /&gt;
=== Makroalgen und Mikroalgen ===&lt;br /&gt;
Anhand ihrer Größe kann man Algen in zwei Gruppen einteilen. Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mikroalgen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden mikroskopisch kleine Arten zusammengefasst, zu ihnen gehören insbesondere einzellige Formen.{{#tag:ref|Gelegentlich findet sich im Englischen auch die Bezeichnung {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;eukaryotic unicellular algae&amp;#039;&amp;#039;}} (EUA, [[Eukaryoten|eukaryotische]] [[Einzeller|einzellige]] Algen), um Cyanobakterien („Blaualgen“) explizit auszuschließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Goodenough2022&amp;quot;/&amp;gt;|group=&amp;quot;A.&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Makroalgen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Großalgen) sind dagegen mit bloßem Auge erkennbar, ihre Länge reicht von wenigen Millimetern bis zu 60 Metern. Die meisten Großalgen leben im Meer ([[Seetang]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Braune2008&amp;quot; /&amp;gt; Im Süßwasser zählen beispielsweise die [[Armleuchteralgen]] zu den Makroalgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebensräume und Lebensweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftalge Trentepohlia aurea OhWeh-003.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Trentepohlia aurea]]&amp;#039;&amp;#039;: eine weit verbreitete, orangerote Luftalge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Meeresalgen und Süßwasseralgen ====&lt;br /&gt;
Man findet Algen hauptsächlich in den lichtdurchdrungenen Schichten der [[Meer]]e und in allen Lebensräumen des [[Süßwasser]]s. Im Wasser frei schwebende Algen bilden das [[Phytoplankton]], den photoautotrophen Teil des [[Plankton]]s. Auch das [[Phytobenthos]], die „Pflanzen“ der Gewässerböden, wird hauptsächlich durch Algen gebildet. Als [[Seetang|Tang]] bezeichnet man große Makroalgen, die teilweise ausgedehnte [[Tangwald|Tangwälder]] in den Küstenbereichen der Meere bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mikroalgen des Meeres sind in ihrer ökosystemaren Gesamtheit [[Mixotrophie|mixotroph]]. Sie betreiben zwar [[Photosynthese]], beziehen jedoch ein Viertel ihrer [[Biomasse]] aus dem Verzehr von [[Bakterio- und Virioplankton|Bakterioplankton]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zubkov2008&amp;quot;/&amp;gt; Mixotrophie ist auch von vielen im Süßwasser vorkommenden, als Algen bezeichneten Protisten bekannt, etwa dem „Augentierchen“ &amp;#039;&amp;#039;[[Euglena]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Algen in weiteren Lebensräumen ====&lt;br /&gt;
{{Anker|Luftalge}}&lt;br /&gt;
Ein kleinerer Teil der Algen hat sich durch Anpassung an (temporäre) Trockenheit auf Lebensräume außerhalb von Wasserkörpern spezialisiert:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Luftalgen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Aerophyten) wachsen auf exponierten Oberflächen wie Baumstämmen oder Felsen. Sie können diese oberflächlich bunt färben. Optional treten sie an ähnlichen Standorten auch als [[Endosymbiont]] in [[Flechte]]n auf. Ein Beispiel ist die in Mitteleuropa häufige Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Trentepohliales#Die Gattung Trentepohlia|Trentepohlia]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Bodenalgen]] (terrestrische Algen) leben auf oder in [[Boden (Bodenkunde)|Böden]]. So ist etwa die Grünalge &amp;#039;&amp;#039;[[Fritschiella]]&amp;#039;&amp;#039; ein Vertreter der [[Edaphon|Bodenlebewesen]].&lt;br /&gt;
* [[Schneealge]]n haben sich auf langsam abtauende Schneefelder in Gebirgen und Polarregionen spezialisiert und bilden dort im Sommer etwa das Phänomen des [[Blutschnee]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Symbiosen ====&lt;br /&gt;
