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	<title>Alfred Schweder - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Schweder&amp;diff=1926837&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 16. Januar 2026 um 12:25 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Paul Ferdinand Berthold Schweder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Juni]] [[1911]] in [[Parchim]]; † [[14. Januar]] [[1992]] in [[Bremen]]) war ein deutscher [[Jurist]], Beamter und [[Schutzstaffel|SS]]-Führer sowie Journalist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Schweder war der Sohn eines im Ersten Weltkrieg gefallenen [[Sergeant]]en und Parchimer Stadtwachtmeisters. Nach dem Besuch des [[Friedrich-Franz-Gymnasium (Parchim)|Friedrich-Franz-Gymnasiums (Parchim)]] studierte er ab 1930 [[Rechtswissenschaft]] und [[Staatswissenschaften]] an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]], der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] und der [[Universität Rostock]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200030830 Immatrikulation von Alfred Schweder] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er promovierte 1937 in [[Rostock]] zum [[Dr. iur.]] und wurde 1938 [[Referendar]], 1941 [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] und 1944 [[Oberregierungsrat]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee574&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 574.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Schwarzwälder]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Freien Hansestadt Bremen Bd. IV&amp;#039;&amp;#039;. [[Edition Temmen]], Bremen 1995, ISBN 3-86108-283-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. April 1930 trat er in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 224.806)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/40810270&amp;lt;/ref&amp;gt; und im selben Jahr in die [[Schutzstaffel|SS]] ein (SS-Nummer 2.485). Durch [[Reinhard Heydrich]] wurde er 1931 für den [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienst]] (SD) der SS rekrutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ronald M. Smelser]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Sudetenproblem und das Dritte Reich, 1933-1938&amp;#039;&amp;#039;, 1980, S. 156.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1937 legte Schweder seine [[Dissertation]] vor, in der er sich mit dem Wandel des [[Polizei]]wesens und -begriffs von der [[Metternich’sches System|Metternich-Zeit]] bis zum NS-Staat befasst. Die zentrale Funktion der Polizei im Allgemeinen erblickt Schweder im Schutz der [[Gemeinschaft]]swerte, was praktisch die „Ausmerzung aller Trennungsmomente im [[Volk]]e“ bedeutet. Im Vergleich auf den „Fortschritt“, den die Institution in den knapp 100 Jahren zwischen der Metternich-Polizei und der [[Geheime Staatspolizei|Geheimen Staatspolizei]] zurückgelegt hat, hebt Schweder die „positive“ (d.&amp;amp;nbsp;h. von sich aus agierende) Qualität der Gestapo im Vergleich zu der als ineffizient und repressiv empfundenen Funktionsweise der [[Politische Polizei|Politischen Polizei]] im 19. Jahrhundert, die sich darauf begnügte, „negativ“ zu funktionieren (d.&amp;amp;nbsp;h. auf bereits im Verlauf begriffene Angriffe auf das Staatswesen zu re-agieren). Dazu führt er aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Die politische Polizei des nationalsozialistischen Staates ist das zentrale, von der SS ausgebildete staatliche Kampfinstrument, das den Schutz von Volk, Partei und Staat und deren politischer und weltanschaulicher Entwicklung dadurch gewährleistet, daß es auf politischem und weltanschaulichem Gebiet die Widerstände staatsgefährlicher Kräfte bricht, die sich in ihrem Entwicklungsgang entgegenstellen.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Schweder: &amp;#039;&amp;#039;Politische Polizei&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;187&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erläuterung der weitergespannten Schutzaufgaben der NS-Polizei führt er aus:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=So geht die politische Polizei also [auch] gegen böswillige [[Querulant|Nörgler]] vor, die, ohne selbst mithelfen zu wollen, nur die Arbeit derer behindern, die im Namen des Volksganzen schaffen. Sie fasst den ‚[[Hortung|Hamsterer]]‘, der durch das Sorgen nur für sich allein die Front der anderen [[Volksgenosse]]n gefährdet, die gemeinsamen Schwierigkeiten überwinden. Sie greift den Preistreiber, der auf Kosten der Gemeinschaft sich bereichert. Sie kämpft gegen Regungen von [[Standesdünkel]] oder Klassenhaß. Sie verhindert oder ahndet Störungen der großen Volksaktionen […] durch Eigensucht, die die gemeinsame Arbeit des Volkes bedroht oder auch nur die Bereitschaft der übrigen Volkgenossen zur Mitarbeit beeinträchtigt. Sie greift ein, wenn Betriebsführer ihre Pflicht gegenüber ihrer Gefolgschaft vernachlässigen und dadurch den Frieden im Volke stören, und umgekehrt, wenn ungerechtfertigte Maßnahmen seitens kurzsichtiger Gefolgsschaftsmitglieder vorkommen. […] Sie greift also ein gegen alles ‚Staatsgefährliche‘, nicht nur gegen den bewussten ‚Staatsfeind‘ im engeren Sinne.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Schweder: &amp;#039;&amp;#039;Politische Polizei&amp;#039;&amp;#039;. S. 171/172.