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	<title>Alfred Schiff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Anfreas am 21. November 2025 um 18:22 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-21T18:22:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Wilhelm Schiff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Dezember]] [[1863]] in [[Berlin]]; † [[31. Januar]] [[1939]] ebenda) war ein deutscher Archäologe, Sportfunktionär und Sporthistoriker jüdischen Glaubens. Seine Idee des [[Olympischer Fackellauf|olympischen Fackellaufs]] wurde von [[Carl Diem]] umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Alfred Schiff studierte nach seinem Abitur 1881 Archäologie an den Universitäten in [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]], [[Universität Straßburg|Straßburg]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]]. Während seines Studiums wurde er 1881 Mitglied der [[Alte Straßburger Burschenschaft Germania|Straßburger Burschenschaft Germania]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 424.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anlässlich der feierlichen Enthüllung einer Marmorbüste zum 80. Geburtstag von [[Ernst Curtius]] im Museum von Olympia am 19. April 1895 sprach Schiff im Namen der jüngeren Berliner Schüler des Archäologen und Ausgräber von Olympia.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Ernst Curtius-Büste im Museum zu Olympia: Bericht für die an der Stiftung Beteiligte&amp;#039;&amp;#039;. Offizin W. Drugulin, Leipzig 1895, S. 17–19 ([https://dbooks.bodleian.ox.ac.uk/books/PDFs/302204286.pdf Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren 1900 und 1901 nahm er an den Ausgrabungen der [[Ernst von Sieglin|Sieglin-Expedition]] in [[Alexandria]] teil. Er wurde 1905 an der [[Universität Rostock]] bei [[Gustav Körte]] promoviert. Er nahm an Grabungen in [[Athen]] und auf den [[Griechische Inseln|griechischen Inseln]] teil. Als langjähriges Vorstandsmitglied der [[Archäologische Gesellschaft zu Berlin|Archäologischen Gesellschaft zu Berlin]] wirkte Schiff an dem regen wissenschaftlichen Austausch zwischen Archäologen, Altertumswissenschaftlern, Gelehrten anderer Disziplinen sowie anderer Interessenten mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den ersten [[Olympische Sommerspiele 1896|Olympischen Spielen]] der Neuzeit in Athen wirkte Alfred Schiff als Schiedsrichter und Betreuer der deutschen Mannschaft mit und gehörte 1904 zu den Gründungsmitgliedern des „Deutschen Reichsausschusses für Olympische Spiele“, einem der Vorläufer des [[Nationales Olympisches Komitee für Deutschland|Nationalen Olympischen Komitees]]. Von 1920 bis zu seiner Entlassung im April 1933 aus antisemitischen Gründen arbeitete er in verschiedenen Funktionen, zuletzt als Verwaltungsdirektor, an der [[Deutsche Hochschule für Leibesübungen|Hochschule für Leibesübungen]] in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Olympischer Fackellauf|olympische Feuer]] brannte erstmals im Jahre [[Olympische Sommerspiele 1928|1928]] im Stadion von [[Amsterdam]]. Diese Feuersymbolik hat Schiff dann für die [[Olympische Sommerspiele 1936|Spiele in Berlin]] weiterentwickelt. Schiff wertete antike Gemmen-, Vasen- und Reliefbilder mit Darstellungen von Fackelläufern aus und stellte einschlägige antike Quellen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Schiff der Ideengeber für die Durchführung des Fackellaufes war, wird durch eine eigenhändig verfasste Denkschrift zum antiken Fackellauf belegt, in der er für Diem seine Forschungsergebnisse zusammengefasst hat. Auch Einträge in Diems Tagebuch drücken dies aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Vorbereitung der Spiele in Berlin 1936 verschaffte Diem seinem Freund und Kollegen an der Deutsche Hochschule für Leibesübungen (DHfL) in Berlin, obwohl er [[Juden|Jude]] war, bezahlte Aufträge für das Organisationskomitee und konnte ihn so finanziell unterstützen. Viele Jahre lang war Schiff der persönliche Berater Diems. Insbesondere beriet er ihn in allen Fragen der antiken Sportgeschichte und Kultur und überarbeitete Diems Tagebücher zu Fragen des antiken Sports. Auf Initiative Diems wurde Alfred Schiff die Planung und Vorbereitung einer als Begleitprogramm der Berliner Spiele gedachten Ausstellung zur Geschichte der Leibesübungen im Altertum übertragen. Unter dem Titel &amp;quot;Sport der Hellenen&amp;quot; wurde die Sonderausstellung von Juli bis August 1936 im [[Pergamonmuseum]] gezeigt. Hierbei wurden ebenso wie beim [[Olympischer Fackellauf|olympischen Fackellauf]] alle Hinweise auf den geistigen Urheber und Organisator getilgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alfred Schiff heiratete Laura Hirschfeld am 15. Januar 1915 in Berlin. Als Alfred Schiff am 31. Januar 1939 in Berlin starb, waren seine Frau und die beiden Töchter Sabine und Elizabeth nach [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] emigriert. Durch die [[Judenverfolgung]]en der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] wäre sein Lebenswerk beinahe in Vergessenheit geraten.