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	<title>Alfred von Kiderlen-Waechter - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_von_Kiderlen-Waechter&amp;diff=631085&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2026-02-02T13:29:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alfred von Kiderlen-Waechter (cropped2).jpg|mini|Alfred v. Kiderlen-Waechter[[Datei:Alfred von Kiderlen-Waechter signature.jpg|rahmenlos|hochkant]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Kiderlen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Juli]] [[1852]] in [[Stuttgart]]; † [[30. Dezember]] [[1912]] ebenda), ab 1868 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred von Kiderlen-Waechter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war ein deutscher [[Diplomat]] und Leiter des Auswärtigen Amtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Kiderlen-Waechter entstammte einer Familie aus [[Neuburg (Österreich)|Neuburg]] bei [[Koblach]] ([[Vorarlberg]]), deren direkte Stammreihe mit dem Weißgerber &amp;#039;&amp;#039;Michael Kiderlen&amp;#039;&amp;#039; begann, seit 1610 Bürger in [[Ulm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war der Sohn des königlich württembergischen Hofbankiers Robert Kiderlen und der Marie Freiin von Waechter. Der Vater war 1852 mit dem [[Orden der Württembergischen Krone]] und die Familie nach seinem Tod 1867 in den erblichen Adelsstand erhoben worden. Erst am 11. September 1868 mit [[Adelsbrief|Diplom]] vom 22. Januar 1869 erhielt Alfreds Mutter, Marie Kiderlen als Witwe gemeinsam mit ihren Kindern Alfred, Sarah und Johanna Kiderlen dazu die Anerkennung, in den württembergischen erblichen [[Adel]] erhoben zu sein, nebst Namens- und Wappenvereinigung mit den &amp;#039;&amp;#039;Freiherrn von Waechter&amp;#039;&amp;#039; als „von Kiderlen-Waechter“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kiderlen-Waechter.jpg|mini|hochkant|Kiderlen-Waechter]]&lt;br /&gt;
Kiderlen-Waechter besuchte die [[Gymnasium St. Augustin|Fürstenschule Grimma]] und 1868 bis 1870 das Gymnasium in Stuttgart.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Wermuth, Karl Irmscher u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Von der kurfürstlichen Landesschule zum Gymnasium St. Augustin zu Grimma 1550–2000&amp;#039;&amp;#039;, Beucha 2000, S. 51, ISBN 3-930076-99-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jonas Flöter]], Marita Pesenecker: &amp;#039;&amp;#039;Erziehung zur Elite. Die Fürsten- und Landesschulen zu Grimma, Meißen und Schulpforte um 1900&amp;#039;&amp;#039;. Publikation zur Ausstellung im [[Kreismuseum Grimma]]. Leipzig 2003, S. 96, ISBN 3-937209-33-6&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort machte er im August 1870 das Abitur. Er wurde [[Einjährig-Freiwilliger]] und nahm am [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] 1870/1871 teil. Ab September 1871 studierte er Rechtswissenschaften an den Universitäten [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]], [[Universität Leipzig|Leipzig]] und [[Universität Straßburg|Straßburg]]. Er war in seiner Tübinger Studienzeit in der [[Verbindung Normannia Tübingen]] aktiv. Das Studium schloss er im November 1878 mit dem 2. juristischen Staatsexamen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Februar 1879 begann Kiderlen-Waechter seine diplomatische Laufbahn beim [[Auswärtiger Dienst|Auswärtigen Dienst]] des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreichs]].&amp;lt;ref&amp;gt; Maria Keipert (Hrsg.), Peter Grupp, Johannes Hürter: Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes : 1871 - 1945, Schöningh Verlag Paderborn 2000, Band 2, S, 520f. &amp;lt;/ref&amp;gt; Er arbeitete an Botschaften in Kopenhagen, Sankt Petersburg und Paris. 1886 wurde er als [[Legationsrat]] an die deutsche Vertretung in Konstantinopel versetzt. Er wurde 1888 zum Vortragenden Rat im [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]] befördert und Referatsleiter in der &amp;#039;&amp;#039;Abteilung für [[Orient]]fragen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 veröffentlichte das Satireblatt [[Kladderadatsch]] eine Anspielung auf Kiderlen. Kiderlen forderte den Herausgeber des Kladderadatsch [[Wilhelm Polstorff]] zum [[Duell]] und verletzte ihn an der Schulter. &lt;br /&gt;
Duelle waren damals verboten. Kiderlen wurde 1894 zu vier Monaten [[Festungshaft]] verurteilt. Er brauchte aber nur etwas mehr als zwei Wochen auf der [[Festung Ehrenbreitstein]] absitzen. Die Haftstrafe beeinträchtigte seine diplomatische Karriere nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894/95 war er [[Liste der preußischen Gesandten bei den Hansestädten|preußischer Gesandter bei den Hansestädten]]. Am 31. Mai 1895 vertrat er Preußen und das Reich bei der [[Grundsteinlegung]] des [[Elbe-Lübeck-Kanal|Elbe-Trave-Kanals]] in [[Lübeck]]. Nach den Schlägen mit dem silbernen Hammer durch den präsidierenden Bürgermeister, [[Heinrich Theodor Behn]], beschlug er en Kanal mit den Worten „Auch ich bitte um Gottes Segen für dieses Werk als ein neues Band durch uralte Freundschaft verbundenen, im neuen [[Deutsches Reich|deutschen Reiche]] unauflöslich miteinander vereinten Nachbaren Lübeck und Preußen.“, gefolgt von dem [[Staatsminister (Deutschland)|Staatsminister]] [[Karl Heinrich von Boetticher]].&amp;lt;ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Die Grundsteinlegung des Elbe-Trave-Kanals.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lübeckische Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;; 37. Jg., Nummer 44, Ausgabe vom 2. Juni 1895, S. 297–301. