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	<title>Alfred Rosche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 15. Juli 2025 um 19:28 Uhr</title>
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		<updated>2025-07-15T19:28:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:RoscheAlfred.jpg|miniatur|Alfred Rosche]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Rosche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. August]] [[1884]] in [[Šluknov|Schluckenau]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[31. Januar]] [[1947]] in [[Prag]]) war ein [[sudetendeutsche]]r Jurist, Finanzfachmann, Politiker ([[Deutsche Nationalpartei (Tschechoslowakei)|DNP]], DAWG, [[Sudetendeutsche Partei|SdP]], [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]) und [[Sturmabteilung|SA-Führer]], der nach der Angliederung des [[Sudetenland]]es an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] in den [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|nationalsozialistischen Reichstag]] einzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rosche wuchs in einer Kaufmannsfamilie auf und hatte mindestens acht Geschwister. Nach dem Abschluss der gymnasialen Schullaufbahn studierte er ab 1906 [[Rechtswissenschaft]] an der [[Universität Graz]] und Prag. Im März 1911 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er zum [[Doktor der Rechtswissenschaften|Dr. jur.]] Danach war er Rechtsreferendar am Oberlandesgericht sowie dem Landesgericht in [[Graz]]. Zwischen 1912 und 1914 betätigte er sich als Rechtsanwalt in Schluckenau. Nach einer militärischen Ausbildung nahm er von 1915 bis 1918 als Kriegsfreiwilliger der [[Österreich-Ungarns Armee im Ersten Weltkrieg|k.u.k. Armee]] am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil. Während des Krieges war er an der [[Italienfront (Erster Weltkrieg)|Italienfront]] und auf dem Balkan eingesetzt. Aufgrund einer schweren Granatverletzung im Juni 1916 war Rosche 13 Monate lang gelähmt. Trotz seiner Kriegsuntauglichkeit meldete er sich erneut zum Kriegsdienst und wurde bis Kriegsende mehrfach ausgezeichnet. Nach Kriegsende wurde er im Rang eines Oberleutnants entlassen und kehrte in seine Heimat zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBR&amp;quot;&amp;gt;{{ReichstagDB|130563676}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1919 bis 1920 arbeitete Rosche als niedergelassener Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsrecht in Graz und danach in [[Mikulášovice|Nixdorf]], wo er auch für die Stahlindustrie tätig wurde. Ab 1931 war er Gesellschafter der Nixdorfer &amp;#039;&amp;#039;Messerfabrik Fenixwerk OHG&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lilla467&amp;quot;&amp;gt;Joachim Lilla: &amp;#039;&amp;#039;Die Vertretung des „Reichsgaus Sudetenland“ und des „Protektorats Böhmen und Mähren“ im Grossdeutschen Reichstag&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bohemia. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der böhmischen Länder&amp;#039;&amp;#039;, Band 40, Ausgabe 2, 1999, S. 467&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rosche betätigte sich in [[Völkische Bewegung|völkischen Verbänden]], so auch im Turnverband.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBR&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Angehöriger der [[Deutsche Nationalpartei (Tschechoslowakei)|Deutschen Nationalpartei]] (DNP) war er Stadtverordneter der Partei in Nixdorf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lilla467&amp;quot;/&amp;gt; Von 1926 bis 1938 gehörte Rosche als Abgeordneter dem Parlament der [[Tschechoslowakei]] in Prag an. Zunächst widmete sich der DNP-Abgeordnete von 1926 bis 1928 als einer der führenden Politiker im deutsch-bürgerlichen Lager in der Parlamentsarbeit im Wesentlichen den Bereichen Wirtschaft und Finanzen. 1927 bis 1928 war er auch Fraktionsvorsitzender der DNP im [[Abgeordnetenhaus (Tschechoslowakei)|Abgeordnetenhaus]]. Rosche schied nach Differenzen um die Zusammenarbeit seiner Partei mit regierungsnahen deutschen Parteien aus der DNP aus. Von 1928 und 1935 gehörte der anerkannte Wirtschaftspolitiker&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Morgenstern |Titel=Deutsche in der Tschechoslowakei: die Berichterstattung der Reichenberger Zeitung 1932-1935 |Verlag=Metropol |Ort=Berlin |Datum=2024 |ISBN= |Seiten=205 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der neu gegründeten Parteiengruppe &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Wirtschafts- und Arbeitsgemeinschaft&amp;#039;&amp;#039; (DWAG) an, die aus Abspaltungen anderer deutscher Parteien in der Tschechoslowakei entstand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Slapnika&amp;quot;&amp;gt;He. Slapnika: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Rosche&amp;#039;&amp;#039;. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950, Band 9, S. 242.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1928 wurde er als Spitzenkandidat der DAWG in den neugebildeten Landtag Böhmens,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Das Ergebnis der Landtagswahlen. Die bisher gewählten Landesvertreter |Sammelwerk=Reichenberger Zeitung |Datum=1928-12-04 |Seiten=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1929 dann auch in das Abgeordnetenhaus der Tschechoslowakischen Republik gewählt. Später leitete er die „Rosche-Gruppe“ innerhalb der Parteiengruppe in die &amp;#039;&amp;#039;Sudetendeutsche Heimatfront&amp;#039;&amp;#039; über, die 1935 in &amp;#039;&amp;#039;Sudetendeutsche Partei&amp;#039;&amp;#039; umbenannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lilla467&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1935 gehörte Rosche der [[Sudetendeutsche Partei|SdP]] sowie deren Hauptleitung an und wurde für diese Partei noch im selben Jahr in das Prager Abgeordnetenhaus gewählt. Er übernahm 1936 den stellvertretenden Vorsitz des Abgeordnetenklubs der Partei. Rosche, der sich in den 1930er Jahren radikalisierte, aber als Mitglied der DAWG einen tschechisch-deutschen Ausgleich angestrebt hatte, diente in der SdP als „bürgerliches Aushängeschild“ der Partei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; So vertrat er die SdP u.