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	<title>Alfred Sauter - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alfred Sauter 2012 - RalfR.jpg|mini|hochkant|Alfred Sauter (2012)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Sauter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. August]] [[1950]] in [[Oxenbronn]], [[Landkreis Günzburg]]) ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Rechtsanwalt]] und [[Politiker]] ([[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]). Er war von 1980 bis 1988 [[Mitglied des Deutschen Bundestages|Bundestagsabgeordneter]] und von 1990 bis 2023 Abgeordneter im [[Bayerischer Landtag|Bayerischen Landtag]]. Er war von Oktober 1998 bis September 1999 [[Bayerisches Staatsministerium der Justiz|Justizminister]] im [[Kabinett Stoiber III]]. Sauter trat am 22. März 2021 nach dem Bekanntwerden des [[Maskenaffäre (CDU/CSU)|Maskenskandals]] auf Druck seiner Partei aus der CSU-Landtagsfraktion aus und legte sämtliche Parteiämter nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;FAZ.net: [https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/maskenaffaere-alfred-sauter-tritt-aus-csu-landtagsfraktion-aus-17257827.html &amp;#039;&amp;#039;Sauter tritt aus CSU-Landtagsfraktion aus&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;br.de: [https://www.br.de/nachrichten/bayern/maskenaffaere-sauter-tritt-aus-csu-landtagsfraktion-aus,SSOhiMP &amp;#039;&amp;#039;Maskenaffäre: Sauter tritt aus CSU-Landtagsfraktion aus&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur 1969  am [[Dossenberger-Gymnasium|Gymnasium]] in [[Günzburg]] studierte Sauter [[Rechtswissenschaft]]en und Politische Wissenschaften an den Universitäten [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]], [[Universität Genf|Genf]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]]. Seit 1983 ist Sauter Mitglied der katholischen Studentenverbindung [[KDStV Aenania München]] im [[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen|CV]]. Er war Stipendiat des Institutes für Begabtenförderung der [[Konrad-Adenauer-Stiftung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 ist Sauter als [[Rechtsanwalt]] zugelassen und in [[München]] tätig. Gemeinsam mit dem CSU-Politiker [[Peter Gauweiler]] war er zunächst [[Sozietät|Sozius]] bei &amp;#039;&amp;#039;Gauweiler &amp;amp; Sauter.&amp;#039;&amp;#039; Seit 1996 ist er Seniorpartner in der Anwaltskanzlei &amp;#039;&amp;#039;Sauter &amp;amp; Pallas&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sauter-pallas.de/rechtsanwaelte |titel=Rechtsanwälte – Sauter &amp;amp; Pallas |sprache=de-DE |abruf=2023-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sauter ist auf [[Immobilienrecht (Deutschland)|Immobilienrecht]], insbesondere Baurecht, [[Kaufrecht]], [[Grundstücksrecht]], [[Bankrecht (Deutschland)|Bankrecht]] und [[Vertragsrecht]] spezialisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sauter-wurm.de/rechtsanwaelte |titel=Rechtsanwälte – Sauter &amp;amp; Wurm |abruf=2021-03-22 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2019 haben Gauweiler und er wieder eine gemeinsame Kanzlei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gauweiler &amp;amp; Sauter |url=https://gauweiler-sauter.de/ |titel=Home |werk=Gauweiler &amp;amp; Sauter |abruf=2021-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1979 bis 1987 war Sauter Landesvorsitzender der [[Junge Union|Jungen Union]] Bayern. Er war ab 1980 Mitglied des CSU-Bezirksvorstandes [[Schwaben (Bayern)|Schwaben]], war 1989 bis 2003 dessen Schatzmeister und ab dem Jahr 2003 stellvertretender Bezirksvorsitzender. Von 1989 bis 1999 war er Mitglied des CSU-Parteivorstands. Von 1996 bis 2021 war er Kreisvorsitzender des CSU-Kreisverbands [[Günzburg]] und von 1992 bis 2021 Vorsitzender der Bundeswahlkreiskonferenz des [[Bundestagswahlkreis Neu-Ulm|Bundestagswahlkreises Neu-Ulm]]. Von 2014 bis März 2021 war Sauter Mitglied des [[CSU-Präsidium]]s, Mitglied des [[CSU-Parteivorstand]]s und Vorsitzender der Finanzkommission der CSU.&amp;lt;ref name=&amp;quot;landtag-profil&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bayern.landtag.de/abgeordnete/abgeordnete-von-a-z/profil/alfred-sauter/ |autor= |titel=Abgeordnete von A–Z: Sauter, Alfred |datum= |werk=bayern.landtag.de |abruf=2018-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
