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	<title>Alfred Steinhage - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T11:35:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Steinhage&amp;diff=2887176&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BrThomas: /* Erster Weltkrieg und Weimarer Republik */ gramm.verbessert</title>
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		<updated>2024-07-03T13:06:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Erster Weltkrieg und Weimarer Republik: &lt;/span&gt; gramm.verbessert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred August Steinhage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Juli]] [[1889]] in [[Köln-Mülheim (Stadtbezirk)|Mülheim am Rhein]]; † [[15. Oktober]] [[1955]] in [[Wuppertal]]) war ein deutscher [[Kommunismus|Kommunist]] und [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerständler gegen den Nationalsozialismus]]. Von seinen politischen Gegnern wurde er &amp;#039;&amp;#039;Roter General von Elberfeld&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erster Weltkrieg und Weimarer Republik ==&lt;br /&gt;
Alfred Steinhage lernte den Beruf des [[Schmied]]s. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente er in der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]], und 1917 trat er in die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] ein. Nach dem Krieg ließ er sich in [[Elberfeld]] nieder; ob er zu einer Gruppe revolutionärer Matrosen gehörte, die am 7.&amp;amp;nbsp;November 1918 in Wuppertal eintrafen, ist ungeklärt. 1919 trat Steinhage der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] bei, heiratete im selben Jahr und wurde Vater einer Tochter. Er beteiligte sich als „Kampfführer“ aktiv an der Niederschlagung des [[Kapp-Putsch]]es, erlebte aber anschließend die Niederlage der [[Rote Ruhrarmee|Roten Ruhrarmee]] gegen [[Reichswehr]] und [[Freikorps]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 wurde in [[Barmen]] eine Ortsgruppe des [[Roter Frontkämpferbund|Roten Frontkämpferbundes]] (RFB) gegründet, und Steinhage trat ihr bei. Zwei Jahre später kam eine Ortsgruppe in [[Elberfeld]] hinzu. Steinhage wurde Leiter dieser Gruppe und organisierte Wehrsportübungen an der [[Lenneper Talsperre]]. Observierende Kriminalbeamte bescheinigten seinen Kampfgruppen „exakte militärische Führung, Kommandos und Wendungen“&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW R, Politische Berichte Nr. 16976. Zitiert nach: Stephan Stracke: „Der ‚Rote General von Elberfeld‘ – Alfred Steinhage“. In: &amp;#039;&amp;#039;„… Se krieje us nit kaputt.“ Gesichter des Wuppertaler Widerstands&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. v. d. Forschungsgruppe Wuppertaler Widerstand. Essen 1995. S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei Demonstrationen zeigte Steinhage als Organisator Fantasie: So wurden bei nächtlichen Umzügen beleuchtete Transparente getragen, und im Zuge der Kampagne für die [[Fürstenenteignung]] wurde das alte System buchstäblich zu Grabe getragen in Form eines Sarges mit einer Krone darauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wurde der RFB nach blutigen Zusammenstößen mit anderen politischen Kämpfergruppen verboten. In der Folge brachen in der Elberfelder KPD persönliche Animositäten aus; Alfred Steinhage wie auch seine Brüder Fritz und Leo sollten aus der Partei gedrängt werden. Viele Genossen waren der Meinung, dass die Militanz der Kampfgruppen der Partei geschadet hätte. Steinhage und einige seiner Freunde kamen einem Ausschluss zuvor, indem sie aus der Partei austraten und eine eigene Gruppe gründeten, den „Verein proletarischer Gesinnungsfreunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Austritt von Steinhage aus der KPD sorgte für großes Aufsehen in Kreisen seiner Genossen, größer war jedoch der Ärger darüber, dass auch die Mitglieder der RFB-Kapelle zu seiner neuen Gruppe übertraten. „Unter dem Namen ‚Freiheit&amp;#039;‘ wird sie Mittelpunkt der Agitation der neuen politischen Gruppierung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Stracke: „Der ‚Rote General von Elberfeld‘ – Alfred Steinhage“. In: &amp;#039;&amp;#039;„… Se krieje us nit kaputt.