&amp;amp;nbsp;a. ab 1935 im Budgetausschuss. Als Vertreter der SdP war Rosche maßgeblich an den Verhandlungen mit tschechoslowakischen Regierungsvertretern zu den Nebenvereinbarungen zum [[Münchner Abkommen]] beteiligt. Noch vor der Angliederung der Sudetengebiete an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] schloss sich Rosche dem [[Sudetendeutsches Freikorps|Sudetendeutschen Freikorps]] an und bekleidete dort die Position eines Nachrichtenkommandanten. Nachdem das Sudetenland als [[Sudetenland (Reichsgau)|Reichsgau Sudetenland]] dem Deutschen Reich angegliedert wurde, war er kurzzeitig im Gaupersonalamt der SdP beziehungsweise der NSDAP tätig. Nach der Ergänzungswahl am 4. Dezember 1938 wurde Rosche Mitglied des [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|nationalsozialistischen Reichstages]] für die sudetendeutschen Gebiete und gehörte diesem durchgehend bis Frühjahr 1945 an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lilla467&amp;quot;/&amp;gt; Am 21. März 1939 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. November 1938 aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.808.817).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/35570544&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde Mitglied der Internationalen Schadenskommission zum Ausgleich zwischen dem Deutschen Reich und der Tschechoslowakei sowie Beauftragter des [[Stillhaltekommissar für Organisationen, Vereine und Verbände|„Stillhaltekommissars“]] für sudetendeutsche Organisationen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBR&amp;quot; /&amp;gt; In der [[Sturmabteilung|SA]] erreichte Rosche 1942 den Rang eines Standartenführers.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Slapnika&amp;quot; /&amp;gt; Von März 1939 bis 1945 war er Präsident des Sparkassen- und Giroverbands für das Sudetenland in Reichenberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lilla&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3770052544|Seiten= 523–524}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Rosche im August 1945 in [[Liberec]] von tschechischen Behörden verhaftet und interniert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lilla&amp;quot; /&amp;gt; Im Oktober 1945 wurde er ins [[Gefängnis Pankrác]] überführt. Vor dem Prager Volksgericht musste er sich wegen des Republikschutz- und Retributionsgesetzes verantworten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Slapnika&amp;quot; /&amp;gt; Während des Verfahrens starb er an einem [[Herzanfall]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lilla&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Fritz Wertheimer]]: &amp;#039;&amp;#039;Von deutschen Parteien und Parteiführern im Ausland&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Zentral-Verlag, Berlin 1930, S. 198.&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|9|242|||He. Slapnika}}&lt;br /&gt;
* [[Mads Ole Balling]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Reval bis Bukarest: statistisch-biographisches Handbuch der Parlamentarier der deutschen Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa 1919–1945&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1. Dokumentation Verlag, Kopenhagen 1991, ISBN 87-983829-4-2, S. 315f.&lt;br /&gt;
* [[Joachim Lilla]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Vertretung des „Reichsgaus Sudetenland“ und des „Protektorats Böhmen und Mähren“ im Grossdeutschen Reichstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bohemia. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der böhmischen Länder.&amp;#039;&amp;#039; Band 40, Ausgabe 2, 1999, S. 467.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770052544}}&amp;lt;!-- Seitenzahlen??&lt;br /&gt;
 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Andreas Morgenstern: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche in der Tschechoslowakei. Die Berichterstattung der Reichenberger Zeitung 1932–1935&amp;#039;&amp;#039;. Metropol, Berlin 2024, S. 205–212.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|130563676}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130563676|VIAF=30649289}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rosche, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter des Tschechoslowakischen Abgeordnetenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SdP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNP-Mitglied (Tschechoslowakei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger des Sudetendeutschen Freikorps]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Königreich Böhmen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rosche, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sudetendeutscher Jurist, Finanzfachmann, Politiker (NSDAP), MdR und SA-Führer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. August 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Šluknov|Schluckenau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Januar 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Prag]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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