Insbesondere einzellige Algen gehen auch [[Symbiose]]n ein, zum Beispiel als [[Zooxanthelle]]n in manchen Meerestieren, die dadurch unabhängig von äußerer Nahrungszufuhr werden oder einfach Tarnung erhalten. Am intensivsten gediehen ist die Symbiose zwischen Algen und [[Pilze]]n bei den [[Flechte]]n. Diese stellen echte Doppelwesen dar, die gemeinsame [[Reproduktion (Biologie)|Vermehrungsorgane]] ausbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Morphologische Organisationsstufen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Algae and bacteria in Scanning Electron Microscope, magnification 2000x.JPG|mini|280px|Kokkale Grünalgen und Stäbchenbakterien (sekundärelektronenmikroskopische Aufnahme)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alger, Macrocystis pyrifera, Nordisk familjebok.png|mini|280px|Thallöser [[Riesentang]]: &amp;lt;br /&amp;gt;oben Phylloid, Mitte Cauloid, unten Rhizoid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Organisationsstufe]] umfasst Gruppen von Algen mit gemeinsamen morphologischen Merkmalen der Individuen (etwa die äußere Zellbeschaffenheit oder die Zellanordnung bei Mehrzellern betreffend), unabhängig von ihrer tatsächlichen Verwandtschaft. Die Organisationsstufen wurden in der klassischen Systematik der Algen zur künstlichen Unterteilung der verschiedenen Klassen in Ordnungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet zwischen folgenden Stufen (Auswahl):&lt;br /&gt;
* monadoide oder monadale Stufe: Algen, die hierzu gezählt werden, sind begeißelte Einzeller. Die monodale Stufe ist also den [[Flagellaten]] gleichzusetzen. Sie ist bei fast allen Gruppen der Algen vorhanden, sie fehlt nur bei den [[Rotalgen]], [[Schmuckalgen]] und einigen Teilgruppen der [[Kieselalgen]].&lt;br /&gt;
* rhizopodial oder [[Amöbe|amöboid]]: Es handelt sich um unbegeißelte, amöboide Einzeller, die keine Zellwand besitzen. Die Fortbewegung erfolgt kriechend durch [[Pseudopodien]], also durch Ausstülpungen des [[Zellplasma]]s. Einige Gattungen der [[Goldbraune Algen|Goldbraunen Algen]] sind als Beispiel anzuführen.&lt;br /&gt;
* monadoide, koloniebildende Stufe: Es handelt sich um begeißelte Einzeller, die in einer Gallerte zusammengehalten werden und eine [[Zellkolonie]] bilden. Es besteht bereits eine Tendenz zur [[Zelldifferenzierung]]. Während &amp;#039;&amp;#039;[[Gonium sacculiferum]]&amp;#039;&amp;#039; noch aus vier gleichen „Chlamydomonas-ähnlichen“ Einzelzellen besteht, findet man bei Kolonien aus mehreren tausenden Zellen der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Volvox]]&amp;#039;&amp;#039; bereits vegetative und Geschlechtszellen.&lt;br /&gt;
* [[capsal]] (kapsal, tetrasporal oder palmelloid): unbegeißelte Einzeller, die nach der Teilung von einer Gallerthülle zusammengehalten werden. Es entstehen [[Coenobium|Coenobien]], Verbände aus eigenständigen Einzelzellen. Ein Beispiel ist &amp;#039;&amp;#039;Tetraspora&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* kokkal (coccal): Einzeller ohne Eigenbewegung (ohne Geißeln), die eine verdickte Zellwand besitzen. Die Algen der Gattung [[Chlorococcum]] (Grünalgen) besitzen im [[Vegetative Vermehrung|vegetativen]] Zustand keine Geißeln, die Organisationsstufe ist kokkal. Nur bei der Vermehrung werden begeißelte Einzeller, die [[Zoospore]]n, gebildet. Fast alle Kieselalgen, bei denen die Zellwand aus Siliziumdioxid („Kieselsäure“) besteht, zählen zu dieser Organisationsstufe.&lt;br /&gt;
* trichal: Algen dieser Stufe bilden mehrzellige, fadenförmige Vegetationskörper. Die einzelnen Zellen sind durch Zellwände voneinander getrennt. Die Zellfäden entstehen durch Zellteilungen in nur einer Ebene (also sozusagen eindimensional). Es können auch Verzweigungen gebildet werden. Die [[Spirogyra|Schraubenalge]] sei als Beispiel genannt.&lt;br /&gt;
* thallös: Es wird durch Zellteilungen in verschiedenen Raumrichtungen (dreidimensional) ein [[Thallus]] gebildet. Dieser kann scheinbar in Gewebe unterteilt sein. Der Thallus vieler Braunalgen ist in [[Rhizoid]] (analog zu dem Wurzelgewebe), [[Cauloid]] (entspricht der Sprossachse) und [[Phylloid]] (blattähnlich) gegliedert. Thallöse Algen können große Vegetationskörper bilden. So hat der [[Riesentang]] eine Länge von bis zu 60 Meter.&lt;br /&gt;
