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	<title>Alfred von Degenfeld - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-03-19T12:34:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:General von Degenfeld.jpg|mini|Alfred Ludwig von Degenfeld]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Emil Ludwig Philipp Freiherr von Degenfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Februar]] [[1816]] in [[Gernsbach]]; † [[16. November]] [[1888]] in [[Karlsruhe]]) war ein badisch-preußischer [[Generalleutnant]] und [[Mitglied des Reichstages|Abgeordneter im Reichstag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Alfred [[Degenfeld (Adelsgeschlecht)|von Degenfeld]] war der jüngere Sohn des [[Christoph Ferdinand IV. Philipp von Degenfeld]] (1772–1858) und dessen Ehefrau Augusta, geborene von Freystedt (1780–1861). Sein älterer Bruder Ferdinand Christoph starb bereits 1844 in Folge einer geistigen Erkrankung, so dass Alfred den gesamten Besitz des Vaters erbte, bestehend aus der Grundherrschaft auf [[Schloss Neuhaus (Ehrstädt)|Neuhaus]] sowie der Mitherrschaft auf dem [[Eulenhof (Ehrstädt)|Eulenhof]], zu [[Ehrstädt]], [[Unterbiegelhof]], [[Waibstadt]] und [[Wagenbach (Obergimpern)|Wagenbach]]. Er wurde 1861 mit den Gütern des Vaters [[Lehen|belehnt]] und war damit der letzte Lehensträger aus der Linie Degenfeld-Neuhaus, bevor die Güter 1862 in den Eigenbesitz der Familie übergingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärkarriere ===&lt;br /&gt;
Degenfeld trat 1833 in das [[Infanterie-Regiment „Markgraf Ludwig Wilhelm“ (3. Badisches) Nr. 111|3. Infanterie-Regiment]] der [[Badische Armee|Badischen Armee]] ein und stieg bis 1845 zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] und [[Kompaniechef]] im 1. Infanterie-Regiment auf. 1848/49 war er am [[Badische Revolution|Feldzug gegen revolutionäre]] Freischaren beteiligt. 1849 wurde er vorübergehend in den Ruhestand versetzt, dann aber wieder in den Innendienst des Regiments berufen. 1850 kam er bei der Wiederaufstellung des badischen Armeekorps zum 2. Infanterie-Regiment, 1855 zum [[1. Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109|Leibgrenadier-Regiment]]. 1858 wurde er zum [[Major]] und 1861 als [[Oberstleutnant]] zum Kommandeur des II. Füsilier-Bataillons ernannt. 1863 war er Kommandant des badischen Kontingents in der [[Festung Rastatt]], wurde aber 1864 aufgrund eines Garnisonswechsels von diesem Kommando enthoben. 1865 avancierte Degenfeld zum [[Oberst]] und erhielt das Kommando über das Leibgrenadier-Regiment. Am [[Deutscher Krieg|Krieg]] 1866 nahm Degenfeld mit seinem Regiment als Teil der [[Badische Armee|Badischen Division]] unter dem Kommando des Prinzes [[Wilhelm von Baden (1829–1897)|Wilhelm]] im Rahmen des [[Mainfeldzug]]es an dem erfolgreichen [[Gefecht bei Hundheim]] am 23. Juli 1866, dem [[Gefecht bei Werbach]] am 24. Juli 1866 und am nächsten Tag am [[Gefecht bei Gerchsheim]] teil. 1868 erfolgte die Beförderung zum [[Generalmajor]] und Kommandeur der 2. Infanterie-Brigade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Deutsch-Französischer Krieg|Krieg gegen Frankreich]] gehörte Degenfeld 1870/71 mit seiner Brigade zur Badischen Division im [[XIV. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|XIV. Korps]] unter General [[August von Werder]]. Vom 16. August bis 27. September 1870 war die Brigade ein Teil der [[Belagerung von Straßburg|Belagerungstruppen vor Straßburg]]. Am 1. Oktober 1870 wurde er in die [[Vogesen]] kommandiert, um die sich dort sammelnden [[Francs-tireurs]] zu zerstreuen. Insgesamt wurden für diese Kämpfe vom XIV. Korps vier Brigaden eingesetzt. Alle diese Einheiten erhielten Verstärkungen durch zusätzliche [[Artillerie]] und selbstständige Kavallerieverbände, um selbstständig vorgehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg gegen die Vogesenarmee unter [[Giuseppe Garibaldi]] führte zu mehreren