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	<title>Alfred von Bary - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T14:12:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_von_Bary&amp;diff=858488&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-12-27T17:55:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:AlfredvonBary.JPG|mini|Jenny von Bary-Doussin: Büste Alfred von Bary]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Erwin Cajetan Maria von Bary&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Januar]] [[1873]] in [[Valletta]], [[Malta]]; † [[13. September]] [[1926]] in [[München]]) war ein deutscher promovierter [[Neurologe]] und [[Opernsänger]] (Tenor). Er war zudem einer der bedeutendsten Wagnertenöre des frühen 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Alfred von Bary wurde am 18. Januar 1873 als britischer Staatsbürger in Valletta auf Malta geboren und anglikanisch getauft. Sein Vater, der Arzt [[Erwin von Bary]], hatte sich hier niedergelassen und bereitete sich auf eine Expedition durch die [[Sahara]] in den [[Sudan]] vor. 1877 verstarb er in der südlibyschen Karawanenstadt [[Ghat (Libyen)|Ghat]]. Nachdem auch der ältere Bruder Richard (*&amp;amp;nbsp;1870) auf Malta 1877 verstorben war, kehrte die Mutter, Anna, geb. Gramich, mit Alfred nach München, der Heimatstadt des Vaters, zurück.&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred von Bary als Siegmund.jpg|mini|hochkant|Alfred von Bary als Siegmund, 1904]]&lt;br /&gt;
Alfred von Bary trat am 13. April 1883 ins [[Maximiliansgymnasium München|Münchner Maximiliansgymnasium]] ein und bestand 1892 die Abiturprüfungen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jahresbericht über das K. Maximilians-Gymnasium in München für das Schuljahr 1891/92&amp;#039;&amp;#039;. München 1892.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er studierte zunächst Medizin und wurde 1898 zum Dr. med. [[Promotion (Doktor)|promoviert]] und als Arzt approbiert. Bis 1899 war er als 2. Assistenzarzt an der Kuranstalt für Gemüts- und Nervenkranke in [[Ahrweiler]] tätig und übersiedelte dann nach [[Leipzig]], wo er an der Universität ein Erweiterungsstudium im Fach [[Psychiatrie]] bei dem Hirnforscher Professor [[Paul Flechsig]] aufnahm. Bis 1901 war er als „Irrenarzt“ tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Assistenzarzt in Leipzig sang er in seiner Freizeit in einem Chor, bei dem der berühmte Dirigent [[Arthur Nikisch]] seine Stimme entdeckte. Er nahm nun Unterricht in Stimmbildung und Gesang bei Professor Richard Müller und entwickelte eine sehr klangschöne und kraftvolle Tenorstimme, die ihn zum Interpreten der Heldenrollen in den [[Musikdrama|Musikdramen]] von [[Richard Wagner]] prädestinierte. 1902 wurde er kgl. sächsischer Hofsänger (Heldentenor) an der Dresdener Hofoper. Schon bei seinem Debüt als [[Lohengrin]] erregte der junge Sänger großes Aufsehen. Engagements an führenden deutschen Bühnen folgten. Schwerpunkte des künstlerischen Wirkens waren die Hofopern in [[Semperoper|Dresden]] und [[Bayerische Staatsoper|München]]. Mit dem Pianisten Alexander Dillmann unternahm er Konzertreisen mit Auftritten u. a. in Basel, Bern, Gotha, Wiesbaden, Hannover, Düsseldorf, Frankfurt/M., Nürnberg und Budapest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1904 und 1914 war er alljährlich bei den [[Bayreuther Festspiele]]n zu hören, mindestens bis 1908 weiterhin unter Vertrag in Dresden,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Stümcke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Bühnenverein|Bühne und Welt]]. Zeitschrift für Theaterwesen, Literatur und Musik&amp;#039;&amp;#039;. Amtliches Blatt des Deutschen Bühnen-Vereins, VIII. Jahrgang, II. Halbjahr, Band XVI der Gesamtreihe, Hrsg. E. u. G. Elsner, Sedlbstverlag O. Elsner, Berlin 1906, [https://www.google.de/books/edition/B%C3%BCne_und_Welt/8KxAAQAAMAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Alfred+von+Bary&amp;amp;pg=PA996&amp;amp;printsec=frontcover S. 996.