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	<title>Alfred Métraux - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T07:02:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-12-30T12:35:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commons hinzugefügt, ISBN-Format, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Métraux.jpg|mini|Alfred Métraux (1932) in Argentinien]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Métraux&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. November]] [[1902]] in [[Lausanne]]; † [[12. April]] [[1963]] in [[Chevreuse]]) war ein [[Ethnologe]] schweizerischer Herkunft. Er wurde in [[Paris]] ausgebildet und erwarb die amerikanische Staatsbürgerschaft. Das Werk des Spezialisten der Völker [[Lateinamerika]]s sowie für [[Haïti]] und die [[Osterinsel]] berührt verschiedene Gebiete wie [[Geschichte]], [[Archäologie]] und [[Ethnographie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Als Kind begleitete er seine Eltern nach [[Argentinien]], in die Provinz [[Mendoza (Provinz)|Mendoza]], wo sein Vater als Arzt tätig war und kehrte dann nach Lausanne zurück, wo er die Schule besuchte. Nach dem Abitur schrieb er sich an der [[École nationale des chartes]] in [[Paris]] ein und begegnete dort [[Georges Bataille]] und [[Michel Leiris]]. Mit Bataille verband ihn eine lebenslange Freundschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stuart Kandall: Georges Bataille. London 2007, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er studierte auch an der [[École des langues orientales]] und an der [[École pratique des hautes études]] in der Abteilung für [[Religionswissenschaft]]. An der [[Sorbonne]], wo er bei den Professoren [[Marcel Mauss]] und [[Paul Rivet]] studierte, verteidigte er 1928 seine Dissertation über die [[Tupinambá]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Reisen führten ihn wieder nach Argentinien, wo er 1928 das Institut für Ethnologie der [[Universidad Nacional de Tucumán]] in [[San Miguel de Tucumán]] gründete, das er bis 1934 leitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bereiste die Provinz [[Chaco (Provinz)|Chaco]] und die [[Bolivien|bolivianische]]n Hochebenen und widmete sich dem Studium verschiedener ethnischer Gruppen wie der [[Calchaquí]]s, der [[Guaraní (Volk)|Guaraní]]s, der [[Chiriguano]], der [[Toba (Volk)|Toba]] und der [[Wichí]], dann der [[Urus|Uro]]-[[Chipaya]]. Er verfasste, zusammen mit amerikanischen Anthropologen, für das &amp;#039;&amp;#039;Handbook of South American Indians&amp;#039;&amp;#039; insbesondere Beiträge zur Religion und zur Mythologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 beschloss das [[Musée de l’Homme]] in Paris, eine Expedition zur [[Osterinsel]] zu entsenden. Unterstützt wurde das Vorhaben von der französischen und der belgischen Regierung. Die Leitung oblag dem französischen Archäologen [[Louis Charles Watelin]], weitere wissenschaftliche Teilnehmer waren der belgische Archäologe [[Henri Lavachery]] und Alfred Métraux. Mit dem französischen [[Aviso (Schiffstyp)|Aviso]] &amp;#039;&amp;#039;Rigault de Genouilly&amp;#039;&amp;#039; reisten die Teilnehmer zunächst nach Chile, wo Watelin an Lungenentzündung erkrankte und starb. Am 27. Juli 1934 erreichte die Expedition die Osterinsel und blieb bis zum 2. Januar 1935. Anschließend reisten die Teilnehmer mit dem belgischen [[Schulschiff]] &amp;#039;&amp;#039;Mercator&amp;#039;&amp;#039; nach [[Pitcairn]], [[Tahiti]], dem [[Tuamotu-Archipel]], zu den [[Marquesas]] und nach [[Hawaii]]. Die umfangreichen ethnologischen Erkenntnisse fasste Métraux in seinem 1935 erschienenen Buch „Ethnologie de l&amp;#039;île de Pâques“ zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 wurde er als Forscher am &amp;#039;&amp;#039;[[Bernice P. Bishop Museum|Bishop Museum]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Honolulu]] angestellt und reist dann auf das Festland der USA, um an der [[University of Berkeley]] und an der [[Yale University]] zu unterrichten.&lt;br /&gt;
Zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] engagierte er sich für seine vom nationalsozialistischen Deutschland bedrohten französischen Kollegen wie [[Claude Lévi-Strauss]], so dass sie in die USA ins Exil gehen konnten. Er heiratete 1941 die Anthropologin [[Rhoda Bubendey Métraux|Rhoda Budendey]], diese Ehe hielt bis 1959. 1941 nahm er die [[amerikanische Staatsbürgerschaft]] an und beteiligte sich 1945 an einer Untersuchung über die alliierten Bombenangriffe in [[Deutschland]]. Im folgenden Jahr wurde er Leiter der Forschungsabteilung des [[Department of Economic and Social Affairs]] des [[UN-Sekretariat]]s in [[New York City|New York]]. Als Forscher an der &amp;#039;&amp;#039;[[Smithsonian Institution]]&amp;#039;&amp;#039; und als permanentes Mitglied des Departments für Sozialwissenschaften der [[UNESCO]] leitete er von 1948 bis 1950 eine Untersuchung in [[Haïti]], an der auch [[Michel Leiris]] teilnahm. Sie liegt dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Le vaudou haïtien&amp;#039;&amp;#039; zugrunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1959 bis zu seinem Tod arbeitete er an der VI. Sektion der [[École pratique des hautes études]] in Paris und leitete das Seminar « ethnologie et sociologie des populations indigènes d&amp;#039;Amérique du Sud». Am 12. April 1963 beging er Selbstmord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Alfred Métraux spezialisierte sich auf das Studium lateinamerikanischer Völker und der