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schweder, der als „kompromißloser Mann mit festem Willen […] [und] ausgeprägtem politischem Fingerspitzengefühl gepaart mit hoher Intelligenz“ beschrieben wird,&amp;lt;ref&amp;gt;Martina Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Tantzen&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 360.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 1939 stellvertretender Leiter des Sachgebietes &amp;#039;&amp;#039;Politischer Katholizismus&amp;#039;&amp;#039; im [[Geheime Staatspolizei|Geheimen Staatspolizeiamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 übernahm Schweder als Regierungsassessor die Leitung des Referates II A 1 (&amp;#039;&amp;#039;Organisation der Sicherheitspolizei und SD&amp;#039;&amp;#039;) in der Amtsgruppe II (&amp;#039;&amp;#039;Organisation, Verwaltung und Recht&amp;#039;&amp;#039;) des [[Reichssicherheitshauptamt]]es (RSHA) und danach als Regierungsrat beim Amt IV (Gestapo) die Referatsleitung B2 (&amp;#039;&amp;#039;Kirchenfragen&amp;#039;&amp;#039;). Im August 1942 wurde er als Verwaltungsleiter zum [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD]] in [[Krakau]] kommandiert. Bis August 1943 war Schweder bei der Gestapo-Führung im RSHA in Berlin tätig. Danach war er bis 1944 Vertreter von [[Anton Dunckern]], Befehlshaber der Sicherheitspolizei von [[Lothringen]] in [[Metz]] (siehe auch [[Sonderlager „Feste Goeben“]]). Anfang Februar 1945 übernahm er den Chefposten der [[Polizei Bremen|Bremer Gestapo]] vom Stellvertreter ([[Hans Hasse]]) seines Vorgängers Erwin Dörnte, nachdem dieser am 29. Januar nach Polen versetzt worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Aussage von Alfred Schweder: &amp;quot;I arrived at Bremen between 10 and 14 February 1945. It could not have been earlier. Hasse as [deputy] in charge was carrying on till I came.&amp;quot; Curiohaus-Prozess, Bremen-Farge-Case, Protokoll des 6. Verhandlungstages 2. Januar 1948. TNA/PRO/WO 235/441 JAG 295&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. April 1945 übergab Schweder die Gestapo-Leitung an [[Georg Kiessel]] und wurde dessen Stellvertreter. Schweder war für die Vernichtung der Gestapo-Akten Ende Februar/Anfang März 1945 verantwortlich sowie für das [[Arbeitserziehungslager Farge]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende war Schweder von 1945 bis 1948 in britischer und amerikanischer Gefangenschaft. Er war Zeuge der Anklage im Bremen-Farge-case der [[Curiohaus-Prozesse]]. Er wohnte in [[Brundorf]] und Bremen – [[Huchting (Bremen)|Huchting]], war von 1948 bis 1953 Journalist beim &amp;#039;&amp;#039;Osterholzer Kreisblatt&amp;#039;&amp;#039; und von 1953 bis 1974 Redakteur und später Leiter des Archivs beim Bremer [[Weser-Kurier]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee574&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirkte vor und nach dem Zweiten Weltkrieg in Parchim und in Bremen als Hobby-[[Archäologie|Archäologe]], vorwiegend im Bereich der Steinzeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Rech]]: &amp;#039;&amp;#039;Ehrenamtlicher Mitarbeiter: Dr. Alfred Schweder&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bremer Archäologische Blätter&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;90/91, Bremen 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. August 1941 heiratete er in [[Greifswald]] Gerda Maria geb. Klückmann. Am 14. Januar 1992 starb er um 06:05 Uhr in seiner Wohnung im Hohenhorster Weg 57 im Alter von 80 Jahren. Er war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v10430284&amp;amp;selectId=21435013| titel=Standesamt Bremen-Mitte, Sterberegister 1992| abruf=2024-02-13| titelerg=Signatur: StAB 4.60/5 7491 | hrsg=Staatsarchiv Bremen| werk=arcinsys.niedersachsen.de| kommentar=Blatt 315 wählen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schweder hatte 6 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beförderungen bei der SS ==&lt;br /&gt;
* Untersturmführer: 9. November 1933&lt;br /&gt;
* Obersturmführer: 9. November 1935&lt;br /&gt;
* Hauptsturmführer: 9. November 1936&lt;br /&gt;
* Sturmbannführer: 1. Mai 1941&lt;br /&gt;
* Obersturmbannführer: 21. Juni 1944&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Politische Polizei. Wesen und Begriff der politischen Polizei im Metternichschen System, in der Weimarer Republik und im nationalsozialistischen Staate&amp;#039;&amp;#039;, (Dissertation). [[Carl Heymanns Verlag|Heymann]], Berlin 1937. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-s.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8 (aktualisierte 2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1035128381|VIAF=301753272}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schweder, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Parchim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Huchting, Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1992]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schweder, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schweder, Alfred Paul Ferdinand Berthold&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Führer und Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Juni 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Parchim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Januar 1992&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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