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neuer-Theater-Almanach 1909. Theatergeschichtliches Jahr- und Adressen-Buch&amp;#039;&amp;#039;. 20. Jahrgang, F. A. Günther &amp;amp; Sohn, Berlin 1909, [https://www.google.de/books/edition/Deutsches_b%C3%BChnen_jahrbuch/iXhQriztlFMC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Alfred+von+Bary&amp;amp;pg=PA382&amp;amp;printsec=frontcover S. 382. ]&amp;lt;/ref&amp;gt; und sang dort den Lohengrin, den [[Parsifal]], den [[Tristan und Isolde (Oper)|Tristan]] und den [[Die Walküre|Siegmund]] sowie die Partie des [[Siegfried (Oper)|Siegfried]]. Richard Wagners Witwe [[Cosima Wagner|Cosima]] und Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] schätzten den Sänger ganz besonders. Der Musikkritiker Albert von Puttkamer schrieb 1927 in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Bayreuth&amp;#039;&amp;#039;, dass von Bary der beste Lohengrin in der Zeit vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1912 war von Bary in München niedergelassen, war kurze Zeit als Arzt tätig und Mitglied des Münchner Ärzteorchesters. 1915 zog er mit seiner Frau in eine Villa mit anschließendem Ateliergebäude im Ortsteil Bogenhausen (Possartstr. 35 und 37) ein. Nachdem er noch im Herbst 1914 durch König Ludwig III. von Bayern zum kgl. Hofsänger ernannt worden war, erfolgte zum 1. Oktober 1918 die Kündigung des Vertrags an der Hofoper wegen hochgradiger Kurzsichtigkeit, fortschreitenden Erblindung und stimmlicher Probleme. 1920 bis 1925 studierte er katholische Theologie an der Münchner Universität, erlitt 1925 einen Schlaganfall und verstarb 1926 an den Folgen eines weiteren Anfalls. Beigesetzt wurde er auf dem [[Waldfriedhof (München)|Münchner Waldfriedhof]] (Grabstätte 7-W-9).&lt;br /&gt;
[[Datei:Von Bary.jpg|mini|Schallplatte von Alfred von Bary (Bayreuth 1904)]]&lt;br /&gt;
Alfred von Bary heiratete am 15. Januar 1902 in Dresden Thekla Koch,&amp;lt;ref&amp;gt;Thekla von Bary, geborene Koch * 25. Oktober 1875 in [[Schönefeld (Leipzig)|Alt-Schönefeld]]; † 22. Oktober 1947 in München, Tochter des Gutsbesitzers Wilhelm Koch und der Wilhelmine, geborene Hensel.&amp;lt;/ref&amp;gt; von der er sich 1908 scheiden ließ. In zweiter Ehe heiratete er am 9. Januar 1909 in Dresden die Bildhauerin [[Jenny von Bary-Doussin|Jenny Doussin]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Walter von Hueck]]&amp;#039;&amp;#039; et al.: &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. B (Briefadel). 1972&amp;#039;&amp;#039;, Band X, Band 52 der Gesamtreihe &amp;#039;&amp;#039;[[Genealogisches Handbuch des Adels|GHdA]]&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1972, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie verstarb am 16. August 1922 in München. Von den drei Söhnen der ersten Ehe wurde Siegmund (1903–1991) Rechtsanwalt; Siegfried (1906–1976) und Gottfried (1907–?) ließen sich als Ärzte nieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alfred von Bary verfasste Essays über künstlerische oder psychologische Fragen. Im Gegensatz zu seinem Zeitgenossen [[Enrico Caruso]] erkannte er jedoch die Möglichkeiten der Schallplatte nicht. Daher liegen nur zwei Aufnahmen von Arien aus Wagners &amp;#039;&amp;#039;[[Die Walküre|Walküre]]&amp;#039;&amp;#039; vor, die einen Eindruck seiner kraftvollen und hervorragend geführten Stimme geben. Die relativ kurze Karriere und der Mangel an [[Schallplatte]]naufnahmen haben dazu geführt, dass Alfred von Bary heute weitgehend vergessen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bildnis des Sängers hängt in der Staatsoper in München, eine verschiedenfarbige Marmorbüste von Jenny von Bary befindet sich in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (Inventarnummer ZV 2360 a). Als Werke von Jenny von Bary waren 2003 im Münchner Kunsthandel die Marmorbüste „Alfred von Bary als schlafender Thannhäuser“ und ein weiteres Marmorbildnis angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Barystraße (München)|Barystraße]] in [[Obermenzing|München-Obermenzing]] wurde nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