Sauter war von 1980 bis 1988 [[Abgeordneter]] im [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] (MdB).  Er zog nach der [[Landtagswahl in Bayern 1990]] erstmals in den [[Bayerischer Landtag|Bayerischen Landtag]] ein und gehörte dem Landtag bis 2023 an, war jedoch nach dem durch die Maskenaffäre bedingten Austritt aus der CSU seit März 2021 [[Fraktionsloser Abgeordneter|fraktionslos]]. Er vertrat den [[Stimmkreis Günzburg]] ([[Wahlkreis Schwaben]]). Er trat zur [[Landtagswahl in Bayern 2023|Landtagswahl 2023]] nicht mehr an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Ämter ==&lt;br /&gt;
Von 1988 bis 1990 war er Staatssekretär im [[Bayerischer Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten|Bayerischen Staatsministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten]], 1990 bis 1993 in selber Funktion im [[Bayerisches Staatsministerium der Justiz|Bayerischen Staatsministerium der Justiz]] und 1993 bis 1998 im [[Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr|Bayerischen Staatsministerium des Innern]] zuständig für den Bereich Staatsbauverwaltung (Oberste Baubehörde).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Oktober 1998 bis September 1999 war er [[Bayerisches Staatsministerium der Justiz und für Verbraucherschutz|Bayerischer Staatsminister der Justiz]];&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Timo Frasch |url=https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/maskenaffaere-bayerischer-ex-justizminister-sauter-unter-verdacht-17249466.html |titel=Eine Million für die Dienste als Anwalt ? In der Maskenaffäre wird auch gegen den früheren bayerischen Justizminister Alfred Sauter ermittelt. Das erhaltene Anwaltshonorar soll er inzwischen gespendet haben. Doch Parteichef Söder fürchtet um das Ansehen der CSU. |hrsg=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] |datum=2021-03-17 |sprache=de |abruf=2023-11-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sein Nachfolger war [[Manfred Weiß (Politiker)|Manfred Weiß]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sauter war Vorsitzender der [[G&amp;amp;nbsp;10-Kommission]] im Bayerischen Landtag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privates ==&lt;br /&gt;
Sauter ist [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholisch]], verheiratet mit einer Rechtsanwältin und hat zwei Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroversen ==&lt;br /&gt;
=== LWS-Affäre ===&lt;br /&gt;
Am 4.&amp;amp;nbsp;September 1999 wurde Sauter durch Ministerpräsident [[Edmund Stoiber]] bei einem Telefonat seine Entlassung als bayerischer Justizminister mitgeteilt, weil er für die LWS-Affäre verantwortlich gemacht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15188835.html|title=Gute Posten, böse Pannen|publisher=Spiegel online|date=1999-12-06|accessdate=2017-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Schlötterer: &amp;#039;&amp;#039;Von Macht und Missbrauch. Ein Insider packt aus.&amp;#039;&amp;#039; Heyne 2009 (6. Aufl. 2010), ISBN 978-3-453-60168-0. Kap. 2, S. 289–310: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Sauter und die LWS-Affäre&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die halbstaatliche Wohnungsbaugesellschaft LWS hatte zu diesem Zeitpunkt 367 Millionen Mark Verlust angehäuft; Sauter war in seiner Zeit als Staatssekretär im Innenministerium in Personalunion auch Aufsichtsratsvorsitzender der LWS gewesen. Da eine Entlassung aus der [[Bayerische Staatsregierung|Staatsregierung]] die Zustimmung des Landtags voraussetzt, blieb Sauter zunächst als Minister ohne Geschäftsbereich Mitglied der Staatsregierung. Sauter bezeichnete Stoibers Anschuldigungen als „Schafscheiß“ und rechnete eine Woche später im Landtag öffentlich mit ihm ab. Kurz vor der Abstimmung des Landtags über seine Entlassung erklärte Sauter am 13.&amp;amp;nbsp;September 1999 seinen Rücktritt als Minister.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/politik/deutschland/lws-affaere-sauter-tritt-im-letzten-moment-doch-zurueck-a-41384.html |titel=LWS-Affäre: Sauter tritt im letzten Moment doch zurück |hrsg=[[Spiegel Online]] |datum=1999-09-13 |abruf=2013-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;siehe auch zeit.de vom 21. März 2021: [https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-03/csu-abgeordneter-sauter-legt-alle-parteiaemter-nieder &amp;#039;&amp;#039;CSU-Abgeordneter Sauter legt alle Parteiämter nieder&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nebeneinkünfte ===&lt;br /&gt;