Völker [[Polynesien]]s, insbesondere auf das Studium der Bauern Haitis und der afroamerikanischen Kulte. Seine Arbeiten über den haitianischen [[Voodoo]] und über den [[Schamanismus]] gelten heute noch als Standardwerke der religiösen Anthropologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein umfangreiches Wissen über die autochthonen Populationen Südamerikas waren die Grundlage für seine starke Beteiligung an dem monumentalen &amp;#039;&amp;#039;Handbook of South American Indians&amp;#039;&amp;#039; (7 Bde., 1946–1959), das [[Julian Steward]] herausgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Zeit bei der UNESCO regte er zahlreiche Programme für [[angewandte Anthropologie]] an, besonders im [[Amazonas]], in den [[Anden]] und auf Haiti. Überdies kämpfte er aktiv gegen [[Rassismus]], indem er das interdisziplinäre Projekt koordinierte, das der Publikation der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Le Racisme devant la Science&amp;#039;&amp;#039; zugrunde lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anthropologen erinnern Alfred Métraux als herausragenden Wissenschaftler, und sein Engagement für [[Menschenrechte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Besitz des Instituts für Ethnologie der Universität Tübingen befinden sich Tage- und Notizbücher von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Alfred Métraux hat über 200 Texte veröffentlicht. Zu den wichtigsten zählen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La civilisation matérielle des tribus Tupi-Guarani&amp;#039;&amp;#039;. Paris: Paul Geuthner 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ethnologie de l&amp;#039;île de Pâques&amp;#039;&amp;#039;, 1935, überarbeitete Neuausgabe: &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039; Ile de Pâques&amp;#039;&amp;#039;. Paris 1965. Taschenbuchausgabe, Paris: Gallimard 1980 (Collection TEL), ISBN 978-2-07-028751-2, dt. zuletzt: &amp;#039;&amp;#039;Die Osterinsel&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt/Main: Edition Qumran im Campus-Verlag 1989.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mythes et contes des Indiens Matako&amp;#039;&amp;#039;, 1939.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Le vaudou haïtien&amp;#039;&amp;#039;, Paris: Gallimard 1958, dt. &amp;#039;&amp;#039;Voodoo in Haiti&amp;#039;&amp;#039;, Gifkendorf : Merlin 1994.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Les Incas&amp;#039;&amp;#039;. Paris, Le Seuil 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Religions et magies indiennes d&amp;#039;Amérique du sud&amp;#039;&amp;#039;. Paris: Gallimard, 1967, dt. &amp;#039;&amp;#039;Kult und Magie der Indianer Südamerikas. Magier und Missionare am Amazonas&amp;#039;&amp;#039;. Gifkendorf : Merlin 2001.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Les Indiens de l&amp;#039;Amérique du Sud&amp;#039;&amp;#039;. Paris: A.-M. Métailié 1982. ISBN 2-86424-011-4.&lt;br /&gt;
* (mit Pierre Verger): &amp;#039;&amp;#039;Le Pied à l&amp;#039;étrier - Correspondance 1946-1963&amp;#039;&amp;#039;. Paris: Jean-Michel Place 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* C. Wagley, &amp;#039;&amp;#039;Alfred Métraux&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;American Anthropologist&amp;#039;&amp;#039; 66(3), 1964, S. 603–613.&lt;br /&gt;
* Claude Lévi-Strauss u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Alfred Métraux&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;homme&amp;#039;&amp;#039; 4 (2), 1964, S. 5–62.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nostalgie du néolithique : de Lausanne à Las Lomitas ; documents sur Alfred Métraux, ethnologue&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Alain Monnier. Genève: Société d&amp;#039;Études Alfred Métraux [u.&amp;amp;nbsp;a.] 2003.&lt;br /&gt;
* Yves Chemla: « Il avait les yeux comme noyés de peine... ». In: &amp;#039;&amp;#039;Conjonction&amp;#039;&amp;#039;, Juni 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellung ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;« Du Pays de Vaud au pays du Vaudou », ethnologies d&amp;#039;Alfred Métraux&amp;#039;&amp;#039;, exposition au Musée d&amp;#039;ethnographie de Genève (décembre 1996 - février 1997).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilm ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sur la trace des Indiens disparus. Les indiens d’Alfred Métraux&amp;#039;&amp;#039;, Dokumentarfilm von Pierre-André Thiébaud, PCT Production 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Helveticat-GND|gnd=116954051}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bibliomonde.com/auteur/alfred-metraux-1001.html Alfred Métraux sur le site de l&amp;#039;association Bibliomonde]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116954051|LCCN=n/50/36604|VIAF=2474265}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Metraux, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Nationale Universität Tucumán)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Métraux, Alfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=schweizerisch-US-amerikanischer Ethnologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. November 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lausanne]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. April 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Chevreuse]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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