<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Alfred_Quellmalz</id>
	<title>Alfred Quellmalz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Alfred_Quellmalz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Quellmalz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-29T16:05:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Quellmalz&amp;diff=388587&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 28. Februar 2025 um 00:16 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Quellmalz&amp;diff=388587&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-02-28T00:16:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Quellmalz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Oktober]] [[1899]] in [[Oberdigisheim]]; † [[5. Dezember]] [[1979]] in [[Hauset]], [[Belgien]]) war ein deutscher [[Musikwissenschaftler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Quellmalz, Sohn eines Stadtarztes, war seit 1928 Assistent beim [[Deutsches Volksliedarchiv|Deutschen Volksliedarchiv]] in [[Freiburg im Breisgau]]. 1932 wurde er mit seiner Dissertationsschrift über &amp;#039;&amp;#039;Die Weise vom Elslein. Ein Beitrag zur Geschichte des älteren deutschen weltlichen Liedes&amp;#039;&amp;#039; an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]] durch [[Wilibald Gurlitt]] zum Dr. phil. promoviert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;&amp;gt;[[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, CD-Rom-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 5724.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. August 1937 beantragte Quellmalz die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 4.715.632).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/33471565&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fred K. Prieberg: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, S. 5725.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Assistententätigkeit am Deutschen Volksliedarchiv in Freiburg i.&amp;amp;nbsp;Br. war er von 1937 bis 1945 Archivar und wurde 1938 Leiter der Abteilung II (Volksmusik) des [[Staatliches Institut für Musikforschung|Staatlichen Instituts für Deutsche Musikforschung]] in Berlin. 1939 war er Mitherausgeber der Anthologie &amp;#039;&amp;#039;Unser Liederbuch&amp;#039;&amp;#039; der [[Hitlerjugend|HJ]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;/&amp;gt; Seit 1940 arbeitete er beim [[Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe|SS-Ahnenerbe]] mit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Auftrag seines Instituts und der „Südtiroler Kulturkommission“ des SS-Ahnenerbes, bei dem 1941 zum Abteilungsleiter für Volksmusik aufgestiegen war,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee475&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 475.&amp;lt;/ref&amp;gt; sammelte er von 1940 bis 1942 Volksmusik in [[Südtirol]], indem er das Land bereiste und mit Hilfe modernster Tonbandgeräte und Kameras die Musik der heimischen Bevölkerung aufzeichnete. Auf diese Weise wurden ca. 3000 Lieder und Instrumentalstücke fixiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu kam es, weil [[Heinrich Himmler]] als „Reichskommissar für die Festigung Deutschen Volkstums“ und Präsident des SS-Ahnenerbes vor der [[Entvölkerung]] Südtirols (s. [[Option in Südtirol]]) die dortige Kultur dokumentiert haben wollte. Quellmalz’ Tonbänder, heute im Besitz der [[Universitätsbibliothek Regensburg]], wurden in den Jahren 2006–2007 durch das [[Wiener Phonogrammarchiv]] digitalisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1943 bis 1944 war Quellmalz zusätzlich Leiter der Abteilung für „indogermanisch-deutsche Musik“ im SS-Ahnenerbe.&amp;lt;ref&amp;gt;Fred K. Prieberg: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, S. 5729.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1944 wurde er zur [[Waffen-SS]] einberufen, in der er [[SS-Untersturmführer|Untersturmführer]] wurde. Er blieb jedoch aufgrund eines Geheimauftrags des [[Reichsführer SS|Reichsführers SS]] Himmler in [[Waischenfeld]], wohin das „Ahnenerbe“ 1943 wegen des Krieges verlagert worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Fred K. Prieberg: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, S. 5729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] erhielt Quellmalz zunächst keine musikwissenschaftliche Stelle mehr. Bis 1949 arbeitete er als freischaffender Musikschriftsteller in [[Bregenz]] und war zusätzlich von 1947 bis 1949 Toningenieur beim [[Österreichischer Rundfunk|Österreichischen Rundfunk]] in Vorarlberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;/&amp;gt; Seit 1950 war er beim Landesstudio des [[Südwestfunk|SWF]] in Tübingen beschäftigt und zusätzlich Lehrbeauftragter an der [[Hochschule für Musik Trossingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Fred K. Prieberg: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, S. 5725.