Sauter ist einer der bayerischen Landtagsabgeordneten mit den höchsten Nebeneinkünften. In den Jahren 2013 und 2014 hatte er laut [[Abgeordnetenwatch.de|Abgeordnetenwatch]] Nebeneinkünfte zwischen 725.000 und 800.000 Euro und damit die vierthöchsten Nebeneinkünfte aller bayerischen Landtagsabgeordneten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/nebentaetigkeiten/bayerische-mdl-kassieren-bis-zu-137-mio-euro-nebenher-millionenbetraege|title=Bayerische MdL kassieren bis zu 13,7 Mio. Euro nebenher – Millionenbeträge bleiben im Dunkeln |publisher=Abgeordnetenwatch.de |date=2015-10-30|accessdate=2021-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Seit 2018 hat Sauter 69 Mandate angezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.merkur.de/politik/csu-netzwerker-alfred-sauter-rueckt-ins-rampenlicht-eine-eminenz-in-der-grauzone-90240773.html|title=CSU-Netzwerker Alfred Sauter rückt ins Rampenlicht: Eine Eminenz in der Grauzone|publisher=Merkur online|date=2021-03-13|accessdate=2021-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Abgeordnetentätigkeit bezeichnete er einem Bericht der [[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen Zeitung]] zufolge selbst als seinen „Nebenjob“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/maskenaffaere-alfred-sauter-csu-bayern-1.5231839|title=CSU-Fraktion steht auf gegen Sauter|publisher=Süddeutsche Zeitung|date=2021-03-11|accessdate=2021-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom [[TÜV Süd]] erhielt er im Jahr 2021 eine Abfindung von 250.000 €. Davor erhielt er als Vorsitzender des Gesellschafterausschusses zwischen 75.000 und 100.000 € im Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Klaus Ott | url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/alfred-sauter-tuev-sued-maskenaffaere-csu-corona-1.5635945 | titel=Sauters Abschied vom TÜV Süd kostete mehr als 250 000 Euro | werk=[[sueddeutsche.de]] | datum=2022-08-08 |abruf=2024-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maskenaffäre ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Maskenaffäre (CDU/CSU)}}&lt;br /&gt;
Im März 2021 wurden durch die Generalstaatsanwaltschaft München Ermittlungen gegen die CSU-Abgeordneten Alfred Sauter und [[Georg Nüßlein]] eingeleitet, nachdem eine Bank in Liechtenstein Verdacht geschöpft hatte. Die zweite Provisionszahlung in Höhe von 550.000&amp;amp;nbsp;€ hat die betreffende Bank nicht mehr an Nüßlein überwiesen und erstattete Anzeige wegen des Verdachts auf Geldwäsche. Dadurch wurde die Generalstaatsanwaltschaft München auf den Fall aufmerksam und begann ihre Ermittlungen. Um zu verhindern, dass die Beteiligten ihren Gewinn in Höhe von 5–6 Mio. € untereinander aufteilen konnten, wurden die mutmaßlichen Provisionen beschlagnahmt und Hausdurchsuchungen angeordnet. Ein beteiligter Unternehmer kam wegen Fluchtgefahr in U-Haft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Ott |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/maskenaffaere-untersuchungshaft-sauter-partner-1.5246572 |titel=Maskenaffäre: Geschäftspartner von Sauter in U-Haft |sprache=de |abruf=2021-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Generalstaatsanwaltschaft München]] hatte ihre Ermittlungen zur Maskenaffäre auf Sauter ausgeweitet und ließ am 17. März 2021 mehrere seiner Büros durchsuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Andreas Glas, Klaus Ott: [https://www.sueddeutsche.de/bayern/maskenaffaere-csu-alfred-sauter-razzia-muenchen-1.5238124!amp &amp;#039;&amp;#039;Sauter soll eine Million Euro bei Maskendeals kassiert haben&amp;#039;&amp;#039;],  sueddeutsche.de, 17. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Teile der Millionenprovision wurden dabei sichergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Ott |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/maskenaffaere-untersuchungshaft-sauter-partner-1.5246572 |titel=Sauter-Geschäftspartner in Untersuchungshaft |hrsg=Süddeutsche Zeitung |datum=2021-03-25 |abruf=2021-03-25 &amp;lt;!--|zitat=In der Maskenaffäre um die CSU-Politiker Alfred Sauter und Georg Nüßlein hat die Generalstaatsanwaltschaft München einen Geschäftspartner der beiden Abgeordneten verhaftet sowie in größerem Umfang Vermögen sichergestellt.