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	<title>Alfstraße 38 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T17:40:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfstra%C3%9Fe_38&amp;diff=2014970&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DynaMoToR: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2026-02-16T21:09:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gebaeude an der Untertrave Luebeck.jpg|mini|Stufengiebel der Backsteinrenaissance: Alfstraße 38]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HafenHLAlfstrVor1848.JPG|mini|Einmündung der Alfstraße in die heutige Untertrave vor 1848, im Vordergrund die Stadtmauer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:L-ABC-L-cropprd.JPG|mini|Zeichnung von Stadtmauer und Alfstraße 38 im &amp;#039;&amp;#039;Lübecker ABC&amp;#039;&amp;#039; von [[Carl Julius Milde]] (1857)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PortalAlfstraße38.JPG|mini|Portal der Alfstraße 38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Eckgrundstück &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfstraße 38&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist mit einem der wichtigen [[Profanbau]]ten der [[Lübecker Altstadt]] bebaut. Aufgrund seiner Lage an der Ecke der [[Alfstraße]] zur [[An der Untertrave|Untertrave]] im Gründungs- oder Kaufmannsviertel lag das Grundstück in der Zeit der Stadtgründung am Hafenmarkt und [[Trave]] sogar außerhalb der [[Lübecker Stadtbefestigung|Stadtmauern]]. Insbesondere aufgrund der Lage wird die Auffassung vertreten, das Haus sei nicht als Kaufmanns- oder Bürgerhaus erbaut worden, sondern als Haus einer Kaufleutekorporation oder Gilde und habe insbesondere im Untergeschoss dem hafennahen Warenaustausch gedient. Das gesamte Haus steht unter [[Denkmalschutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
Vorher standen hier die ältesten Häuser der Lübecker Altstadt. Bei Grabungen auf dem Grundstück Alfstraße 38 und auf dem Nachbargrundstück [[Brauberger zu Lübeck|Alfstraße 36]] stießen die Archäologen der Bodendenkmalpflege auf die Fundamente von Holzhäusern, die [[Dendrochronologie|dendrochronologisch]] auf die Zeit zwischen 1184 und 1195 datiert werden konnten. Beide Holzhäuser fielen einem der Stadtbrände des 13. Jahrhunderts zum Opfer, der sich nach der Chronik 1209 ereignet haben könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Gläser: &amp;#039;&amp;#039;Der Lübecker Hafenmarkt und die angrenzende Bebauung. Die Ausgrabungen auf den Grundstücken Alfstraße 36/38.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Schriften für Archäologie und Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Habelt, Bonn 1988, S. 127.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Nachfolgebau wurde nach dendrologischen Befunden im Kellerbereich etwa 1220 über dem Schutt der Vorgängerbebauung errichtet und ist im Kern vermutlich noch im romanischen Stil angelegt worden. Im Jahr 1305 wurde das Grundstück erstmals urkundlich erwähnt. Das [[Romanik|romanische]] [[Saalgeschosshaus]] wurde dann zum [[Backsteingotik|backsteingotischen]] [[Dielenhaus]] mit rückwärtigem Seitenflügel umgebaut und erhielt sein heutiges Erscheinungsbild, insbesondere den (1936 anstelle eines verputzten barocken Schweifgiebels rekonstruierten) [[Treppengiebel]] zur Untertrave, aber auch das Äußere des Seitenflügels in einem weiteren dritten Schritt im Jahr 1564 unter dem Eigentümer [[Hans Millies (Chronist)|Hans Millies]], also zur Zeit der [[Backsteinrenaissance|Renaissance]], die damit äußerlich in der Prägung des Stils dieses Hauses vorherrscht. Wahrscheinlich zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde die Stadtmauer an dieser Stelle im Zuge eines Hafenausbaus und weiterer Uferbefestigungen der Trave vorgezogen, so dass sich das Haus fortan und bis zum Abbruch der Stadtmauer in diesem Bereich des Lübecker Hafens im 19. Jahrhundert nun innerhalb der Mauern befand, wie es auf zeichnerischen Darstellungen noch zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Portal ==&lt;br /&gt;