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Altekamp: &amp;#039;&amp;#039;Classical archaeology in Nazi Germany&amp;#039;&amp;#039;. In: Helen Roche, Kyriakos Demetriou (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fascist Italy and Nazi Germany. Brill’s companion to the classics&amp;#039;&amp;#039;. Brill, Leiden 2017, S. 289–324, bes. 296f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* mit [[Friedrich Hiller von Gaertringen (Epigraphiker)|Friedrich Hiller von Gaertringen]]: &amp;#039;&amp;#039;Grabrelief aus Andros&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Institutes in Wien&amp;#039;&amp;#039; 6, 1903, S. 93–98 ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/oejh1903/0322/image Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alexandrinische Dipinti&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1905 (= Dissertation, [https://archive.org/details/alexandrinisched00schiuoft/page/n2 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kölner Universitäts-Zeitung&amp;#039;&amp;#039;. 2. Jahrgang, Sondernummer, September 1920, S. 4–7 ([https://www.ub.uni-koeln.de/cdm/pageflip/collection/koelnhs/id/25778/type/compoundobject/show/25569/cpdtype/monograph/pftype/image#page/144/mode/2up Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kampf- und Übungsstätten im griechischen Altertum&amp;#039;&amp;#039;. In: Franz Breithaupt, Carl Diem, Hans Sippel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stadion. Das Buch von Sport und Turnen, Gymnastik und Spiel&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1928, S. 409–419.&lt;br /&gt;
* (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Hochschule für Leibesübungen 1920–1930&amp;#039;&amp;#039;. Magdeburg 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Marathonlauf&amp;#039;&amp;#039;. In: Friedrich Mildner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Olympia und die Leibesübungen im nationalsozialistischen Staat&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. Berlin 1934, S. 41–45.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Stefan Lehmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Sport der Hellenen – Die Berliner Ausstellung von 1936 und der jüdische Archäologe Alfred Schiff (1863-1939).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Andreas Höfer]], [[Manfred Lämmer]], [[Karl Lennartz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stadion Band 29 (2003) Sonderband. Olympic Games · Olympische Spiele · Jeux Olympiques&amp;#039;&amp;#039;. Academia-Verlag, St. Augustin 2004, ISBN 3-89665-329-6, S. 199–220 ([https://www.academia.edu/29617128 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Who is who der Deutschen Sporthochschule Köln.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. Köln 2011, S. 61–62 ([http://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Hochschule/Profil/who_is_who/Who_is_Who_DSHS.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Stefan Altekamp]]: &amp;#039;&amp;#039;Classical archaeology in Nazi Germany&amp;#039;&amp;#039;. In: Helen Roche, Kyriakos Demetriou (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fascist Italy and Nazi Germany. Brill’s companion to the classics&amp;#039;&amp;#039;. Brill, Leiden 2017, S. 289–324, bes. 296f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/geschichte/olympia-1936-a-947704.html Stefan Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Der vergessene Vater des Fackellaufs&amp;#039;&amp;#039;], Beitrag auf einestages.spiegel.de 16. August 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117231592|VIAF=74624261}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schiff, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Archäologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sporthistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportfunktionär (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Archäologischen Gesellschaft zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1863]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schiff, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schiff, Alfred Wilhelm (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Klassischer Archäologe, Sportfunktionär und -historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Dezember 1863&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Januar 1939&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anfreas</name></author>
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