* siphonal: Der Körper enthält viele [[Zellkern]]e, ist aber nicht durch [[Zellwand|Zellwände]] in Zellen untergliedert ([[Syncytium|Coenoblast]]). Er entsteht durch vielfache Kernteilungen in mehreren Raumebenen ohne Bildung trennender Wände. Der siphonale Thallus kann schlauch- oder blasenförmig oder, wie bei der [[Acetabularia|Schirmalge]], morphologisch in verschiedene Organe ausdifferenziert sein. Dabei erreicht etwa der im Mittelmeer eingeschleppte siphonale Tang &amp;#039;&amp;#039;[[Caulerpa taxifolia]]&amp;#039;&amp;#039; eine Höhe von 60&amp;amp;nbsp;cm. In der Systematik wurden die Algen dieser Organisationsstufe früher als &amp;#039;&amp;#039;Siphonales&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die wichtigsten Gruppen der Algen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Динофитовая микроводоросль, выделенная из осадков Амурского залива в 2020 году.jpg|mini|Mikroalge aus der Gruppe der [[Dinoflagellaten]] (Foto: Irina Moroz)]]&lt;br /&gt;
Da die Algen keine natürliche Gruppe darstellen, folgt hier eine Aufstellung von [[Taxon|Taxa]], in denen Algen vorkommen (unvollständig):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten|2=Diese Aufzählung|Grund=[[Goldalgen]] und [[Heterokontophyta]] sind wohl kein aktuellen Taxa mehr.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Glaucophyta]]: einzellig oder kleine, undifferenzierte Zellkolonien, im Süßwasser&lt;br /&gt;
* [[Haptophyta]]: leben vor allem marin&lt;br /&gt;
* [[Cryptophyceae|Schlundgeißler]] (Cryptista): meist einzellig, Meer- und Süßwasserbewohner&lt;br /&gt;
* [[Euglenozoa]] (Euglenophyta): bekannt ist das „Augentierchen“ &amp;#039;&amp;#039;[[Euglena]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Dinozoa]] (s. [[Dinoflagellaten]]), ca. 1100 Arten: braune (das grüne Chlorophyll wird durch rote Fucoxanthine überdeckt), einzellige, begeißelte Zellen mit einer seitlichen und einer basalen (am hinteren Pol) Geißel. Sie besitzen innerhalb der Zellmembran einen festen Zellulosepanzer. Sie leben marin oder limnisch. Viele haben spezielle Schwebeeinrichtungen.&lt;br /&gt;
* [[Raphidophyceae]] (Chloromonadophyceae): meist im Süßwasser vorkommend&lt;br /&gt;
* [[Chlorarachniophyta]]: marin, es gibt sechs bekannte Gattungen&lt;br /&gt;
* [[Gelbgrüne Algen]] (Xanthophyceae): leben nur im Süßwasser&lt;br /&gt;
* [[Goldalgen]] (Chrysophyta): selten marin, meist im Süßwasser vorkommend mit einer oder zwei apikalen (= an der Spitze sitzenden) Geißeln. Viele von ihnen bilden Kolonien.&lt;br /&gt;
* [[Kieselalgen]] (Bacillariophyta, auch Diatomeen genannt): vorwiegend im Meer lebend&lt;br /&gt;
* [[Braunalgen]] (Phaeophyta), ca. 1500 Arten: fast ausschließlich marin, kleine, zart gebaute, fädige, bis sehr große, außerordentlich widerstandsfähige, derbe Organismen.&lt;br /&gt;
* [[Rotalgen]] (Rhodophyta): vorwiegend in der [[Litoral]]zone des Meeres, auch in kalten sauberen Bächen&lt;br /&gt;
* [[Grünalge]]n (Chlorophyta), ca. 8000 Arten: Meer (2/5 aller Arten), Süßwasser (3/5 aller Arten) und auch landlebende Vertreter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der klassischen Einteilung der Algen werden die Chloromonadophyta, Gelbgrünen Algen, Goldalgen, Kieselalgen und die Braunalgen als Klassen zu der Gruppe [[Heterokontophyta]] gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Taxa der phylogenetischen Systematik, in denen Algengruppen vorkommen:&lt;br /&gt;
* [[Excavata]]: Zu ihnen werden die Euglenozoa gestellt.&lt;br /&gt;
* [[Stramenopile]] (auch als Chromista bezeichnet): In dieser Gruppe werden die Haptophyta, Cryptophyta, Chlorarachniophyta und Heterokontophyta eingeordnet.&lt;br /&gt;
* [[Alveolata]]: Zu den Alveolata werden die Dinoflagellata gestellt.&lt;br /&gt;
* [[Archaeplastida]]: Die Grünalgen ([[Chlorophyta]] und [[Charophyta]]), die Glaucophyta und die Rotalgen werden zu den Archaeplastida zusammengefasst. Zu dieser Verwandtschaftsgruppe zählen außerdem die („höheren“) [[Pflanze]]n ([[Embryophyta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zahl der Arten ===&lt;br /&gt;