--&amp;gt;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Informationen von SZ, NDR und WDR sollten für Alfred Sauter, Georg Nüßlein und deren drei Partner für die Vermittlung von Corona-Schutzmasken aus China an mehrere Ministerien in Deutschland insgesamt zwischen fünf und sechs Millionen Euro Provision erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;sueddeutsche.de: [https://www.sueddeutsche.de/bayern/csu-maskenaffaere-provisionen-karibik-liechtenstein-1.5243983 &amp;#039;&amp;#039;Corona-Deals von Sauter &amp;amp; Co: Es hätte noch mehr Geld fließen sollen&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Provisionszahlungen in Höhe von 1,2 Mio. € sollen über Unternehmen in der Karibik und die Firma Pecom, die Sauters Töchtern gehört, abgewickelt worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Ott |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/maskenaffaere-untersuchungshaft-sauter-partner-1.5246572 |titel=Maskenaffäre: Geschäftspartner von Sauter in U-Haft |sprache=de |abruf=2021-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus &amp;quot;Kreisen von Kennern des Falles&amp;quot;  hieß es laut SZ vom 18. März 2021, die 1,2 Millionen Euro seien bereits versteuert worden, allerdings nicht von Sauter. Ermittelt werde auch wegen des Verdachts der [[Steuerhinterziehung (Deutschland)|Steuerhinterziehung]]. Nach Ansicht der Ermittler hätte Sauter die [[Umsatzsteuer]] abführen müssen, was aber sein schwäbischer Parteifreund Nüßlein für ihn übernommen hätte. Ferner hatte Sauter in einer nichtöffentlichen Fraktionssitzung am 17. März 2021 erklärt, das Geld abzüglich Steuern gespendet zu haben. Das werfe Fragen auf, wer wann an wen angeblich etwa 600.000 Euro gespendet habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Glas, Klaus Ott: [https://www.sueddeutsche.de/bayern/maskenaffaere-sauter-csu-korruptionsvorwuerfe-staatsanwaltschaft-1.5239399 &amp;#039;&amp;#039;Korruptionsvorwürfe gegen Sauter: So lief der Millionendeal&amp;#039;&amp;#039;] SZ.de, 18. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sauter stand im März 2021 öffentlich in der Kritik, nachdem bekannt wurde, dass er einen Vertrag zwischen  Lieferanten von [[Atemschutzmaske|Corona-Schutzmasken]] mit dem [[Bayerisches Staatsministerium der Justiz|bayerischen Justizministerium]] entworfen hatte. Eine hessische Textilfirma soll mit Hilfe von Nüßlein und Sauter Masken für rund 60 Millionen Euro an staatliche Abnehmer verkauft haben. Für Provisionen u.&amp;amp;nbsp;ä. sollen rund 20 Millionen Euro, davon rund 11,5 Millionen an eine sechsköpfige Gruppe um Sauter und Nüsslein gegangen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Ott |url=https://www.sueddeutsche.de/politik/maskenaffaere-csu-sauter-nuesslein-1.5334201 |titel=Maskenaffäre in der CSU: Sauter und Nüßlein wollen Schmiergeld-Prozess entgehen |hrsg=Süddeutsche Zeitung |datum=2021-06-26 |abruf=2021-06-29 &amp;lt;!--|zitat=Es sei im freien Handel üblich, &amp;quot;für die Vermittlung von Kontakten Provisionen zu zahlen&amp;quot;.--&amp;gt;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Informationen von &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung|Süddeutscher Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; (SZ), [[Norddeutscher Rundfunk|NDR]] und [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]] soll Sauter als Anwalt für die Vermittlung von Masken und für weitere Dienstleistungen hohe sechsstellige Beträge kassiert haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;  Das Geschäft fand auf Vermittlung einer Beraterfirma statt, die [[Georg Nüßlein]] gehörte und der hierfür ein Honorar von 660.000 Euro erhielt. Sauter versicherte, von der Provision nichts gewusst zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bayerischer Rundfunk |url=https://www.br.de/nachrichten/bayern/masken-affaere-razzia-bei-bayerns-ex-justizminister-sauter,SRuPchK |titel=Masken-Affäre: Razzia bei Ex-Justizminister Sauter |datum=2021-03-17 |sprache=de |abruf=2021-03-17 |abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zeitgleich forderte die Spitze der CSU Sauter auf seine Parteiämter niederzulegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/alfred-sauter-csu-fordert-verzicht-auf-parteiaemter-und-landtagsmandat-a-cbff2684-9909-467f-a62e-c9b76ec627c7 &amp;#039;&amp;#039;CSU-Spitze fordert Sauters Verzicht auf Parteiämter&amp;#039;&amp;#039;]. Artikel vom 17. März 2021 auf der Webseite &amp;#039;&amp;#039;spiegel.de&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Verquickungen zwischen Sauters Tätigkeit als Anwalt und als Landtagsabgeordneter standen ebenfalls in der Kritik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sauter wollte trotz des politischen und medialen Drucks sein Landtagsmandat bis zur [[Landtagswahl in Bayern 2023|Wahl im Herbst 2023]] behalten,&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Glas, Klaus Ott: {{Toter Link |datum=2022-08 |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/maskenaffaere-csu-sauter-mandat-bayerischer-landtag |text=&amp;#039;&amp;#039;Auch nach Millionendeal: Sauter bleibt im Bayerischen Landtag&amp;#039;&amp;#039;}} SZ.de, 18. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; legte aber am 21. März 2021 alle Parteiämter in der CSU und tags darauf die Fraktionsmitgliedschaft nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-03/csu-abgeordneter-sauter-legt-alle-parteiaemter-nieder |titel=ZEIT ONLINE {{!}}|abruf=2021-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Gründonnerstag#Name|Gründonnerstag]] 2022 wurde bekannt, dass nach einer „Stellungnahme der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe und einer Entscheidung des [[Landgericht München I|Landgerichts München I]]“ die Provisionen für Alfred Sauter, [[Georg Nüßlein]] und [[Andrea Tandler]], einer Tochter von [[Gerold Tandler]], die die Maskenaffäre ausgelöst hatten, vermutlich legal waren, was allerdings Vorwürfe der Steuerhinterziehung gegen mehrere der Beteiligten nicht berührt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web|url=https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/csu-maskenaff%C3%A4re-millionen-provisionen-f%C3%BCr-sauter-n%C3%BC%C3%9Flein-und-tandler-wohl-legal/ar-AAWdh12?ocid=msedgntp|title=CSU-Maskenaffäre: Millionen-Provisionen für Sauter, Nüßlein und Tandler wohl legal|date=2022-04-14|author=Klaus Ott|work=[[Süddeutsche Zeitung#Internetportal|SZ.de]]|publisher=zitiert nach [[MSN (Microsoft Network)|msn]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwürfe möglicher Einflussnahme auf Zulassungsverfahren von Schnelltests ===&lt;br /&gt;
Am 3. April 2021 berichtete die [[Süddeutsche Zeitung]], dass Sauter beim Büro des bayerischen Ministerpräsidenten [[Markus Söder]] für die Sonderzulassung eines Antigen-Schnelltests geworben habe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Ott |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/sauter-schnelltest-csu-coronavirus-soeder-1.5254277 |titel=Sauters Rolle bei Schnelltest-Zulassung |werk=sueddeutsche.de |datum=2021-04-03 |sprache=de |abruf=2022-07-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sauter forderte Söder demnach im Dezember 2020 auf, sich „schnellstmöglich“ für eine Notzulassung des [[SARS-CoV-2#Antigen-Schnelltest|Antigen-Schnelltest]] der Firma &amp;#039;&amp;#039;GNA Biosolutions&amp;#039;&amp;#039; (Martinsried) beim [[Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte]] (BfArM) einzusetzen. Der Zulassungsantrag der Firma war zuvor vom BfArM abgewiesen worden. Sauter wurde vorgeworfen, sich für eine Zulassung des Produktes eingesetzt zu haben, im Februar habe Sauter als Anwalt dem Bericht zufolge mit dem Hersteller des Tests ein Honorar in Höhe von 300.000 Euro vereinbart, welches nach dessen Angaben auch bezahlt worden sei. Die Zulassung für die Schnelltests von GNA Biosolutions wurde schließlich am 23. Dezember erteilt. Die bayerische Staatskanzlei erklärte, keinerlei Kenntnis von einer Provision Sauters durch die Firma zu haben und dass die Kanzlei sich auch nicht für deren Produkt beim BfArM eingesetzt habe. Das BfArM erklärte nach Angaben der SZ, es habe sich um ein „reguläres Sonderzulassungsverfahren“ gehandelt und wies den Vorwurf jeglicher Einflussnahme Dritter zurück. Eine Erlaubnis sei nach entsprechender fachlicher Prüfung erteilt worden. Die Firma GNA erklärte, zur E-Mail Sauters an die Staatskanzlei sei nichts bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-04/korruptionsaffaere-alfred-sauter-csu-schnelltests-vorwuerfe-korruption |titel=Korruptionsaffäre: Weitere Vorwürfe gegen CSU-Abgeordneten Alfred Sauter |werk=[[Die Zeit]] |datum=2021-04-03 |abruf=2021-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urteil des OLG München zur „Maskenvermittlung“ ===&lt;br /&gt;
