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	<title>Alfred Meusel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lieberraldus am 21. August 2025 um 15:01 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Meusel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Mai]] [[1896]] in [[Kiel]]; † [[10. September]] [[1960]] in [[Ost-Berlin]]) war ein deutscher [[Soziologe]] und [[Historiker]]. Er war Direktor des [[Museum für Deutsche Geschichte|Museums für Deutsche Geschichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Studienrates besuchte die Volksschule und die [[Oberrealschule]] in Kiel. 1914 meldete sich Meusel als Freiwilliger zum Kriegseinsatz, ging an der Front aber bald auf Distanz zum Kaiserreich und kam dort erstmals mit sozialistischen Ideen in Berührung. Im Dezember 1917 wurde er an der [[Aisne]] verschüttet, schwer verletzt und behielt zeitlebens ein Nervenleiden als Spätfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 bis 1922 studierte er in Kiel u. a. [[Nationalökonomie]], [[Soziologie]] und [[Geschichtswissenschaft]]. Er promovierte 1922 bei [[Bernhard Harms]] mit „Untersuchungen über das Erkenntnisobjekt bei [[Karl Marx|Marx]]“ und widmete sich in seinen folgenden Aufsätzen vielen anderen sozialistisch inspirierten Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1922 wurde er wissenschaftlicher Assistent, 1925 außerordentlicher Professor, 1930 ordentlicher Professor für [[Volkswirtschaftslehre]] und Soziologie an der [[RWTH Aachen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch hatte sich Meusel 1919 der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] angeschlossen und war bei deren Auflösung 1922 in die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] übergetreten. 1925 trat er aus der SPD aus und näherte sich den Positionen der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] an, ohne ihr aber beizutreten. Zusammen mit Carl Max Maedge und [[Gertrud Savelsberg]] gehörte er darüber hinaus dem Freundes- und Schülerkreis um [[Ferdinand Tönnies]] an, den er von seiner Kieler Zeit her kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Frühjahr 1933 begannen nun auch an der RWTH Aachen die [[Denunziation]]smaßnahmen der Studentenschaft. Hierbei ließen der ASTA ([[Allgemeiner Studentenausschuss]]) und die Studentenführer dem hierfür extra eingesetzten Denunziationsausschuss, bestehend aus [[Hermann Bonin]], [[Hubert Hoff]], [[Felix Rötscher]], [[Adolf Wallichs]], und [[Robert Hans Wentzel]], darüber Mitteilungen zukommen, welche Dozenten und Professoren nicht „arischer“ Abstammung waren oder vermeintlich oder tatsächlich eine unerwünschte politische Einstellung hatten. Meusel sollte nun gemäß dem [[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums]] ab September 1933 die Lehrerlaubnis entzogen werden. Die Nazis nahmen Meusel schließlich im April–Mai und Juni–September 1933 auf Grund seiner politischen Gesinnung in „[[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhaft]]“ und entließen ihn danach aus dem Staatsdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 emigrierte er zusammen mit seiner Frau Meta [[Deutschsprachige Emigration nach Dänemark 1933–1945|über Dänemark]] nach Großbritannien, wo er intensive soziologische und historische Studien betrieb. Unter anderem untersuchte er die Lage der deutschen Emigranten in mehreren Ländern. 1937 schloss er sich über seinen Kollegen [[Jürgen Kuczynski]] der Exilorganisation der KPD an, engagierte sich im &amp;#039;&amp;#039;[[Free German League of Culture in Great Britain|Freien Deutschen Kulturbund]]&amp;#039;&amp;#039; und ab 1942 in der von [[Arthur Liebert]] aufgebauten &amp;#039;&amp;#039;[[Freie Deutsche Hochschule|Freien Deutschen Hochschule]]&amp;#039;&amp;#039; in London.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 war Meusel mit einem Beitrag über „Die Familie in der deutschen Gesellschaftsauffassung seit 1933“ an dem unter anderem von [[Max Horkheimer]] initiierten Gemeinschaftswerk [[Studien über Autorität und Familie]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kehrte er nach Deutschland, und zwar nach [[Berlin]] zurück und wurde Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]. 1947 war er Mitglied des [[Deutscher Volkskongress|Ersten Deutschen Volkskongresses]], später Mitglied des [[Deutscher Volksrat|Deutschen Volksrates]]. 1947 wurde er Mitglied des Präsidialrates des [[Kulturbund der DDR|Deutschen Kulturbundes]] und ordentlicher Professor für Neue Geschichte an der späteren [[Humboldt-Universität Berlin]]. Da er einer der wenigen Professoren aus der [[Weimarer Republik]] war, die in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] arbeiteten, genoss er in der ostdeutschen Hochschullandschaft und bei SED-Wissenschaftspolitikern hohes Ansehen. 1951 war er Gründungsdirektor des &amp;#039;&amp;#039;Instituts für deutsche Geschichte&amp;#039;&amp;#039; an der Humboldt-Universität, 1952 auch Direktor des dortigen &amp;#039;&amp;#039;Instituts für Geschichte des deutschen Volkes&amp;#039;&amp;#039; und des neu gegründeten [[Museum für Deutsche Geschichte|Museums für Deutsche Geschichte]], das nach der Wiedervereinigung 1990 im [[Deutsches Historisches Museum|Deutschen Historischen Museum]] aufging. 1953 gehörte er zu den Mitbegründern der &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (1953)|Zeitschrift für Geschichtswissenschaft]]&amp;#039;&amp;#039; (ZfG). Seine Vorlesungen deckten ein breites Themenspektrum ab, von der Reformation über die 1848er Revolution, Bismarck, den Ersten Weltkrieg bis zur Weimarer Republik. Zu seinen Schülern gehörten die Historiker [[Fritz Klein (Historiker)|Fritz Klein]] und [[Joachim Streisand]]. Während seiner Tätigkeit an der Universität, am Museum und in der zentral gelenkten Aspirantenausbildung prägte Meusel eine ganze Generation jüngerer Historiker der DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Pergolenweg - Meusel, Alfred 03.jpg|thumb|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