Die Zahl der Algenarten ist unbekannt und kann nur geschätzt werden. Die einzelnen Schätzungen weichen stark voneinander ab und reichen von 30.000 bis zu mehr als einer Million Arten. Auch Schätzungen zur Zahl der Arten in bestimmten Regionen oder innerhalb einzelner Gruppen der Algen sind unsicher. Allein für [[Kieselalgen]] kamen mehrere Autoren auf hohe geschätzte Zahlen von mehr als 200.000 Arten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Guiry_Artenanzahl&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael D. Guiry |Titel=How many species of algae are there? |Sammelwerk=Journal of Phycology |Band=48 |Nummer=5 |Datum=2012-10 |Sprache=en |Seiten=1057–1063 |DOI=10.1111/j.1529-8817.2012.01222.x |PMID=27011267 |Online=[https://www.researchgate.net/publication/263561612 Online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unsicherheit der Schätzungen beruht unter anderem darauf, dass verschiedene Ansichten darüber bestehen, welche Organismen zu den Algen zu zählen sind und wie Algenarten voneinander abzugrenzen sind. Eine Studie aus dem Jahr 2012 kam mit einem vorsichtigen, konservativen Ansatz auf eine geschätzte Gesamtzahl von 72.500 Algenarten. Bis zum Juni 2012 seien rund 44.000 Namen für Algenarten veröffentlicht und 33.248 von AlgaeBase erfasst worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Guiry_Artenanzahl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Algen in den Weltmeeren ==&lt;br /&gt;
In den Weltmeeren bildet sich Phytoplankton sehr gehäuft in der [[Arktis]] und in den küstennahen [[Schelfmeer]]en. Sehr wenig Phytoplankton gibt es im [[Subtropen|subtropischen Bereich]]. Ein Forschungsergebnis aus 2016 legt allerdings nahe, dass die Phytoplanktonaktivität im subtropischen Bereich viel höher als bislang vermutet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=François Dufois, Nick J. Hardman-Mountford, Jim Greenwood, Anthony J. Richardson, Ming Feng, Richard J. Matear |Titel=Anticyclonic eddies are more productive than cyclonic eddies in subtropical gyres because of winter mixing |Sammelwerk=Science Advances |Band=2 |Nummer=5 |Datum=2016-05-20 |Sprache=en |DOI=10.1126/sciadv.1600282}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Volker Mrasek |url=https://www.deutschlandfunk.de/wirbelstuerme-im-meer-warme-eddys-kurbeln-algenwachstum-an.676.de.html?dram:article_id=354941 |titel=Warme „Eddys“ kurbeln Algenwachstum an |werk=Deutschlandfunk |datum=2016-05-23 |abruf=2019-07-12 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anteil an Plankton lässt sich durch Satellitenaufnahmen mit Spezialkameras aus dem Weltraum abschätzen. Die Algen des Phytoplanktons sind zwischen einem tausendstel Millimeter und einem halben Millimeter groß. Winzige Planktontierchen (Zooplankton) fressen in den Weltmeeren die Algen. Ein großer Teil der Algen stirbt ab und sinkt zusammen mit den Ausscheidungen des Zooplanktons als [[Meeresschnee]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ori Schipper |url=https://ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2021/09/einblick-in-die-biologische-kohlenstoffpumpe-im-meer.html |titel=Einblick in die biologische Kohlenstoffpumpe im Meer |hrsg=[[ETH Zürich]] |datum=2021-09-23 |abruf=2021-10-04 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf den Meeresgrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Photosynthese der Algen.webm|mini|Video: Photosynthese der Algen]]&lt;br /&gt;
Meeresalgen haben vermutlich einen sehr wichtigen Einfluss für die Bindung des Kohlendioxids aus der Atmosphäre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smetacek&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Victor Smetacek |Titel=Die Primärproduktion der marinen Plankton-Algen |Sammelwerk=[[Spektrum der Wissenschaft]] |Nummer=12 |Datum=1991 |Seiten=52 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird geschätzt, dass jährlich 45 bis 50 [[Tonne (Einheit)#Dezimale Vielfache|Gigatonnen]] Kohlenstoff des Kohlendioxids in Phytoplanktonbiomasse gebunden werden. Man nimmt an, dass nach dem Absterben