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	<title>Alfredo Alves Reinado - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;•2 externe Links geändert• &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/externalURLform&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/externalURLform (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;🌐︎&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfredo Alves Reinado&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Reinhado&amp;#039;&amp;#039; geschrieben; (* [[11. November]] [[1968]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://english.aljazeera.net/news/asia-pacific/2009/11/200911112593624418.html Al Jazeera: Rebel trial grips East Timor bei 1:34 Min.] (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[11. Februar]] [[2008]] in [[Dili]]) war ein Freiheitskämpfer des [[osttimor]]esischen Widerstands gegen die [[Indonesien|indonesische]] Besatzung, nach der Unabhängigkeit Osttimors Kommandeur der [[Marine]] Osttimors, später Chef der Militärpolizei und schließlich einer der Führer der Anfang 2006 revoltierenden Soldaten. Seit seinem Ausbruch aus dem Gefängnis galt er mit seinen bewaffneten Getreuen als meistgesuchter Mann des Landes. Während die [[International Stabilization Force|internationale Friedenstruppe]] ihn verfolgte, galt er bei vielen Bürgern als Held und genoss auch Unterstützung von Teilen der Politik. Reinado verübte am [[Attentat vom 11. Februar 2008 in Dili|11. Februar 2008 ein Attentat]] auf Staatspräsident [[José Ramos-Horta]], bei dem Reinado selbst ums Leben kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Reinado wuchs in Gleno ([[Ermera (Gemeinde)|Ermera]]) auf. In einer Aussage vor der [[Wahrheits- und Freundschaftskommission]] (&amp;#039;&amp;#039;Commission for Truth and Friendship CTF&amp;#039;&amp;#039;) berichtete er von seinen Erlebnissen während der indonesischen Besatzungszeit. Als Indonesien mit der Besetzung Osttimors 1975 begann, floh Reinados Familie zusammen mit Kämpfern der [[Forças Armadas de Libertação Nacional de Timor-Leste|FALINTIL]] nach [[Turiscai (Verwaltungsamt)|Turiscai]]. Reinado wurde dabei von seiner Mutter getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Auf der Flucht wurde ich Zeuge großen Leidens: Menschen, die vor Hunger starben, Eltern, die ihre Kinder töteten, weil diese zu viel Lärm machten und die Eltern befürchteten, dies könnte das indonesische Militär auf sie aufmerksam machen; Kinder, die ihre alten Eltern zum Sterben zurückließen; verwesende Leichen.&amp;lt;!--On that journey I witnessed immense suffering: people dying of hunger, parents killing their children because they were making too much noise and they were worried they would alert the Indonesian military; children leaving their aged parents to die; decaying corpses.--&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Elfjähriger verschleppte ihn ein indonesischer Offizier. Ihm musste Reinado als Diener zunächst in Osttimor, später auch auf [[Sulawesi]] und [[Kalimantan]] dienen. Reinado wurde misshandelt und wurde wieder mehrfach Zeuge von Gewalttaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Während der Zeit bei der Armee sah ich schreckliche Dinge … während einer Operation in Turiscai sah ich, wie sie Männer an Bäume hängten und Frauen vergewaltigten. Ich sah Frauen, die von zwei oder drei Männern fortgeschleppt wurden, die mit ihnen dann machten, was sie wollten.&amp;lt;!--During the time with the army I saw horrific things … during an operation in Turiscai I saw them tie the men to trees and rape the women. I saw women being dragged away by two or three men who then used them in whatever way they wanted.