“ Gesichter des Wuppertaler Widerstands.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. d. Forschungsgruppe Wuppertaler Widerstand. Essen 1995. S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kapelle wurde fortan von Steinhages Gruppe bei vielen Gelegenheiten eingesetzt, zum großen Ärger der KPD, die dies als „Schmach“ empfand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ 1933 wurde Alfred Steinhage am 24. Juni von Mitgliedern der [[Sturmabteilung|SA]] abgeholt und schwer misshandelt. Er beschloss, in das [[Saarland]] zu fliehen. Wenige Tage später schlugen Angehörige der [[Schutzstaffel|SS]] seiner Frau die Zähne aus und zwangen sie, der Freundin eines ihrer Anführer die Lizenz für Steinhages Gaststätte, die er inzwischen eröffnet hatte, zu übertragen. Anschließend folgte sie mit ihrer Tochter ihrem Mann in das Saarland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Saarländer Exil war die Familie Steinhage in doppelter Isolation: als Flüchtlinge aus Deutschland sowie als verachtete „Renegaten“ der kommunistischen Bewegung. Nach der [[Saarabstimmung]] und dem folgenden Anschluss des Saarlandes an Deutschland floh die Familie weiter nach [[Frankreich]]. Als sie von der französischen Polizei aufgegriffen wurden, schob diese die Steinhages nach Deutschland ab. Sie gingen nach Wuppertal zurück, und Alfred Steinhage stellte sich der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinhage wurde zunächst im [[Gefängnis Bendahl]] inhaftiert, von dort in das [[KZ Esterwegen]] verlegt und wiederholt misshandelt; unter anderem wurden ihm drei Rippen gebrochen und mit einem Gewehrkolben alle Zähne ausgeschlagen. Die Exilpresse verbreitete fälschlicherweise die Nachricht, er sei im [[KZ Oranienburg]] ermordet worden. Später wurde er nach [[KZ Sachsenhausen|Sachsenhausen]] gebracht und im November 1936 entlassen. Die Gestapo, die ihn weiterhin unter Beobachtung hatte, notierte: „Alfred Steinhage vermeidet den Verkehr mit früheren Gesinnungsgenossen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Stracke: „Der ‚Rote General von Elberfeld‘ – Alfred Steinhage“. In: &amp;#039;&amp;#039;„… Se krieje us nit kaputt.“ Gesichter des Wuppertaler Widerstands.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. d. Forschungsgruppe Wuppertaler Widerstand. Essen 1995. S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach dem Krieg ==&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg erwarb Steinhage von seiner Haftentschädigung einen kleinen Kiosk. Er starb 1955 im Alter von 66 Jahren. 1962 – sieben Jahre nach seinem Tod – stand sein [[Wiedergutmachung]]sfall auf der Tagesordnung des zuständigen Ausschusses. Ehemalige Parteigenossen erschienen vor dem Ausschuss, um auszusagen, dass Steinhage sich 1929 unrechtmäßig die Musikinstrumente der RFB-Kapelle angeeignet habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stephan Stracke: „Der ‚Rote General von Elberfeld‘ – Alfred Steinhage“. In: &amp;#039;&amp;#039;„… Se krieje us nit kaputt.“ Gesichter des Wuppertaler Widerstands.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. d. Forschungsgruppe Wuppertaler Widerstand. Essen 1995. S. 39–61&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Steinhage, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Esterwegen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wuppertal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1955]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rotfrontkämpfer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Steinhage, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Steinhage, Alfred August&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kommunist und Widerständler gegen den Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Juli 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Köln-Mülheim (Stadtbezirk)|Mülheim am Rhein]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Oktober 1955&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wuppertal]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BrThomas</name></author>
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