dieses Phytoplankton in die Tiefe des Meeres sinkt und durch den mikrobiellen Abbau entstehendes Kohlendioxid gebunden bleibt. Etwa 15 Prozent des im Phytoplankton assimilierten Kohlenstoffs – also etwa 8 Gigatonnen – sinken in die Tiefe. Ohne das Phytoplankton der Meere läge die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre vermutlich statt bei 365&amp;amp;nbsp;ppm bei&amp;amp;nbsp;565 ppm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Falkowski&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul G. Falkowski |Titel=Der unsichtbare Wald im Meer |Sammelwerk=Spektrum der Wissenschaften |Nummer=6 |Datum=2003 |Seiten=56&amp;amp;nbsp;ff. |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Phytoplankton wirkt also als Kohlenstoffpumpe, indem es Kohlendioxid aus der Luft und aus wässriger Lösung bindet und den Kohlenstoff in die Tiefsee verfrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem abgestorbenen Phytoplankton, das in die Tiefsee abgesunken ist und dort unter hohem Druck steht, entsteht nach vielen Jahrtausenden schließlich [[Erdöl]] und [[Erdgas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Algenproduktion im Meerwasser durch Zugabe von Eisenionen erheblich zunimmt. Eine derartige [[Eisendüngung]] könnte zu einer verstärkten Einlagerung von Kohlenstoff aus atmosphärischem [[Kohlendioxid]] in den Meeresboden durch absinkende Algen führen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wolfgang Stieler |url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Gruenes-Licht-fuer-Meeresduengung-202409.html |titel=Grünes Licht für Meeresdüngung |werk=heise.de / MIT Technology Review |datum=2009-01-26 |abruf=2026-03-06 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung ==&lt;br /&gt;
Die [[Kultivierung]] von marinen Großalgen (Makroalgen) im Meer, in [[Aquakultur]]en oder in [[Photobioreaktor]]en gewinnt an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[List auf Sylt|List]] auf der Insel [[Sylt]] gab es eine von der [[Deutsche Bundesstiftung Umwelt|Deutschen Bundesstiftung Umwelt]] finanzierte, unter Leitung von [[Klaus Lüning]] vom [[Alfred-Wegener-Institut|Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung]] durchgeführte Versuchskultivierung von marinen Rot- und Braunalgen, primär Vertreter der Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Lappentang|Palmaria]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Laminariales|Laminaria]]&amp;#039;&amp;#039;. Die kommerzielle Herstellung von Makroalgen erfolgte ab 2006 durch die Sylter Algenfarm GmbH unter Leitung von Lüning. Seit 2019 führt die AlgenProjekt Meeresalgenland UG die landgestützte Produktion mariner Makroalgen in Deutschland fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Jahr 1999 existiert in Deutschland eine weltweit einzigartige Produktionsanlage für [[Mikroalge]]n in [[Klötze]]. In dieser wird, unter Leitung von Steinberg, die Grünalge &amp;#039;&amp;#039;[[Chlorella vulgaris]]&amp;#039;&amp;#039; in einem 500&amp;amp;nbsp;km langen patentierten Glasröhrensystem kultiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nori.jpg|mini|Getrocknete Nori-Algen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Algen und ihre Inhaltsstoffe können für vielfältige Zwecke verwendet werden. Teilweise erfolgt die Gewinnung direkt aus dem Meer, teilweise aus Anlagen, in denen Algen kultiviert werden. Nur ca. 160 Arten der Algen werden industriell genutzt, unter anderem als Nahrungsmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Algen als Nahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Algen (Lebensmittel)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwerpunkt der Nutzung von Algen als Nahrungsmittel liegt in [[Südostasien]], wo jährlich ca. 9 Millionen Tonnen verzehrt werden. Verschiedene große Algenarten (Makroalgen) werden roh als Salat oder gedünstet als [[Gemüse]] verzehrt. In Ländern wie Japan ist der Anbau von Rotalgenarten (z.