Im April 2021 verfügte das [[Oberlandesgericht München]] einen [[Dinglicher Arrest|Vermögensarrest]] gegen Sauter in Höhe von rund 1,243 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;sueddeutsche.de: [https://www.sueddeutsche.de/bayern/maskenaffaere-sauter-csu-vermoegensarrest-1.5267903 &amp;#039;&amp;#039;Vermögensarrest in Millionenhöhe bei Sauter&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;faz.net: [https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/maskenaffaere-oberlandesgericht-muenchen-gibt-csu-politikern-recht-17640473.html &amp;#039;&amp;#039;Geld freigegeben : Oberlandesgericht München sieht in Maskenaffäre keine Bestechlichkeit&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Generalstaatsanwaltschaft München erhob Anklage gegen die Beschuldigten wegen Bestechung bzw. Bestechlichkeit von Mandatsträgern im Zusammenhang mit dem Verkauf von FFP2-Masken an die deutschen Bundes- und Landesbehörden. In der Pressemitteilung des OLG vom 18. November 2021 heißt es, die Beschuldigten hätten sich Anfang März 2020 gemeinsam verabredet preisgünstig im Ausland erworbene Schutzmasken gewinnbringend an deutsche Behörden weiterzuverkaufen. Sauter und Nüßlein erhielten für die erfolgreiche Vermittlung der Masken 1/5 der erzielten Gewinne als Provision über „zwischengeschaltete Unternehmen“, mit denen sie die Einnahmen verschleiern wollten. Die Höhe der Gewinne belief sich bei Nüßlein auf 660.000 € und bei Sauter 1.243.000 €.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/oberlandesgerichte/muenchen/presse/2021/31.php |titel=Pressemitteilung 31/2021 - Bayerisches Staatsministerium der Justiz |abruf=2021-11-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16., 17. und 18. November 2021 ergingen die Urteile gegen die Hauptangeklagten Sauter, Nüßlein und dem Unternehmer [[Thomas Limberger]]. Mit dem Fall Sauters befasste sich der 8. Strafsenat des OLG München, der den Arrestbeschluss der Ermittlungsrichterin des 7. Strafsenats vom 12. März 2021 aufhob und zudem Sauters Beschwerden gegen die sechs angeordneten Hausdurchsuchungen stattgegeben hat. Der Vermögensarrest wurde aufgehoben, d.&amp;amp;nbsp;h. alle Beschuldigten haben ihren mutmaßlichen Gewinn aus der Maskenvermittlung zurückerhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/oberlandesgerichte/muenchen/presse/2021/31.php |titel=Pressemitteilung 31/2021 - Bayerisches Staatsministerium der Justiz |abruf=2021-11-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das OLG München begründet sein Urteil damit, dass weder Bestechlichkeit noch Bestechung von Mandatsträgern ({{§|108e|stgb|juris}} StGB) vorgelegen habe. Die Beschuldigten hätten sich durch die Annahme von Vermögensvorteilen nicht strafbar gemacht, weil sie bei ihrer Vermittlungstätigkeit kein „parlamentarisches Mandat“ ausgeübt hätten. „Nach dem eindeutigen Willen des Gesetzgebers macht sich dagegen ein Mandatsträger durch die Annahme von unberechtigten Vermögensvorteilen nicht strafbar, wenn er - wie vorliegend geschehen - lediglich die Autorität seines Mandats oder seine Kontakte nutzt, um Entscheidungen von außerparlamentarischen Stellen, z.&amp;amp;nbsp;B. Behörden und Ministerien, zu beeinflussen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/oberlandesgerichte/muenchen/presse/2021/31.php |titel=Pressemitteilung 31/2021 - Bayerisches Staatsministerium der Justiz |abruf=2021-11-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/maskenaffaere-oberlandesgericht-muenchen-gibt-csu-politikern-recht-17640473.html |titel=Oberlandesgericht München sieht in Maskenaffäre keine Bestechlichkeit |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] |datum=2021-11-18 |abruf=2021-11-25 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Urteil hätten die Richter des OLG „auffallend deutlich“ kritisiert, dass ihnen aufgrund der aktuellen Gesetzeslage die Hände gebunden seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Süddeutsche Zeitung |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-maskenaffaere-alfred-sauter-reaktion-1.5469475 |titel=Bayern: Alfred Sauter steht zu umstrittenen Maskengeschäften |sprache=de |abruf=2021-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sauter zeigte nach dem Urteil keine Reue und verteidigte sein Verhalten vor der Generalstaatsanwaltschaft. Er sehe sich selbst &amp;#039;&amp;#039;nicht nur als Landtagsabgeordneter, sondern auch als Unternehmer.