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	<title>Alfred Mende - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T17:48:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Alfred_Mende&amp;diff=2237397&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-34724-49: falsche Vergangenheitsform</title>
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		<updated>2025-11-19T00:35:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;falsche Vergangenheitsform&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Mende&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. September]] [[1886]] in [[Freibergsdorf]]; † [[14. Dezember]] [[1975]] in [[Freiberg]]) war ein Anführer der Freiberger Erwerbslosenbewegung und ein „[[Aufruhr|Aufrührer]]“ beim [[Freiberger Blutbad 1923]]. Später war er als [[Schausteller]], [[Händler]], Modellierer und [[Bergbau]]kenner bekannt. Als Freiberger [[Original (Person)|Stadtoriginal]] wurde er &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlamende&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlahmende&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalmus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Alfred Mende stammte aus einer [[Bergarbeiter]]familie, zunächst arbeitete er als [[Dachdecker]]. Seit 1900 war Mende wegen [[Diebstahl]]s, [[Hehlerei]], [[Betrug (Deutschland)|Betrug]] und gefährlicher [[Körperverletzung (Deutschland)|Körperverletzung]] mehrfach in [[Haft]], unter anderem in der [[Hoheneck (Gefängnis)|Gefangenenanstalt in Hoheneck]]. 1909/10 wurde er in die [[Landesanstalt Colditz]] eingewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Mike Schmeitzner]]: &amp;#039;&amp;#039;„Kaltblütiger Mord“? Die Reichswehr und das Freiberger Blutbad 1923. Ein sächsisches Lehrstück&amp;#039;&amp;#039; Leipzig, Sächsische Landeszentrale für politische Bildung und Leipziger Universitätsverlag 2025, S.&amp;amp;nbsp;208.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1919 war er Mitglied in der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD)]]. Er verdiente seinen Lebensunterhalt zeitweise als [[Händler]], zeitweise war er [[Arbeitslosigkeit|arbeitslos]] und lebte von [[Arbeitslosengeld|Erwerbslosenunterstützung]]. Er entwickelte sich zu einem Anführer der Freiberger [[Erwerbslosenbewegung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Krisenjahr der [[Weimarer Republik]] 1923 wurde Mende zum Schrecken des Freiberger [[Bürgertum]]s. Er setzte mit Gleichgesinnten aus den städtischen Elendsbaracken die [[Kommunalverwaltung|Stadtverwaltung]] mit radikalem Eifer und permanenten [[Demonstration]]en unter Druck. Obwohl er Mitglied der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] war, setzte er sich regelmäßig über die Parteilinie hinweg. Mit seiner latenten Gewalttätigkeit kann er eher als ein Vertreter der „[[Direkte Aktion|direkten Aktion]]“ gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Frank Löser]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Mende. Ein Freiberger Original.&amp;#039;&amp;#039; Rockstuhl Bad Langensalza, 2013, S.&amp;amp;nbsp;68–75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem am 7. April 1923 eine von Mende dirigierte Menge von mehreren hundert Menschen während einer [[Stadtverordnetenversammlung]] ins [[Rathaus]] eindrang und sich einen Kampf mit der schwachen [[Polizei]] lieferte, wurde Mende verhaftet. Er hatte die Gruppe, welche eine Erhöhung der Erwerbslosenunterstützung forderte, mit einem Knüppel angeführt und war dabei verletzt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Mike Schmeitzner: &amp;#039;&amp;#039;„Kaltblütiger Mord“?&amp;#039;&amp;#039; 2025, S.&amp;amp;nbsp;51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. September 1923 gelang es einer etwa 300 Personen umfassenden und teilweise bewaffneten Menschenmenge in den Hof des Freiberger [[Gerichtsgefängnis]]ses einzudringen, in dem Mende festgehalten wurde und ihn zu befreien. Eine zeitnahe „Wiederverhaftung“ Mendes wurde vom sächsischen [[Justizministerium|Justizminister]] [[Alfred Neu]] (SPD) aus Angst vor erneutem Aufruhr untersagt.&amp;lt;ref&amp;gt;Mike Schmeitzner: &amp;#039;&amp;#039;„Kaltblütiger Mord“?&amp;#039;&amp;#039; 2025, S.&amp;amp;nbsp;55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Freiberger Blutbad 1923|Freiberger Blutbades]] am 27. Oktober 1923 ging Mende gegen [[Reichswehr]]soldaten vor. Nach Zeugenaussagen führte der Versuch Mendes, einem [[Soldat]]en das [[Gewehr]] zu entreißen, zum Feuerbefehl auf Seiten der Reichswehreinheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Mike Schmeitzner: &amp;#039;&amp;#039;„Kaltblütiger Mord“?