&amp;amp;nbsp;B. für [[Sushi]]) ein bedeutender Wirtschaftszweig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Algen besitzen einen sehr hohen Anteil an [[Mineralstoff]]en und [[Spurenelement]]en. Ein hoher Anteil an [[Kohlenhydrate]]n, ungesättigten [[Fettsäuren]] oder [[Beta-Carotin]]en sind Argumente für die Verwendung weiterer Algensorten als Nahrungsmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da insbesondere getrocknete Meeresalgenprodukte aus Asien sehr viel [[Iod]] enthalten können, ist bei häufigem Verzehr Vorsicht geboten. Die deutschen Verbraucherzentralen warnen vor Produkten, auf denen genaue Angaben zum Iodgehalt und zur maximalen Verzehrmenge fehlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/oft-zu-viel-jod-in-meeresalgen-8540 |titel=Oft zu viel Jod in Meeresalgen |werk=verbraucherzentrale.de |datum=2017-03-07 |abruf=2026-03-06 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energetische Nutzung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Algae hydrogen production.jpg|mini|Herstellung von Biowasserstoff mittels Algen im Labormaßstab]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Möglichkeiten zur energetischen Nutzung von Algen, z.&amp;amp;nbsp;B. als [[Algenkraftstoff]] ([[Biokraftstoff]]), werden untersucht. Zum Teil wird dies mit umwelttechnischen Anwendungen verknüpft:&lt;br /&gt;
* [[Hans Gaffron]] hat bereits 1939 ein Verfahren entwickelt, um mit Hilfe von Grünalgen der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Chlamydomonas reinhardtii]]&amp;#039;&amp;#039; [[Wasserstoff]] ([[Biowasserstoff]]) zu produzieren. Dazu kann ein [[Algenreaktor]] oder [[Photobioreaktor]] verwendet werden.&lt;br /&gt;
* Aus bestimmten Algen lässt sich [[Biodiesel]] herstellen. Die Algen-[[Biomasse]] könnte zu [[Biogas]] vergoren oder in geeigneten Anlagen thermisch genutzt werden. Das bei der Kultivierung der Algen notwendige CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; kann beispielsweise mit den Abgasen von Kraftwerken bereitgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aquaristik ===&lt;br /&gt;
Einige Algenarten finden in der [[Aquaristik]] als [[Zierpflanze]]n Verwendung. In der Süßwasseraquaristik ist beispielsweise die Art &amp;#039;&amp;#039;[[Aegagropila linnaei]]&amp;#039;&amp;#039; recht verbreitet, die häufig unter dem irreführenden Namen „Mooskugel“ verkauft wird. Einige Arten von Makroalgen (bspw. aus der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Caulerpa]]&amp;#039;&amp;#039;) werden gelegentlich in der [[Meerwasseraquaristik]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Anwendungen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Algenkultur}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiteren, teilweise sehr speziellen Anwendungen werden Produkte der Algen, ihre Inhaltsstoffe, ihre Abbaufähigkeiten oder ihre Abbauprodukte verwendet:&lt;br /&gt;
* Kieselalgen sind beispielsweise reich an Kohlenhydraten, [[Fettsäure]]n, [[Steroid]]en und [[Vitamine]]n. Diese werden auf vielfältigste Weise, z.&amp;amp;nbsp;B. als Nahrungsergänzungen („Spiruletten“), Verdickungsmittel ([[Agar]]) in Kosmetikprodukten oder in der Industrie verwendet.&lt;br /&gt;
* Im [[Abwasser]]sektor können Algen zum Binden von ausgeschwemmten [[Düngemittel]]n eingesetzt und selbst wieder als [[Algendünger]] verwendet werden. Wie durch andere Pflanzen auch, kann mit ihrer Hilfe [[Kohlenstoffdioxid]] (CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) gebunden werden. Zudem werden [[Pathogene]] inkorporiert oder sie sterben in dem Milieu ab, das die Algen während ihres Wachstums produzieren, so dass es zur Trinkwasserdesinfektion im ländlichen Sektor geeignet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Naturnahe Abwasserdesinfektion durch nachgeschaltete Algenteiche.&amp;#039;&amp;#039; {{Patent|Land=DE|V-Nr=102006020917}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Aktuell erforscht ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern der [[University of Bath]], [[University of Bristol]], [[Cardiff University]] und der [[University of Exeter]] das Potenzial von speziellen Algen, toxische [[Schwermetalle]] aus Abwasser, z.