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	<title>Alfred Tode - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Tode&amp;diff=2664533&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Shaun92: Veröffentlichungen ergänzt</title>
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		<updated>2025-07-11T20:55:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veröffentlichungen ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alfred Tode Portrait 1986.jpg|mini|Alfred Tode, 1986]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Heinrich Otto Tode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. August]] [[1900]]  in [[Lübeck]]; † [[4. Mai]] [[1996]] in [[Braunschweig]]) war ein deutscher [[Ur- und Frühgeschichte|Prähistoriker]] und von 1945 bis 1965 Direktor des [[Braunschweigisches Landesmuseum|Braunschweigischen Landesmuseums]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Tode besuchte von 1909 bis 1918 das Gymnasium [[Johanneum zu Lübeck]], wo er im Juni 1918 gegen Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] das [[Abitur]] ablegte. Anschließend leistete er einen kurzen [[Wehrdienst]] bis Anfang 1919 ab und begann im selben Jahr das Studium der [[Geologie]], [[Archäologie]], [[Alte Geschichte|Alten Geschichte]] sowie der [[Ur- und Frühgeschichte|Vor- und Frühgeschichte]] in [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kiel]], das er 1922 in [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] mit der Promotion zum Dr. phil. als jüngster promovierter Prähistoriker im [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] abschloss. Während seines Studiums wurde er Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;AMV Albingia zu Kiel&amp;#039;&amp;#039; (im [[Sondershäuser Verband]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Verband Alter SVer (VASV): &amp;#039;&amp;#039;Anschriftenbuch und Vademecum.&amp;#039;&amp;#039; Ludwigshafen am Rhein 1959, S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen 1923 und 1936 widmete er sich der von ihm selbst entwickelten und erstmals angewandten archäologischen Landesaufnahme mit der systematischen Erfassung der vor- und frühgeschichtlichen Fundstellen von [[Schleswig-Holstein]]. Er führte sein Vorhaben mustergültig und beispielhaft für andere deutsche Regionen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Ausgrabung in [[Heiligengrabe|Dahlhausen]] in [[Brandenburg]] lernte er 1923 die Tochter des Pfarrers kennen und heiratete sie 1925. Aus der Ehe mit seiner Frau Irmgard gingen 1926 und 1929 je ein Sohn und später zwei weitere Söhne und eine Tochter hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende der [[Weimarer Republik]] und zu Beginn der [[Zeit des Nationalsozialismus]] geriet Tode mit Parteigängern der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] aufgrund des aufkommenden Germanenkultes unter Prähistorikern aneinander. Nach der „[[Machtergreifung]]“ 1933 entließ der [[Kiel]]er Gauleiter Alfred Tode, da er dessen archäologische Landesaufnahme als private Tätigkeit ansah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Rede von Alfred Tode auf einer vorgeschichtlichen Tagung in [[Ulm]] 1936 wurde der Ministerpräsident des [[Freistaat Braunschweig|Freistaats Braunschweig]] [[Dietrich Klagges]] auf ihn aufmerksam und berief ihn 1937 als [[Landesarchäologe]]n nach Braunschweig (siehe [[Braunschweiger Landesarchäologe]]), wo er 1938 zum Dr. phil. habil. habilitiert wurde. Auf Todes Betreiben hin wurde der [[Borwall]] 1937 als erstes archäologisches Denkmal in Braunschweig unter Schutz gestellt. In Braunschweig baute Tode das &amp;#039;&amp;#039;Haus der Vorzeit&amp;#039;&amp;#039; als vorgeschichtliches Museum auf. Nach dem Willen der Nationalsozialisten sollte es ein Museum für [[Germanen|germanische]] Archäologie sein, das im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie die Kulturhöhe des Urgermanentums anpreist.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Blonde Recken.&amp;#039;&amp;#039; (zum Missbrauch der Archäologie durch den Nationalsozialismus) in: [http://www.nikolaus-brauns.de/Blonde_Recken.htm  &amp;#039;&amp;#039;Junge Welt.&amp;#039;&amp;#039; vom 27. November 2004] zur Ausstellung in Wolfenbüttel &amp;#039;&amp;#039;Inszeniertes Germanentum – Das archäologische Museum „Haus der Vorzeit“ 1937–1944.