--&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 18 konnte Reinado schließlich auf Kalimantan fliehen und kehrte nach Osttimor zurück, wo er auch seine Mutter wiederfand. Hier arbeitete er zunächst für seinen Onkel. Reinado schloss sich dem osttimoresischen Widerstand an. Im Juli 1995 floh Reinado mit Frau, dem ersten Sohn und 15 anderen Osttimoresen in einem Fischerboot nach [[Australien]]. Die Flucht erregte eine gewisse mediale Aufmerksamkeit, weswegen Reinado von pro-Osttimor-Kreisen als Held behandelt wurde. Reinado arbeitete in Perth auf einer Werft, bis er 1999 zum Unabhängigkeitsreferendum Osttimors in seine Heimat zurückkehrte. Reinados Familie lebt immer noch in Australien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.globalcollab.org/Nautilus/australia/apsnet/policy-forum/2008/niner-reinado | wayback=20080226152645 | text=Sara Niner: &amp;#039;&amp;#039;Major Alfredo Alves Reinado: Cycles of torture, pain, violence&amp;#039;&amp;#039;. Nautilus Institute, 18. Februar 2008}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Unabhängigkeit Osttimors wurde Reinado Major der neu gegründeten [[Verteidigungskräfte Osttimors]] &amp;#039;&amp;#039;(FDTL)&amp;#039;&amp;#039;. Er war damit einer von nur drei Soldaten aus dem Westen Osttimors &amp;#039;&amp;#039;([[Loro Munu]])&amp;#039;&amp;#039;, die einen höheren Rang in den neuen Streitkräften bekamen. Die militärische Führung stammt durchweg aus dem Osten des Landes &amp;#039;&amp;#039;([[Loro Sae]])&amp;#039;&amp;#039;. Reinado wurde Kommandeur der [[Komponente Naval|Marine]], die aus zwei Schnellbooten bestand. 2003 und 2004 legte er in Australien Militärlehrgänge über Verteidigungs- und Notfallmanagement ab, im Juli 2004 wurde er auf einen Büroposten versetzt. Ab Juli 2005 absolvierte Reinado eine dreimonatige Marineausbildung am Australian Command and Staff College in [[Canberra]]. Auch durch die Streitkräfte [[Portugal]]s und [[Brasilien]]s erhielt er Ausbildungen. Nach Reinados Rückkehr wurde er aber nicht wieder Marinechef, sondern sollte als Kommandant einer [[Militärpolizei]]einheit gegen meuternde Ex-Soldaten vorgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Unruhen von 2006 ==&lt;br /&gt;
Anfang 2006 desertierten 600 der 1.600 Soldaten der Verteidigungskräfte aus Protest über die schlechten Arbeitsbedingungen und Beförderungsregelungen. Sie beschuldigen Premierminister Marí Alkatiri, er würde Soldaten aus dem Osten des Landes gegenüber jenen aus dem Westen bei den Beförderungen bevorzugen. Ende April protestierten 3.000 Menschen auf einer Demonstration in [[Dili]], die von den inzwischen entlassenen Soldaten organisiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Mai desertierte Reinado zusammen mit 20 in Australien ausgebildeten Militärpolizisten, vier Polizisten und zwei Lastwagen voller Waffen und Munition. Er schloss sich den Rebellen an. Seine Basis wurde der Ort [[Aileu]]. Reinado forderte Präsident [[Xanana Gusmão]] auf, den Premierminister [[Marí Bin Amude Alkatiri]] zu entlassen und vor Gericht zu stellen. Reinado behauptet, Alkatiri habe am 28. April befohlen, auf unbewaffnete Demonstranten zu schießen. Als Militärpolizist habe Reinado Oberst [[Lere Anan Timur]], den Stabschef von Brigadegeneral [[Taur Matan Ruak]] zu einer Besprechung mit Alkatiri begleitet. Danach habe der Oberst gesagt, er habe bereits den Befehl zum Einsatz erhalten. Falls Alkatiri nicht entlassen werden würde, drohte Reinado mit einem Bürgerkrieg. Gegenüber Präsident Xanana Gusmão nannte sich Reinado aber loyal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte Mai eskalierte die Gewalt erneut. In den folgenden Wochen blieben die Rebellen in den Hügeln bei der Hauptstadt, wo sie sich immer wieder mit FDTL-Truppen heftige Feuergefechte lieferten. Diese forderten viele Tote und Verletzte. Reinado und seine Leute verübten mehrere Angriffe auf die Hauptstadt Dili, darunter einen am 23. Mai, bei dem ein FDTL-Soldat getötet und sechs verletzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.abc.net.au/news/newsitems/200605/s1645688.htm | wayback=20060524175137 | text=ABC, 23. Mai 2006, Soldier killed in Timor gun battle}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später zog sich Reinado mit seinen Männern in die Berge bei [[Maubisse]] zurück. Er erklärte, er wolle die Rebellion beenden, sobald Premierminister Marí Alkatiri zurückgetreten sei. Alkatiri tat dies am 26. Juni 2006, nachdem Präsident Gusmão und Regierungsmitglieder ihn unter Druck gesetzt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht des 25. Juli