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	<title>Alfred Ritscher - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-01T08:00:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:LintErrors/missing-end-tag&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Spezial:LintErrors/missing-end-tag (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;End-Tag fehlt&lt;/a&gt; kursiv nicht beidseitig geschlossen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Ritscher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Mai]]  [[1879]] in [[Bad Lauterberg im Harz|Lauterberg]]; † [[30. März]] [[1963]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[Kapitän]] und [[Polarforscher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach seiner Schulzeit in [[Hannover]], [[Cottbus]], [[Darmstadt]] und [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]], die er mit der Obersekunda abschloss, ging Ritscher nach [[Bremen]]. 1897 machte er seine erste Reise als [[Schiffsjunge]] auf dem Bremer [[Vollschiff]] &amp;#039;&amp;#039;Emilie&amp;#039;&amp;#039;. 1903 bestand er sein [[Steuermann]]sexamen. Danach diente er als Freiwilliger bei der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]]. Ab 1904 diente er bei der [[Hamburg Süd|Hamburg-Südamerika-Linie]]. 1907 erwarb er sein [[Kapitänspatent]]. Bei der Teilnahme an Marineübungen erhielt er den Dienstgrad eines Reserveoberleutnants zur See. Im November 1911 erhielt Ritscher eine Stelle im [[Reichsmarineamt]] in [[Berlin]]. Dort war er für das „Seehandbuch-Werk“ im Nautischen Departement zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1912 wurde Alfred Ritscher Schiffsführer des Motorkutters &amp;#039;&amp;#039;Herzog Ernst&amp;#039;&amp;#039;, der ab dem 5. August 1912 die [[Deutsche Arktische Expedition]] unter der Leitung von [[Herbert Schröder-Stranz]] von [[Tromsø]] aus durch die [[Nordostpassage]] nach [[Spitzbergen (Inselgruppe)|Spitzbergen]] verbringen sollte. 1914 erhielt er von Herzog [[Ernst II. (Sachsen-Altenburg)|Ernst II von Sachsen-Altenburg]] das Ritterkreuz I. Klasse des Sachsen-Ernestinischen Hausordens. Den Pilotenschein erwarb Ritscher am 10. Februar 1915 auf dem Flugplatz [[Berlin-Johannisthal|Johannisthal bei Berlin]]. Beim Versuch der Durchquerung von [[Nordostland]] im [[Svalbard|Spitzbergen-Archipel]] scheiterte die Expedition von Schröder-Stranz, da die Ausrüstung der Mannschaft schlecht war, die Wetterveränderungen falsch eingeschätzt wurden und man viel zu spät im Jahr gestartet war. Ritscher gelang es, in einem Alleinmarsch über 210&amp;amp;nbsp;km in siebeneinhalb Tagen die Siedlung [[Longyearbyen]] zu erreichen. Die Suchexpeditionen, die auf seine Meldung über die Schröder-Stranz-Expedition erfolgte, konnten sechs der insgesamt 14 noch vermissten Expeditionsteilnehmer retten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] stellte Ritscher zwei Marine-Feldflieger-Abteilungen zur Unterstützung der Marine-Einheiten in [[Flandern]] auf. Nach dem Krieg war er als selbständiger Kaufmann und 1925 als Spezialist für Luftnavigation bei der [[Lufthansa]] tätig. Im Jahr 1931 war er [[Kapitän auf großer Fahrt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alfred Ritscher ließ sich 1934 einvernehmlich von seiner [[Juden|jüdischen]] Frau, der Malerin&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ermordung und Überleben im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schwäbische Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-biberach/zwiefalten_artikel,-ermordung-und-ueberleben-im-dritten-reich-_arid,11146119.html schwaebische.de]), abgerufen am 11. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Susanne Ritscher]] geb. Loewenthal scheiden, um die im Reichsmarineamt angestrebte Beamtenstelle nicht zu gefährden und damit den Unterhalt der Familie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Karl Heinz Brisch |Titel=Trauma und Bindung zwischen den Generationen |Verlag=Klett-Cotta |Datum= |ISBN=978-3-608-96588-9 |Seiten=27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In 1941 ging Ritscher eine zweite Ehe mit Ilse Uhlmann ein und wurde erneut Vater, der Kontakt zu seinen Kindern aus erster Ehe wurde nie mehr aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf Ritscher im Vortrag auf der 20. Internationale Bindungskonferenz 2021, München.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 kehrte Ritscher in das Reichsmarineamt zurück. Er wurde 1934 [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] im [[Oberkommando der Marine|Oberkommando der Kriegsmarine]] und 1938 Expeditionsleiter der [[Deutsche Antarktische Expedition 1938/39|Deutschen Antarktischen Expedition 1938/39]] mit dem Auftrag, einen Stützpunkt für die deutsche [[Walfang]]flotte im [[Südpolarmeer]] einzurichten und die dafür notwendige Lufterkundung und Landnahme der [[Antarktis]] durchzuführen. Bei dieser Expedition wurde ein Gelände von etwa 600.000&amp;amp;nbsp;km² mit zwei Flugbooten vom Typ [[Dornier Wal|Dornier Do J II]] überflogen, die vom [[Flugzeugkatapult|Dampfkatapult]] des Expeditionsschiffs &amp;#039;&amp;#039;[[Schwabenland (Schiff)|Schwabenland]]&amp;#039;&amp;#039; aus starteten. Mit [[Reihenbildkamera]]s wurden etwa 11.000 detaillierte [[Luftbildfotografie|Luftaufnahmen]] gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alfred Ritscher bereitete eine weitere Expedition mit verbesserten, leichteren Flugzeugen auf Kufen vor, die wegen des Ausbruchs des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] jedoch nicht durchgeführt wurde. Zudem musste Ritscher selbst Anfang Januar 1941 als Kapitän zum Kriegsdienst im [[Ärmelkanal]] antreten.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Ritscher: &amp;#039;&amp;#039;Notiz, Leibniz-Institut für Länderkunde, Leipzig, Ritscher estate, File AK 2, Abt. G.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des Krieges geriet er in britische Kriegsgefangenschaft und wurde im August 1945 entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://adpsrv3.awi.de/zeig.FAU?sid=826DFF683&amp;amp;dm=1&amp;amp;ind=1&amp;amp;ipos=Ritscher%2C+Alfred |titel=Alfred Ritscher – Katalog |werk=Archiv für deutsche Polarforschung |abruf=2025-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Ritscher im Jahr 1949 im Rahmen seines [[Entnazifizierung|Entnazifizierungsverfahrens]] als &amp;#039;&amp;#039;Entlasteter der Kategorie V&amp;#039;&amp;#039; eingestuft.&amp;lt;ref&amp;gt;Staatsarchiv Hamburg, Sign: 221-11 Nr. Z 9233, Alfred Ritscher [Akte betr. das Entnazifizierungsverfahrens von Ritscher]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv, Bestand R 9361-II, Archiv-Nr. 1076969 [Akte betr. Entzug der NS-Mitgliedschaft von Ritscher]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Jahr 1951 an wirkte Ritscher weiter als erster Vorsitzender der „Vereinigung zur Förderung des Archivs für Polarforschung e. V.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://leibniz-ifl.de/fileadmin/Redaktion/Bibliothek_Archiv/Archiv_Findb%C3%BCcher_PDF/Ritscher.pdf |titel=Findbuch zum Nachlass Ritschers im Archiv für Geographie des IfL |werk=Leibniz IfL |hrsg=Archiv für Geographie des Leibniz-Instituts für Länderkunde |format=PDF |sprache=de |abruf=2022-07-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, die 1959 in [[Deutsche Gesellschaft für Polarforschung|Deutsche Gesellschaft für Polarforschung e.&amp;amp;nbsp;V.]] umbenannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Tiedemann: [https://epic.awi.de/id/eprint/28142/1/Polarforsch1981_2_14.pdf &amp;#039;&amp;#039;55 Jahre „Deutsches Archiv für Polarforschung“, 50 Jahre Zeitschrift „Polarforschung“.