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	<title>Alfred von Waldersee - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Polarlys: nicht pflegbar und nicht von Interesse</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;nicht pflegbar und nicht von Interesse&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alfred von Waldersee.png|mini|Alfred von Waldersee (1902)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Heinrich Karl Ludwig Graf von Waldersee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. April]] [[1832]] in [[Potsdam]]; †&amp;amp;nbsp;[[5. März]] [[1904]] in [[Hannover]]) war ein [[Königreich Preußen|preußischer]] [[Generalfeldmarschall]]. Er befehligte überwiegend Militäreinheiten in Hannover, war von 1888 bis 1891 Chef des [[Großer Generalstab|Großen Generalstabs]] und um 1900 Oberbefehlshaber eines multinationalen Truppenkontingents, das zur Niederschlagung des chinesischen [[Boxeraufstand]]s nach Peking entsandt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Alfred Graf von [[Waldersee (Adelsgeschlecht)|Waldersee]] war ein Enkel des [[Franz von Waldersee (Autor)|Franz Graf von Waldersee]], eines illegitimen Sohnes des [[Fürst]]en (ab 1806 [[Herzog]]) [[Leopold III. Friedrich Franz (Anhalt-Dessau)|Leopold&amp;amp;nbsp;III. von Anhalt-Dessau]] aus einer Verbindung mit Johanne Eleonore Hoffmeier. Alfred war das fünfte von sechs Kindern aus der Ehe des in [[Dessau]] geborenen preußischen [[General der Kavallerie|Generals der Kavallerie]] [[Franz von Waldersee (General)|Franz Heinrich Graf von Waldersee]] (1791–1873) und Bertha von Hünerbein (1799–1859). Seit 1897 befindet sich der Familiensitz derer von Waldersee auf Gut [[Gut Waterneverstorf|Schloss Waterneverstorf]] im Ortsteil Waterneverstorf der Gemeinde [[Behrensdorf (Ostsee)|Behrensdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärische Laufbahn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldersee.jpg|mini|Waldersee in China: [[Tian’anmen-Platz]], 1900]]&lt;br /&gt;
Nach seiner Erziehung in den [[Kadettenanstalt]]en in Potsdam und Berlin wurde Waldersee am 27. April 1850 als [[Leutnant|Sekondeleutnant]] der Garde-Artilleriebrigade der [[Preußische Armee|Preußischen Armee]] überwiesen. Von Oktober 1850 bis Ende September 1852 absolvierte er die [[Vereinigte Artillerie- und Ingenieurschule]] und wurde 1858 Adjutant der 1. Artillerieinspektion. Während des [[Deutscher Krieg von 1866|Deutschen Kriegs]] war Waldersee 1866 erst Adjutant im Großen Hauptquartier und dann im Stab des Generalgouverneurs von Hannover; er wurde zum [[Major]] befördert und zum [[Generalstabsoffizier]] berufen. 1870 ging er als [[Militärattaché]] an die preußische Botschaft in [[Paris]]. In dieser Tätigkeit sammelte er wertvolle Informationen über die französische Armee, die dem Generalstab bei der Planung des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieges]] 1870/71 halfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870/71 war Waldersee als [[Oberstleutnant]] Flügeladjutant des preußischen Königs, dann Generalstabschef der Armee des Großherzogs [[Friedrich Franz II. (Mecklenburg)|Friedrich Franz&amp;amp;nbsp;II.]] 1871 war er wieder, diesmal als diplomatischer Geschäftsträger des Deutschen Reichs, in Paris. 1873 wurde Waldersee Stabschef des [[X. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|X. Armee-Korps]] in Hannover.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 wurde Waldersee [[Generalquartiermeister]] und damit Stellvertreter [[Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke|Helmuth Graf von Moltkes]] im [[Großer Generalstab|Großen Generalstab]]. Moltke hatte ihn persönlich ausgesucht und baute ihn in der Folge zu seinem Nachfolger auf. In den letzten Jahren ließ er ihm relativ freie Hand, da er in hohem Alter nicht mehr die administrative Führung seines Amtes ausüben wollte und in Waldersee einen geeigneten Offizier sah, der ihn ersetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1885/86 entwickelten Strategien für einen [[Präventivkrieg]] gegen [[Russisches Kaiserreich|Russland]] und Frankreich für den Fall eines Bündnisses zwischen beiden Staaten (wie sie später [[Alfred von Schlieffen|Schlieffen]] weiterentwickelte) gerieten zunehmend in den Widerspruch zur Außenpolitik des Reichskanzlers Fürst [[Otto von Bismarck]]. 1887 forderte Waldersee dann erneut, einen Präventivkrieg gegen Russland zu überdenken, verbunden mit Annäherungen an das konservative Lager um [[Adolf Stoecker]] (Waldersee und [[Mary von Waldersee|seine Frau]] engagierten sich sehr in der [[Berliner Stadtmission]]) und [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Prinz Wilhelm]], den späteren Kaiser.&lt;br /&gt;