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kiderlen wurde 1895 Botschafter in Kopenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fiel 1898 in Ungnade, weil er sich bei seinem Vorgesetzten [[Adolf Marschall von Bieberstein (Politiker, 1842)|Adolf Marschall von Bieberstein]] schriftlich respektlos über Angewohnheiten und den geistigen Zustand [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Kaiser Wilhelms II.]] und das vorgerückte Alter der Hofdamen der Kaiserin geäußert hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er musste zehn Jahre abseits des Weltgeschehens als Botschafter in [[Bukarest]] ([[Königreich Rumänien]]) verbringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rainer F. Schmidt |Titel=Kaiserdämmerung: Berlin, London, Paris, St. Petersburg und der Weg in den Untergang |Auflage=3. Aufl |Verlag=Klett-Cotta |Ort=Stuttgart |Datum=2021 |ISBN=978-3-608-98318-0 |Seiten=455}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er leitete 1907 als Vertreter des erkrankten Botschafters in Konstantinopel die Verhandlungen zum Bau der [[Bagdadbahn]] und wurde 1908 zum stellvertretenden [[Staatssekretär]] des Auswärtigen Amtes ernannt. &lt;br /&gt;
Kinderlen trug durch sein Verhandlungsgeschick zur Überwindung der [[Bosnienkrise]] bei und handelte nach der [[Erste Marokkokrise|Ersten Marokkokrise]] ein deutsch-französisches Abkommen über Marokko aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1909 trat [[Reichskanzler]] [[Bernhard von Bülow#Rücktritt|Bernhard v. Bülow]] zurück. Kiderlen wurde 1910 zum Leiter des Auswärtigen Amts ernannt. &lt;br /&gt;
Das von Kiderlen zunächst verfolgte außenpolitische Verständigungskonzept erlitt im Juli 1911 in der [[Zweite Marokkokrise|Zweiten Marokkokrise]] einen schweren Rückschlag. Das Deutsche Reich musste seine Ambitionen in Marokko gegen geringe Territorialgewinne in [[Westafrika]] [[Geschichte Marokkos#Teil des französischen Kolonialreichs (1912–1956)|aufgeben]].&lt;br /&gt;
1912 versuchten Kiderlen-Waechter und Reichskanzler Bethmann Hollweg in [[Haldane-Mission|bilateralen Verhandlungen mit Großbritannien]] einen Ausgleich zu erreichen. Für Kiderlen-Waechter war das Ziel, im Gegenzug für Zugeständnisse in der Flottenrüstung ein Neutralitätsabkommen zu erreichen und die britisch-französische Entente zu sprengen. Die Verhandlungen scheiterten jedoch im März 1912.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kiderlen-Waechter starb 1912 an einem [[Herzinfarkt]], nachdem er sechs [[Cognac (Weinbrand)|Cognac]] getrunken hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[David Fromkin]]: &amp;#039;&amp;#039;Europas letzter Sommer&amp;#039;&amp;#039; S. 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* Briefwechsel und Nachlass, Band 1, Deutsche Verlagsanstalten Stuttgart 1924;&lt;br /&gt;
* Briefwechsel und Nachlass, Band 2, Deutsche Verlagsanstalten Stuttgart 1924;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Genealogisches Handbuch des Adels]], &amp;#039;&amp;#039;Adelslexikon&amp;#039;&amp;#039; Band VI, Band 91 der Gesamtreihe, C. A. Starke, Limburg (Lahn) 1987, {{ISSN|0435-2408}}&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 3: &amp;#039;&amp;#039;I–L.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 1999, ISBN 3-8253-0865-0, S. 84–85.&lt;br /&gt;
* [[Ralf Forsbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred von Kiderlen-Wächter (1852–1912). Ein Diplomatenleben im Kaiserreich.&amp;#039;&amp;#039; (= Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 59), 2 Bde., Göttingen 1997. [https://digi20.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb00047205_00001.html]; [https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00047206_00002.html] Digitalisate&lt;br /&gt;
* [[Ernst Jäckh]]: &amp;#039;&amp;#039;Kiderlen-Wächter. Der Staatsmann und Mensch. Briefwechsel und Nachlaß.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bde., [[Deutsche Verlagsanstalt]], Stuttgart 1924, 1925.&lt;br /&gt;
* Walter Riccius: &amp;#039;&amp;#039;Alfred von Kiderlen-Waechter (1852–1912).&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Die Institution der Marineattachés. Deutsche Marineattachés von Beginn bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Dr. Köster, Berlin 2023, ISBN 978-3-96831-040-4, S. 161–165.&lt;br /&gt;
* {{NDB|11|574|575|Kiderlen-Waechter, Alfred von|Ekkhard Verchau|11944397X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=alfred-kiderlen-waechter|Titel=Alfred von Kiderlen-Wächter|Autor=Rolf Felbinger}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11944397X}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/009506}}&lt;br /&gt;
* [https://www.koeblergerhard.de/werwarwer.htm Eintrag] In: [[Gerhard Köbler]]: &amp;#039;&amp;#039;Wer war wer im deutschen Recht&amp;#039;&amp;#039; (Online-Version)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
 | Navigationsleiste Staatssekretäre im Auswärtigen Amt (Deutsches Kaiserreich)&lt;br /&gt;
 | Navigationsleiste Kabinett Bethmann Hollweg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11944397X|LCCN=n/97/51707|VIAF=54958174}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kiderlen-Waechter, Alfred von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Rumänien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Württemberg)|Kategorie:]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1852]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Duell)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kiderlen-Waechter, Alfred von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kiderlen, Alfred&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Juli 1852&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Dezember 1912&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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