wurden Alfredo Reinado und 21 seiner Männer in Dili von australischen Soldaten verhaftet. Am Tag zuvor war die [[Amnestie]] für Waffenbesitz abgelaufen. Bei den Verhafteten wurden verbotene Handfeuerwaffen und Munition sichergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://voanews.com/english/2006-07-26-voa6.cfm | wayback=20060728042332 | text=VoA, 26. Juli 2006, East Timor Rebels Arrested}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Reinado wurde am 27. Juli vor ein osttimoresisches Gericht geführt. Ihm drohte nun eine Haftstrafe von mindestens fünf Jahren wegen Mordes im Zusammenhang mit den Gefechten im Mai und Entwendung von Militäreigentum. 13 weitere seiner Männer wurden ebenfalls verschiedener Vergehen angeklagt. Die anderen ließ man frei.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://abcasiapacific.com/news/stories/asiapacific_stories_1699947.htm ABC, 28. Juli 2006, ETimor rebel leader charged over recent violence]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flucht und Tod ==&lt;br /&gt;
Am 30. August gelang Reinado die Flucht aus dem Gefängnis. Auf einem Videoband erklärte er der Nachrichtenagentur Reuters, er sei geflohen, weil er dem Justizsystem in Dili nicht vertraue. Er wolle aber für seine Taten Verantwortung übernehmen, sobald die Justiz sich entwickelt habe.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://www.redorbit.com/news/international/639594/international_forces_hunt_for_etimor_rebel_chief/ | wayback=20140222222051 | text=Reuters, 31. August 2006, International forces hunt for E.Timor rebel chief}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. September gab Reinado dem staatlichen Fernseh- und Radiosender &amp;#039;&amp;#039;RTTL&amp;#039;&amp;#039; ein Interview, in dem er den neuen Premierminister José Ramos-Horta und dessen Regierung als unfähig bezeichnete. Währenddessen fahndeten die internationale Eingreiftruppe und die einheimischen Sicherheitsbehörden nach ihm.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.smh.com.au/news/world/escaped-timor-rebel-makes-appearance/2006/09/02/1156817132246.html Sydney Morning Herald, 2. September 2006, Escaped Timor rebel makes appearance]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später erklärte Reinado sich bereit, in Ermera unter Aufsicht zu bleiben. Ende Februar 2007 floh er jedoch mit seinen Leuten. Man schrieb dem Trupp einen Überfall auf zwei Posten der Grenzpolizei zu, bei dem 23 teilweise schwere Waffen gestohlen wurden. [[Indonesien]] schloss daraufhin seine Grenze zu Osttimor. Präsident Gusmão ermächtigte die internationale Friedenstruppe zur Verhaftung von Reinado und bat auch Indonesien um Unterstützung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. März 2007 wurde Reinado in [[Same (Manufahi)|Same]] zusammen mit 150 Mann von der australischen Armee eingeschlossen. Zu ihm gesellten sich [[Gastão Salsinha]], einer der Anführer der rebellierenden Soldaten, und der unabhängige Parlamentsabgeordnete [[Leandro Isaac]], um ihn zu unterstützen. Teile der Zivilbevölkerung flohen aus dem Ort. Reinado drohte der Regierung erneut mit Bürgerkrieg. Australien warf er eine illegale Invasion in Osttimor vor. Am Morgen des 4. März stürmten australische Einheiten, unterstützt von zwei Hubschraubern und gepanzerten Fahrzeugen, den Ort. Vier Rebellen wurden getötet, doch Reinado und Salsinha konnten mit ihren Männern fliehen. Isaac blieb unverletzt. Nur einige Rebellen konnten gefangen genommen werden. In der Nacht darauf kam es zu Protesten und Ausschreitungen in Dili, Gleno und Ermera. Kurz danach meldete die große osttimoresische Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Suara Timor&amp;#039;&amp;#039;, Reinado habe durch traditionelle Führer, die magische Fähigkeiten hätten, die Kräfte von [[Boaventura (Liurai)|Boaventura]] († 1913?) erhalten. Der [[Liurai]] von Manufahi, der zwischen 1895 und 1912 [[Rebellionen in Portugiesisch-Timor (1860–1912)|mehrere Rebellionen]] gegen die [[Portugal|portugiesischen]] Kolonialherren führte, wird in Osttimor als Nationalheld und Symbol des nationalen Widerstands verehrt. Bei der Zeremonie