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	<title>Alfred Neumann (Politiker, 1909) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-01-02T16:06:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1984-0426-34, Alfred Neumann.jpg|mini|Porträtfoto Neumanns 1984]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred „Ali“ Neumann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Dezember]] [[1909]] in [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]]; † [[4. Januar]] [[2001]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Politiker, Mitglied des [[Politbüro des ZK der SED|Politbüros des ZK der SED]] und langjähriger &amp;#039;&amp;#039;Erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrats der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Neumann absolvierte eine Ausbildung als Tischler. 1919 trat er dem [[Arbeitersport in Deutschland|Arbeitersportverein „Fichte“]] bei, der 1928 Mitglied der [[Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit]] (KG) wurde. Neumann wurde 1929 Mitglied der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und 1930 Mitglied der Landesleitung der KG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1933 bis 1934 arbeitete er gemeinsam mit [[Karl Maron]] illegal für die KG. 1934 emigrierte er über [[Dänemark]], [[Schweden]] und [[Finnland]] in die [[Sowjetunion|UdSSR]], wo er als [[Sportlehrer]] arbeitete. 1938 wurde er wegen fehlender sowjetischer Staatsbürgerschaft aus der UdSSR ausgewiesen. Es gelang ihm, nach [[Spanien]] zu kommen, wo er als Mitglied der [[Internationale Brigaden|Internationalen Brigaden]] am [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] teilnahm. 1939 wurde er in Frankreich verhaftet und interniert, 1941 an die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] ausgeliefert und 1942 vom [[Volksgerichtshof]] wegen [[Hochverrat]] zu acht Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Von [[Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel|Brandenburg-Görden]] wurde er im Februar 1945 in das [[36. Waffen-Grenadier-Division der SS|SS-Strafbataillon Dirlewanger]] überstellt, wo ihm die Flucht gelang. Er kam in sowjetische [[Kriegsgefangenschaft]] und befand sich bis 1947 in verschiedenen Gefangenenlagern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland trat er der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] bei und war Verwaltungsangestellter sowie SED-Funktionär auf Kreisebene in Berlin, u.&amp;amp;nbsp;a. in [[Berlin-Neukölln]]. Dort wurde Neumann im März 1949 wegen &amp;#039;&amp;#039;Verstoßes gegen das [[Kontrollratsgesetz]]&amp;#039;&amp;#039; verhaftet. Er hatte eine schwarz-rot-goldene Fahne aus dem Parteibüro in der Neuköllner [[Karl-Marx-Straße (Berlin)|Karl-Marx-Straße]] gehängt. Die Verhandlung fand vor einem amerikanischen Gericht statt. Anschließend wurde er gegen Kaution freigelassen. 1949 wurde er Sekretär für Propaganda der SED-Landesleitung Berlin, von 1951 bis 1953 war er stellvertretender Oberbürgermeister von [[Ost-Berlin]] und von 1953 bis 1957 als Nachfolger des im Zuge der Ereignisse vom [[Aufstand vom 17. Juni 1953]] abgelösten [[Hans Jendretzky]] Erster Sekretär der [[SED-Bezirksleitung Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesarchiv.de/sed-fdgb-netzwerk/html/gremien.html?mode=SED&amp;amp;cat=2 |titel=Bezirksleitung Berlin der SED (1953 - 1990) |werk=Archivgut der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) |hrsg=Bundesarchiv |datum=2006 |sprache=de |abruf=2024-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1949 war Neumann Abgeordneter der [[Volkskammer]], seit 1954 Mitglied des Zentralkomitees und Kandidat, seit Februar 1958 Mitglied des Politbüros des ZK der SED. Von 1957 bis 1961 war er ZK-Sekretär, zuständig für die Abteilung für Kaderfragen und das theoretische Organ der SED &amp;#039;&amp;#039;[[Neuer Weg (Zeitschrift)|Neuer Weg]]&amp;#039;&amp;#039;. 1961 wurde er Vorsitzender des neu geschaffenen [[Volkswirtschaftsrat der DDR|Volkswirtschaftsrates]] und nach dessen Auflösung von 1965 bis 1968 [[Ministerium für Materialwirtschaft|Minister für Materialwirtschaft]]. Seit 1962 war er Mitglied des Präsidiums des [[Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik|Ministerrates]]. In diesem Gremium war er ab 1965 einer von neun Stellvertretenden Vorsitzenden und von 1968 bis 1989 einer der beiden Ersten Stellvertretenden Vorsitzenden, zuständig für Geologie, die [[Oberste Bergbehörde der DDR]] und die [[Wismut (Unternehmen)|SDAG Wismut]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Evelyn Grünspek, Andreas Kohn, Maria Salopiata |url=http://www.argus.bstu.bundesarchiv.de/DC20-22571/index.htm?kid=397fe356-3de0-4bb7-85ac-c3399bcb79e5 |titel=Ministerrat der DDR. - Regierungen bis November 1989. - Teil 2: Stellvertreter des Ministerpräsidenten bzw. der Vorsitzenden des MR (einschließlich Erste Stellvertreter) |werk=argus.bstu.bundesarchiv.de |hrsg=Bundesarchiv |datum=2011 |sprache=de |abruf=2024-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Wandlitz Waldsiedlung - Haus 10 - DSC00026.jpg|mini|[[Waldsiedlung Wandlitz]], das einst von Neumann bewohnte „Haus 10“]]&lt;br /&gt;