&amp;amp;nbsp;B. in Zusammenhang mit stillgelegten Gruben und Bergwerken, zu filtern. Diese wurden bei einem Forschungsprojekt im Kontext einer stillgelegten Zinn-Mine in Cornwall, Großbritannien auf dem dort wachsenden Schilfgras entdeckt, als die Pflanzen im Umfeld der stillgelegten Mine auf Folgen des toxischen Grubenabwassers untersucht wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://gw4.ac.uk/news/researchers-to-use-algae-to-clean-up-mine-water/ |titel=Researchers to use algae to clean up mine water |werk=gw4.ac.uk |datum=2014-12-05 |sprache=en |abruf=2026-03-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zudem wurden aus Ablagerungen abgestorbener Algen weite Teile der heute verwendeten fossilen Rohstoffe ([[Erdöl]], [[Erdgas]]) gebildet.&lt;br /&gt;
* Aus [[Braunalge]]n lässt sich [[Alginsäure]] gewinnen, deren Salze (Alginate) als [[Verdickungsmittel|Verdickungs-]] und [[Geliermittel]] zum Einsatz kommen. Alginat wird auch in der Biomedizintechnik verwendet, zum Beispiel zur Wundabdeckung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Willi Paul, Chandra P. Sharma |Titel=Chitosan and Alginate Wound Dressings: A Short Review |Sammelwerk=Trends in Biomaterials and Artificial Organs |Band=18 |Nummer=1 |Datum=2004 |Sprache=en |Seiten=18–23 |ISSN=0971-1198 |Online=[https://www.researchgate.net/publication/256708682_Chitosan_and_Alginate_Wound_Dressings_A_Short_Review Online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In einigen medizinischen und alternativmedizinischen Anwendungen kommen aus Algen gewonnene Produkte zur Anwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner-Christian Simonis |Titel=Die niederen Heilpflanzen. Pilze, Algen, Flechten |Ort=Heidelberg |Datum=1970 |ISBN=3-7760-0010-4 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Auch lässt sich aus Algen eine hochkristalline Form der [[Cellulose]] gewinnen, die zum Beispiel bei der Herstellung von Tabletten eingesetzt werden kann&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Maria Strømme, Albert Mihranyan, Ragnar Ek |Titel=What to do with all these algae? |Sammelwerk=Materials Letters |Band=57 |Datum=2002 |Sprache=en |Seiten=569–572 |DOI=10.1016/S0167-577X(02)00831-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder als Verstärkungsmaterial für [[Naturfaserverbundwerkstoff]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Min Woo Lee, Seong Ok Han, Yung Bum Seo |Titel=Red algae fibre/poly(butylene succinate) biocomposites: The effect of fibre content on their mechanical and thermal properties |Sammelwerk=Composites Science and Technology |Band=68 |Datum=2010 |Sprache=en |Seiten=1266–1272 |DOI=10.1016/j.compscitech.2007.12.016}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Algensaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Algen als Verursacher von Krankheiten ==&lt;br /&gt;
Einige wenige einzellige Algen aus den Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Prototheca]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Helicosporidium]]&amp;#039;&amp;#039; können [[Infektionskrankheit]]en bei Säugetieren (inklusive Menschen) verursachen, siehe dazu [[Protothekose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Algenarten produzieren giftige Stoffwechselprodukte. Diese Algengifte ([[Algentoxine]]) können sich über Speisefische, [[Muscheln]] und [[Krebstiere|Krebse]] in der [[Nahrungskette]] anreichern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Algengifte |Sammelwerk=[[Lexikon der Biologie]] |Datum=1999 |Online=[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/algengifte/2037 Online] |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Menschen ist vor allem der Genuss von Muscheln gefährlich, in deren Gewebe sich Algentoxine angereichert haben. Der Genuss von belasteten Muscheln kann Vergiftungserscheinungen wie Durchfall oder Lähmungen hervorrufen und im Extremfall zum Tod führen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfr.bund.de/de/bewertung_von_marinen_biotoxinen_in_lebensmitteln-62066.html |titel=Bewertung von marinen Biotoxinen in Lebensmitteln |werk=bfr.bund.de |hrsg=[[Bundesinstitut für Risikobewertung]] |abruf=2026-03-06 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Algenblüte]]&lt;br /&gt;