1888, nach dem Regierungsantritt Wilhelms&amp;amp;nbsp;II., wurde Waldersee Nachfolger Moltkes (auf dessen ausdrücklichen Wunsch) als Chef des Generalstabs. In dieser Position stärkte er das Militär gegenüber der Politik (Kriegsministerium und [[Reichsleitung]]) und wirkte 1890 am Sturz Bismarcks aktiv mit. Waldersee wurde aber nicht Bismarcks Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 musste Waldersee nach unerwarteten Differenzen mit Kaiser Wilhelm&amp;amp;nbsp;II. seinen Posten im Generalstab räumen, da er es beim [[Kaisermanöver (Deutsches Kaiserreich)|Kaisermanöver]] gewagt hatte, den Kaiser strategisch zu besiegen und damit aufzuzeigen, dass der Kaiser in Wirklichkeit wenig Ahnung von [[Strategie (Militär)|Militärstrategie]] besaß. Dafür wurde er von [[Alfred Graf von Schlieffen]] als Chef des Generalstabes ersetzt und als [[Kommandierender General]] des [[IX. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|IX.&amp;amp;nbsp;Armee-Korps]] nach [[Hamburg-Altona|Altona]] versetzt, eines damals, da er in der Nähe von Bismarcks Ruhesitz [[Friedrichsruh]] lag, wichtigen Postens. In dieser Eigenschaft war er am 31. Mai 1895 zur [[Grundsteinlegung]] des [[Elbe-Lübeck-Kanal|Elbe-Trave-Kanals]] mit anderen in [[Lübeck]]. Nach den Schlägen mit dem silbernen Hammer durch den [[Staatsminister (Deutschland)|Staatsminister]] [[Karl Heinrich von Boetticher]] schlug Waldersee in der [[Zeremonie]] mit dem lateinischen Spruch „Navigare necesse est, vivere non necesse est“ (deutsch: Seefahrt ist notwendig, Leben nicht), gefolgt von Staatsminister [[Johannes von Miquel]], den [[Granit]]stein.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Grundsteinlegung des Elbe-Trave-Kanals.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lübeckische Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;, 2. Juni 1895, 37. Jg., Nummer 44, S. 297–301.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom 12. September 1896 bis zu seinem Tod war er [[Regimentschef|Chef]] des [[Feldartillerie-Regiment „Generalfeldmarschall Graf Waldersee“ (Schleswigsches) Nr. 9|Feldartillerie-Regiments Nr.&amp;amp;nbsp;9]] in Itzehoe, das ab dem 30. Juli 1901 auch seinen Namen führte.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Wegmann (Hrsg.), Günter Wegner: &amp;#039;&amp;#039;Formationsgeschichte und Stellenbesetzung der deutschen Streitkräfte 1815–1990.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Stellenbesetzung der deutschen Heere 1815–1939.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Die Stellenbesetzung der aktiven Regimenter, Bataillone und Abteilungen von der Stiftung bzw. Aufstellung bis zum 26. August 1939.&amp;#039;&amp;#039; Biblio Verlag, Osnabrück 1993, ISBN 3-7648-2413-1, S. 228.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 wurde Waldersee mit der (erfolglosen) Forderung repressiver Maßnahmen gegen die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands]] noch einmal politisch auffällig, von der er meinte, dass sie die größte Gefahr für das [[Deutsches Kaiserreich|Deutsche Kaiserreich]] darstellen würde, und forderte, jedoch wieder erfolglos, eine Allianz von Kirche, Bürgertum und Militär, um Deutschland zu retten. 1898 wurde er Generalinspekteur der [[III. Armee-Inspektion (Deutsches Kaiserreich)|III.&amp;amp;nbsp;Armee-Inspektion]] in Hannover, 1900 zum Generalfeldmarschall ernannt. In dasselbe Jahr fiel sein 50-jähriges Militärdienstjubiläum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kommandozeichen Oberbefehlshaber in China.png|mini|links|Persönliche Standarte des Oberkommandierenden in China]]&lt;br /&gt;