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen stellten Tode und seine Mitarbeiter im Museum eher die [[Indogermanen|indogermanische]] oder nordische [[Megalithkultur|Großsteingräberkultur]] dar. Außerdem betrieb Tode Lehrerbildung an der [[Pädagogische Hochschule Braunschweig|Pädagogischen Hochschule Braunschweig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde Alfred Tode eingezogen. Er nahm 1939 am [[Überfall auf Polen]] teil und war 1940 Teilnehmer des [[Westfeldzug]]es in Frankreich. Danach kehrte er nach Braunschweig zurück, um sich um den Schutz der Museen vor [[Luftkrieg|Bombardierungen]] zu kümmern. Todes Wohnung wurde 1944 bei einem Bombenangriff zerstört. Seine Familie war bereits nach [[Eilum]] am [[Elm (Höhenzug)|Elm]] evakuiert. Das von ihm aufgebaute Museum &amp;#039;&amp;#039;Haus der Vorzeit&amp;#039;&amp;#039; wurde beim [[Bombenangriff auf Braunschweig am 15. Oktober 1944]] vollkommen zerstört. Die Bestände hatte er zuvor in Dörfer am Elm auslagern lassen. Sie bildeten nach dem Krieg den Grundstock der von Alfred Tode aufgebauten und 1959 in [[Wolfenbüttel]] eröffneten Abteilung für Vor- und Frühgeschichte des [[Braunschweigisches Landesmuseum|Braunschweigischen Landesmuseums]]. Anfang 1944 wurde er erneut zum Militärdienst berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Tode 1986.jpg|mini|hochkant|Alfred Tode mit dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Wehranlagen [[Nordalbingien]]s&amp;#039;&amp;#039;, 1986]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde Alfred Tode, im Gegensatz zu vielen anderen seiner Kollegen, im [[Entnazifizierung]]sverfahren als unbelastet eingestuft. Bereits im Frühjahr 1945 berief man ihn zum Leiter des Braunschweigischen Landesmuseums. Das Amt hatte er bis zu seiner [[Pension (Altersversorgung)|Pensionierung]] 1965 inne. An der [[Technische Universität Braunschweig|Technischen Hochschule Braunschweig]] hatte er einen Lehrauftrag für Vor- und Frühgeschichte inne. 1970 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der [[Archäologische Kommission für Niedersachsen|Archäologischen Kommission für Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Pensionierung war Alfred Tode von 1964 bis 1972 für die [[Freie Demokratische Partei|FDP]] Angehöriger des Rats der Stadt Braunschweig und zeitweise Vorsitzender des Kulturausschusses. Nebenamtlich leitete er ab 1955 das Vorgeschichtsmuseum in Bremen, das 1971 als [[Ludwig-Roselius-Museum Worpswede]] nach [[Worpswede]] umzog. Am Neubau und der Einrichtung des Museums war Tode maßgeblich beteiligt. Auch stand er lange der [[Bremer Gesellschaft für Vorgeschichte]] vor, deren Ehrenmitglied er bis zu seinem Tod blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgrabungen ==&lt;br /&gt;
Neben seiner Museum- und Lehrtätigkeit war Alfred Tode ein aktiver Ausgräber. Durch seine Grabungstätigkeit gewann die [[Altsteinzeit]]forschung starke Impulse. Größere Bekanntheit in [[Niedersachsen]] erlangte er 1952 durch seine Ausgrabung des [[Salzgitter-Lebenstedt (archäologischer Fundplatz)|archäologischen Fundplatzes Salzgitter-Lebenstedt]] als [[Mittelpaläolithikum|mittelpaläolithisches]] Lager von [[Mammuts|Mammutjägern]]. Weitere Grabungen führte er etwa am [[Burgwall Vorsfelde]] (1946) und den [[Reitlingsbefestigungen]] (1954) durch. Alfred Tode widmete sich der Erforschung der jungsteinzeitlichen [[Galeriegrab Bredelem|Steinkiste von Bredelem]], dem [[Steinkammer von Groß Steinum|Megalithgrab von Groß Steinum]] und dem Grab der [[Walternienburg-Bernburger Kultur]] bei [[Liebenburg]]. Weitere Forschungsschwerpunkte waren das [[Frühmittelalter]] und [[Burg]]en, wie die Ausgrabung der [[Kansteinburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kulturbilder aus der Vorgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-Holsteinisches Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039; (1924), S. 5–12.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Schleswig-Problem im Lichte der Vorgeschichtsforschung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-Holsteinisches Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039; (1924), S. 20f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Prachtstücke urgeschichtlicher Werkkunst aus dem Kunstgewerbemuseum der Stadt Flensburg&amp;#039;&amp;#039;. In: Direktion des Kunstgewerbemuseums der Stadt Flensburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift aus Anlaß des 25jährigen Eröffnungstages des Museumsgebäudes am 19. August 1928&amp;#039;&amp;#039;. Verlag des Kunstgewerbemuseums der Stadt Flensburg, Flensburg 1928, S. 301–310.&lt;br /&gt;