waren auch der Distriktsadministrator von Manufahi und mehrere Abgeordnete des [[Nationalparlament Osttimors|Nationalparlaments]] anwesend. Durch sie wurde Reinado zur Reinkarnation Boaventuras erklärt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MNC&amp;quot;&amp;gt;Maj Nygaard-Christensen: &amp;#039;&amp;#039;The rebel and the diplomat – Revolutionary spirits, sacred legitimation and democracy in Timor-Leste&amp;#039;&amp;#039;. In: Bubandt, Nils, van Beer, Martijn (Ed.): &amp;#039;&amp;#039;Varieties of Secularism in Asia: Anthropological Explorations of Religions, Politics and the Spiritual&amp;#039;&amp;#039;, Routledge 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April wurden wieder Verhandlungen zwischen den Rebellen und der Regierung aufgenommen. Nach der [[Präsidentschaftswahlen in Osttimor 2007|Präsidentschaftswahl]] erklärte sich Reinado angeblich bereit sich zu ergeben. Dazu kam es aber nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.news.com.au/heraldsun/story/0,21985,21730477-663,00.html?from=public_rss Herald Sun, 15. Mai 2007, East Timor rebel offers to surrender]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte Juli ordnete [[Generalstaatsanwaltschaft Osttimors|Generalstaatsanwalt]] [[Longuinhos Monteiro]] die australischen Truppen an, die Jagd auf Reinado einzustellen. Reinado und seinen Männern wurde sicheres Geleit zugesagt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theage.com.au/news/world/search-for-timor-rebel-called-off/2007/07/19/1184559954275.html The Age, 20. Juli 2007, Search for Timor rebel called off]&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch nur wenige Tage später wurden Amnestie und die Zusicherung auf freies Geleit von Distriktrichter &amp;#039;&amp;#039;Ivo Rosa&amp;#039;&amp;#039; wieder mit der Begründung aufgehoben, Monteiro habe gar nicht das Recht zu dieser Zusicherung gehabt. Rosa drohte, der Vorgang müsse strafrechtlich untersucht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://theaustralian.news.com.au/story/0,,22126384-2703,00.html?from=public_rss | wayback=20080215132518 | text=The Australian, 24. Juli 2007, Judge revokes Reinado amnesty}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte August trafen sich Reinado und Ramos-Horta, der inzwischen Staatspräsident geworden war, persönlich zu erneuten Verhandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abc.net.au/news/stories/2007/08/23/2012606.htm ABC, 23. August 2007, E Timor President meets fugitive military rebel]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. November 2007 führten die meuternden Soldaten eine Militärparade in [[Gleno]] durch, mit der sie deutlich machen wollten, dass sie sich immer noch als Teil der F-FDTL fühlen. Sie forderten damit die Wiederaufnahme in die Verteidigungskräfte. Reinado drohte vor 500 Zuschauern, er würde die Nation wieder destabilisieren und seine „Soldaten runter nach Dili führen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mysinchew.com/node/3473 Sinchew, 23. November 2007, East Timor: Fugitive Rebel Soldier Threatens New East Timor Government]&amp;lt;/ref&amp;gt; Elf Tage später begann in Dili am Distriktgericht die Verhandlung gegen Reinado in seiner Abwesenheit. Gleichzeitig gab Reinado widersprüchliche Erklärungen in einem Interview ab, ob und unter welchen Bedingungen er sich dem Verfahren stellen würde. In einem Interview, das auch über [[YouTube]] verbreitet wurde, beschuldigte Reinado zudem Xanana Gusmão, der inzwischen Premierminister geworden war, Hauptverantwortlicher für die Unruhen von 2006 zu sein. Die oppositionelle [[FRETILIN]] nutzte dies, um den Rücktritt Gusmãos zu fordern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://home.snafu.de/watchin/Kaleidoskop.htm Henri Myrttinen: Timor Leste – A Kaleidoscope of Conflicts (2007)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Februar 2008 feuerten Männer Reinados acht Warnschüsse auf eine australische Militärpatrouille ab. Die Australier zogen sich daraufhin zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theage.com.au/news/world/attack-on-ramoshorta/2008/02/11/1202578640733.html