1900/01 erhielt er den Oberbefehl über die europäischen Interventionstruppen zur Niederschlagung des [[Boxeraufstand]]es im [[Kaiserreich China]]. Im deutschen Volksmund wurde er auch –&amp;amp;nbsp;teils spöttisch, teils bewundernd&amp;amp;nbsp;– „Weltmarschall“ genannt. Da bei seinem Eintreffen im September 1900 Peking bereits erobert war, übernahm Waldersee dort die Rolle des Besatzungsoffiziers, der einerseits Plünderungen stoppte und andererseits zwischen den acht Besatzungsmächten vermittelte. Obwohl ihn alle Besatzungsmächte achteten, unterstellten sich die amerikanischen und französischen Truppen nie seinem Befehl. Auch der deutsche Gesandte in Peking [[Alfons Mumm von Schwarzenstein]] hatte in den erforderlichen Abstimmungen mit Waldersee diplomatischen Einsatz aufzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen „Widerstandsnester“ der „Boxer“ unternahm er teils blutige [[Strafexpedition]]en und setzte somit die von Kaiser Wilhelm&amp;amp;nbsp;II. in seiner „[[Hunnenrede]]“ geforderten Vergeltungsmaßnahmen in die Tat um. So ließ er beispielsweise am 23. Oktober und 1. November drei Dörfer von der Artillerie beschießen; zu den etwa 450 Toten zählten viele Frauen und Kinder. In seinem Tagebuch gab er vor sich ehrlich zu, dass es zu umfangreichen Plünderungen chinesischer Schätze in Peking und anderen Städten und einem verbreiteten Handel mit gestohlenem Gut kam: „Wenn man bei uns zu Haus so harmlos ist zu glauben, es würde hier für christliche Kultur und Sitte Propaganda gemacht, so gibt das einmal eine arge Enttäuschung. Seit dem Dreißigjährigen Kriege und den Raubzügen der Franzosen zur Zeit Ludwig&amp;amp;nbsp;XIV. in Deutschland ist ähnliches an Verwüstungen noch nicht vorgekommen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Mühlhahn |Titel=Geschichte des modernen China: von der Qing-Dynastie bis zur Gegenwart |Reihe=Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung |Verlag=C.H.Beck |Ort=München |Datum=2021 |ISBN=978-3-406-76506-3 |Seiten=204 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Otto Rebsch PC Hannover. Villa Waldersee. Bildseite Blick von der Kleine Pfahlstraße durch die Hohenzollernstraße zur Markuskirche, rechts frisch gepflanzte Allee an der Eilenriede.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Hohenzollernstraße 40 (Hannover)|Villa Waldersee]]&amp;#039;&amp;#039; in Hannover an der [[Eilenriede]] um 1905]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte – Waldersee – Stöfs.jpg|mini|Grabstätte des Generalfeldmarschalls von Waldersee bei Stöfs um 1906]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr aus China 1901 wurde er wieder Generalinspekteur der III. Armee-Inspektion in Hannover. Die letzten Jahre bis zu seinem Tod 1904 wohnte er hier in einer Villa in der Hohenzollernstraße am Rande der [[Eilenriede]]. 1915 wurde gegenüber diesem letzten Wohnsitz das [[Waldersee-Denkmal]] eine überdimensionale Steinplastik aufgestellt, die der Bildhauer [[Bernhard Hoetger]] schuf. Die Verlängerung der Hohenzollernstraße wurde in Walderseestraße umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Grabstätte befindet sich auf dem Familienfriedhof der Familie Waldersee in Stöfs bei [[Lütjenburg]] in Holstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Am 14. April 1874 heiratete er in [[Lautenbach (Oedheim)|Lautenbach]] die reiche Amerikanerin [[Mary Esther Lee]] (1837–1914), verwitwete [[Friedrich Emil August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg|Fürstin von Noer]], eine bedeutende Protagonistin der deutschen [[Erweckungsbewegung]] und eine starke Förderin sozialer Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Bewertung ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Generalfeldmarschall von Waldersee war der erste bekannte und erfolgreiche „politische“ Offizier. Sein Amtsvorgänger Moltke war zwar auch ein Offizier mit politischen Ambitionen, der aber an der übermächtigen Position Bismarcks und auch [[Albrecht von Roon|Roons]] nicht „vorbeikommen“ konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waldersees Idee des