Alfred von Bary hinterließ zwei Aufnahmen seiner Stimme auf G&amp;amp;T (Bayreuth 1904).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/manskopf/content/titleinfo/5473859 Alfred von Bary] Bild in der [[Sammlung Manskopf]] der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bayerisches Musiker-Lexikon Online&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Josef Focht.: [http://bmlo.de/b0161 Bary, Alfred von (Alfred Erwin Cajetan Maria von) * 18. Januar 1873 Valletta, † 15. September 1926 München.], Hrsg. Ludwig-Maximilians-Universität München ([[Ludwig-Maximilians-Universität München|LMU]]). Stand 9. November 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Carl Friedrich Glasenapp]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Leben Richard Wagners in 6 Büchern&amp;#039;&amp;#039;. 6 Bände, 4., neu bearbeitete Ausgabe, Breitkopf &amp;amp; Härtel, Leipzig 1905.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschlands, Österreich-Ungarns und der Schweiz Gelehrte, Künstler und Schriftsteller in Wort und Bild]]&amp;#039;&amp;#039;, Bruno Volger, Leipzig 1908.&lt;br /&gt;
* [[Herrmann A. L. Degener]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Who’s Who in Germany. Wer ist’s?&amp;#039;&amp;#039;. VI. Ausgabe, G. E. Stechert &amp;amp; Co. New York, Selbstverlag, Leipzig 1912, [https://www.google.de/books/edition/Wer_ist_s/1jXTAAAAMAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Alfred+von+Bary&amp;amp;pg=RA1-PA64&amp;amp;printsec=frontcover S. 64.]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gothaischer Hofkalender|Gothaisches Genealogisches Taschenbuch]] der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der vereinigten Verbände. Teil B (Briefadel). 1932&amp;#039;&amp;#039;. 24. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1931, S. 9–10. (Siehe [[FamilySearch]]/Kostenfrei).&lt;br /&gt;
* Vereinigung des Adels in Bayern (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Handbuch des in Bayern immatrikulierten Adels 1984&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Degener &amp;amp; Co., Neustadt an der Aisch 1984, S. 547.&lt;br /&gt;
* Roswitha von Bary: &amp;#039;&amp;#039;Alfred von Bary. Ein Sängerleben in Dresden, Bayreuth und München&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Bild und Heimat, Reichenbach 2000. ISBN 3-7310-0414-3. (Mit 27 Abb.).&lt;br /&gt;
* Werner Ebnet: &amp;#039;&amp;#039;Sie haben in München gelebt. Biografien aus acht Jahrhunderten&amp;#039;&amp;#039;. Allitera Verlag, München 2016, ISBN 978-3-86906-744-5, S. 73.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116075961|LCCN=no/2002/53319|VIAF=22883953}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bary, Alfred von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tenor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heldentenor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opernsänger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bayreuther Festspiele)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1873]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bary, Alfred von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bary, Alfred Erwin Cajetan Maria von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher promovierter Neurologe und Opernsänger (Tenor)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Januar 1873&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Valletta]], [[Malta]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. September 1926&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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