kleineren Gefechten, da die nicht ausgebildeten und nicht einheitlich geführten französischen Freiwilligen es vermieden, sich einem geschlossenen Verband deutscher Truppen in offener Schlacht gegenüberzustellen. Orte mit nennenswerten Gefechten waren unter anderem Raon l’Etape, Nompatelize, St. Die, Etuz am Oignon, Pasques in der Nähe von Dijon, sowie vereint mit der Brigade des Prinzen Wilhelm von Baden, das [[Gefecht bei Nuits]] gegen die Division des französischen General [[Camille Crémer]]. Er nahm hier am [[Gefecht bei Villersexel]] teil und konnte sich danach zusammen mit den weiteren deutschen Verbänden erfolgreich absetzen und beim Marsch auf [[Belfort]] einen Vorsprung von zwei Tagen herausholen, in denen eine Verteidigungsstellung an der [[Lisaine]] errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Schlacht an der Lisaine]] befehligte Degenfeld vom 15. bis 17. Januar 1871 den rechten Flügel der deutschen Stellung bei [[Frahier]]. Er musste am 16. Januar den Ort [[Chenebier]] räumen, als die [[Armée de l’Est|Ostarmee]] versuchte, seine Stellung zu umfassen. General von Degenfeld konnte hierbei seine Stellung gegen zahlenmäßig weit überlegene Gegner über einen Zeitraum von ca. zehn Stunden halten. Am nächsten Tag gelang einer weiteren badischen Brigade (Keller) im Gegenstoß die alte Stellung an der Lisaine zurückzuerobern. Für sein Wirken während des Krieges erhielt Degenfeld das [[Großkomtur (Ordenskunde)|Kommandeurkreuz mit Stern]] des [[Militär-Karl-Friedrich-Verdienstorden]]s und Eichenlaub und Schwerter zum ihm 1866 verliehenen [[Komtur (Ordenskunde)|Kommandeurkreuz II. Klasse]] des [[Orden vom Zähringer Löwen|Ordens vom Zähringer Löwen]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hof- und Staats-Handbuch des Großherzogthums Baden. 1880.&amp;#039;&amp;#039; Braun, Karlsruhe 1880, S. 121 ([https://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/periodical/pageview/1875390 online] bei [[Badische Landesbibliothek]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie beide Klassen des [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuzes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Friede von Frankfurt|Friedensschluss]] wurde er am 15. Juli 1871 als Generalmajor in den Verband der [[Preußische Armee|Preußischen Armee]] übernommen und zum Kommandeur der [[56. Infanterie-Brigade (Deutsches Kaiserreich)|56. Infanterie-Brigade]] ernannt, bereits aber am 18. Oktober 1871 unter Verleihung des [[Charakter (Titel)|Charakters]] als Generalleutnant mit [[Pension (Altersversorgung)|Pension]] zur [[z. D. (Militärsprache)|Disposition]] gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik ===&lt;br /&gt;
Nach seiner [[Abschied (Militär)|Verabschiedung]] war Degenfeld, der 1880 zum Präsidenten des Badischen Militär-Vereins-Verbandes ernannt worden war und 1885 wegen seiner „großen Verdienste &amp;amp;#91;…&amp;amp;#93; um die badischen Militärvereine“ auch das [[Großkreuz]] des Ordens vom Zähringer Löwen erhalten hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Generallieutenant z.&amp;amp;nbsp;D. Frhr. v. Degenfeld. †.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Karlsruher Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 321 vom 20. November 1888, S. (2) ([https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/BWOEMZNUMENKNN4N5UD6HAVOODDEINQH?issuepage=2 online] bei [[Deutsches Zeitungsportal]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; von 1887 bis zu seinem Tod 1888 Reichstagsabgeordneter für den [[Reichstagswahlkreis Großherzogtum Baden 7]] (Offenburg–Oberkirch–Kehl).&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Specht, Paul Schwabe: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 253.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Degenfeld starb am 16. November 1888 in Karlsruhe. Die Beisetzung erfolgte nach einer Trauerfeier in Karlsruhe, an der auch Großherzog [[Friedrich I. (Baden, Großherzog)|Friedrich]] und seine Gemahlin sowie [[Karl von Baden (General)|Prinz Karl]] teilnahmen, in der Familiengruft auf Schloss Neuhaus.