Präventivkrieges gegen Russland vor einer Wiedererstarkung der französischen Militärmacht wurde auch von Moltke gefördert. Dieser Plan ist der Grundstein des bekannten [[Schlieffenplan]]s, der die deutsche Strategie im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] kennzeichnete. Für seine „militärischen Erfolge“ in China wurde von Waldersee international mit hohen Orden ausgezeichnet. Außerdem erhielt er als erster protestantischer Christ am 3. Juni 1903 das Großkreuz des [[Piusorden]]s durch den Papst verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waldersee wurde mehrfach als Kandidat für den Posten des [[Reichskanzler]]s gehandelt. Man rätselte damals oft, ob er den Posten wirklich gerne angenommen hätte. Aber alleine durch die Mutmaßungen, dass er Reichskanzler werden würde, wurden die favorisierten Kandidaten vorher aus dem Kreuzfeuer von Presse und Parteien genommen. Er selbst legte in seinen Erinnerungen keinerlei Wert auf das Amt des Reichskanzlers. Diese kann man als glaubhaft ansehen, da er seine Erinnerungen in Tagebuchform schrieb und sie erst Jahre nach seinem Tod von seinem Neffen herausgegeben worden sind und nicht im Original von ihm für die Öffentlichkeit bestimmt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor seinem Tode fertigte er privat einen Aufmarschplan für die japanische Armee in Korea für den aufziehenden [[Russisch-Japanischer Krieg|Russisch-Japanischen Krieg]]. Nach seinem Tode und der Beendigung des Krieges in Asien bestätigte Generalstabschef Alfred von Schlieffen gegenüber dem Neffen des Generalfeldmarschalls, [[Georg von Waldersee (Offizier, 1860)|Georg von Waldersee]], dass die erfolgreiche japanische Offensive identisch mit dem Plan Waldersees gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Hrsg=Heinrich Otto Meisner |Titel=Denkwürdigkeiten des General-Feldmarschalls Alfred Grafen von Waldersee |Band=3 |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=1923 |ISBN= |Seiten=236f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Diskussion um große deutsche Generäle wird Waldersee gegenüber seinem Vorgänger Moltke und seinem Nachfolger Schlieffen vielfach übersehen, dabei hatte er die gleiche militärische Begabung. Sein politisches Engagement war erfolgreicher als bei anderen Generälen des Kaiserreichs bis zum Ersten Weltkrieg, als dann [[Paul von Hindenburg|Hindenburg]] und [[Erich Ludendorff|Ludendorff]] aktiv in die Politik des Kaiserreiches eingriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waldersee war in seiner Grundhaltung ein konservativer Vertreter der preußisch-[[Wilhelminismus|wilhelminischen]] Epoche. Er hatte eine ausgesprochen kaisertreue Einstellung und sah in der Sozialdemokratie eine Gefahr für den Erhalt des Kaiserreichs. Bereits in der Zeit um 1871 sah er die auf Deutschland zukommende Gefahr, dass sich Russland und Frankreich verbündeten. Bei den drei Kaisern konnte er trotz seines Mentors Moltke den Schritt eines Präventivschlages nicht erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen, Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Statue Waldersee neu.jpg|mini|hochkant|[[Waldersee-Denkmal]] am Rande der [[Eilenriede]] in [[Hannover]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neunerdenkmal02.jpg|mini|hochkant|Waldersee-Gedenkstein am [[Neunerdenkmal]] in [[Itzehoe]]]]&lt;br /&gt;
* [[Kronenorden (Preußen)|Kronenorden]] I. Klasse am 22. März 1884&lt;br /&gt;
* Großkreuz des [[Roter Adlerorden|Roten Adlerordens]] I. Klasse mit Schwertern am 27. Januar 1889&lt;br /&gt;
* Großkomtur des [[Königlicher Hausorden von Hohenzollern|Königlichen Hausordens von Hohenzollern]] mit Schwertern am 27. Januar 1891&lt;br /&gt;
* [[Schwarzer Adlerorden]] im Januar 1895&amp;lt;ref&amp;gt;[[John C. G. Röhl]]: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm II.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Der Aufbau der Persönlichen Monarchie, 1888–1900.&amp;#039;&amp;#039; 2001, ISBN 3-406-48229-5, S. 595&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Brillanten zum [[Schwarzer Adlerorden|Schwarzen Adlerorden]] am 27. April 1900&lt;br /&gt;