&amp;#039;&amp;#039;] Alfred-Wegener-Institut, Veröffentlichungen des Arbeitskreises Geschichte der Polarforschung 1981 (PDF; 247&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb am 30. März 1963 in Hamburg und wurde in [[Bad Lauterberg im Harz|Bad Lauterberg]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1959: [[Bundesverdienstkreuz|Großes Bundesverdienstkreuz]]&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich Möller: [https://epic.awi.de/id/eprint/28375/1/Polarforsch1995_3_5.pdf &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Ilse Ritscher&amp;#039;&amp;#039;] Alfred-Wegener-Institut, Veröffentlichungen des Arbeitskreises Geschichte der Polarforschung, Polarforschung 65 (3), 145, 1995 (erschienen 1998, PDF; 269&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1959: Silberne [[Gustav Heinrich Kirchenpauer|Kirchenpauer]]-Medaille der Geographischen Gesellschaft in Hamburg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://epic.awi.de/id/eprint/27830/1/Polarforsch1959_1-2_13.pdf &amp;#039;&amp;#039;In Kürze: Nordpolargebiet.&amp;#039;&amp;#039;] Alfred-Wegener-Institut, Veröffentlichungen des Arbeitskreises Geschichte der Polarforschung 1959 (PDF; 746&amp;amp;nbsp;kB – ohne Autorenangabe).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der [[Ritschergipfel]] und das [[Ritscherhochland]] in [[Ostantarktika]] sowie der [[Ritscher-Canyon]] im Südpolarmeer wurden nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorbericht über die Deutsche Antarktische Expedition 1938/39.&amp;#039;&amp;#039; - Ann. Hydrogr. u. Marit. Meteorol. 67, August-Beiheft. Darin: Übersichtstafel von dem Arbeitsgebiet der Deutschen Antarktischen Expedition 1938–39: Neuschwabenland: 1:1.500.000 - 1. Ausgabe Mai/Juni 1939.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Antarktische Expedition 1938/39 mit dem Flugzeugstützpunkt der Lufthansa A.G. M.S. „Schwabenland“.&amp;#039;&amp;#039; 1. Band, Wissenschaftliche und fliegerische Erlebnisse, Koehler &amp;amp; Amelang; Leipzig 1942.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Antarktische Expedition 1938/39 mit dem Flugzeugstützpunkt der Lufthansa A.G. M.S. „Schwabenland“.&amp;#039;&amp;#039; 2. Band, Wissenschaftliche Ergebnisse. Geographisch-Kartographische Anstalt „Mundus“; Hamburg 1954–1958.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christine Reinke-Kunze: &amp;#039;&amp;#039;Aufbruch in die weiße Wildnis - Die Geschichte der deutschen Polarforschung&amp;#039;&amp;#039;. Ernst Kabel Verlag Hamburg 1992, ISBN 3-8225-0192-1.&lt;br /&gt;
* Jani Pietsch: &amp;#039;&amp;#039;Ich besaß einen Garten in Schöneiche bei Berlin. Das verwaltete Verschwinden jüdischer Nachbarn und ihre schwierige Rückkehr&amp;#039;&amp;#039;, Campus Verlag, Frankfurt 2006, ISBN 978-3-593-38027-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|122751817}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122751817|LCCN=n91109299|VIAF=30427327}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ritscher, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapitän]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärpilot (Kaiserliche Marine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polarforscher (Arktis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polarforscher (Antarktis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lufthansa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson der Luftstreitkräfte (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Kriegsmarine der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ritscher, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kapitän und Polarforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Mai 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Lauterberg im Harz|Lauterberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. März 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lómelinde</name></author>
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