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Süddeutsche Zeitung |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-maskenaffaere-alfred-sauter-reaktion-1.5469475 |titel=Bayern: Alfred Sauter steht zu umstrittenen Maskengeschäften |sprache=de |abruf=2021-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Generalstaatsanwaltschaft München]] legte daraufhin Beschwerde beim [[Bundesgerichtshof]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/olg-muenchen-sauter-nuesslein-maskenaffaere-coronavirus-ermittlungsverfahren-keine-bestechlichkeit-bestechung-mandatstraeger/ |titel= Nach Beschlüssen des OLG München: BGH muss sich mit Maskenaffäre beschäftigen  |werk=[[Legal Tribune Online]] |datum=2021-11-18 |abruf=2021-11-25 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[3. Strafsenat des Bundesgerichtshofes]] (BGH) entschied mit Beschluss vom 5. Juli 2022&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;amp;Art=en&amp;amp;Datum=2022-7-5&amp;amp;Sort=3&amp;amp;nr=130579&amp;amp;pos=23&amp;amp;anz=31 |titel=Beschluss des 3. Strafsenats vom 5.7.2022 - StB 7/22 - |abruf=2024-06-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;Im Hinblick auf den vom Wortlaut der Norm gedeckten eindeutigen gesetzgeberischen Willen, das rein außerparlamentarische Wirken des Mandatsträgers durch § 108e StGB nicht zu erfassen&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;, dass das Vorgehen von Sauter und Nüßlein nicht gegen den § 108e StGB verstoßen habe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=lto.de |url=https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/bgh-stb7922-keine-strafbarkeit-bestechlichkeit-georg-nuesslein-alfred-sauter-maskenaffaere-corona-pandemie/ |titel= BGH zur Bestechlichkeit von Mandatsträgern: Nüßlein und Sauter können Geld aus Maskenaffäre behalten |sprache=de |datum=2022-07-12 |abruf=2024-05-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Strafbarkeitslücke zu schließen, sei Sache des Gesetzgebers.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=tagesschau.de |url=https://www.tagesschau.de/inland/maskengeschaefte-provisionen-113.html |titel=BGH: Bayerische Politiker bleiben in Maskenaffäre straffrei |sprache=de |abruf=2022-07-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Reaktionen („Transparenzgesetz“) ===&lt;br /&gt;
Der siebte Strafsenat des OLG München hatte wenige Tage nach dem Urteil den Bundestag aufgefordert strengere Gesetze zu erlassen, damit die Justiz zukünftig gegen zweifelhafte Geschäfte von Mandatsträgern vorgehen könne. Nach  übereinstimmender Auffassung der aufgerufenen Strafsenate des OLG München ist der Tatbestand {{§|108e|stgb|juris}} StGB (Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern) bisher auf Vorgänge in den Parlamenten beschränkt. Nur weil Sauter und Nüßlein direkt bei den Ministerien und nicht in den Parlamenten ihre Masken offeriert haben, blieben ihre Deals straffrei. Der siebte Strafsenat kritisierte die bestehende Regelung: Bei Korruptionsermittlungen würden sich Politiker wegen der stark eingeschränkten Wirkung des §108e besserstellen als normale Bürger. Dadurch würde die Demokratie und das Vertrauen des Volkes in ihre Abgeordneten geschädigt. „Nach Ansicht des siebten OLG-Senats sollte der Bundestag deshalb überlegen, den Tatbestand des 108e auf Vorgänge auszuweiten, in denen Parlamentarier als Gegenleistung für eine Zuwendung Einfluss auf Entscheidungen außerhalb des Parlaments nehmen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Ott |url=https://www.sueddeutsche.de/politik/maskenaffaere-bundestag-bestechungsparagraf-1.5475719 |titel=Maskenaffäre: Justiz will Bundestag in die Pflicht nehmen |sprache=de |abruf=2021-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im bayerischen Landtag wurde über den Entwurf eines neuen „Transparenzgesetz“ beraten. Künftig sollen alle Nebeneinkünfte der Mandatsträger anzeigepflichtig werden. Gesellschaftsanteile der Abgeordneten sollen ab 3 % statt bisher 25 % anzeigepflichtig werden und es soll ihnen fortan verboten sein an Geschäften mit Dritten zu verdienen. Auch Geschäfte der Abgeordneten mit dem Staat sollen verboten werden, sofern die Geschäfte zuvor nicht öffentlich ausgeschrieben wurden oder das Präsidium nicht sein ausdrückliches Einverständnis erteilt hat. Der Gesetzentwurf wurde von Grünen und SPD kritisiert, weil sie bereits vor Jahren diesbezüglich Ideen vorgelegt hätten. [[Horst Arnold (Politiker)|Horst