* [[Großkreuz]] des [[Militärverdienstorden (Württemberg)|Württembergischen Militärverdienstorden]]&lt;br /&gt;
* [[Pour le Mérite]] mit Eichenlaub am 30. Juli 1901&lt;br /&gt;
* [[Order of the Bath]] im Jahre 1901&lt;br /&gt;
* [[Orden des Heiligen Andreas des Erstberufenen]] im Jahre 1901&lt;br /&gt;
* Großkreuz des [[Militärverdienstorden (Bayern)|Bayerischen Militärverdienstorden]] am 16. Mai 1902&lt;br /&gt;
* Ehrenbürgerwürde&lt;br /&gt;
** Altona am 7. Juli 1896&lt;br /&gt;
** Lübeck am 21. April 1898&lt;br /&gt;
** Hannover am 9. Mai 1900&lt;br /&gt;
** Itzehoe am 27. November 1902&lt;br /&gt;
* Mehrere Straßen u.&amp;amp;nbsp;a. in Berlin,&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=a |bez=20 |id=W54 |zlb98=2074 |kaupert=Walderseestrasse-13407-Berlin |name=Walderseestraße (Reinickendorf / Wedding)}} – Außerdem mittlerweile umbenannt: Ein Walderseeplatz in Buch, sechs Walderseestraßen in Mahlsdorf, Lichtenberg, Buch, Rosenthal, Konradshöhe, Altglienicke.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bremen-Hulsberg, Hamburg-Othmarschen und Hannover erhielten seinen Namen.&lt;br /&gt;
* 1915 wurde das [[Waldersee-Denkmal]] als Steinplastik von [[Bernhard Hoetger]] aufgestellt.&lt;br /&gt;
* Ein Gedenkstein für von Waldersee steht in Berlin-Zehlendorf in einem Park.&lt;br /&gt;
* Ein weiterer Gedenkstein befindet sich am [[Neunerdenkmal]] in Itzehoe.&lt;br /&gt;
* Der „Graf-Waldersee-Marsch“ wurde in [[Ahrweiler]] um 1910 nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* Die frühere [[Potsdam]]er [[Konditorei|Hofkonditorei]] Rabien (heute in [[Berlin]]-[[Bezirk Steglitz|Steglitz]]) kreierte zu Beginn der 20. Jahrhunderts die „Graf-Waldersee-Torte“, die sich bis heute im Sortiment befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Konditorei Rabien: Rabien und die Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Folge 2. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Morgenpost]]&amp;#039;&amp;#039;, 1955;. [https://www.rabien-berlin.de/Informationen/Zeitgeschichte2.html rabien-berlin.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Denkwürdigkeiten des General-Feldmarschalls Alfred Grafen von Waldersee.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet und herausgegeben von [[Heinrich Otto Meisner]]. 3 Bände. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1922–1923.&amp;lt;ref&amp;gt;veröffentlicht auf Initiative seines Neffen [[Georg von Waldersee (Offizier, 1860)|Georg von Waldersee]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Erster Band: 1832–1888; {{archive.org |bdenkwrdigkeite01wald ub_gb_ |Blatt=}}.&lt;br /&gt;
** Zweiter Band: 1888–1900; {{archive.org |denkwrdigkeite02wald |Blatt=}}.&lt;br /&gt;
** Dritter Band 1900–1904; {{archive.org |denkwrdigkeite03walduoft |Blatt=}}. Neudruck: Biblio Verlag, Osnabrück 1967 (&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Geschichtsquellen des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, 9–10, 13).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weltrundschau. (Vom 7. bis 25. August 1900)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Hausschatz&amp;#039;&amp;#039;, 1899/1900, XXVI. Jahrgang, Nr. 49, S. 917. Mit Bildnis.&lt;br /&gt;
* Konrad Canis: &amp;#039;&amp;#039;Bismarck und Waldersee. Die außenpolitischen Krisenerscheinungen und das Verhalten des Generalstabes 1882 bis 1890.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 1980 (&amp;#039;&amp;#039;Schriften des Zentralinstituts für Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, 60, {{ISSN|0138-3566}}).&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Hahn-Butry]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Preußisch-deutsche Feldmarschälle und Großadmirale.&amp;#039;&amp;#039; Safari, Berlin 1937.&lt;br /&gt;
* Johannes Hürter: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 5: Bernd Isphording, Gerhard Keiper, Martin Kröger (Bearb.):  Nachträge. Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 978-3-506-71844-0, S. 161 ff.&lt;br /&gt;