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand war er von 1954 bis 1961 Landesreferent beim [[Deutsches Jugendrotkreuz|Deutschen Jugendrotkreuz]] in Stuttgart.&amp;lt;ref&amp;gt;Fred K. Prieberg: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, S. 5725.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nebenher betrieb er ab den 1950er Jahren [[Volksmusik]]forschung im Allgäu und Nacherhebungen in Südtirol, die u.&amp;amp;nbsp;a. von der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)]] finanziert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1968 bis 1976 gab er seine Forschungsergebnisse aus den 40er Jahren als &amp;#039;&amp;#039;Südtiroler Volkslieder&amp;#039;&amp;#039; in drei Bänden heraus. Zur Erstellung eines wissenschaftlichen Kommentarbandes kam es nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellmalz’ große Bedeutung liegt in der methodisch peniblen und höchst engagierten Dokumentation der Volksmusik im damaligen „Vertragsgebiet“, das neben Südtirol (Provinz Bozen) auch die [[Dreizehn Gemeinden]] (Provinz Verona) und das [[Kanaltal]] (Provinz Udine) umfasste. Als Vertreter der „älteren“ deutschen musikalischen Volkskunde gelang es ihm, trotz seiner Kompromissbereitschaft mit dem Regime, seine Arbeit im Wesentlichen ideologiefrei wissenschaftlich zu gestalten. Seine Sammlung ist somit nicht nur als Quelle der Volksmusik unter dem Nationalsozialismus zu verstehen, sondern hauptsächlich als Versuch, die ältesten Schichten der mündlich überlieferten traditionellen Musik Südtirols im Hinblick auf musikhistorische Forschungen auf Band festzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* zusammen mit Hans Joachim Moser: &amp;#039;&amp;#039;Volkslieder des 15. Jahrhunderts aus St. Blasien&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Volkskundliche Gaben. John Meier zum siebzigsten Geburtstage dargebracht&amp;#039;&amp;#039;. Berlin: de Gruyter 1934, S. 146–156.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Südtiroler Volkslieder.&amp;#039;&amp;#039; Gesammelt u. hrsg. im Auftr. d. Staatl. Inst. f. Musikforschung, [[Stiftung Preußischer Kulturbesitz|Preußischer Kulturbesitz]], Berlin. 3 Bände:&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Balladen, Schwankballaden, Moritaten, historische Lieder, ältere Soldatenlieder, Ständelieder, Bauern und Knechte.&amp;#039;&amp;#039; Kassel u. a.: Bärenreiter-Verl. 1968.&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Jager- und Wildschützen, Almleben, Heimatlieder, Allgemeine Scherzlieder, Ketten- und ähnliche Lieder, Trachtenlieder.&amp;#039;&amp;#039; Kassel u. a.: Bärenreiter-Verl. 1972.&lt;br /&gt;
** Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Register&amp;#039;&amp;#039;. Bern u. a.: Peter Lang 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 5724–5730. [https://archive.org/details/handbuch-ns-musiker-prieberg online]&lt;br /&gt;
* Nußbaumer, Thomas: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Quellmalz und seine Südtiroler Feldforschungen (1940–1942): eine Studie zur musikalischen Volkskunde unter dem Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Innsbruck-Wien-München-Bozen: StudienVerlag 2001, ISBN 3-7065-1517-2.&lt;br /&gt;
* Franz Kofler, [[Walter Deutsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Volksmusik in Südtirol. Tänze und Spielstücke aus der Tonbandsammlung Dr. Alfred Quellmalz 1940–42&amp;#039;&amp;#039; (Reihe: [[Österreichisches Volksliedwerk#Bisher erschienene Bände der Reihe Corpus Musicae Popularis Austriacae|Corpus Musicae Popularis Austriacae]], Bd. 10). Wien-Köln-Weimar: Böhlau 1999, 442 S., Buch mit CD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sammlung Quellmalz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118961101}}&lt;br /&gt;
* [https://homepages.uni-tuebingen.de//gerd.simon/ChrQuellmalz.pdf Gerd Simon: Chronologie Quellmalz, Alfred] (PDF; 330 kB)&lt;br /&gt;
* [https://www-old.eglofs.de/musikmus/Musik/Personen/Quellmalz.htm Alfred Quellmalz (Allgäu-Schwäbisches Musikmuseum Eglofs)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118961101|LCCN=nr/91/3186|VIAF=45101658}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Quellmalz, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Staatliche Hochschule für Musik Trossingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsches Rotes Kreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Meßstetten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Südtirol)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Quellmalz, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Musikwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Oktober 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Oberdigisheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Dezember 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hauset]], [[Belgien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
	</entry>
</feed>