Arnold]] kritisierte, das neue Gesetz werde die „Findigkeit“ der Abgeordneten nicht verhindern und man komme dadurch nicht „ins Himmelreich der Sündenfreiheit, wo nur noch an der Harfe der Rechtschaffenheit gezupft wird“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Johann Osel |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/landtag-transparenzregeln-alfred-sauter-1.5473086 |titel=Nach den Maskendeals wird über neue Transparenzregeln debattiert |sprache=de |abruf=2021-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Sauter vom OLG München nicht verurteilt wurde, schloss [[Thomas Kreuzer (Politiker)|Thomas Kreuzer]] eine Rückkehr zur CSU aus. Das Urteil ändere für die CSU nichts am Verhalten Alfred Sauters, der „(…) seine Stellung als Mandatsträger gebraucht hat, um sich in der Pandemie persönlich zu bereichern.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Süddeutsche Zeitung |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-maskenaffaere-alfred-sauter-reaktion-1.5469475 |titel=Bayern: Alfred Sauter steht zu umstrittenen Maskengeschäften |sprache=de |abruf=2021-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Toni Schuberl]] hingegen vermochte im Landtag eine „neue, alte Nähe zwischen Sauter und CSU-Leuten“ zu erkennen. Im Plenum soll Sauter bei Abstimmungen zusammen mit der CSU aufgerufen worden sein. Er meint, Sauter möchte zeigen, dass er immer noch dazugehört. [[Winfried Bausback]] bemerkte, man wolle prüfen, ob Sauter weiterhin mit der Fraktion aufgerufen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Johann Osel |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/landtag-transparenzregeln-alfred-sauter-1.5473086 |titel=Nach den Maskendeals wird über neue Transparenzregeln debattiert |sprache=de |abruf=2021-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Dezember 2021 billigte der Bayerische Landtag einen Gesetzentwurf, der die Nebenjobs der Abgeordneten zukünftig begrenzen soll. Die CSU, Freie Wähler, FDP, SPD und die Grünen billigten die neuen Regulierungen, während die AfD und der Abgeordnete Sauter mit Nein gegen das Gesetzesvorhaben votiert hatten. Nebentätigkeiten sollen nicht grundsätzlich verboten werden, aber zukünftig gelten folgende Regeln:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Bayerischer Landtag verschärft Abgeordnetenregeln |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2021-12-07 |Seiten=&amp;lt;!--bitte nachtragen--&amp;gt; |Online=https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article235523468/Bayerischer-Landtag-verschaerft-Abgeordnetenregeln.html |Abruf=2021-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Den Landtagsabgeordneten wird es fortan untersagt für die Interessen Dritter bei der Staatsregierung, dem Landtag und weiteren Behörden einzutreten, sofern sie für ihre Dienste eine Provision erhalten.&lt;br /&gt;
# Verkauf und Vermittlung von Immobilien, Waren und Dienstleistungen für Dritte bei den Organen und Behörden des Freistaates und den Gesellschaften, die mehrheitlich im Eigentum des Freistaates stehen, sind den Parlamentariern künftig verboten.&lt;br /&gt;
# Die Abgeordneten müssen alle Einkünfte aus Nebentätigkeiten ab dem ersten Euro veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1995: [[Bayerischer Verdienstorden]]&lt;br /&gt;
* 2007: [[Bayerische Verfassungsmedaille]] in Gold&lt;br /&gt;
* 2010: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland]] (Verdienstkreuz 1. Klasse)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Landtag Bayern|alfred-sauter}}&lt;br /&gt;
* [https://www.alfred-sauter.de/ Webpräsenz von Alfred Sauter]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Bayerische Justizminister&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=p|GND=122043928|VIAF=5804035}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sauter, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geboren 1950]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufsichtsratsvorsitzender (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sauter, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CSU), MdL, MdB, bayerischer Justizminister&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. August 1950&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Oxenbronn]], [[Bayern]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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