Seit 1954 war er Vizepräsident des Deutschen Kulturbundes. Meusel gehörte als Mitglied der Kulturbund-Fraktion von 1949 bis zu seinem Tode der [[Volkskammer]] der DDR an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Urne wurde in der [[Gräberanlage Pergolenweg|Gräberanlage „Pergolenweg“]]  des Berliner [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde|Zentralfriedhofs Friedrichsfelde]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1953 [[Nationalpreis der DDR]] für Wissenschaft und Technik II. Klasse&lt;br /&gt;
* 1958 [[Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus 1933 bis 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen über das Erkenntnisobjekt bei [[Karl Marx|Marx]]&amp;#039;&amp;#039;, Kiel 1922&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Abtrünnigen.&amp;#039;&amp;#039; In: „Kölner Vierteljahreshefte für Sozialwissenschaften“, Jg. 3, 1923, H. 2/3, S. 152–169&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Friedrich List|List]] und Marx: Eine vergleichende Betrachtung&amp;#039;&amp;#039;, G. Fischer Verlag, Jena 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Karl Marx.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Fritz Karl Mann]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gründer der Soziologie. Eine Vortragsreihe&amp;#039;&amp;#039;, Gustav Fischer, Jena 1932, S. 96–108 [= Sozialwissenschaftliche Bausteine, Bd. IV]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Thomas Müntzer]] und seine Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Aufbau-Verlag, Berlin 1952&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik, 2. Wahlperiode&amp;#039;&amp;#039;, Kongress-Verlag Berlin, 1957, S. 344f.&lt;br /&gt;
* Fritz Klein: &amp;#039;&amp;#039;Drinnen und draußen. Ein Historiker in der DDR, Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt 2000, ISBN 3-596-15179-1, dort vor allem S. 128 ff&lt;br /&gt;
* [[Mario Keßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Exilerfahrung in Wissenschaft und Politik. Remigrierte Historiker in der frühen DDR&amp;#039;&amp;#039;. Köln 2001, ISBN 3412143006, S. 50–90&lt;br /&gt;
* Mario Keßler: &amp;#039;&amp;#039;[http://das-blaettchen.de/ein-grenzgaenger-alfred-meusel/ Ein Grenzgänger: Alfred Meusel]&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2010.&lt;br /&gt;
* Mario Keßer, [[Detlef Siegfried]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Meusel im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik&amp;#039;&amp;#039;; in: [[Arbeit – Bewegung – Geschichte|JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung]], Heft III/2010.&lt;br /&gt;
* Mario Keßler: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Meusel: Soziologe und Historiker zwischen Bürgertum und Marxismus (1896–1960)&amp;#039;&amp;#039;, Dietz Verlag, Berlin 2016, ISBN 3320023306&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=alfred-meusel|lemma=Meusel, Alfred|autor=[[Ilko-Sascha Kowalczuk]]|band=2|idNum=2304}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|17|272|274|Meusel, Alfred|Astrid Steger|11696068X}}&lt;br /&gt;
* Alexander Wierzock: &amp;#039;&amp;#039;Studenten und Arbeiterbewegung – Das Beispiel Alfred Meusel.&amp;#039;&amp;#039; In: JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Heft I/2014.&lt;br /&gt;
* Alexander Wierzock: Tragisches Bewusstsein und sozialer Pessimismus als wissenschaftliche Erkenntnisvoraussetzung: Alfred Meusel und Ferdinand Tönnies, in: [[Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (1953)|Zeitschrift für Geschichtswissenschaft]], Heft 11/2014.&lt;br /&gt;
* Barbara Link: &amp;#039;&amp;#039;Meusel, Alfred.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Harald Hagemann]], [[Claus-Dieter Krohn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen wirtschaftswissenschaftlichen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Leichter–Zweig.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1999, ISBN 3-598-11284-X, S. 446–448.&lt;br /&gt;
* [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München : Saur, 1980, S. 494f.&lt;br /&gt;
* Klemens Wittebur: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Soziologie im Exil 1933–1945. Eine biographische Kartographie.&amp;#039;&amp;#039; Lit, Münster/Hamburg 1991, ISBN 978-3-88660-737-2, S. 43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.archiv.rwth-aachen.de/web/rea/Seite/biographien_vert_meu.htm Biografie-Artikel zu Meusel von der RWTH Aachen]&lt;br /&gt;
*  Alexander Wierzock: [https://lb-eutin.kreis-oh.de/fileadmin/eutin/forschungsbeitr%C3%A4ge/Alfred_Meusel_in_der_wissenschaftlichen_Schule_von_Ferdinand_T%C3%B6nnies_3.7.2020.pdf &amp;#039;&amp;#039;Alfred Meusel in der wissenschaftlichen Schule von Ferdinand Tönnies. Standortbestimmungen eines Soziologen zwischen Kiel, Aachen und Eutin.&amp;#039;&amp;#039;] [[Eutiner Landesbibliothek]], Originalbeitrag Juni 2020. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11696068X|LCCN=n/90/650973|VIAF=30300857}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Meusel, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker (Neuere und Neueste Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marxistischer Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (RWTH Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums für Deutsche Geschichte Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionär des Kulturbundes der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR II. Klasse für Wissenschaft und Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bewegung Freies Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Meusel, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Soziologe und Historiker, MdV, Direktor des Museums für Deutsche Geschichte&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Mai 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kiel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. September 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ost-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lieberraldus</name></author>
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