The Age, 11. Februar 2008, Critical Ramos Horta on life support]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Februar 2008 verübte Reinado schließlich ein Attentat auf José Ramos-Horta. Zusammen mit einigen seiner Männer überfiel er das Wohnhaus des Präsidenten. Beim anschließenden Feuergefecht kam Reinado ums Leben. Ramos-Horta wurde schwer verletzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theage.com.au/news/world/attack-on-ramoshorta/2008/02/11/1202578640733.html theage.com.au, 11. Februar 2008, Gunmen attack Timor leader Ramos-Horta]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Spiegel Online]]: [https://www.spiegel.de/politik/ausland/chaos-in-osttimor-rebellen-greifen-staatsspitze-an-praesident-ramos-horta-angeschossen-a-534360.html „Rebellen greifen Staatsspitze an – Präsident Ramos-Horta angeschossen“], 11. Februar 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Im März hätte in Dili eine Gerichtsverhandlung gegen Reinado wegen des Vorwurfs des achtfachen Mordes im Zusammenhang mit den Unruhen von 2006 beginnen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/7238677.stm BBC, 11. Februar 2008, Who are East Timor&amp;#039;s rebel soldiers?]&amp;lt;/ref&amp;gt; Über tausend Anhänger Reinados versammelten sich am 13. Februar vor seinem Haus in Dili, als dessen mit der [[Flagge Osttimors]] und [[Tais]] bedeckte Sarg hier eintraf und riefen „Viva Reinado“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://tvnz.co.nz/view/page/411366/1581719 | wayback=20121109181915 | text=TVNZ, 14. Februar 2008, E. Timor extends state of emergency}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Beisein etwa 1.000 seiner Anhänger wurde er am 14. Februar hinter seinem Haus begraben.&amp;lt;ref&amp;gt;Sinchew, 14. Februar 2008, East Timor: Timorese Rebels Stormed President&amp;#039;s Compound Firing Guns, Shouting &amp;#039;Traitor!&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Attentat in Dili}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönliches ==&lt;br /&gt;
Reinado genoss besonders in der Region von [[Manufahi]] viel Unterstützung, da er neben freundschaftlichen Verbindungen auch den Mythos um Boaventura nutzte. Reinados Anhänger zogen hier Parallelen zwischen den modernen und den historischen Rebellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://canberra.yourguide.com.au/news/opinion/opinion/reinado-to-live-on-as-vivid-figure-in-timor-folklore/1204059.html|archiv-url=https://mailman.anu.edu.au/pipermail/easttimorstudies/2008-March/000343.html|archiv-datum=2008-03-17|hrsg= The Canberra Times|datum= 17. März 2008|titel= Steven Sengstock: Reinado to live on as vivid figure in Timor folklore|zugriff=2014-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinados Onkel und Adoptivvater [[Victor Manuel Alves]] lebt in Dili. Reinados 11 Jahre jüngere Ehefrau &amp;#039;&amp;#039;Maria „Netty“ Reinado&amp;#039;&amp;#039; lebte seit Mai 2006 mit den vier Kindern in Perth.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.theaustralian.news.com.au/story/0,,23205438-601,00.html?from=public_rss | wayback=20080215132523 | text=The Australian, 13. Februar 2008, Reinado&amp;#039;s father in the dark over killing}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Reuters, 13. Februar 2008, East Timor seeking arrests over assassination attempts&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis April 2006 arbeitete sie für die amerikanische Botschaft in Dili als Managerin des Friedenskorps.&amp;lt;ref&amp;gt;Timor-Leste Democracy Support Network: [http://www.timortruth.com/press/Capture_of_Reinado_rebel_group_in_Timor_%20Leste_040307.pdf &amp;#039;&amp;#039;Media Relaease: Capture of Reinado rebel group in Timor Leste &amp;#039;&amp;#039;, 4. März 2007], abgerufen am 3. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Maria lernte Alfredo im Alter von 15 Jahren kennen und heiratete ihn am 24. Mai 1995.&amp;lt;ref&amp;gt;The Australian, 15. Februar, Always look after yourself and the kids&amp;lt;/ref&amp;gt; Der älteste Sohn José wurde gerade in die High School eingeschult. Die weiteren Kinder sind Donovan, Tiffany und die beim Tod ihres Vaters erst 14-monatige Felicity, die ihn niemals zu Gesicht bekam.