&amp;#039;&amp;#039; 2025, S.&amp;amp;nbsp;80.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund dieser Tat wurde Mende 1925 wegen schweren [[Aufruhr]]s und schweren [[Landfriedensbruch]]s zu einer [[Gefängnisstrafe]] von einem Jahr und vier Monaten verurteilt. Im [[Urteil (Deutschland)|Urteil]] wurde er als „nervenleidend“ und „leicht erregbar“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mike Schmeitzner: &amp;#039;&amp;#039;„Kaltblütiger Mord“?&amp;#039;&amp;#039; 2025, S.&amp;amp;nbsp;50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Haftentlassung 1926 arbeitete er als [[Händler]], [[Schausteller]] und [[Künstler]]. Über sein Leben während des [[Nationalsozialismus]] sind keine Einzelheiten überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Zeiten war er als „Freiberger [[Original (Person)|Original]]“ bekannt und zeichnete sich durch sein unangepasstes Verhalten aus. Am bekanntesten war sein sogenanntes [[Buckelbergwerk]], mit welchem er ohne behördliche Genehmigung auf jedem [[Jahrmarkt]] und Volksfest und auf dem Freiberger Weihnachtsmarkt (heute [[Freiberger Christmarkt]]) erschien.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Frank Löser]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Mende&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S.&amp;amp;nbsp;68–75.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Buckelbergwerk wurde als das „Bergwerk von Mende“, „Mende-Schacht“ oder „[[Alte Mordgrube|Menden-Schacht]]“ (welcher tatsächlich unter diesem Namen im Freiberger Bergbaurevier existierte) bezeichnet. Gegen ein geringes Entgelt wurden die Schranktüren, die gegen Wettereinflüsse und vor „unbezahlten“ Blicken schützten, geöffnet. Seine Modelle und Figuren, die in einem alten, aus massivem Holz gefertigten Kleiderschrank untergebracht waren, waren aus Holz, Blech und [[Teig|Brotteig]] hergestellt und mit Farbe bemalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In strengen Wintern formte er [[Plastik (Kunst)|Eisplastiken]] im Freiberger König-Albert-Park. Ein weiteres Zubrot verdiente er sich durch den Verkauf von [[Kalmus (Art)|Kalmus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Legenden ==&lt;br /&gt;
Mündlich überliefert ist, dass er mit den Studenten der [[Technische Universität Bergakademie Freiberg|TU Bergakademie Freiberg]] zahlreiche Wetten einging und sie häufig gewann. So zum Beispiel, dass er für 20 Mark auf dem [[Obermarkt (Freiberg)|Obermarkt]] seine [[Fäzes]] hinterlässt, ohne dass er öffentliches Ärgernis erregt. Mende löste dies – so die Legende – durch Hinhocken und unter Benutzung eines großen, langen Mantels als Bekleidungsstück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnung ==&lt;br /&gt;
2009 wurde die vom Freiberger Kunstverein verliehene „Kalmus-Plakette“ erstmals an [[Siegmar Cholet]], einen Pantomimen und Kabarettisten, verliehen. Diese Plakette erinnert an Alfred Mende, den „Kalmus“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[[Frank Löser]]: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Mende. Ein Freiberger Original.&amp;#039;&amp;#039; Rockstuhl Bad Langensalza, 2013. ISBN 978-3-86777-551-9.&lt;br /&gt;
*[[Mike Schmeitzner]]: &amp;#039;&amp;#039;„Kaltblütiger Mord?“ Die Reichswehr und das [[Freiberger Blutbad 1923]]. Ein sächsisches Lehrstück.&amp;#039;&amp;#039; Sächsische Landeszentrale für politische Bildung und Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2025, ISBN 978-3-96023-624-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1047742683}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib|GND=1047742683}}&lt;br /&gt;
* [http://www.freiberg.de/freiberg/content.nsf/docname/Webseite_5C49917A3DE18145C1257685004EC489?OpenDocument Kalmus-Plakette des Freiberger Kunstvereins]&lt;br /&gt;
* [http://www.qype.com/place/113775-Buckelbergwerk-Zinnfigur-Freiberg Alfred Mende] auf [[Qype]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1047742683|LCCN=|VIAF=306363508}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mende, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtoriginal (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Freiberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mende, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schlamende; Schlahmende; Kalmus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Freiberger Stadt-Original&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. September 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Freibergsdorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Dezember 1975&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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