Außergewöhnlich und in dieser Form in Lübeck einmalig ist das Portal an der Traufseite des Hauses in der Alfstraße. Das Portal selbst ist zunächst ein typisches profiliertes Backsteinportal der [[Renaissance]], wie es sich auch anderen Lübecker Patrizierhäusern findet. Haustür und [[Kämpferfenster|Oberlicht]] samt Laterne sind deutlich jünger und der Zeit des [[Rokoko]] zuzuordnen. Einmalig ist hingegen die [[Barock|barocke]] Verzierung das Bogengesims mit Fruchtranke, [[Knorpelbarock|Knorpelwerk]], [[Putto|Putten]] und einer Wappenkartusche aus Sandstein rund um das eigentliche Portal. Die Wappenkartusche füllt ein [[Allianzwappen]], von denen das rechte (heraldisch linke) das der Familie des Bürgermeisters [[Johann Vinhagen]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inneres ==&lt;br /&gt;
Die Besonderheit des Portals leitet auf die Innenausstattung über, die in der Eingangshalle zunächst von einer Treppenanlage des späten 18. Jahrhunderts unter Wiederverwendung von älteren barocken Treppenpfosten, die die geschnitzten Köpfe von Kriegern zeigen, geprägt wird. In den Geschossen des Seitenflügels befinden sich opulente Stuckdecken des Barock aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, während das Erdgeschoss des Vorderhauses von dem großen Rokokosaal mit Paneelen, stuckierten Wandfeldern und [[Pilaster]]n sowie der dazugehörigen Stuckdecke mit [[Rocaille]]n aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts geprägt wird. Der &amp;#039;&amp;#039;Ovid-Saal&amp;#039;&amp;#039; im zweiten Obergeschoss des Seitenflügels gilt als Kleinod barocker Wandmalerei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wandmalerei-luebeck.uni-kiel.de/content/pdf/Ovid%20in%20der%20Luebecker%20Alfstrasse.pdf |autor=Manfred Eickhölter |titel=Ovids Metamorphosen im Festsaal eines Weinhändlers |titelerg=Das Haus Alfstraße 38 um 1700 |hrsg=[[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]] |datum=2010 |format=PDF; 4,9 MB |abruf=2023-05-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hartwig Beseler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kunst-Topographie Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Neumünster 1974, S. 111–112.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Gläser]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Lübecker Hafenmarkt und die angrenzende Bebauung. Die Ausgrabungen auf den Grundstücken Alfstraße 36/38.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Schriften für Archäologie und Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Habelt, Bonn 1988, S. 125–129.&lt;br /&gt;
* [[Klaus J. Groth]]: &amp;#039;&amp;#039;Weltkulturerbe Lübeck – Denkmalgeschützte Häuser.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Schmidt-Römhild, 1999, S. 14 ff.&lt;br /&gt;
* Dagmar Hemmie: &amp;#039;&amp;#039;Lebenslauf eines Hauses. Das Haus Alfstraße 38, seine Baugeschichte und Bewohner.&amp;#039;&amp;#039; Lübeck 2008.&lt;br /&gt;
* Jens-Christian Holst: &amp;#039;&amp;#039;Zur mittelalterlichen Baugeschichte der Häuser Alfstraße 36/38 in Lübeck – Ein Zwischenbericht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Schriften zur Archäologie und Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 11 (1985), S. 131–143.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Alfstraße 38}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.wandmalerei-luebeck.de/testwebdb/receive/Histral_hlgr_00013544 |text=Wand- und Deckenmalerei in Lübecker Häusern 1300–1800, Alfstraße 38 |wayback=20141202094402}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=53/52/6/N|EW=10/40/50.17/E|type=landmark|region=DE-SH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7640329-4|VIAF=55145602528201361764}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Alfstrasse 38}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Patrizierhaus in Lübeck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Backsteinrenaissance]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Lübeck-Innere Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 12. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DynaMoToR</name></author>
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