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.news.com.au/perthnow/story/0,21598,23206270-2761,00.html The Australian, 13. Februar 2008, Timor rebel Alfredo Reinado&amp;#039;s widow refused asylum]&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 2008 wurde der Familie Reinados in Australien politisches Asyl und ein unbegrenztes Bleiberecht gewährt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://easttimorlegal.blogspot.com/2009/01/east-timor-rebel-family-find-asylum-in.html East Timor Law and Justice Bulletin, 9. Januar 2008, East Timor Rebel Family Find Asylum In Australia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Reinado wurde auch seine Geliebte [[Angelita Pires]] verhaftet und als Drahtzieherin hinter den Attentaten angeklagt. Sie wurde aber letztendlich freigesprochen. 2012 kandidierte Pires erfolglos als Kandidatin bei den [[Präsidentschaftswahlen in Osttimor 2012|Präsidentschaftswahlen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alfredo Reinado hatte in seinem Nacken drei „x“ tätowiert. Vorbild dafür war die Figur des &amp;#039;&amp;#039;Xander Cage &amp;#039;&amp;#039; aus dem Spielfilm [[xXx – Triple X]] von 2002.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theage.com.au/news/in-depth/man-on-a-deadly-mission/2008/02/15/1202760593369.html?page=fullpage The Age, 16. Februar 2008, Man on a deadly mission]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Unruhen in Osttimor 2006]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.taz.de/pt/2006/06/15/a0184.1/text TAZ vom 15. Juni 2006]&lt;br /&gt;
* [http://www.theaustralian.news.com.au/story/0,20867,19246858-31477,00.html The Australian, Mark Dodd, Fractured democracy]&lt;br /&gt;
* [https://www.smh.com.au/news/world/armys-cause-without-a-rebel/2006/05/26/1148524886073.html Sydney Morning Herald, Cynthia Banham, Army&amp;#039;s cause without a rebel, 27. Mai 2006]&lt;br /&gt;
* The Bulletin, Paul Trophy, East Timor rebel leader speaks out, 23. Mai 2006 &amp;#039;&amp;#039;(Webseite existiert nicht mehr)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.abc.net.au/news/newsitems/200605/s1646781.htm | wayback=20070208034108 | text=Australian Broadcasting Corporation vom 24. Mai 2006}}&lt;br /&gt;
* [https://www.theage.com.au/news/national/how-to-end-crisis-timor-rebel-chief-speaks-out/2006/05/31/1148956416797.html How to end crisis: Timor rebel chief speaks out]&lt;br /&gt;
* [http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/7238677.stm BBC, 11. Februar 2008, Who are East Timor&amp;#039;s rebel soldiers?]&lt;br /&gt;
* [http://www.turkishpress.com/news.asp?id=215142 Pressebericht zur Beerdigung Reinados]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kommandante Komponente Naval (Osttimor)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1255814012|VIAF=256165110738136780003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reinado, Alfredo Alves}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommandante Komponente Naval (Osttimor)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Attentäter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unabhängigkeitskämpfer in Osttimor (1975–1999)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Major (Osttimor)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osttimorese]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2008]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reinado, Alfredo Alves&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Reinhado, Alfredo Alves&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=osttimoresischer Soldat, Rebellenführer, ehemaliger Freiheitskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. November 1968&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=unsicher: Gleno, Portugiesisch-Timor&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Februar 2008&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dili]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;08Linus</name></author>
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