Neumann spielte bei der Inangriffnahme und Durchsetzung des [[Neues Ökonomisches System der Planung und Leitung|Neuen Ökonomischen Systems der Planung und Leitung]] (NÖSPL) eine wichtige Rolle. Im Zuge des Sturzes von [[Walter Ulbricht]] durch [[Erich Honecker]] 1971 weigerte sich Neumann als einziges wichtiges damaliges Politbüromitglied, eine geheime „Bitte“ an die sowjetische Führung um Ablösung Ulbrichts mit zu unterschreiben, da er in inhaltlichen und konzeptionellen Fragen auf Ulbrichts Seite stand. Dies wurde ihm von Erich Honecker nie vergessen. Neumann blieb bis zum Schluss ein unbequemer Gegenspieler Honeckers, trat jedoch niemals in der Öffentlichkeit gegen ihn auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 trat er mit dem Ministerrat zurück, wurde aus dem Politbüro und am 20./21. Januar 1990 aus der [[Partei des Demokratischen Sozialismus|SED-PDS]] ausgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rosalux.de/news/id/41485/ |titel=Ausschluss. Das Politbüro vor dem Parteigericht |werk=[[Rosa-Luxemburg-Stiftung|rosalux.de]] |datum=2020-01-10 |abruf=2021-04-05}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lydia Heller |url=https://avdlswr-a.akamaihd.net/swr/swr2/feature/podcast/swr2-feature-20210331-2205-herrscher-am-ende-die-verschollenen-tonbaender-des-politbueros.l.mp3 |titel=Herrscher am Ende – Die verschollenen Tonbänder des Politbüros |werk=[[SWR2]]-Sendung „Feature“ |datum=2021-03-30 |format=mp3-Audio; 100&amp;amp;nbsp;MB; 54:35&amp;amp;nbsp;Minuten |abruf=2021-04-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1992 wurde gegen ihn aufgrund seiner Mitgliedschaft im [[Nationaler Verteidigungsrat der DDR|Nationalen Verteidigungsrat der DDR]] wegen „Totschlags und Körperverletzung an der innerdeutschen Grenze“ ermittelt, die 23. Strafkammer des [[Landgericht Berlin|Berliner Landgerichtes]] stellte 1999 das Verfahren ohne Ansetzung einer Hauptverhandlung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Neumann erhielt 1956 und 1964 den [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Gold,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neues Deutschland]], 7. Oktober 1956, S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;Neues Deutschland, 6. Oktober 1964, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1959 den Orden [[Banner der Arbeit]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Orden „Banner der Arbeit“ für Alfred Neumann.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neues Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, 16. Dezember 1959, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1984 den [[Karl-Marx-Orden]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Glückwünsche für Alfred Neumann.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Neue Zeit]], 17. Dezember 1984, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vertrauen in die Kraft der Arbeiterklasse: ausgewählte Reden.&amp;#039;&amp;#039; Dietz-Verlag, Berlin 1975&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arbeit für den Sozialismus: ausgewählte Reden.&amp;#039;&amp;#039; Dietz-Verlag, Berlin 1979&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die DDR stärken – den Frieden sichern: ausgewählte Reden.&amp;#039;&amp;#039; Dietz-Verlag, Berlin 1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=alfred-neumann|lemma=Neumann, Alfred|autor=[[Helmut Müller-Enbergs]], Monika Kaiser|band=2|idNum=2493}}&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Prokop]]: &amp;#039;&amp;#039;Poltergeist im Politbüro. Siegfried Prokop im Gespräch mit Alfred Neumann.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurter Oder Editionen, Frankfurt/Oder 1996, ISBN 3-930842-14-9 (von Alfred Neumann nicht autorisiert).&lt;br /&gt;
* Siegfried Prokop: &amp;#039;&amp;#039;Ulbrichts Favorit. Auskünfte von Alfred Neumann.&amp;#039;&amp;#039; edition ost, Berlin 2009, ISBN 3-360018-07-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Alfred Neumann}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12009326X|NAME=Alfred Neumann}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Ralf A. Hanke |url=https://www.wrangelkiez.de/wrangelkiez-geschichte/1933-bis-1945/ |titel=Geschichte des Wrangelkiezes: 1933 bis 1945 |werk=wrangelkiez.de |datum=2015-10-21 |abruf=2021-04-05 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.tagesspiegel.de/berlin/alfred-neumann-geb-1909/193378.html |titel=Alfred Neumann, geb. 1909 |werk=[[Der Tagesspiegel]] |datum=2001-01-11 |abruf=2021-04-05 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/caa6bffd-9ffd-460e-bef6-35c984bc93a5/ Nachlass BArch NY 4570]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Erste Sekretäre der SED-Bezirksleitung Berlin&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Minister für Materialwirtschaft der DDR&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12009326X|LCCN=no/98/88435|VIAF=110128249}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Neumann, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minister (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Marx-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interbrigadist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Politbüros des ZK der SED]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sekretär des ZK der SED]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betroffener eines Parteiausschlussverfahrens (SED)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (SS-Sondereinheit Dirlewanger)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2001]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Neumann, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Neumann, Ali (Spitzname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SED), MdV, Minister für Materialwirtschaft&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Dezember 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Januar 2001&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Maxwhollymoralground</name></author>
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