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Generallieutenant z.&amp;amp;nbsp;D. Frhr. v. Degenfeld. †.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Karlsruher Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 320 vom 19. November 1888, S. (1) ([https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/VQ2CBOSQ5GRZEQPHTJT23VN7YDF4TZIH?issuepage=1 online] bei [[Deutsches Zeitungsportal]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Er heiratete am 4. Mai 1844 in Karlsruhe Augusta [[Grafen von Sponeck|Gräfin von Sponeck]] (1823–1890). Der Ehe entstammten vier Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hedwig (1845–1903) ⚭ [[Alexander von Gemmingen]] (1838–1913), württembergischer Kammerherr&lt;br /&gt;
* Auguste (1847–1921) ⚭ Leopold Theodor [[Adelsheim (Adelsgeschlecht)|von Adelsheim]] (1838–1897), badischer Kammerherr&lt;br /&gt;
* Ferdinand (1850–1870), gefallen im [[Gefecht bei Nuits]]&lt;br /&gt;
* Wilhelmine (1860–1887)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Hub]]: &amp;#039;&amp;#039;Genealogie der Freiherren-Familie von Degenfeld auf Schloß Neuhaus, zu Ehrstädt, Waibstadt und Wagenbach.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Ehrstädt und Schloß Neuhaus.&amp;#039;&amp;#039; Ehrstädt 1967, S. 420–438, hier S. 431–432.&lt;br /&gt;
* [[Kurt von Priesdorff]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Soldatisches Führertum]].&amp;#039;&amp;#039; Band 8, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o.&amp;amp;nbsp;O. [Hamburg], o.&amp;amp;nbsp;J. [1941], {{DNB|367632837}}, S. 278.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gothaischer Hofkalender|Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1918.]]&amp;#039;&amp;#039; Achtundsechzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1917, [https://archive.org/details/gothaischesgenea681unse/page/n401 S. 152–153.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=124229 Degenfeld] in Meyers Konversationslexikon Band 4, Seite 873f&lt;br /&gt;
* [http://amtspresse.staatsbibliothek-berlin.de/vollanzeige.php?file=9838247/1872/1872-01-24.xml&amp;amp;s=1 Amtspresse Preußen] Mitteilung vom 24. Januar 1872.&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|133434362|Freiherr von Degenfeld-Neuhauß, Alfred}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Alfred Freiherr Degenfeld-Neuhaus|444}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133434362|VIAF=25792295}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Großherzogtum Baden 7}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Degenfeld, Alfred von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalmajor (Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalleutnant (Königreich Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Deutschen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Militär-Karl-Friedrich-Verdienstordens (Komtur)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NLP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Degenfeld|Alfred]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiherr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1816]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Degenfeld, Alfred von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Degenfeld, Alfred Emil Ludwig Philipp Freiherr von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=preußischer Generalleutnant und Politiker, MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Februar 1816&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gernsbach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. November 1888&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Karsten11</name></author>
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