* Yixu Lü: &amp;#039;&amp;#039;Generalfeldmarschall Alfred Graf von Waldersee.&amp;#039;&amp;#039; In: Kim Sebastian Todzi,d Jürgen Zimmerer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hamburg: Tor zur kolonialen Welt. Erinnerungsorte der (post-)kolonialen Globalisierung&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2021, ISBN 978-3-8353-5018-2, S. 129–144 (Hamburger Beiträge zur Geschichte der kolonialen Globalisierung, 1).&lt;br /&gt;
* [[Kurt von Priesdorff]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Soldatisches Führertum]].&amp;#039;&amp;#039; Band 10. Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o.&amp;amp;nbsp;O. [Hamburg], o.&amp;amp;nbsp;J. [1942], S. 293–306, Nr. 3227; {{DNB|986919810}}.&lt;br /&gt;
* {{NDB|27|301|303|Waldersee, Alfred Graf von|Hans-Christof Kraus|118628658}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Alfred Graf von Waldersee}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118628658}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/017994}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG |Bio=alfred-waldersee |Titel=Alfred von Waldersee |Autor=Gabriel Eikenberg}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm1281635}}&lt;br /&gt;
* [https://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/hd/periodical/pageview/850308 Lebenslauf von 1893 mit Bild.] ulb.uni-muenster.de&lt;br /&gt;
* Murat Kayi: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/zeitzeichen-alfred-graf-von-waldersee-102~_tag-05032024.html &amp;#039;&amp;#039;05.03.1904: Todestag Alfred Graf von Waldersee&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[WDR5]]&amp;#039;&amp;#039;, [[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]], 5.&amp;amp;nbsp;März 2024, (Podcast, 13:45&amp;amp;nbsp;Min., verfügbar bis 6.&amp;amp;nbsp;März 2099.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Chefs des Deutschen Generalstabs (1871–1919)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118628658|LCCN=n2003053520|VIAF=74646266}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Waldersee, Alfred von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalfeldmarschall (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Deutschen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Kolonialgeschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Boxeraufstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Herrenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Militärattaché]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Schwarzen Adlerordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großkreuzes des Roten Adlerordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Ordens Pour le Mérite mit Eichenlaub]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großkomtur des Königlichen Hausordens von Hohenzollern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Piusordens (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Militärverdienstordens (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Württembergischen Militärverdienstordens (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Honorary Knight Grand Cross des Order of the Bath]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Hannover]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Lübeck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger im Kreis Steinburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titulargraf (Waldersee)|Alfred]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Waldersee|Alfred]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1832]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Waldersee, Alfred von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Waldersee, Alfred Heinrich Karl Ludwig Graf von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=preußischer Generalfeldmarschall&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. April 1832&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Potsdam]], Preußen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. März 1904&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hannover]], Deutsches Reich&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Polarlys</name></author>
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