* [[Algenhaus]]&lt;br /&gt;
* [[Algensammlung der Universität Göttingen]]&lt;br /&gt;
* [[Protoctisten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A.&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Linne von Berg, [[Michael Melkonian]] u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Der Kosmos-Algenführer. Die wichtigsten Süßwasseralgen im Mikroskop.&amp;#039;&amp;#039; Kosmos, Stuttgart 2004, ISBN 3-440-09719-6.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3135511030}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3861375818}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Joachim W. Kadereit]] et&amp;amp;nbsp;al. |Titel=Strasburger – Lehrbuch der Pflanzenwissenschaften |Auflage=37., vollständig überarbeitete und aktualisierte |Verlag=Springer Spektrum |Ort=Berlin/Heidelberg |Datum=2014 |ISBN=978-3-642-54434-7 |Sprache=de}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Marine Algae: Biodiversity, Taxonomy, Environmental Assessment, and Biotechnology |Hrsg=Leonel Pereira, João M. Neto |Verlag=CRC Press |Ort=Boca Raton |Datum=2015 |Sprache=en |ISBN=978-1-4665-8167-8}}&lt;br /&gt;
* Miek Zwamborn: &amp;#039;&amp;#039;Algen. Ein Portrait&amp;#039;&amp;#039;. Matthes &amp;amp; Seitz Berlin (Naturkunden Bd. 051), Berlin 2019, ISBN 978-3-95757-696-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wald der Meere. Algen in der Bretagne.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentarfilm, 2006, 45 Min., ein Film von Rüdiger Mörsdorf, Produktion: Rüdiger Mörsdorf-Produktion, [[Saarländischer Rundfunk]], [http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=677512,day=1,week=22,year=2007.html Inhaltsangabe] von [[arte]]&lt;br /&gt;
* {{YouTube|id=dUGrI3WhVuc|titel=Können Algen die Welt retten?|abruf=2022-04-20|uploader=ARTE|kommentar=Aus der Reihe: [[42 – Die Antwort auf fast alles]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Algae|Alge}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4001173-2}}&lt;br /&gt;
* [http://www.algaebase.org www.algaebase.org] mit 152.260 Arten und Unterarten (Stand Juli 2018)&lt;br /&gt;
* [http://dbg-phykologie.de/ Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft]&lt;br /&gt;
* [http://www.planet-wissen.de/natur/pflanzen/algen/index.html Algen] Planet Wissen&lt;br /&gt;
* [http://www.epsag.uni-goettingen.de Experimentelle Phykologie und Sammlung von Algenkulturen (SAG) Göttingen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Braune2008&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Wolfram Braune |Titel=Meeresalgen. Ein Farbbildführer zu den verbreiteten benthischen Grün-, Braun- und Rotalgen der Weltmeere |Verlag=Gantner |Ort=Ruggell |Datum=2008 |ISBN=978-3-906166-69-8 |Seiten=11–13 |Sprache=de}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Goodenough2022&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Ursula Goodenough |Titel=Discovery of sex in an extremophilic red alga |Sammelwerk=[[Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America|PNAS]] |Band=119 |Nummer=44 |Datum=2022-10-21 |Sprache=en |DOI=10.1073/pnas.2216012119 |PMC=9636976 |PMID=36269868 |Online=[https://www.researchgate.net/publication/364629931 Online]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zubkov2008&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Mikhail V. Zubkov, Glen A. Tarran |Titel=High bacterivory by the smallest phytoplankton in the North Atlantic Ocean |Sammelwerk=[[Nature]] |Band=455 |Datum=2008 |Sprache=en |Seiten=224–226 |DOI=10.1038/nature07236}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4001173-2|LCCN=sh85003405|NDL=00571433}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phykologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eugénie Pellissier (Matthes &amp; Seitz Berlin)</name></author>
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