* Gemeinsam mit Hermann Hofmeister: &amp;#039;&amp;#039;Die vorgeschichtlichen Denkmäler im Lübeckischen Staatsgebiet.&amp;#039;&amp;#039;  M. Schmidt-Römhild, Lübeck 1930, {{DNB|573815992}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Urgeschichte von Schleswig-Holstein, Hamburg und Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; [[J.J. Augustin]], Glückstadt 1933/1934.&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Das Land.&amp;#039;&amp;#039; 1933, {{DNB|368469840}}.&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Ältere Steinzeit.&amp;#039;&amp;#039; 1934, {{DNB|368469859}}&lt;br /&gt;
** Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Frühe Nacheiszeit.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Niederdeutschland. Leben und Forschung.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Volksbücherei, Goslar 1948, {{DNB|453579515}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Ausgrabungen im mittelalterlichen Schulenrode bei Harzburg.&amp;#039;&amp;#039; (illustrierte Broschüre). Harzburg 1950.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mammutjäger vor 100000 Jahren. Natur und Mensch in Nordwestdeutschland zur letzten Eiszeit auf Grund der Ausgrabungen bei Salzgitter-Lebenstedt.&amp;#039;&amp;#039; Appelhans, Braunschweig 1954, {{DNB|455081182}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der altsteinzeitliche Fundplatz Salzgitter-Lebenstedt.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln 1982, ISBN 3-412-10982-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Uwe Lammers: [http://www.gibs.info/fileadmin/Downloads/alfred_tode.pdf Alfred Tode (1900–1996)] „Der Mann, der die Steine zum Reden brachte“, zuerst in: Braunschweigische Heimat 89 (2003) 22–24 (PDF, 132 kB)&lt;br /&gt;
* [[Ralf Busch (Kunsthistoriker)|Ralf Busch]]: [https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/nnu/article/viewFile/47773/41346 &amp;#039;&amp;#039;Dr. Alfred Tode Braunschweiger Landesarchäologe i. R. verstorben&amp;#039;&amp;#039;], in: Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte 65 (1996) 236 f. (PDF)&lt;br /&gt;
* Norman-Mathias Pingel: &amp;#039;&amp;#039;Alfred (Heinrich Otto) Tode.&amp;#039;&amp;#039; In: {{BibISBN|3926701145|Seite=130}} (Nachträge 2001).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Eheglück währt weiter fort&amp;#039;&amp;#039; zur Diamantenen Hochzeit und zum 85. Geburtstag. In: [[Braunschweiger Zeitung]] vom 10. August 1985.&lt;br /&gt;
* [[Werner Flechsig]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Tode vollendete sein 85. Lebensjahr. Freundschaftliche Rückblicke auf ein bewegtes Archäologenleben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Braunschweigische Heimat]]&amp;#039;&amp;#039; 71. Jahrgang, Heft&amp;amp;nbsp;3/4, September 1985, S.&amp;amp;nbsp;121–124.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Alfred Tode}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1015220649}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Direktoren des Braunschweigischen Landesmuseums}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1015220649|LCCN=n83132846|VIAF=32362817}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tode, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prähistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesarchäologe (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Braunschweigischen Landesmuseums]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsleiter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im SV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burgenforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tode, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Tode, Alfred Heinrich Otto (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Prähistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. August 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Mai 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Shaun92</name></author>
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